Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit - Kuschnik, Bernhard

Bernhard Kuschnik 

Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit

Herleitungen, Ausprägungen, Entwicklungen

Herausgeber: Oppermann, Thomas
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
98 ebmiles sammeln
EUR 98,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit

Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit ist aus dem Regelungswerk des Völkerstrafrechts nicht mehr hinweg zu denken. Aufgrund seiner primär aus Völkergewohnheitsrecht erwachsenen Entstehungsgeschichte und vielfachen Novellierung verbleiben gleichwohl dogmatische Auslegungsprobleme. Die vorliegende Arbeit versteht sich als eine umfassende Analyse des Gesamttatbestandes, die nicht an der Wiedergabe des status quo stehen bleiben, sondern Kritik und Entwicklungspotenzial aufzeigen möchte. Der Autor diskutiert inter alia die Divergenz zwischen Gesamttatbestand, Gesamtkontext und Einzeltatbestand, sowie die Verwirklichung des chapeau Merkmals "mehrfache Begehung" im Wege einer - so hier betitelten - "ad hoc makrokriminellen" Einzelbegehung. Bei den Katalogstraftaten setzt er sich verstärkt mit den Sexualdelikten, einschließlich der Strafbarkeit des Verbrechens der Zwangsheirat, auseinander. Die makrokriminelle Mischproblematik beim Apartheidtatbestand wird, soweit
ersichtlich, erstmalig angesprochen.


Produktinformation

  • Verlag: Duncker & Humblot
  • 2009
  • 1. Auflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 503 S. 233 mm
  • Seitenzahl: 503
  • Tübinger Schriften zum internationalen und europäischen Recht (TSR) Bd.95
  • Deutsch
  • Abmessung: 234mm x 159mm x 29mm
  • Gewicht: 664g
  • ISBN-13: 9783428130382
  • ISBN-10: 3428130383
  • Best.Nr.: 27885858
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.03.2010

Laxer Umgang der Gerichte
Der Tatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit

Der Begriff des Verbrechens gegen die Menschlichkeit ist zum Synonym jener politisch-ideologisch geprägten Großkriminalität geworden, die völkerstrafrechtlich zu ahnden sich die Staatengemeinschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs anschickt. Über den Gesamttatbestand, der erstmalig im Statut des Nürnberger Tribunals auftauchte, besteht bis heute keine wirkliche Klarheit. Ein Grund dafür dürfte sein, dass nach den Nürnberger und Tokioter Prozessen jahrzehntelang keine internationale Strafgerichtsbarkeit existierte, die diesen Tatbestand mit universeller Gültigkeit konkretisierend zur Anwendung hätte bringen können. Erst seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts findet eine tatbestandliche Präzisierung statt, die mit der Errichtung und Judikatur verschiedener internationaler Tribunale Hand in Hand geht. Es ist daher sehr verdienstvoll, wenn sich Bernd Kuschnik der dogmatischen Durchdringung und interpretativen Entfaltung des Gesamttatbestands angenommen hat, der durch die Begehung mindestens eines, in einen enumerierten Straftatenkatalog fallenden, …

Weiter lesen

Leseprobe zu "Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Der Gesamttatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu blättern!


Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt:
Kapitel 1: Einführung: Einleitung und Zielsetzung - Gang der Untersuchungshandlung - Kapitel 2: Genese der Strafgerichtsbarkeit: Einleitung - Entwicklung der individuellen Strafbarkeit bis zur Errichtung des IMT (1400 - 1919) - Entwicklungen durch das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal und das Tribunal für den Fernen Osten (1941 - 1948) - Die Nachfolgeprozesse von Nürnberg und Tokio - Weiterentwicklungen des Gesamttatbestandes durch die UN (1951 - 1996) - Die Errichtung international(isiert)er Straftribunale und des ICC (1993 - 2007) - Nationalstaatliche Bestimmungen und Verfahren (1954 - 2006) - Kapitel 3: Tatbestandsübergreifende Strafbarkeitsvoraussetzungen: Einleitung - Struktur des Gesamttatbestandes des Verbrechens gegen die Menschlichkeit - Allgemeine actus reus Voraussetzungen des "conducts" im Rahmen der Einzeltat - Einzeltatbestandsübergreifende mens rea Voraussetzungen - Täterkreis und objektiver Nexus zwischen Einzeltat und Gesamtkontext? - "Diskriminierender Grund" - chapeau oder Einzeltatbestandelement - oder beides? - Wechselwirkungen zwischen Gesamtkonzept und Einzeltatbeständen - Kapitel 4: Chapeau - Elemente: Einleitung - Der (Gesamt-)Angriff - "Gerichtet gegen jegliche Zivilbevölkerung" - "Zivilbevölkerung" - Abschließende Bemerkungen - Kapitel 5: Enumerierte Einzeltatbestände: Einleitung - Verbrechen gegen das Leben und die körperliche Unversehrtheit - Sexualisierte Verbrechen ("gender crimes") - Verbrechen gegen die Freiheit - Diskriminierungsverbrechen - Der Auffangtatbestand "andere unmenschliche Handlungen" - Kapitel 6: Ausblick - Literatur-, Personen- und Sachverzeichnis
Mehr von