Seine abenteuerliche Amerikaexpedition ist die erste Reise jener
Zeit, die aus rein wissenschaftlichen Gründen unternommen wurde,
währenddessen er mehr als 60.000 Pflanzen sammelt, von denen rund
6.300 unbekannt waren.die um die Gunst der Menschen wetteiferten.
Nach dem großen Erfolg seiner Bearbeitung von Alexander v.
Humboldts Reise durchs Baltikum nach Rußland und Sibirein 1829 hat
der Altmeister der Humboldtforschung und der Geographie- und
Reisegeschichte, Professor Dr. Hanno Beck, die Darstellung der
klassischen Amerikareise Alexander v. Humboldts neu bearbeitet.Dies
ist umso bemerkenswerter, als Humboldt seine berühmte Reise nur zu
einem Drittel selbst geschildert hat. Der Leser wird deshalb bei
der Lektüre eine große Überraschung erleben, da er nun die
maßgebende Forschungsreise der Neuzeit in einem Zug nachvollziehen
kann. Er erlebt das Abenteuer der sechsjährigen Vorbereitung und
der fünfjährigen Forschungsreise Humboldts auf den Kanarischen
Inseln und im Gebiet der heutigen Staaten Venezuela, Kuba,
Kolumbien, Ecuador, Peru, Ecuador (2. Aufenthalt) und der
Vereinigten Staaten von Amerika.Viele von Humboldts
wissenschaftlichen Forschungsergebnissen haben Eingang in die
moderne Geographie gefunden: so zum Beispiel seine Beschreibung der
Vegetation des tropischen Südamerikas, der Schwarz- und
Weißwasserflüsse, des Casiquiare, der natürlichen Verbindung
zwischen Orinoko und Rio Negro, seine Profile und
Pflanzengeographie. Humboldt war vielseitiger Geograph und
Forschungsreisender. Auch den Menschen sah er immer als Teil seiner
Physikalischen Geographie, und von seinem Reisewerk gingen
geographische und politische Impulse aus. So brandmarkte er die
Menschenschinderei in den Bergwerken und Manufakturen Mexikos,
verteidigt die menschliche Würde der tropischen Indianer oder
schildert das Leben der Gesellschaft und den Stand der
Wissenschaften in den Hauptstädten Lateinamerikas.Es ist ein
farbiger Bericht aus einem Guß entstanden, der dem Leser Vergnügen
bereitet und ihn gleichzeitig mit dem neuesten Stand der
Humboldtforschu
Alexander von Humboldt, 1769-1859, deutscher Naturforscher und Reiseschriftsteller, erlangte durch seine Expeditionen nach Amerika und Asien Weltruhm. Mit seinen Schriften 'Ansichten der Natur' (1808) und 'Kosmos' (1845-62) erreichte er ein großes Publikum. Humboldts Wissenschaftsverständnis war prägend für die moderne Universität.
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