Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Dieser Band erntet die bitteren Früchte einer Niederlage - denn dass es eine Niederlage ist, steht für den Rezensenten und offenbar auch für die Autoren des Bandes kaum mehr in Zweifel. Nüchtern resümiert der Band laut Wilfried von Bredow die verschiedenen Aspekte und Facetten des Versagens aus deutscher Sicht. Es ist ein Band der "Zwischenbilanzen", hält Bredow dabei fest. Die Aufarbeitung des gesamten westlichen Einsatzes muss erst noch kommen. An Einzelerkenntnissen hält Bredow fest, dass es Deutschland entgegen seinem guten Ruf, stets eine methodische Politik zu betreiben, an einer Gesamtstrategie fehlte, dass eine "zivile Krisenprävention" nicht aufgebaut werden konnte und dass weder Deutschland noch die anderen westlichen Akteure eine klare Drogenpolitik führten. Man hat den Konflikt unterschätzt, so Bredows bitteres Resümee, und mehr noch: Die anfängliche Unterschätzung eines solchen Konflikts trägt auch noch dazu bei, ihn zu verschärfen. Kein gutes Ergebnis!
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"Der ISAF-Einsatz und das deutsche Engagement in Afghanistan sind noch lange nicht zu Ende; angesichts der notwendigen strategischen Kurswechsel der vergangenen Jahre wären Gedanken zu 'Lessons Learned' für diesen Einsatz sehr verfrüht. Es ist eine der Stärken dieses Sammelbandes, eine solche Diskussion vorbereiten bzw. unterstützen zu können." Portal für Politikwissenschaft (www.pw-portal.de), 15.03.2012
Dr. Klaus Brummer ist Projektmanager bei der Bertelsmann Stiftung im Themenfeld Internationale Verständigung.
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