Viele ältere Menschen leiden darunter, dass ihr Erinnerungsvermögen
nach und nach abnimmt, oder vereinsamen innerlich, weil ihre
Lebensgeschichte nicht mehr gefragt ist. Hier setzt die
Biografiearbeit an, die mit verschiedenen Methoden Zugänge zur
Vergangenheit bietet. Sie ermutigt Menschen, über das eigene Leben
nachzudenken und darüber zu sprechen. Dies kann schon per se eine
Hilfe sein, doch bietet die Biografiearbeit noch mehr. Viele
Beteiligte gewinnen durch sie neue Erkenntnisse über sich selbst
und ihr Leben. So kann Biografiearbeit auch zu einer Art
Selbstbestätigung oder Perspektivenwechsel führen. Methodisch
werden u.a. eingesetzt: Lebenskurven und Zeitleisten, Stammbaum und
Lebensuhr, Erinnerungsstücke und Assoziationsübungen, Märchen und
Mythen, Fotografien und Gedichte, Rituale und Rollenspiele,
Erinnerungskoffer und Zeitzeugenbörse. Die Anregungen sind leicht
umsetzbar und bedürfen keiner oder nur weniger Hilfsmittel. Sie
unterstützen die Arbeit in Bildungsseminaren, in Lebenskrisen und
in der Altenpflege/-hilfe. Inhalt Erinnern oder: Eine Vorbemerkung
Lebensgeschichten oder: Eine Biografie haben Hinweise und Haltungen
oder: Lebensspuren entdecken und verstehen Methoden oder: Traue
keinen Büchern Lebens-Zeit oder: Zeit heilt alle Wunder Spurensuche
oder: Das Leben war immer mein Leben Journale und Archive oder: Die
Zeit in meine Hände nehmen Assoziationen und Imaginationen oder:
Die letzten Abenteuer spielen im Kopf Kleine und große Bilanzen
oder: Sterben dauert ein ganzes Leben Medien und Texte oder: Die
Sehnsucht kommt in fremden Bildern Intergenerationen oder: Früher
war es schlechter, heute ist es schlimmer Kollektives Gedächtnis
oder: Öffentliches Erinnern versuchen (M)ein Glossar oder: Die
Schlagworte beleben Literatur und Hinweise auf weiterführende
Materialien
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