Ein monströser Wirbelsturm braut sich über Oklahoma zusammen. Die
Meteorologin Jo Harding und ihr Team wollen Sensoren in dem Zyklon
plazieren, um neue Erkenntnisse über dessen bisher unberechenbare
Aktionen zu erhalten. Das gleiche Ziel verfolgt auch der
opportunistische Dr. Jonas Miller, der sich fälschlicherweise als
geistiger Vater der bahnbrechenden technischen Errungenschaft
ausgibt. Vor der Kulisse eines Jahrhundert-Tornados kommt es zum
Showdown der Crews. Technisch von George Lucas' Effekteschmiede
ILM perfekt unterstützt, entfaltet "Speed"-Regisseur Jan
De Bont ein Schreckensszenario ungekannter Wucht. Die
atemberaubenden Orkan-Sequenzen und der bombastische Soundtrack
lassen diesen ultimativen Katastrophen-Film beinahe wie eine
fotorealistische Live-Dokumentation erscheinen. Angesichts der
gekonnt kreierten apokalyptischen Atmosphäre fällt die eher dünne
Story nicht weiter ins Gewicht. Ein High-Tech-Knüller für die
Chartspitze.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Ein Haus wird Stück für Stück auseinandergerissen. Eine Kuh wirbelt
hilflos durch die Luft. Traktoren werden vom Himmel geschleudert.
Ein 15.000 Pfund schwerer Tanklastzug entwickelt sich zur
fliegenden Bombe. Mit 300 Meilen pro Stunde rast ein riesiger,
alles vernichtender Tornado direkt auf Dich zu. TWISTER, der
gewaltigste Sturm des Jahrhunderts, hinterlässt ein Bild der
Verwüstung. Helen Hunt und Bill Paxton spielen in diesem
temporeichen Tornado-Thriller mit atemberaubenden Spezialeffekten
zwei Wissenschaftler, die den zerstörerischsten Wirbelsturm der
letzten 50 Jahre durch die berüchtigte amerikanische "Tornado
Alley" verfolgen. Ihr Ziel: elektronische Sensoren in das
Zentrum des Orkans zu schleusen. Auf diese Weise hoffen sie,
Messwerte für ein zuverlässiges Frühwarnsystem zu gewinnen. Doch
dazu müssen sie sich dem gigantischen Tornado selbst in den Weg
stellen. Eine tödliche Jagd beginnt ...
Bonusmaterial
Kommentar vom Regisseur Jan de Bont & Visual-Effects-Supervisor Stefen Fangmeier - Dokumentation - The Making of "Twister" - Featurette - Anatomy of the Twister - Musikvideo "Humans Being" von Van Halen - Original-Kinotrailer
Achtung: Akute Kassensturmgefahr! In nur 12 Tagen konnte der Katastrophenthriller von "Speed"-Regisseur Jan De Bont sensationelle 101,5 Mio. Dollar einspielen. Damit befindet sich der aufwirbelnde F/X-Schocker, der erste einer ganzen Reihe von kommenden Desasterfilmen, in einer Liga mit Boxoffice-Champion "Jurassic Park". Mit diesem verbindet "Twister" nicht nur die Produktionsfirma Amblin Entertainment, sondern auch Drehbuchautor Michael Crichton (hier in Zusammenarbeit mit Gattin Anne-Marie Martin) und der Vorzug von bahnbrechenden Spezialeffekte vor einem großen Staraufgebot.
Laut der brodelnden Gerüchteküche war nicht nur die Prämisse eine stürmische, sondern auch die Beziehung des als "schwierig" bekannten De Bont mit seiner Besetzung und Crew. Dies läßt sich wohl in erster Linie mit dem exzellent realisierten Bemühen des Regisseurs um einen fotorealistischen Look erklären. Dabei machte ähnlich wie bei "Waterworld" unerwünschtes Wetter - in diesem Fall gleißender Sonnenschein in den endlosen Ebenen Oklahomas - einen kostspieligen Strich durch die Dreharbeiten: Das Budget soll letztlich um die 77 Mio. Dollar betragen haben. Doch George Lucas' Spezialeffekte-Company ILM, die die atemberaubenden Tornado-Sequenzen per Computer mit bisweilen 75facher Bildüberlagerung kreierten, konnte auch den gewünschten düsteren Sturmwolkenhimmel liefern. Auch sonst stehen die Zeichen auf Sturm: Die Darstellung ungebändigt tobender Naturgewalten wurde wie nie zuvor auf Zelluloid gebannt. Von beängstigenden Monsterwindhosen umhergewirbelte Häuser, Scheunen, Kühe, Benzinlaster und eine vom Winde verwehte "Shining"-Autokinovorführung versetzen den Zuschauer in verblüfftes Erstaunen. Die donnernd-tosenden Toneffekte tun ihr übriges, die extreme Wettereskalations-Show in unberührte Desaster-Dimensionen zu katapultieren. Der Tonpegel schwillt stellenweise zu ohrenbetäubender Brachialität an, und das frenetische Tempo der "Der Zauberer von Oz"-inspirierten Anfangssequenz (an dieser Stelle gebührt dem raffinierten Trailer großes Lob, der nicht den halben Film verschenkt) wird nicht nur aufrecht erhalten, sondern beständig bis zur Schmerzgrenze gesteigert. Bei einem dermaßen beeindrukkenden Technikaufwand tritt die Rahmenhandlung eher in den Hintergrund, was den hohen Unterhaltungswert jedoch kaum mindert. Ein Team von engagierten "Sturmjägern" unter der Leitung der abgebrühten Jo Harding (Helen Hunt aus der TV-Sitcom "Verrückt nach Dir" verstrahlt patenten Jederfrau-Charme) hat sich der heiklen Mission verschrieben, die unzähligen Datensensoren eines neu entwickelten Forschungsgeräts zwecks Verbesserung des Vorwarnungssystems just in den Tornandotrichter aufsteigen zu lassen. Der Erfinder ist Bill Harding (Bill Paxton aus "Apollo 13"), Jos in Scheidung lebender Ehemann. Als sich ihr gemeinsamer Erzrivale, der opportunistische Dr. Miller (Cary Elwes) für das Gerät feiern läßt, steigt Bill erneut ins Team ein und begibt sich mit seiner Verflossenen auf haarsträubende Terrortornado-Jagd. Aufgrund der aufsehenerregenden High-Tech-Effekte läßt sich für die deutsche Kinolandschaft mit überwältigender Sicherheit ein meteorologischer Monsterhit vorhersagen, bei dem das Publikum vor Begeisterung ähnlich Amok laufen wird wie im Film die unberechenbare Natur! ara.
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