China, vor über 2000 Jahren: König Qin (CHEN DAO MING) will seinen
Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine
Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Seit Jahren gibt es
Pläne, ihn zu ermorden. Vor allem drei Widersacher trachten ihm
nach dem Leben: Broken Sword (TONY LEUNG CHIU-WAI), Flying Snow
(MAGGIE CHEUNG MAN-YUK) und Sky (DONNIE YEN). Nach zehn Jahren, in
denen es nicht gelingt, die drei zu besiegen, besucht Nameless (JET
LI) den Palast und erzählt eine außergewöhnliche
Geschichte...
Vor mehr als 2000 Jahren war China ein geteiltes Land, in dem sich
die sieben Königreiche Qin, Zhao, Han, Wei, Yan, Chu und Qi einen
unerbittlichen Kampf um die Vorherrschaft lieferten. Das größte
Opfer brachte dabei das Volk, das über Jahrzehnte hinweg den Krieg
mit Leid und Tod bezahlte.
Am entschlossensten strebte der König von Qin (CHEN DAO MING) nach
der Macht über das Reich, war besessen von seinem Plan, ganz China
zu erobern und der erste Kaiser zu werden. Seit langem war er
deshalb das bevorzugte Ziel für viele Attentäter aus den anderen
sechs Königreichen. Niemand unter denen, die ihn töten wollten,
verbreitete so große Furcht wie die legendären Kämpfer Broken Sword
(TONY LEUNG CHIU-WAI), Flying Snow (MAGGIE CHEUNG MAN-YUK) und Sky
(DONNIE YEN).
Jedem, der einen der mächtigen Drei bezwingen konnte, versprach der
Herrscher von Qin große Macht, Reichtum und eine Audienz beim König
selbst. Zehn Jahre zeigte sich niemand dieser Herausforderung
gewachsen und die drei Krieger blieben unbesiegt, bis der
geheimnisvolle Fremde Nameless (JET LI) im Palast auftauchte und
die berühmten Waffen der getöteten Kämpfer dem König zu Füßen
legte. Nur zehn Schritte von dem ungeduldig auf Erklärung wartenden
Monarchen entfernt, erzählte Nameless schließlich die unglaubliche
Geschichte seines Triumphs.
Ein ganzes Jahrzehnt studierte Nameless Technik und Philosophie des
Schwertkampfs und entschloss sich dann, die drei legendären Kämpfer
herauszufordern. Weil er die Geheimnisse der Schwertkunst
entschlüsseln und für sich nutzen konnte, gelang es ihm in einem
wütend geführten Zweikampf den großen Krieger Sky zu töten. Nach
diesem Sieg triumphierte er auch über das berühmte Liebespaar
Flying Snow und Broken Sword, nachdem ihm Eifersucht half, die
beiden Gegner entscheidend zu schwächen.
Neugierig folgte der König jedem Detail dieser seltsamen
Geschichte, bis er plötzlich, zur Überraschung des Erzählers, seine
eigene Deutung der Ereignisse vortrug, die Nameless in seine
unmittelbare Nähe geführt hatten. Nun war nichts mehr so einfach,
wie es ursprünglich geklungen hatte. Figuren und Handlungen
erschienen unerwartet in einem anderen Licht. Eine Intrige wurde
sichtbar, in deren Mittelpunkt der Einzelgänger Nameless und der
Herrscher des Königreichs standen. Nur zehn Schritte voneinander
getrennt, waren die beiden Männer nun die Hauptpersonen einer
gewaltigen Geschichte über Liebe, Ehre und Pflichtgefühl. Einer
Geschichte, die weit über historische Perspektiven hinausging und
schließlich enthüllte, was es wirklich bedeutet, ein Held zu
sein.
Spätestens seit Ang Lees "Tiger & Dragon" wird auch die kunstvolle Variante des chinesischen Martial-Arts-Kinos im Westen gewürdigt. Traumwandlerisch sicher folgt nun der dreifach Oscar-nominierte Regisseur Zhang Yimou, bisher eher für seine Dramen wie "Happy Times" bekannt, diesen Pfaden.
Die teuerste Kinoproduktion aller Zeiten aus dem Reich der Mitte schildert mit einem chinesischen Schauspieler-Allstar-Team - neben Martial-Arts-Ikone Jet Li tummeln sich Tony Leung Chiu-wai, Maggie Cheung, Zhang Ziyi und Donnie Yen - die teils historisch verbürgte, teils Mythen umrankte Gründung des Kaiserreichs China.
Mit Hilfe von Wong Kar-wais Haus- und Hof-Kameramann Christopher Doyle komponiert Zhang eine atemberaubende Symphonie aus artistischer Choreographie, schillerndem Farbenspiel, bombastischen Massenszenen und eiskaltem Stahl.
Geschichten aus dem Osten
Mit einem wuchtigen Einstieg katapultiert der Regisseur das Publikum ins antike China des Jahres 300 v. Chr. König Quin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Einzig und allein drei legendäre Kämpfer, Sky, Broken Sword und Flying Snow, hat er zu fürchten, weswegen seit über zehn Jahren niemand in seine Nähe gelangen darf.
Umso überraschender ist es, als eines Tages der unbedeutende Beamte Nameless auftaucht und die Waffen der gefürchteten Kämpfer präsentiert. In einer Reihe von Rückblenden und Erzählungen berichtet Nameless von den spektakulären Siegen über die drei.
Jede Geschichte bringt ihn dabei gemäß der ausgelobten Belohnungen für die Köpfe der drei Kämpfer näher an den König. Es entspinnt sich ein Gewirr von Liebe und Verrat, Intrigen und Eifersucht um Nameless, Sky, Broken Sword und Flying Snow. Doch auch der König hat eine Geschichte zu erzählen...
Die Macht der Farben
Wenn in dem rauschenden Bildersturm aus Regentropfen todbringende Projektile werden, Heerscharen schwarz gewandeter Soldaten die Erde zum Beben bringen und Wände von schwirrenden Pfeilen ganze Städte zertrümmern, droht schier die Leinwand zu zerbersten.
Im Kontrast dazu inszenieren die Kämpfer die atemberaubenden Gefechte - ob real oder als "fight in mind" - in Form eines schwerelos stilisierten und höchst dynamischen Luftballetts.
Die Grundstimmung der verschiedenen Episoden wird durch prachtvolle Farbgebung visualisiert und die poetische Grundhaltung durch grandiose Landschaftsaufnahmen untermalt. Zhang gelang ein opulentes Meisterwerk, das in Asien bereits alle Kassenrekorde brach, mit Auszeichnungen überhäuft wurde und völlig zurecht auch für den Oscar nominiert wurde.
Der Film ist ein Meistertwerk, eine perfekte Komposition aus berauschenden Bildern, wunderbarer Musik und einer fantastischen Story.
Typischer asiatischer Stil, mit Kampfszenen die einem Hollywood gewöhnten Eurpäer unrealistisch erscheinen mögen, jedoch für diese Art Film vollkommen normal sind. Die Handlung, Idee, Kostüme und Kulissen sind perfekt, die Schauspieler absolut überzeugend. Einer der besten Filme der letzten 20 Jahre, absolut sehenswert wenn man asiatischen Stil und tiefgründigere Filme mag.
Nach all den positiven Kritiken war ich von dem Film sehr enttäuscht. Das Design ist zwar perfekt, aber das ist dann leider auch schon alles. Die Handlung ist so dünn, daß sie in zwei kurzen Sätzen widergegeben werden kann. Auch das Rumgefliege und Überwassergelaufe fand ich extrem unrealistisch. Verwunderlich auch, daß keiner der schönen und jungen Hauptdarsteller jemals schwitzt oder sich Gesicht und Kleider mit Dreck verschmiert. Selbst nach einem harten Kampf sehen sie alle aus, als kämen sie gerade vom Laufsteg. Alles in allem perfektes Desingerkino ohne viel Sinn. Ich persönlich bevorzuge die zerlumpten und schmutzigen Samurai à la Kurosawa. Da spricht wenigstens das Leben.
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