Jackie Brown (Special Edition)
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Jackie Brown (Special Edition)

Regie: Quentin Tarantino Darsteller: Pam Grier; Samuel L. Jackson; Robert Forster; Bridget Fonda; Michael Keaton; Robert De Niro; Michael Bowen; Chris Tucker; Lisa Gay Hamilton; Tommy 'Tiny' Lister Jr. Produktion: Lawrence Bender
Blu-ray Disc
 
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Jackie Brown (Special Edition)

Mit "Pulp Fiction" avancierte Quentin Tarantino, nachdem er bereits mit "Reservoir Dogs" für Furore gesorgt hatte, zur Regiesensation. Sein Kultstatus hat duch seine weniger überzeugenden Schauspielexperimente ("From Dusk Til Dawn") und Drehbuchspielereien ("Four Rooms") kleine Kratzer abbekommen, so daß man mit um so größerer Spannung seine Folgeinszenierung, den atmosphärisch-amüsanten Genremix "Jackie Brown" um eine vielschichtige Crime Story, erwarten durfte. Die Titelheldin wird von Blaxploitation-Queen Pam Grier ("Foxy Brown") gespielt, der von Tarantino sichtbar ehrfuchtsvolle Verehrung entgegengebracht wird. Tarantino orientiert sich bei seinem cleveren Drechbuch an Elmore Leonards Romen "Rum Punch", verlegte aber die Action von Miami in die South-Bay-Gegend von Los Angeles und transformierte die Protagonistin von einer Weißen in eine Afroamerikanerin. Bereits in der Opening-Sequenz, in der die Kamera der Heroine in einer langen Fahrt durch den Flughafen von Los Angeles folgt, macht sich die Faszination des Filmemachers von seiner Hauptdarstellerin bemerkbar. Im Laufe des 160minütigen Films folgen zahllose Einstellungen von ihrem Gesicht, um die markanten Züge der fabelhaft gealterten Grier auszuleuchten. Jackie Brown ist eine Stewardeß um die Vierzig, die für den Waffenhändler Ordell (Samuel L. Jackson) schmutziges Geld über die mexikanische Grenze transportiert. Als sie von zwei Sicherheitsagenten (Michael Keaton und Michael Bowen) ertappt wird, ist das der Ausgang für ein dicht gewobenes Intrigennetz, in dem die vor dem Existenzruin stehende Jackie alle Fäden in der Hand hält. Die zentralen Themen sind langjährige Loyalität, schleichendes Mißtrauen und gebrochenes Vertrauen. Jackie verspricht, den beiden zu helfen und Ordell zu überführen, gleichzeitig macht sie ihren Boß glauben, daß sie die Cops lediglich an der Nase herumführt, immer noch auf seiner Seite ist und ihm seine halbe Million Dollar zuschanzen wird. Zum erweiterten Kreis der markanten Mitspieler gehören Robert Forster (ein weiterer in Vergessenheit geratener B-Movie-Held) als Kautionsmakler Max Cherry und Jackies Love Interest, Robert De Niro als Ordells Knastkumpel Louis mit einer niedrigen Toleranzgrenze, und Bridget Fonda als dauerzugedröhnte Surfer-Mieze. Der Höhepunkt des Geldaustauschs in einem riesigen Shopping Center wird mit einer strukturellen Spielerei dreimal hintereinander aus der Sicht verschiedener Beteiligter erzählt. Allerdings schließt sich der Zeitkreis nicht so rund wie in "Pulp Fiction", vielmehr trägt der Kunstgriff hier mehr zum unweigerlichen Eindruck der auffälligen Gesamtüberlange bei. Der Regisseur legt im Gegensatz zu seinem Klassiker von 1994 sehr viel Wert auf griffige Charakterskizzierungen und realistisches Ambiente. Die wenigen Gewalteruptionen sind vergleichsweise zahm ausgefallen. Das Action-Element scheint Tarantino hier ohnehin nicht weiter wichtig. Umso mehr konzentriert er sich auf die aufkeimenden, zarten Bande zwischen Jackie und Max, um mit der Romanze zwischen den Protagonisten mittleren Alters und unterschiedlicher Hautfarbe lässig und en passant ein gängiges Kinoklischee zu ignorieren. Zudem bringt der Filmemacher erneut sein Gespür für die passende musikalische Untermalung ein. Der Score setzt sich aus diversen Soul- unf Funksongs der siebziger Jahre zusammen, die er ebenso als ergänzendes Erzählelement benutzt und teilweise als Hommage an die Blaxploitation-Ära einsetzt. Obwohl Jackie Brown auf charmant-ironische Weise unterhält, wirkt die Fixierung des Regisseurs auf seine Protagonisten ein wenig eingleisig. Ein Massenpublikum, das Extremunterhaltung à la "Pulp Fiction" erwartet, könte nicht ganz auf seine Kosten kommen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Postkarten, Featurettes, Interview, Bildergalerien, Entfallene und alternative Szenen, Trivia Track, Wendecover


Produktinformation

  • Hersteller: Studiocanal
  • EAN: 4006680061351
  • Best.Nr.: 34687040
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: BLRAY
  • Erscheinungstermin: 2. Februar 2012
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 1:1, 85/1080p
  • Tonformat: dts HD 5.1 MA
  • Gesamtlaufzeit: 154 Min.
Obwohl sich "Pulp Fiction"-Macher Quentin Tarantino in seiner neuesten crime story von knallharten Action- und Gewalt-Szenen verabschiedet hat, besticht seine Verfilmung von Elmore Leonards "Rum Punch" durch die für ihn typische Bildsprache und die stimmigen Dialoge. Neben namhaften Darstellern wie Robert De Niro und Samuel Jackson feiert der blaxploitation-Star Pam Grier ("Foxy Brown") in der Rolle der gewieften Titelheldin ein beeindruckendes Comeback. Nicht zuletzt wegen des kultverdächtigen 70er Jahre-Soundtracks wird dieser Thriller-Komödien-Mix auf den vordersten Chartplätzen zu finden sein.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Über die genaue Anzahl von Elmore Leonards Romanen gibt es uneinheitliche Angaben. Es sind etwa so viele wie Lebensjahre: 75. Einigkeit herrscht allerdings über die Qualität. Leonard war einer der erfolgreichsten amerikanischen Autoren, und die "New York Times" nannte ihn schlicht den "größten lebenden Kriminalautor". Etliche seiner Romane wurden mit Publikums- und Kritikererfolg verfilmt, darunter "Schnappt Shorty (mit John Travolta, Gene Hackman und Danny De Vito), "Zuckerschnute" ("Out of Sight") mit George Clooney und Jennifer Lopez. Quentin Tarantinos "Jackie Brown" basiert auf "Rum Punch". Elmore Leonard war fünffacher Vater und neunfacher Großvater und lebte mit seiner zweiten Frau in Birmingham, Michigan. Im Jahr 2012 wurde er mit der National Book Foundation's Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet. Elmore Leonard verstarb 2013 im Alter von 87 Jahren.

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