Neues vom Räuber Grapsch - Pausewang, Gudrun

Gudrun Pausewang 

Neues vom Räuber Grapsch

Illustr. v. Dorota Wünsch
Gebundenes Buch
 
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Neues vom Räuber Grapsch

Räuber Grapsch hat das Rauben aufgegeben, liegt den ganzen Tag auf seiner Ofentür und langweilt sich zu Tode. Doch dann lädt Freund Max die Grapsche zu einer Reise in die Wüste ein. Natürlich sind sie Feuer und Flamme!

Gudrun Pausewang wird 80 Jahre alt und was treiben einige ihrer beliebtesten Figuren? Die Grapsche zieht es, wie die Autorin auch, in die weite Welt hinaus. Mit ihrer Meerschweinchenzucht und dem Klomobil im Gepäck besteigen sie das Optimum: ein Gefährt, das fahren, fliegen und schwimmen kann. Die Wüste ruft und Räuber Grapsch juckt es in den Fingern, wieder mit dem Rauben anzufangen ...


Produktinformation

  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • 2008
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 309 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 320
  • Best.Nr. des Verlages: 2012832
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 181mm x 33mm
  • Gewicht: 776g
  • ISBN-13: 9783473347254
  • ISBN-10: 3473347256
  • Best.Nr.: 23163159
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.03.2008

Soziale Räuberleiter

Die Resozialisation von Straftätern wird sicher nicht einfacher, wenn man erst spät damit beginnt. Der notorische Räuber Grapsch etwa, den im Kinderbuch von Gudrun Pausewang einst seine Frau Olli zum anständigen Leben verdonnerte, tut sich damit, mittlerweile längst mehrfacher Großvater, immer noch schwer. Dann aber geschieht ein mittleres Wunder, der artistische Furor packt das Rauhbein, und weil sich die Bilder, die er im Wald mit kraftmeierischer Geste auf die Leinwand wirft, in den Händen seiner Frau in ganz erkleckliche Summen verwandeln, sieht die Zukunft der Familie Grapsch auf einmal angemessen rosig aus, wenigstens fürs Erste. Natürlich lebt der schöne Band vom spannungsreichen Verhältnis zwischen dem Räuber und seiner Frau, zwischen krimineller Neigung und Einsicht in die Notwendigkeit eines konformen Lebenswandels. Und Gudrun Pausewang, deren Bücher "Die Wolke", "Die letzten Kinder von Schewenborn" oder "Die Meute" längst zu Klassikern der Jugendliteratur geworden sind, die sich also durchaus auf ernste Töne und große Themen versteht, zeigt hier einen immer von großer Stilsicherheit begleiteten Mut zum zweckfreien …

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Dorota Wünsch studierte Kunst in Lodz (Polen) und Mainz. Die Mutter von drei Kindern lebt und arbeitet als freie Künstlerin in Saarbrücken. Sie wünscht sich, dass die Betrachter ebensoviel Spaß an den Illustrationen haben wie sie selbst.

Gudrun Pausewang erlebte als Jugendliche, wie ein ganzes Volk, vor allem aber junge Menschen von der Propaganda der Nationalsozialisten verführt wurden: Lagerfeuerromantik, hymnische Lieder und ein ständig beschworenes Zusammengehörigkeitsgefühl waren die perfiden Methoden, mit deren Hilfe das System seine Anhänger köderte. In vielen ihrer mehrfach preisgekrönten Romane setzt sich die Autorin kritisch mit dem Thema Krieg und 3. Reich auseinander. Sie ist eine der großen Kämpferinnen gegen das Vergessen.

Ihre vielfach ausgezeichneten Bücher, darunter der Deutsche Jugendliteraturpreis, widmen sich auch den Problemen unserer Zeit. Sie rufen nachdrücklich zu Eigenverantwortung und Engagement auf und sind geprägt von einem hohen moralischen Anspruch. Gudrun Pausewang ist eine facettenreiche Autorin, deren Werk von kritischer Erwachsenenliteratur über engagierte Jugendromane zu hinreißenden Vorlesegeschichten reicht.

Kundenbewertungen zu "Neues vom Räuber Grapsch" von "Gudrun Pausewang"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Rike_88 und schnuffel aus Jessen am 01.07.2011 ***** ausgezeichnet
Wer kennt nicht den berühmten Räuber Grapsch, der einst durch die Wälder zog und Torten und Metalltüren stahl? Doch dieses einst ist Geschichte. Nun liegt der Räuber auf der blauen Ofentür von Fleiß & Preis AG und macht die nicht gerade spannendste Sache der Welt: er erinnert sich an seine Räuberzeit: Hach, das war noch ein Leben, als er mit seinen Helfern durch die Wälder zog und sich das Leben schmecken ließ wie einen großen Bonbon. Aber jetzt wird er langsam, aber sicher alt, und das bekommt weder seinem Bauch noch seinen Zähnen gut: Der Räuber Grapsch langweilt sich entsetzlich! Olli, seine Frau, für die er alle erdenkbaren Kosenamen besitzt, will ihn aus diesem Teufelskreis herausholen und wieder zu einem anständigen Bürger bekehren. So schlägt sie ihm vor, doch zu Pinsel und Fareb zu greifen und zu malen! Das tut er auch, denn was sollte er sonst machen? Seine Bilder werden von Herrn Rossi entdeckt, der mit Bildern handelt. Schnell finden sich viele Grapschliebhaber im ganzen Land. Ollis Bankkonto quillt fast über, weil sie pro Bild ungefähr so 20 Tausender kriegt! Das muss man natürlich nutzen! Zusammen mit Grapsch unternimmt sie eine teure Kaffefahrt, um Grapsch seine Langeweile zu vertreiben. Grapsch kauft ihr eine Kette mit einer Kuhglocke daran und Olli beschließt, sie zu Festen und Feiern zu tragen. Da wäre doch alles schön und gut: Grapsch malt und verrückt ab und zu das Klomobil, und Olli kocht, füttert die Meerschweinchen, sammelt Kamelspucke, denn die ist gut gegen Schmerzen, und pflügt Beeren vom Jumbohügel. Doch dann wird Grapsch ein rasender Maler, der nie aufhört zu malen! Das wollte Olli doch gar nicht! Denn schließlich fällt Grapsch um und ist beinahe tot. Kann man sich totmalen? Ganz sicher. Als er wieder auf dem Posten ist, bekommt er plötzlich höllische Zahnschmerzen, und er muss unbedingt zum Zahnarzt. Doch hier gibt es keinen Zahnarzt!
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es war lustig und Gudrun Pausewang hat alles sehr schön beschrieben: Vom Jumbohügel bis zum Klomobil. Auch solche Kosenamen, die sich die beiden geben, waren sehr interessant: Mein Malermäuschen, mein Gänsefüßchen...! Ich empfehle das Buch allen weiter, die sich für Räuberei und Klomobile interessieren und wissen wollen, was am besten gegen Zahnschmerzen hilft... :-)

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Bewertung von Rike_88 aus Jessen am 24.06.2011 ***** ausgezeichnet
Räuber Grapsch kommt!, so hallte es früher durch die Gassen des Juckentals. Das Juckental besteht aus Juck am See, Juckenau und Juckendorf. Inzwischen ist Grapsch nur noch ein pensionierter Räuber, denn der jüngste ist er ja auch nicht mehr. Zusammen mit seiner Frau Olli lebt er im Grapschheim. Sie schlafen im Heu und haben eine Meerschweinzucht. Wenn es jemandem in der Familie Grapsch schlecht geht, bekommt er Meerschweinmilch und das hilft dann. Früher hatte Grapsch allerhand geraubt: Eine blaue Ofentür der Firma Fleiß & Preis, die jetzt auf der Wiese vor dem Sumpf liegt, Torten und andere Naschereien. Und Herr Stolzenrück musste ihn dann immer einfangen und zur Rechenschaft ziehen, was nicht immer einfach war, weil die Torten ja schon in seinem Bauch waren. In den letzten Jahren hatte er zusammen mit dem ehemaligen Polizeihauptmann Stolzenrück noch einige andere Diebstähle begangen. Inzwischen sind die neun Töchter der Grapschs in die weite Welt gezogen und haben einen Zirkus. Der einzige Sohn, Ollo, arbeitet als Briefträger im Ort und sucht noch immer eine Frau, wie es Tante Hedwig war. Nur viel hübscher. Olli füttert das Kamel und die Löwen und die Meerschweinchen, während Grapsch selbst meist faul auf der Ofentür liegt und sich erinnert. Er passt schon nicht einmal mehr in die gute Lederhose. Er langweilt sich schrecklich und wünschte, er könnte wieder das Juckental aufmischen mit seiner Räuberei. und wieder in der Grapschhöhle wohnen wie seine Vorfahren. Olli will das aber nicht und überlegt sich viele Sachen, um ihn zu beschäftigen. Doch nichts hilft. Schließlich lässt sie ihn auf einer Leinwand Bilder malen. Herr Rossi kauft und verkauft diese dann für viel Geld. Räuberbilder sind begehrt! Olli und Grapsch werden so reich, dass sie sogar an einer teuren Kaffeefahrt teilnehmen können. Doch kaum dort angekommen, gehen die Probleme auch schon los...!
Werden die Grapsche die Fahrt heil überstehen? Und wie halten sie sich die lästigen Reporter vom Hals, die Grapsch wegen seiner Malerei belagern??? Das sind nur einige der großen Fragen in diesem Buch.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es war lustig und Gudrun Pausewang hatte super Ideen: Das Klomobil, das Optimum und die Meerschweine mit ihrer Milch. Dass Kamelspucke so heilsam sein kann, hätte ich nicht gedacht. :-) Das Buch war ziemlich lang, aber in mehrere Abschnitte untergliedert. Schade fand ich, dass so viele gesundheitliche Probleme auftraten und so viele Menschen starben oder schon gestorben sind. Aber es zeigt auch, dass das Leben nicht nur ein Zuckerschlecken ist und dass der Tod zum Leben gehört. Die fröhliche Wende kommt immer wieder, und das steht dem Buch. Ich empfehle es kleinen Räubern und auch Räuberfrauen ab 7 Jahren.

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Bewertung von kokusflocke aus Bonn am 18.05.2011 ***** ausgezeichnet
Familie Grabsch meuchte mehr von der schönen Welt erfaren.Sie borgen sich von Ihrem Freund der Feuerwerman ist ein Feuerwerwagen aus.Sie bauen daraus ein Auto was alles kann und fliegen um die Welt.
Ich empfele das Buch sehr.Es ist witzig.

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