Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2 - Stroud, Jonathan
thumb thumb thumb thumb

Jonathan Stroud 

Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2

Übersetzer: Orgaß, Katharina; Jung, Gerald
Broschiertes Buch
 
19 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,95
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2

"Ein unschlagbar liebenswert-böses Team. Stroud lässt auf jeder Seite Funken sprühen." -- Bild am Sonntag

"Einfallsreich und doppelbödig!" -- FAZ

"Der Dschinn Bartimäus brennt sich mit seinen scharfzüngig-frechen Bemerkungen ins Lesergedächtnis ein." -- Berliner Morgenpost

Produktinformation


  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 130mm x 58mm
  • Gewicht: 619g
  • ISBN-13: 9783570218532
  • ISBN-10: 3570218538
  • Best.Nr.: 22830060
"Ein unschlagbar liebenswert-böses Team. Stroud lässt auf jeder Seite Funken sprühen." Bild am Sonntag

»Der Dschinn Bartimäus brennt sich mit seinen scharfzüngig-frechen Bemerkungen ins Lesergedächtnis ein.«

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Gut unterhalten fühlt sich Rezensentin Sieglinde Geisel von diesem zweiten Buch der Bartimäus-Trilogie, die man als Gegenentwurf zu Harry Potter lesen könnte. Der ambitionierte Zauberlehrling Nathanael hat mittlerweile ein wenig Karriere gemacht und wird zunehmend unsympathischer. Diesmal wird er mit der Aufklärung einer Reihe von mysteriösen Terrorakten beauftragt. Zuweilen vermisst Geisel eine positiv besetzte Figur, mit der sich die jugendliche Leserschaft vergleichen könnte. Jonathan Stroud schenke seinen Lesern "keine bequeme Identifikationslektüre", sondern beschäftige sie mit "Ironie und Ambivalenz". Quasi als Entschädigung enthalte das Buch aber laut Geisel einen interessanten Subtext - und eine Menge Action: Und "wer will, kann die Bartimäus-Trilogie auch als Politthriller lesen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.10.2005

Unhygienische Magie
Einfallsreich und doppelbödig: Der zweite "Bartimäus"-Band

Bartimäus ist zurück. Was uns freut, macht ihn selbst fuchsteufelswild. Eigentlich hätte es der Dschinn ja besser wissen müssen mit seiner Lebenserfahrung von einigen tausend Jahren: Zauberern ist nicht zu trauen, niemals. Wenn sie deinen Namen kennen, bist du geliefert. Sie rufen dich wieder und wieder, denn ohne Beistand aus höheren Dimensionen sind sie genauso hilflos wie gewöhnliche Menschen. Der Nachwuchsmagier Nathanael ist kein Stück besser. Nach der heiklen Sache mit dem "Amulett von Samarkand" hat er Bartimäus zwar sein Wort gegeben, ihn nunmehr in Ruhe zu lassen. Dabei mag geholfen haben, daß der Dschinn als einziger nicht nur sein magisches Pseudonym, sondern auch seinen echten Vornamen kennt. Dadurch kann er sich rächen, sobald Nat bei einer Beschwörung den kleinsten Fehler macht.

Aber der junge Karrierist ist nicht umsonst ein allseits mißgünstig beobachteter Protegé der intriganten Zaubererelite, die ein britisches Empire regiert, in der es Mobiltelefone, Autos und eben Magie gibt. Er ist begabt, extrem ehrgeizig und schafft sich als …

Weiter lesen

"Harry ist nicht mehr allein!" Bunte

»Mit Witz, Ironie und Tempo erzählt. Überraschend gut!«
Jonathan Stroud wurde 1970 im englischen Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Leseprobe zu "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2"

Bartimäus

Prag 1868

Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem andern ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor. Die Lichter funkelten wie glühende Edelsteine in der kargen Landschaft, so zahlreich, dass es schien, als sei eine verzauberte Stadt aus dem Boden gewachsen. Im Gegensatz dazu waren bei den Häusern hinter unseren Mauern die Läden verrammelt, die Lichter gelöscht. Es war eine seltsam verkehrte Welt - die Stadt Prag lag finster und tot, wogegen das Land ringsum vor Leben loderte.

Bald darauf ließ der Wind nach. Er hatte schon seit Stunden kräftig von Westen geblasen und uns den Lärm der feindlichen Manöver zugetragen: das Geratter der Belagerungsmaschinen, die Rufe von Soldaten und Tieren, das Ächzen der versklavten Geister, den würzigen Duft der Beschwörungsrituale. Jetzt war er unnatürlich abrupt abgeflaut, es herrschte tiefe Stille.

Ich schwebte hoch über dem Strachovkloster, dicht hinter der wuchtigen Stadtmauer, die ich vor dreihundert Jahren errichtet hatte.

Meine ledernen Schwingen schlugen gemessen und kraftvoll, mein Blick überprüfte alle sieben magischen Ebenen bis hin zum Horizont. Was ich sah, trug nicht zu meiner Erheiterung bei. Ein Großteil des britischen Heeres war unter Tarnzaubern verborgen, doch schon brandeten erste Ausläufer seiner magischen Macht an den Fuß des Burgbergs. Die Auren eines gigantischen Aufgebots an Geistern schimmerten schwach im Zwielicht; immer wieder kündeten kurze Erschütterungen der Ebenen von der Ankunft neuer Bataillone. Menschentruppen marschierten zielstrebig durchs Dunkel. Mittendrin stand eine Gruppe gewaltiger weißer Zelte, deren Kuppeln an die Eier des Vogel Rock gemahnten und die von oben bis unten mit Schutzschilden und anderen Bannzaubern wie mit dicken Spinnweben überzogen waren.

Ich hob den Blick zum Himmel. Dort türmten sich Unheil kündende schwarze Wolken, die im Westen mit gelben Schlieren durchsetzt waren. Ganz hoch oben und im ersterbenden Licht kaum zu erkennen, erspähte ich verschwommen sechs Punkte, die ein gutes Stück außerhalb des Detonationsradius kreisten. Sie flogen stetig entgegen dem Uhrzeigersinn, vermaßen ein letztes Mal die Mauern, inspizierten unsere Verteidigungsanlagen.

Ach, übrigens ... das war auch mein Auftrag.

Am Strachovtor, dem äußersten und verwundbarsten Punkt der Stadtmauer, hatte man den Turm erhöht und verstärkt. Die uralten Torflügel waren mit dreifachen Schließzaubern und unzähligen Auslösemechanismen versehen und auf den bedrohlich aufragenden Zinnen wimmelte es von scharfäugigen, hellhörigen Wachposten.

So war es jedenfalls gedacht.

Hin zum Turm flog ich, mit Falkenkopf, auf Lederschwingen, in mein Tarngespinst gehüllt. Mit bloßen Füßen landete ich lautlos auf einem Sims und erwartete, zum nachdrücklichen Beweis äußerster Alarmbereitschaft unverzüglich in scharfem Ton angerufen zu werden.

Nichts dergleichen geschah. Ich warf meinen Tarnzauber ab und wartete auf irgendein diskretes, wenn auch verspätetes Zeichen, dass mich jemand bemerkt hatte. Ich hustete vernehmlich. Immer noch nichts. Ein schimmernder Schild schirmte einen Teil der Brustwehr ab. Dahinter kauerten fünf Wachen. Der Schild war ein ziemlich windiges Ding, auf einen Menschen, beziehungsweise höchstens drei Dschinn ausgelegt, weshalb darunter ein ziemliches Gerangel im Gange war.

"Hörst du wohl sofort auf zu schubsen?!"

"Aua! Pass doch auf deine Klauen auf, Blödian!"

"Dann rutsch eben ein Stück. Mein Hintern guckt raus! Wenn die ihn sehn!"

"Vielleicht schlägt sie ja grade das in die Flucht."

"Behalt gefälligst deinen Flügel bei dir! Du hättest mir fast ein Auge ausgestochen!"

"Dann verwandle dich eben in was Kleineres. In einen Fadenwurm oder so."

"Wenn du mich noch ein Mal mit dem Ellbogen ..."

"Ich kann nichts dafür! Dieser Bartimäus hat uns hier oben postiert. Der Kerl ist so was von einge ..."

Kurz, es war ein trauriges Schauspiel von Schlamperei und Unfähigkeit, das ich hier nicht in allen Einzelheiten wiedergeben möchte. Der falkenköpfige Krieger legte die Flügel an, trat auf die Wachen zu und machte sich bemerkbar, indem er sie packte und mit den Köpfen zusammenstieß.

"Nennt ihr das etwa Wachestehen?", schnauzte ich sie an. Ich war nicht zum Scherzen aufgelegt. Nach sechs Wochen ununterbrochenem Dienst lag meine Substanz blank."Hocken hier oben hinter einem Schild und zanken sich wie die Fischweiber ... hab ich euch nicht befohlen aufzupassen?!"

Klägliches Genuschel, Herumdrucksen und Betreten-zu-Boden-Blicken war die Antwort. Dann hob der Frosch die Hand.

"Bitte schön, Mr Bartimäus, Sir, wozu sollen wir hier eigentlich Wache halten? Die Engländer sind überall, zu Lande und in der Luft. Und es heißt, die hätten eine ganze Kohorte Afriten dabei. Stimmt das?"

Ich richtete blinzelnd den Schnabel zum Horizont. "Wer weiß."

Dem Frosch entfuhr ein Klagelaut. "Aber wir haben überhaupt keine mehr, seit es Phöbus erwischt hat, oder? Und Mariden haben die da unten auch noch, und nicht nur einen, heißt es. Und außerdem hat der Anführer einen Zauberstab dabei, ein supermächtiges Ding. Damit soll er auf dem Weg hierher Paris und Köln in Schutt und Asche gelegt haben. Stimmt das etwa auch?"

Mein Federschopf sträubte sich im leichten Wind. "Wer weiß."

Dem Frosch entfuhr ein Aufschrei."Aber ... aber das ist ja furchtbar! Dann sind wir geliefert! Es hat schon den ganzen Nachmittag Beschwörungen gehagelt und das kann nur eins bedeuten, nämlich dass sie heute Abend angreifen. Dann sind wir morgen früh alle tot."

Diese Art Gerede war unserer Kampfmoral nicht unbedingt zuträglich, deshalb legte ich ihm begütigend die Hand auf die warzige Schulter. "Jetzt hör mir mal zu, mein Sohn ... wie heißt du eigentlich?"

"Nubbin,Sir."

"So, so, Nubbin. Man soll nicht immer alles glauben, was man hört, Nubbin. Die Engländer haben eine starke Streitmacht, keine Frage. Ehrlich gesagt habe ich kaum je eine stärkere gesehen. Aber eins wollen wir doch mal festhalten: Angenommen sie verfügen tatsächlich über Mariden, ganze Legionen von Afriten und dazu Horla bis zum Abwinken. Angenommen die marschieren heute Abend allesamt auf uns los und berennen das Strachovtor, genau hier, wo ihr steht. Lasst sie ruhig kommen! Wir haben nämlich ein paar Tricks auf Lager, da können sie einpacken."

"Welche denn, Sir?"

"Tricks, mit denen wir ihre Afriten und Mariden einfach wegpusten. Tricks, die wir uns im Getümmel dutzender Schlachten angeeignet haben. Tricks, die man mit drei lieblichen Worten zusammenfassen kann: am Leben bleiben."

Der Frosch zwinkerte glubschäugig. "Es ist meine erste Schlacht, Sir."

Ich zuckte ungeduldig die Achseln. "Und wenn das nicht klappt, dann tüfteln schließlich noch die Zauberer an diesem und jenem, haben die Dschinn des Kaisers berichtet. An einer allerletzten Verteidigungslinie. Zweifellos irgendein durchgeknallter Plan." Ich schlug ihm männlich-wohlwollend auf die Schulter. "Geht's dir jetzt besser, mein Sohn?"

"Nein, Sir, noch schlechter."

Dann eben nicht. Im Aufmuntern war ich noch nie besonders gut. "Na schön", brummte ich. "In dem Fall rate ich dir, rechtzeitig den Kopf einzuziehen und wegzulaufen. Wenn du Glück hast, erwischt es zuerst deinen Herrn. So gedenke ich es jedenfalls zu halten."

Ich hoffe, diese erhebende Ansprache erzielte die gewünschte Wirkung, denn in diesem Augenblick brach der Angriff los. Ein ferner Widerhall ließ alle sieben Ebenen erbeben. Es war der Klang eines einzigen gebieterischen Befehls. Ich fuhr herum und spähte ins Dunkel und die fünf Wachposten, aufgestellt wie die Orgelpfeifen, streckten die Köpfe über die Zinnen.

Das gewaltige Heer vor der Stadt setzte sich in Marsch.

An der Spitze segelten, von einer jähen Bö getragen, die rot und weiß gepanzerten Dschinn, in den Händen schlanke Spieße mit Silberspitzen. Ihre Flügel brausten, ihr Geschrei ließ den Turm erzittern. Darunter wogte zu Fuß ein gespenstischer Haufen heran: Die Horla mit ihren aus Knochen geschnitzten Dreizacken schlüpften auf der Suche nach Opfern in die vor den Stadtmauern gelegenen Hütten und Häuser. Dazwischen huschten wabernde Schatten einher: Ghule und andere Geister, Kälte und Elend im Gefolge, körperlos auf jeglicher Ebene. Und dahinter wiederum schwärmten wie ein Sandsturm oder ein riesiges Bienenvolk unter wildem Zähnefletschen und -mahlen tausende von Kobolden und Foliot aus. Sie alle und viele andere kamen geradewegs aufs Strachovtor zugestürmt.

Der Frosch tippte mich an den Ellbogen. "Ich bin heilfroh, dass Sie noch kurz mit uns geredet haben, Sir",sagte er."Dank Ihnen bin ich jetzt total zuversichtlich."

Ich hörte kaum hin. Ich beobachtete die niedrige Anhöhe hinter dem schrecklichen Feind, den Hügel nahe der weißen Zeltkuppeln. Dort oben stand ein Mann mit einem Stock oder Stab in der Hand. Es war zu weit weg, als dass ich hätte Einzelheiten erkennen können, doch seine Macht spürte ich sehr wohl. Seine Aura erhellte den ganzen Hügel. Ich sah Blitze aus den brodelnden Wolken zucken und in die Spitze des ausgestreckten Stabes fahren. Der Hügel, die Zelte und die wartenden Soldaten wurden taghell beleuchtet. Dann absorbierte der Stab die Stromschläge und das Licht erlosch. Donner grollte über der belagerten Stadt.

"Das ist er also", sagte ich leise vor mich hin."Der berühmte Gladstone."

Die Dschinn flogen über aufgewühlte Erde und die Ruinen erst kürzlich abgerissener Bauten und kamen der Mauer immer näher. Da wurde ein versteckter Abwehrzauber ausgelöst; blaugrüne Stichflammen schossen auf und verkohlten die ersten Reihen im Fluge. Doch das Feuer ging wieder aus und die nachrückenden Dschinn hielten unbeirrt auf die Stadt zu.

Das war das Zeichen für die Verteidiger. Hunderte Kobolde

und Foliot erhoben sich von den Mauern und schleuderten den heranfliegenden Horden unter blechernem Geschrei Detonationen entgegen. Die Angreifer vergalten es ihnen mit gleicher Münze. Inferno- und Flutzauber prallten aufeinander und vor den grellen Explosionen tanzten taumelnde Schatten. Dahinter gingen die Außenbezirke Prags in Flammen auf, und unter uns rückten die vordersten Horla gegen das Tor vor und versuchten, die robusten Bindezauber zu knacken, mit denen ich die Mauerfundamente gesichert hatte.

Ich spreizte die Flügel und schickte mich an, mich ins Getümmel zu stürzen. Neben mir blies sich der Frosch auf und quakte trotzig. Da schoss urplötzlich ein spiralförmiger Kraftblitz aus dem Stab des Zauberers auf dem fernen Hügel, zischte in hohem Bogen über den Himmel und krachte direkt unterhalb der Brustwehr in den Torturm. Unser Schutzschild wurde zerfetzt wie Seidenpapier, Stein und Mörtel spritzten auf, dann sackte das Turmdach zusammen. Ich wurde hoch in die Luft gewirbelt ...
... und wäre beinahe auf dem Erdboden aufgeschlagen, landete aber stattdessen in einer Wagenladung Heuballen, die man noch vor der Belagerung in die Stadt gebracht hatte. Über mir stand die Holzkonstruktion des Turms in Flammen. Von den Wachen war nichts mehr zu sehen. Kobolde und Dschinn schwirrten kopflos umher und beschossen einander mit magischen Blitzen. Lodernde Leichen fielen vom Himmel und setzten Dächer in Brand. Aus den umliegenden Häusern kamen schreiend Frauen und Kinder gelaufen. Das Strachovtor erbebte unter dem Ansturm der Horla-Dreizacke. Es würde nicht mehr lange standhalten.

Die Verteidiger brauchten dringend meine Hilfe. Voller Tatendurst befreite ich mich aus dem Heu.

"Wenn du dir irgendwann mal den letzten Halm aus dem Lendenschurz gezupft hast, Bartimäus", sagte jemand ironisch, "könnten wir dich oben auf der Burg gebrauchen."

Der falkenköpfige Krieger blickte auf. "Ach ... hallo, Queezle."

Mitten auf der Straße saß eine anmutige Leopardin und musterte mich mit smaragdgrünen Augen. Sie erhob sich lässig, trottete ein paar Schritte zur Seite und ließ sich wieder nieder. Wo sie eben noch gehockt hatte, platschte ein brennender Pechklumpen aufs Pflaster und hinterließ einen qualmenden Krater. "Ganz schön was los hier", bemerkte sie.

"Ja. Da ist nicht mehr viel zu machen." Ich sprang von meinem Heuwagen.

"Sieht aus, als könnten die Bindezauber in der Mauer jeden Augenblick brechen", sagte die Leopardin mit einem Seitenblick auf das bebende Tor. "Ziemlicher Pfusch. Möchte bloß wissen, welcher Dschinn dafür verantwortlich ist."

"Keine Ahnung", erwiderte ich. "Was hast du vorhin gemeint ... hat unser Herr uns gerufen?"

Die Leopardin nickte. "Beeil dich lieber, sonst verpasst er uns noch den Stichel. Wir gehen zu Fuß, der Himmel ist zu unruhig."

"Geh du vor."

Ich wechselte die Gestalt und wurde ein Panter, schwarz wie die tiefste Nacht. Wir liefen zum Hradschinplatz. Die engen Gassen, in die wir einbogen, waren unbelebt, denn wir mieden jene Straßen, wo sich die von Panik ergriffenen Menschen drängten wie Vieh. Das Feuer griff auf immer mehr Gebäude über, Giebel stürzten ein, Häuserwände fielen zusammen. Um die Dächer tanzten kleine Kobolde und schwenkten Funken in den Händen.

In der Burg selbst standen die kaiserlichen Lakaien in dem von flackernden Laternen beleuchteten Hof und luden wahllos Möbelstücke auf Wagen; dazwischen mühten sich Stallknechte, die Pferde anzuschirren. Der Himmel über der Stadt war mit bunten Lichtfontänen gesprenkelt. Vom fernen Strachovkloster war das dumpfe Rumsen von Explosionen zu vernehmen. Wir schlüpften ungehindert durch den Haupteingang.

"Will der Kaiser etwa fliehen?", keuchte ich. Kobolde hasteten an uns vorbei und balancierten Kleiderbündel auf dem Kopf.

"Seine heiß geliebten Vögel sind ihm wichtiger", erwiderte Queezle. "Unsere Afriten sollen sie auf dem Luftweg in Sicherheit bringen." In ihren grünen Augen funkelte matte Belustigung.

"Aber die Afriten sind doch alle tot."

"Du hast's erfasst. Wie auch immer, wir sind gleich da."

Wir hatten den Nordflügel der Burg erreicht, wo die Zauberer ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Magie quoll aus jeder Mauerritze. Leopard und Panter sprangen eine lange Treppenflucht hinunter, über einen Balkon, der auf den Hirschgraben hinausging, und durch den Türbogen zum unteren Arbeitszimmer wieder hinein. Es war ein großer, runder Raum, der fast das ganze Erdgeschoss des Weißen Turms einnahm. Im Lauf der Jahrhunderte war ich schon oft hierher zitiert worden, doch diesmal waren die üblichen magischen Gerätschaften - Bücher, Räuchergefäße und Kandelaber - beiseite geschoben, um Platz für eine lange Reihe aus zehn Stühlen und Tischen zu schaffen. Auf jedem Tisch stand eine flackernde Kristallkugel. Auf jedem Stuhl saß ein Zauberer oder eine Zauberin und beugte sich gespannt über seine beziehungsweise ihre jeweilige Kugel. Es herrschte absolute Stille.

Unser gemeinsamer Herr und Meister stand am Fenster und beobachtete durch ein Fernrohr den Nachthimmel. Als er uns bemerkte, gab er uns mit einer Handbewegung zu verstehen, dass wir uns ruhig verhalten sollten, und winkte uns dann in ein Nebengelass. Von den Strapazen der vergangenen Wochen war sein graues Haar weiß geworden, die Hakennase ragte ihm spitz aus dem Gesicht und seine Augen waren so rot wie die eines Kobolds. Er kratzte sich den Hinterkopf. "Ihr braucht mir nichts zu erzählen", sagte er, "ich weiß Bescheid. Wie lange haben wir noch?"

Der Panter zuckte mit dem Schwanz."Ich schätze mal, eine Stunde. Höchstens."

Queezle wandte sich nach dem Hauptraum um, in dem sich die Zauberer stumm und verbissen abmühten. "Wie ich sehe, holt Ihr die Golems raus", sagte sie.

Der Zauberer nickte knapp. "Die werden dem Feind schwere Verluste beibringen."

"Das dürfte nicht genügen", wandte ich ein. "Nicht mal, wenn Ihr zehn auf einmal losschickt. Habt Ihr nicht gesehen, was das da draußen für ein riesiges Heer ist?"

"Wie immer urteilst du vorschnell und ungefragt, Bartimäus. Es handelt sich lediglich um ein Ablenkungsmanöver. Wir versuchen, Seine Majestät die Osttreppe hinunterzuschaffen. Unten am Fluss wartet ein Boot. Die Golems sollen die Burg abriegeln und unseren Rückzug decken."

Queezle linste immer noch zu den Zauberern hinüber. Die beugten sich tief über ihre Kugeln, bewegten tonlos die Lippen und befehligten ihre Geschöpfe. Trübe, zuckende Bilder in den Kugeln zeigten ihnen an, was der betreffende Golem

sah. "Die Engländer werden sich nicht lange mit den Ungeheuern aufhalten", sagte Queezle. "Sie werden ihre Meister aufspüren und kurzen Prozess mit ihnen machen."

Mein Herr bleckte die Zähne."Bis dahin ist der Kaiser über alle Berge. Und das ist übrigens auch mein nächster Auftrag für euch beide. Ihr sollt Seine Majestät unterwegs beschützen. Verstanden?"

Ich hob die Pfote. Der Zauberer seufzte abgrundtief. "Ja bitte, Bartimäus?"

"Nun, Sir, dürfte ich wohl einen Vorschlag machen? Prag ist eingekesselt. Wenn wir versuchen, mit dem Kaiser aus der Stadt zu fliehen, sterben wir allesamt eines qualvollen Todes. Warum überlassen wir den alten Zausel nicht einfach seinem Schicksal und machen uns ohne ihn aus dem Staub? Ich wüsste da auf der Karlstraße einen kleinen Bierkeller mit einem ausgetrockneten, nicht besonders tiefen Brunnen. Die Öffnung ist zwar ein bisschen klein, aber ..."

Er zog die Stirn kraus."Erwartest du etwa, dass ich mich da drin verstecke?"

"Na ja, etwas eng wäre es schon, aber ich glaube, wir könnten Euch reinquetschen. Euer Schmerbauch wäre wohl etwas hinderlich, aber wenn wir tüchtig schieben ... Aua!" Mein Fell knisterte und ich verstummte abrupt. Wie immer brachte mich der Glühheiße Stichel völlig aus dem Konzept.

"Im Gegensatz zu dir halte ich etwas von Treue!", knurrte der Zauberer. "Was mich betrifft, muss man nicht erst Gewalt anwenden, damit ich gegenüber meinem Herrn redlich handle. Ich wiederhole: Ihr beide habt euer Leben einzusetzen, um den Kaiser zu retten. Ist das klar?"

Wir nickten widerstrebend und im selben Augenblick wankte der Fußboden unter einer nahen Explosion.

"Dann kommt", sagte er. "Wir müssen uns beeilen."

Er ging die Treppe wieder hinauf und durch die leeren Flure der Burg. Grelle Blitze erhellten die Fensterhöhlen, von überall her tönten ängstliche Rufe. Mein Herr schritt eilig aus, sein Atem pfiff bei jedem Schritt, Queezle und ich trabten nebenher.

Bartimäus

Prag 1868

Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem andern ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor. Die Lichter funkelten wie glühende Edelsteine in der kargen Landschaft, so zahlreich, dass es schien, als sei eine verzauberte Stadt aus dem Boden gewachsen. Im Gegensatz dazu waren bei den Häusern hinter unseren Mauern die Läden verrammelt, die Lichter gelöscht. Es war eine seltsam verkehrte Welt - die Stadt Prag lag finster und tot, wogegen das Land ringsum vor Leben loderte.

Bald darauf ließ der Wind nach. Er hatte schon seit Stunden kräftig von Westen geblasen und uns den Lärm der feindlichen Manöver zugetragen: das Geratter der Belagerungsmaschinen, die Rufe von Soldaten und Tieren, das Ächzen der versklavten Geister, den würzigen Duft der Beschwörungsrituale. Jetzt war er unnatürlich abrupt abgeflaut, es herrschte tiefe Stille.

Ich schwebte hoch über dem Strachovkloster, dicht hinter der wuchtigen Stadtmauer, die ich vor dreihundert Jahren errichtet hatte.

Meine ledernen Schwingen schlugen gemessen und kraftvoll, mein Blick überprüfte alle sieben magischen Ebenen bis hin zum Horizont. Was ich sah, trug nicht zu meiner Erheiterung bei. Ein Großteil des britischen Heeres war unter Tarnzaubern verborgen, doch schon brandeten erste Ausläufer seiner magischen Macht an den Fuß des Burgbergs. Die Auren eines gigantischen Aufgebots an Geistern schimmerten schwach im Zwielicht; immer wieder kündeten kurze Erschütterungen der Ebenen von der Ankunft neuer Bataillone. Menschentruppen marschierten zielstrebig durchs Dunkel. Mittendrin stand eine Gruppe gewaltiger weißer Zelte, deren Kuppeln an die Eier des Vogel Rock gemahnten und die von oben bis unten mit Schutzschilden und anderen Bannzaubern wie mit dicken Spinnweben überzogen waren.

Ich hob den Blick zum Himmel. Dort türmten sich Unheil kündende schwarze Wolken, die im Westen mit gelben Schlieren durchsetzt waren. Ganz hoch oben und im ersterbenden Licht kaum zu erkennen, erspähte ich verschwommen sechs Punkte, die ein gutes Stück außerhalb des Detonationsradius kreisten. Sie flogen stetig entgegen dem Uhrzeigersinn, vermaßen ein letztes Mal die Mauern, inspizierten unsere Verteidigungsanlagen.

Ach, übrigens ... das war auch mein Auftrag.

Am Strachovtor, dem äußersten und verwundbarsten Punkt der Stadtmauer, hatte man den Turm erhöht und verstärkt. Die uralten Torflügel waren mit dreifachen Schließzaubern und unzähligen Auslösemechanismen versehen und auf den bedrohlich aufragenden Zinnen wimmelte es von scharfäugigen, hellhörigen Wachposten.

So war es jedenfalls gedacht.

Hin zum Turm flog ich, mit Falkenkopf, auf Lederschwingen, in mein Tarngespinst gehüllt. Mit bloßen Füßen landete ich lautlos auf einem Sims und erwartete, zum nachdrücklichen Beweis äußerster Alarmbereitschaft unverzüglich in scharfem Ton angerufen zu werden.

Nichts dergleichen geschah. Ich warf meinen Tarnzauber ab und wartete auf irgendein diskretes, wenn auch verspätetes Zeichen, dass mich jemand bemerkt hatte. Ich hustete vernehmlich. Immer noch nichts. Ein schimmernder Schild schirmte einen Teil der Brustwehr ab. Dahinter kauerten fünf Wachen. Der Schild war ein ziemlich windiges Ding, auf einen Menschen, beziehungsweise höchstens drei Dschinn ausgelegt, weshalb darunter ein ziemliches Gerangel im Gange war.

"Hörst du wohl sofort auf zu schubsen?!"

"Aua! Pass doch auf deine Klauen auf, Blödian!"

"Dann rutsch eben ein Stück. Mein Hintern guckt raus! Wenn die ihn sehn!"

"Vielleicht schlägt sie ja grade das in die Flucht."

"Behalt gefälligst deinen Flügel bei dir! Du hättest mir fast ein Auge ausgestochen!"

"Dann verwandle dich eben in was Kleineres. In einen Fadenwurm oder so."

"Wenn du mich noch ein Mal mit dem Ellbogen ..."

"Ich kann nichts dafür! Dieser Bartimäus hat uns hier oben postiert. Der Kerl ist so was von einge ..."

Kurz, es war ein trauriges Schauspiel von Schlamperei und Unfähigkeit, das ich hier nicht in allen Einzelheiten wiedergeben möchte. Der falkenköpfige Krieger legte die Flügel an, trat auf die Wachen zu und machte sich bemerkbar, indem er sie packte und mit den Köpfen zusammenstieß.

"Nennt ihr das etwa Wachestehen?", schnauzte ich sie an. Ich war nicht zum Scherzen aufgelegt. Nach sechs Wochen ununterbrochenem Dienst lag meine Substanz blank."Hocken hier oben hinter einem Schild und zanken sich wie die Fischweiber ... hab ich euch nicht befohlen aufzupassen?!"

Klägliches Genuschel, Herumdrucksen und Betreten-zu-Boden-Blicken war die Antwort. Dann hob der Frosch die Hand.

"Bitte schön, Mr Bartimäus, Sir, wozu sollen wir hier eigentlich Wache halten? Die Engländer sind überall, zu Lande und in der Luft. Und es heißt, die hätten eine ganze Kohorte Afriten dabei. Stimmt das?"

Ich richtete blinzelnd den Schnabel zum Horizont. "Wer weiß."

Dem Frosch entfuhr ein Klagelaut. "Aber wir haben überhaupt keine mehr, seit es Phöbus erwischt hat, oder? Und Mariden haben die da unten auch noch, und nicht nur einen, heißt es. Und außerdem hat der Anführer einen Zauberstab dabei, ein supermächtiges Ding. Damit soll er auf dem Weg hierher Paris und Köln in Schutt und Asche gelegt haben. Stimmt das etwa auch?"

Mein Federschopf sträubte sich im leichten Wind. "Wer weiß."

Dem Frosch entfuhr ein Aufschrei."Aber ... aber das ist ja furchtbar! Dann sind wir geliefert! Es hat schon den ganzen Nachmittag Beschwörungen gehagelt und das kann nur eins bedeuten, nämlich dass sie heute Abend angreifen. Dann sind wir morgen früh alle tot."

Diese Art Gerede war unserer Kampfmoral nicht unbedingt zuträglich, deshalb legte ich ihm begütigend die Hand auf die warzige Schulter. "Jetzt hör mir mal zu, mein Sohn ... wie heißt du eigentlich?"

"Nubbin,Sir."

"So, so, Nubbin. Man soll nicht immer alles glauben, was man hört, Nubbin. Die Engländer haben eine starke Streitmacht, keine Frage. Ehrlich gesagt habe ich kaum je eine stärkere gesehen. Aber eins wollen wir doch mal festhalten: Angenommen sie verfügen tatsächlich über Mariden, ganze Legionen von Afriten und dazu Horla bis zum Abwinken. Angenommen die marschieren heute Abend allesamt auf uns los und berennen das Strachovtor, genau hier, wo ihr steht. Lasst sie ruhig kommen! Wir haben nämlich ein paar Tricks auf Lager, da können sie einpacken."

"Welche denn, Sir?"

"Tricks, mit denen wir ihre Afriten und Mariden einfach wegpusten. Tricks, die wir uns im Getümmel dutzender Schlachten angeeignet haben. Tricks, die man mit drei lieblichen Worten zusammenfassen kann: am Leben bleiben."

Der Frosch zwinkerte glubschäugig. "Es ist meine erste Schlacht, Sir."

Ich zuckte ungeduldig die Achseln. "Und wenn das nicht klappt, dann tüfteln schließlich noch die Zauberer an diesem und jenem, haben die Dschinn des Kaisers berichtet. An einer allerletzten Verteidigungslinie. Zweifellos irgendein durchgeknallter Plan." Ich schlug ihm männlich-wohlwollend auf die Schulter. "Geht's dir jetzt besser, mein Sohn?"

"Nein, Sir, noch schlechter."

Dann eben nicht. Im Aufmuntern war ich noch nie besonders gut. "Na schön", brummte ich. "In dem Fall rate ich dir, rechtzeitig den Kopf einzuziehen und wegzulaufen. Wenn du Glück hast, erwischt es zuerst deinen Herrn. So gedenke ich es jedenfalls zu halten."

Ich hoffe, diese erhebende Ansprache erzielte die gewünschte Wirkung, denn in diesem Augenblick brach der Angriff los. Ein ferner Widerhall ließ alle sieben Ebenen erbeben. Es war der Klang eines einzigen gebieterischen Befehls. Ich fuhr herum und spähte ins Dunkel und die fünf Wachposten, aufgestellt wie die Orgelpfeifen, streckten die Köpfe über die Zinnen.

Das gewaltige Heer vor der Stadt setzte sich in Marsch.

An der Spitze segelten, von einer jähen Bö getragen, die rot und weiß gepanzerten Dschinn, in den Händen schlanke Spieße mit Silberspitzen. Ihre Flügel brausten, ihr Geschrei ließ den Turm erzittern. Darunter wogte zu Fuß ein gespenstischer Haufen heran: Die Horla mit ihren aus Knochen geschnitzten Dreizacken schlüpften auf der Suche nach Opfern in die vor den Stadtmauern gelegenen Hütten und Häuser. Dazwischen huschten wabernde Schatten einher: Ghule und andere Geister, Kälte und Elend im Gefolge, körperlos auf jeglicher Ebene. Und dahinter wiederum schwärmten wie ein Sandsturm oder ein riesiges Bienenvolk unter wildem Zähnefletschen und -mahlen tausende von Kobolden und Foliot aus. Sie alle und viele andere kamen geradewegs aufs Strachovtor zugestürmt.

Der Frosch tippte mich an den Ellbogen. "Ich bin heilfroh, dass Sie noch kurz mit uns geredet haben, Sir",sagte er."Dank Ihnen bin ich jetzt total zuversichtlich."

Ich hörte kaum hin. Ich beobachtete die niedrige Anhöhe hinter dem schrecklichen Feind, den Hügel nahe der weißen Zeltkuppeln. Dort oben stand ein Mann mit einem Stock oder Stab in der Hand. Es war zu weit weg, als dass ich hätte Einzelheiten erkennen können, doch seine Macht spürte ich sehr wohl. Seine Aura erhellte den ganzen Hügel. Ich sah Blitze aus den brodelnden Wolken zucken und in die Spitze des ausgestreckten Stabes fahren. Der Hügel, die Zelte und die wartenden Soldaten wurden taghell beleuchtet. Dann absorbierte der Stab die Stromschläge und das Licht erlosch. Donner grollte über der belagerten Stadt.

"Das ist er also", sagte ich leise vor mich hin."Der berühmte Gladstone."

Die Dschinn flogen über aufgewühlte Erde und die Ruinen erst kürzlich abgerissener Bauten und kamen der Mauer immer näher. Da wurde ein versteckter Abwehrzauber ausgelöst; blaugrüne Stichflammen schossen auf und verkohlten die ersten Reihen im Fluge. Doch das Feuer ging wieder aus und die nachrückenden Dschinn hielten unbeirrt auf die Stadt zu.

Das war das Zeichen für die Verteidiger. Hunderte Kobolde

und Foliot erhoben sich von den Mauern und schleuderten den heranfliegenden Horden unter blechernem Geschrei Detonationen entgegen. Die Angreifer vergalten es ihnen mit gleicher Münze. Inferno- und Flutzauber prallten aufeinander und vor den grellen Explosionen tanzten taumelnde Schatten. Dahinter gingen die Außenbezirke Prags in Flammen auf, und unter uns rückten die vordersten Horla gegen das Tor vor und versuchten, die robusten Bindezauber zu knacken, mit denen ich die Mauerfundamente gesichert hatte.

Ich spreizte die Flügel und schickte mich an, mich ins Getümmel zu stürzen. Neben mir blies sich der Frosch auf und quakte trotzig. Da schoss urplötzlich ein spiralförmiger Kraftblitz aus dem Stab des Zauberers auf dem fernen Hügel, zischte in hohem Bogen über den Himmel und krachte direkt unterhalb der Brustwehr in den Torturm. Unser Schutzschild wurde zerfetzt wie Seidenpapier, Stein und Mörtel spritzten auf, dann sackte das Turmdach zusammen. Ich wurde hoch in die Luft gewirbelt ...
... und wäre beinahe auf dem Erdboden aufgeschlagen, landete aber stattdessen in einer Wagenladung Heuballen, die man noch vor der Belagerung in die Stadt gebracht hatte. Über mir stand die Holzkonstruktion des Turms in Flammen. Von den Wachen war nichts mehr zu sehen. Kobolde und Dschinn schwirrten kopflos umher und beschossen einander mit magischen Blitzen. Lodernde Leichen fielen vom Himmel und setzten Dächer in Brand. Aus den umliegenden Häusern kamen schreiend Frauen und Kinder gelaufen. Das Strachovtor erbebte unter dem Ansturm der Horla-Dreizacke. Es würde nicht mehr lange standhalten.

Die Verteidiger brauchten dringend meine Hilfe. Voller Tatendurst befreite ich mich aus dem Heu.

"Wenn du dir irgendwann mal den letzten Halm aus dem Lendenschurz gezupft hast, Bartimäus", sagte jemand ironisch, "könnten wir dich oben auf der Burg gebrauchen."

Der falkenköpfige Krieger blickte auf. "Ach ... hallo, Queezle."

Mitten auf der Straße saß eine anmutige Leopardin und musterte mich mit smaragdgrünen Augen. Sie erhob sich lässig, trottete ein paar Schritte zur Seite und ließ sich wieder nieder. Wo sie eben noch gehockt hatte, platschte ein brennender Pechklumpen aufs Pflaster und hinterließ einen qualmenden Krater. "Ganz schön was los hier", bemerkte sie.

"Ja. Da ist nicht mehr viel zu machen." Ich sprang von meinem Heuwagen.

"Sieht aus, als könnten die Bindezauber in der Mauer jeden Augenblick brechen", sagte die Leopardin mit einem Seitenblick auf das bebende Tor. "Ziemlicher Pfusch. Möchte bloß wissen, welcher Dschinn dafür verantwortlich ist."

"Keine Ahnung", erwiderte ich. "Was hast du vorhin gemeint ... hat unser Herr uns gerufen?"

Die Leopardin nickte. "Beeil dich lieber, sonst verpasst er uns noch den Stichel. Wir gehen zu Fuß, der Himmel ist zu unruhig."

"Geh du vor."

Ich wechselte die Gestalt und wurde ein Panter, schwarz wie die tiefste Nacht. Wir liefen zum Hradschinplatz. Die engen Gassen, in die wir einbogen, waren unbelebt, denn wir mieden jene Straßen, wo sich die von Panik ergriffenen Menschen drängten wie Vieh. Das Feuer griff auf immer mehr Gebäude über, Giebel stürzten ein, Häuserwände fielen zusammen. Um die Dächer tanzten kleine Kobolde und schwenkten Funken in den Händen.

In der Burg selbst standen die kaiserlichen Lakaien in dem von flackernden Laternen beleuchteten Hof und luden wahllos Möbelstücke auf Wagen; dazwischen mühten sich Stallknechte, die Pferde anzuschirren. Der Himmel über der Stadt war mit bunten Lichtfontänen gesprenkelt. Vom fernen Strachovkloster war das dumpfe Rumsen von Explosionen zu vernehmen. Wir schlüpften ungehindert durch den Haupteingang.

"Will der Kaiser etwa fliehen?", keuchte ich. Kobolde hasteten an uns vorbei und balancierten Kleiderbündel auf dem Kopf.

"Seine heiß geliebten Vögel sind ihm wichtiger", erwiderte Queezle. "Unsere Afriten sollen sie auf dem Luftweg in Sicherheit bringen." In ihren grünen Augen funkelte matte Belustigung.

"Aber die Afriten sind doch alle tot."

"Du hast's erfasst. Wie auch immer, wir sind gleich da."

Wir hatten den Nordflügel der Burg erreicht, wo die Zauberer ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Magie quoll aus jeder Mauerritze. Leopard und Panter sprangen eine lange Treppenflucht hinunter, über einen Balkon, der auf den Hirschgraben hinausging, und durch den Türbogen zum unteren Arbeitszimmer wieder hinein. Es war ein großer, runder Raum, der fast das ganze Erdgeschoss des Weißen Turms einnahm. Im Lauf der Jahrhunderte war ich schon oft hierher zitiert worden, doch diesmal waren die üblichen magischen Gerätschaften - Bücher, Räuchergefäße und Kandelaber - beiseite geschoben, um Platz für eine lange Reihe aus zehn Stühlen und Tischen zu schaffen. Auf jedem Tisch stand eine flackernde Kristallkugel. Auf jedem Stuhl saß ein Zauberer oder eine Zauberin und beugte sich gespannt über seine beziehungsweise ihre jeweilige Kugel. Es herrschte absolute Stille.

Unser gemeinsamer Herr und Meister stand am Fenster und beobachtete durch ein Fernrohr den Nachthimmel. Als er uns bemerkte, gab er uns mit einer Handbewegung zu verstehen, dass wir uns ruhig verhalten sollten, und winkte uns dann in ein Nebengelass. Von den Strapazen der vergangenen Wochen war sein graues Haar weiß geworden, die Hakennase ragte ihm spitz aus dem Gesicht und seine Augen waren so rot wie die eines Kobolds. Er kratzte sich den Hinterkopf. "Ihr braucht mir nichts zu erzählen", sagte er, "ich weiß Bescheid. Wie lange haben wir noch?"

Der Panter zuckte mit dem Schwanz."Ich schätze mal, eine Stunde. Höchstens."

Queezle wandte sich nach dem Hauptraum um, in dem sich die Zauberer stumm und verbissen abmühten. "Wie ich sehe, holt Ihr die Golems raus", sagte sie.

Der Zauberer nickte knapp. "Die werden dem Feind schwere Verluste beibringen."

"Das dürfte nicht genügen", wandte ich ein. "Nicht mal, wenn Ihr zehn auf einmal losschickt. Habt Ihr nicht gesehen, was das da draußen für ein riesiges Heer ist?"

"Wie immer urteilst du vorschnell und ungefragt, Bartimäus. Es handelt sich lediglich um ein Ablenkungsmanöver. Wir versuchen, Seine Majestät die Osttreppe hinunterzuschaffen. Unten am Fluss wartet ein Boot. Die Golems sollen die Burg abriegeln und unseren Rückzug decken."

Queezle linste immer noch zu den Zauberern hinüber. Die beugten sich tief über ihre Kugeln, bewegten tonlos die Lippen und befehligten ihre Geschöpfe. Trübe, zuckende Bilder in den Kugeln zeigten ihnen an, was der betreffende Golem

sah. "Die Engländer werden sich nicht lange mit den Ungeheuern aufhalten", sagte Queezle. "Sie werden ihre Meister aufspüren und kurzen Prozess mit ihnen machen."

Mein Herr bleckte die Zähne."Bis dahin ist der Kaiser über alle Berge. Und das ist übrigens auch mein nächster Auftrag für euch beide. Ihr sollt Seine Majestät unterwegs beschützen. Verstanden?"

Ich hob die Pfote. Der Zauberer seufzte abgrundtief. "Ja bitte, Bartimäus?"

"Nun, Sir, dürfte ich wohl einen Vorschlag machen? Prag ist eingekesselt. Wenn wir versuchen, mit dem Kaiser aus der Stadt zu fliehen, sterben wir allesamt eines qualvollen Todes. Warum überlassen wir den alten Zausel nicht einfach seinem Schicksal und machen uns ohne ihn aus dem Staub? Ich wüsste da auf der Karlstraße einen kleinen Bierkeller mit einem ausgetrockneten, nicht besonders tiefen Brunnen. Die Öffnung ist zwar ein bisschen klein, aber ..."

Er zog die Stirn kraus."Erwartest du etwa, dass ich mich da drin verstecke?"

"Na ja, etwas eng wäre es schon, aber ich glaube, wir könnten Euch reinquetschen. Euer Schmerbauch wäre wohl etwas hinderlich, aber wenn wir tüchtig schieben ... Aua!" Mein Fell knisterte und ich verstummte abrupt. Wie immer brachte mich der Glühheiße Stichel völlig aus dem Konzept.

"Im Gegensatz zu dir halte ich etwas von Treue!", knurrte der Zauberer. "Was mich betrifft, muss man nicht erst Gewalt anwenden, damit ich gegenüber meinem Herrn redlich handle. Ich wiederhole: Ihr beide habt euer Leben einzusetzen, um den Kaiser zu retten. Ist das klar?"

Wir nickten widerstrebend und im selben Augenblick wankte der Fußboden unter einer nahen Explosion.

"Dann kommt", sagte er. "Wir müssen uns beeilen."

Er ging die Treppe wieder hinauf und durch die leeren Flure der Burg. Grelle Blitze erhellten die Fensterhöhlen, von überall her tönten ängstliche Rufe. Mein Herr schritt eilig aus, sein Atem pfiff bei jedem Schritt, Queezle und ich trabten nebenher.

Leseprobe zu "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2"

"Nathanael (S. 311-312)

32


Die Limousine mit Nathanael brauste durch die südlichen Außenbezirke Londons, eine Gegend, in der sich Schwerindustrie, Ziegeleien und Alchimiefabriken angesiedelt hatten und stets ein rötlicher Dunst über den Häusern hing, der im Schein der untergehenden Sonne bösartig glomm. Damit man schneller und bequemer vorankam, hatte man die für Zauberer reservierte Schnellstraße vom Flugplatz in die Innenstadt auf Dämmen und Überführungen hoch über den schmuddeligen, labyrinthisch verbauten Elendsvierteln errichtet. Die Straße war nur wenig befahren, und von oben sah man nichts als Dächer und Giebel, sodass man fast den Eindruck hatte, mutterseelenallein über ein braunrotes Meer zu segeln. Nathanael ließ gedankenverloren den Blick in die Ferne schweifen.

Der Chauffeur war wie die meisten seiner Zunft von der wortkargen Sorte, und obwohl sich Nathanael alle Mühe gab, konnte er kaum etwas über die Katastrophe, die sich angeblich in der vorangegangenen Nacht ereignet hatte, aus ihm herausbekommen. »Mehr weiß ich auch nicht, Sir«, sagte der Mann, »aber heut Morgen war auf der Straße, wo ich wohne, ordentlich was los. Die Gewöhnlichen sind richtig in Panik, die waren total verängstigt. Ziemlich beunruhigend, das Ganze.« Nathanael beugte sich vor. »Weshalb beunruhigend?« »Es soll irgendwas mit einem Ungeheuer zu tun haben, Sir.«

»Mit einem Ungeheuer? Könnten Sie das etwas genauer erläutern? Doch nicht etwa ein großer, in Schatten gehüllter Steinmensch?« »Keine Ahnung, Sir. Gleich sind wir an der Kathedrale. Diesmal halten die Minister ihre Sitzung dort ab.« In der Westminster Abbey? Höchst unbefriedigt ließ sich Nathanael wieder in den Rücksitz sinken. Zu gegebener Zeit würde sich alles aufklären. Höchstwahrscheinlich hatte der Golem erneut zugeschlagen; dann würde man seinen Bericht über die Reise nach Prag sicher schon sehnsüchtig erwarten.

Er ging noch einmal alles durch, was er in Erfahrung gebracht hatte, wog seine Erfolge gegen die Rückschläge ab, um einzuschätzen, ob er seinem Ansehen damit eher nützte oder schadete. Schwer zu sagen. Auf der Habenseite konnte er verbuchen, dass er dem Gegner eindeutig einen entscheidenden Schlag versetzt hatte. Mit Harlekins Hilfe war es ihm gelungen, die Herkunft des Golempergaments festzustellen und es zu vernichten. Er hatte herausbekommen, dass der fürchterliche bärtige Mörder in die Sache verwickelt war und dass es einen noch unbekannten Hintermann gab, der, wenn man dem Söldner glauben durfte, schon damals vor zwei Jahren an der Lovelace-Verschwörung beteiligt gewesen war. Dass es einen solchen Hintermann gab, war eine wichtige Erkenntnis.

Andererseits hatte Nathanael nicht herausfinden können, um wen es sich dabei handelte. Allerdings konnte man ihm das eigentlich nicht zum Vorwurf machen, denn nicht einmal der bedauernswerte Kavka hatte den Namen seines Peinigers gekannt. Bei diesem Gedanken rutschte Nathanael nervös auf seinem Sitz herum, denn ihm fiel wieder ein, was er dem alten Zauberer so voreilig versprochen hatte. Kavkas Kinder, die tschechischen Spione, waren vermutlich noch irgendwo in England inhaftiert. In diesem Fall würde es ausgesprochen schwierig werden, ihre Freilassung durchzusetzen. Aber spielte das eigentlich noch eine Rolle?"

Leseprobe zu "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2"

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2 zu blättern!

Andere Kunden interessierten sich auch für

Kundenbewertungen zu "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 19 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 19 Bewertungen)
Kundenbewertungen sortieren:
hilfreichste - beste - neueste

««« zurück12vor »

Bewertung von L* am 19.07.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist wirklich witzig und liest sich gut. Ich hab oft laut lachen müssen. Es ist wirklich sehr schön geschrieben: Spannend , witzig ich kann es nur empfehlen!
Das einzig schlecht an dem Buch ist, dass man viel zu schnell auf der letzen Seite ist...!

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von mahea2 aus Bad Berka am 31.10.2010 ***** sehr gut
In this book it is about the keen magician of name Mandrake (early Nathanel) again for his old demons Bartimäus brings on. Nathanel which works in the magic ministry must detain the opposits, a small group of normal people, to destroy the British empire. Kitty, one of the Wiederständlern, hates the ministry because of the ministry has her friend very much hurted and without punishes got away. Moreover, Nathanel is another geheimnis on the track: to destroy a Golem which commits anschläge. Therefore, Nathanel must go away, and against many dangers. Nathanel is a rather unsimpatischer young man, because he treats the non-magic people like silly workers. Bartimäus is an amusing demon which hates his master, actually, and him for unworthy holds sicheinen to so mighty and clever demons to subject. Kitty is a poor, nice opposit with a renewed plan to overthrow the ministry, his friends loses.
I have well liked the book, although it some lengthen had. Great I also find the sometimes quite different kind of magic and which one reads Nathanel, Bartimäus and Kitty always in different perspectives and in the I-form. I would not become it maybe weiteremphelen because it is not to be read so well and has his längene.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Jojo aus Gerolstein am 29.10.2010 ***** ausgezeichnet
Nathanael ist inzwischen lange kein kleiner Zauberlehrling mehr, der sich die ständige Schelte seines Meisters gefallen lassen muss. Aufgrund seiner Verdienste in der Sache mit Simon Lovelace und dem gestohlenen Amulett von Samarkand sitzt er inzwischen im Zaubereiministerium und bekleidet einen nicht eben gering hohen Posten. Dementsprechend hat er sich gegen viele Neider durchzusetzen, die ständig versuchen, ihm seinen Posten zu nehmen.. Eine Gelegenheit scheint gekommen, als immer wieder wichtige Gebäude wie z.B. die Nationalbibliothek von London in Schutt und Asche gelegt werden. Die Zauberer im Zaubereirministerium betrauen Nathanael mit der Aufgabe diese Fälle aufzuklären, doch niemand weiß, wer für diese Zerstörung verantwortlich ist. Der nahe liegendste Verdacht fällt auf eine Gruppe jugendlicher Gewöhnlicher, die sich zu seiner Widerstandsbewegung zusammen geschlossen haben und die Zauberergemeinschaft von London schon länger in Atem halten. Bald jedoch bekommt Nathanael mithilfe des erneut beschwörten Dschinns Bartimäus heraus, dass hinter den Anschlägen ein Golem stecken muss. Allerdings will ihm das mangels Beweisen keiner glauben.
Das besondere an den Büchern der Reihe Bartimäus ist, das der Autor sehr oft mit Fußnoten gearbeitet hat. In diesen Fußnoten werden lustige Bemerkungen aus Bartimäus Sicht gemacht oder andere Hintergrundinformationen gegeben. Das Buch ist eines der lustigsten Büchern, die ich je gelesen habe. Alles in allem eine sehr gelungene Trilogie, die es sich wirklich zu lesen lohnt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Nyckyi aus Kirchseeon am 23.10.2010 ***** ausgezeichnet
Nathanael beschwört Bartimäus das zweite mal, darüber ist er sauer. Nathanael, der auch John Mandracke heist, muss rausfinden, mit wem er es zutun hatt. Es ist ein Golem. Am ende rettet die Widerständlerin Kitty Jones den John vor dem Golem. John und Bartimäus verfolgen den Golem zu seinem Herrn und finden heraus das der Polizeichef Duvall der Übeltäter ist.
Das Buch ist spannend und erzählt von Gemeinheit und Rache, desshalb gefällt es mir ganz gut. Ich empfehle es allen Fantasiefreunden der 3. Ebene.

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Sabina aus Forchheim am 25.09.2010 ***** sehr gut
John Mandrake ist nun der Leiter der inneren Angelegenheiten. Er soll die so genannte wiederstandsbewegung einfangen. Die wiederstandsbewegung besteht aus gewöhnlichen Menschen und aus keinen Zauberern . Und das macht John Mandrake so zu schaffen. Währenddessen läuft ein Golem Amok durch ganz London.John beschwur Bartimäus ,obwohl er geschworen hatte das nie wieder zutun. Zusammen reisen die beiden nach Prag um herauszufinden wer den Golem führt. Das ist allerdings nicht so leicht ,da man einen Text braucht den man dem Golem in den Mund stecken muss. Doch dieser Text ist schon lange verschwunden . Wird er es mit Bartimäus gelingen den Golem einzufangen ? ..
Einfach zum Lachen die Kommdentare vom Dschinn .Es ist wie immer rtotal spannend. Das muss man unbedingt gelesen haben.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Jo aus Karlsbad am 16.07.2010 ***** sehr gut
In dem Buch "Bartimäus Das Auge des Golem" geht es um den jungen Zauberer Nathanael. Er ist ein Politiker im Britischen Königreich. Eine Widerstandsbewegung macht der Regierung schwer zu schaffen. Außerdem versetzt ein Golem (mächtiges Fabelwesen) London in Angst und Schrecken. Nathanael beginnt zu ermitteln. Er erinnert sich an seinen früheren Diener Bartimäus (ein Geist) und nimmt ihn sich zu Hilfe.
Eine gelungene Fortsetzung. Auch wenn einige Personen vorgestellt werden, sollte man doch mit dem 1. Band anfangen, denn der Einstieg ist schwer.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Jonas aus Kempten am 14.07.2010 ***** ausgezeichnet
In " Das Auge des Golem" geht es um eine Jungen Zauberer namens Nathanael, der im Zaubereiministerium arbeitet. Dort wird ihm das Leben nicht leicht gemacht, den er muss eine Geheimnissvolle Gruppe den " Wiederstand" niederschlagen. Dazu gehört auch die 15 jährige Kitty die mit ihren Freunden schon so manches Haus zu Einstürzen gebracht hat. Natanael schickt seine besten Dämonen aus um Kitty und ihre Freunde ein für alle mal vestzunehmen. Ob ihm das gelingt ?
Das Buch hat mich richtig gefässelt, weil es sehr sehr gut geschrieben ist. Deshalb empfehle ich es auch allen Kinder ab 10 Jahren das Buch zu lese.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Yannik aus Halle am 25.05.2010 ***** ausgezeichnet
Seit dem Anschlag auf die Regierung sind inzwischen zwei Jahre vergangen. Nathanael (John Mandrake) ist nun zum persönlichen Assistenten des Leiters der Abteilung für innere Angelegenheiten aufgestiegen. Er hat jetzt mit einer politisch feindlichgesinnten Organisation zu kämpfen, die sich der „Widerstand“ nennt. Dieser Zusammenschluss kämpft gegen die Herrschaft der Zauberer, die über Großbritannien regieren.
Eines nachts werden Läden in der Piccadilly Street zerstört und Nathanael gerät mächtig unter Druck. Er soll herausfinden, ob dieser Anschlag von Seiten des Widerstandes kommt, oder was dahinter steckt. Deshalb ruft er den Dschinn Bartimäus von Uruk abermals zu Hilfe.
Der Leser wird beim Lesen dieses Romans durch die humorvollen Kommentare von Bartimäus begleitet. Die Handlung wird aus der Sich von Nathanael, Bartimäus und Kathleen (Kitty) Jones erzählt.
Das Buch ist ein spannender und witziger Roman, deshalb hat es mir sehr gefallen.
Eine Besonderheit des Buches ist, dass alle Figuren am Anfang des Buches in einer Tabelle namentlich aufgeführt werden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von alex ander aus Halle am 23.05.2010 ***** ausgezeichnet
Der strebsame, ehrgeizige und mittlerweile 14 Jahre alte Nathanael hat nach seinem ersten Abenteuer eine neue Zaubermeisterin, Jessica Withwell, die Sicherheitsministerin. Auch sie verblüfft er mit seinen Fähigkeiten und seinem Talent, sodass er schon bald ihr Vertrauen gewinnt und als Assistent des Leiters der Abteilung für Innere Angelegenheiten fungieren kann. Dort wird er mit der Aufgabe vertraut gemacht, die mysteriöse Widerstandsbewegung, die sich gegen das totalitäre Zaubererregime richtet, niederzuschlagen. Doch diese Aufgabe ist schwerer als gedacht, denn die Widerstandsbewegung leistet gehörigen Widerstand, und Nathanael bleibt nichts anderes übrig, als seinen vertrauten Dschinn zu beschwören: Bartimäus!
Der zweite Teil dieser Trilogie war eine sehr gut gelungene Fortsetzung, es hat mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, die Geschichte ist abgefahren und die bissigen, ironisch-klugen und süffisanten Bemerkungen des Dschinns Bartimäus waren das absolute I-Tüpfelchen. Dieses Buch ist der Hammer, ich empfehle es natürlich jedem weiter.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Lui L. aus Frankfurt am 22.05.2010 ***** gut
In diesem Buch geht es um den eifrigen Zauberer Namens Mandrake (früher Nathanel) der wieder seinen alten Dämonen Bartimäus heraufbeschwört. Nathanel, der im Zaubereiministerium arbeitet, muss die Wiederständler, eine kleine Gruppe normaler Menschen, aufhalten das britische Imperium zu vernichten. Kitty, eine der Wiederständlern, hasst das Ministerium, weil einer des Ministeriums ihren Freund sehr verlätzt hat und ohne strafe davon kam. Nathanel ist außerdem einem anderem geheimnis auf der Spur: einen Golem zu vernichten, der anschläge verübt. Desshalb muss Nathanel verreisen, und vielen Gefahren entgegen. Nathanel ist ein eher unsimpatischer junger Mann, da er die nichtmagischen Leute wie dumme Arbeiter behandelt. Bartimäus ist ein lustiger Dämon, der seinen Meister eigentlich hasst, und ihn für unwürdig hält sicheinen so mächtigen und schlauen Dämonen zu unterwerfen. Kitty ist eine arme, nette Wiederständlerin die bei einem erneuten Plan, das Ministerium zu stürzen, seine Freunde verliert.
Das Buch hat mir gut gefallen, obwohl es ein paar längen hatte. Toll finde ich auch die mal ganz andere Art von Zauberei und das man Nathanel, Bartimäus und Kitty immer in verschiedenen Perspektiven und in der ich-Form liest. Ich würde es vielleicht nicht weiteremphelen, weil es nicht so gut zu lesen ist und seine längene hat.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

««« zurück12vor »

Sie kennen "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2" von Jonathan Stroud ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

12 Marktplatz-Angebote für "Das Auge des Golem / Bartimäus Bd.2" ab EUR 1,81

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 1,81 4,50 Banküberweisung take200 97,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,50 2,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung keuk1 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,80 4,50 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Preva_blue 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,00 1,40 Banküberweisung Ellybisa 100,0% ansehen
wie neu 4,00 4,50 Banküberweisung wasserdrachenre iter 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,30 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung supergrobi63 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,50 4,00 Banküberweisung Nina.Alexandra 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,90 1,90 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung mpimo 100,0% ansehen
wie neu 6,11 1,40 Banküberweisung panti120 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 6,76 1,50 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,25 2,00 Banküberweisung koch_fr 98,8% ansehen
wie neu 8,60 0,00 Banküberweisung rmg-buch 92,8% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch