Wunderbare Erlebnisse in Bad Wörishofen - Gaberle, Hans-Joachim

Hans-Joachim Gaberle 

Wunderbare Erlebnisse in Bad Wörishofen

Eine heitere & besinnliche Geschichte von zwei ganz unerfahrenen Kurgästen aus dem Ruhrgebiet

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Wunderbare Erlebnisse in Bad Wörishofen

Das Ehepaar Christian und Klara Wunderlich hat zu seiner Goldhochzeit von seinen Kindern eine vierwöchige Kneippkur in Bad Wörishofen geschenkt bekommen. Niemals in einer Kur gewesen, erleben die beiden Eheleute dort eine bewegte und bewundernswerte Welt, die beiden bisher fremd war. Bad Wörishofen wird für sie zu einem bleibendes Erlebnis. Die einfache und schlichte Frau Klara Wunderlich - dominant und mit einer leichten Demenz - erhofft sich durch die empfohlene Kneippkur eine Heilung ihres Beinleidens. Die Kneippbäder, die ärztlich Betreuung, die Menschen um sie herum, überhaupt der ganze Kuraufenthalt macht sie zu einem neuen, lebensfrohen Menschen. Ihr Ehemann Christian ist an dem international bekannten Kneippkurort Bad Wörishofen mit seinen erfolgreichen Wasserkuren nach der Methode Pfarrer Sebastian Kneipps sehr interessiert; besonders interessieren ihn die Kirchen in und um Bad Wörishofen. Herr Wunderlich versteht etwas von Musik und Gesang. Seiner Frau Klara folgt er getreu um des lieben Friedens willen ...


Produktinformation

  • Abmessung: 210mm x 131mm x 20mm
  • Gewicht: 270g
  • ISBN-13: 9783810701015
  • ISBN-10: 3810701017
  • Best.Nr.: 32471990
Hans-Joachim Gaberle hat nach seiner Ausbildung im zweiten Weltkrieg zum Flugzeugführer die Städtische Verwaltungsschule besucht, wurde zum Stadtinspektor ernannt und war zuletzt als Zweigstellenleiter der Stadtkasse in Essen-Kray tätig. Nach einer zwanzigjährigen Berufszeit besuchte er das vierjährige Bischöfliche Abendgymnasium in Essen, studierte nach dem Abitur Theologie in Bonn. 1969 wurde er vom Hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Franz Hengsbach, dem ersten Bischof von Essen, zum Priester geweiht. Zuletzt war er 25 Jahre lang Pfarrer der St. Antoniuskirche in Essen-Freisenbruch. Inzwischen ist er im Ruhestand. Der Autor trat vor seinem Theologiestudium bereits als Schauspieler auf Laienbühnen auf und schrieb seine ersten Theaterstücke. In Ausübung seiner Seelsorgearbeit schrieb und komponierte er viele Theaterstücke, die er in eigener Regie mit seinem Ensemble aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf Laienbühnen erfolgreich aufgeführte. Dieses Buch ¿Wunderbares Erleben in Bad Wörishofen¿ ist seine dritte Buchveröffentlichung. Bisher sind von ihm erschienen: 2006 ¿Marios selige Nacht ¿ Die Geschichte eines einsamen Jungen¿, 2009 ¿Auf nach Betlehem, Rosina! ¿ Licht und Schatten eines wehklagenden Menschen in unserer Zeit¿. Autorenkommentar zu Bad Wörrishofen ¿In beinahe 40 Jahren habe ich Bad Wörishofen kennen gelernt, habe es erlebt und geliebt. Bad Wörishofen ist mir durch meine gesundheitlichen Erfolge zur zweiten Heimat geworden. Ich bin stolz und froh, dort Ehrenkurgast zu sein. Man schafft ja im Leben Wissen, Erfahrungen und Erfolg nicht nur für sich, sondern bemüht sich, alles an andere weiterzugeben und sie daran Anteil nehmen zulassen, wie es auch Pfarrer Sebastian Kneipp getan hat: Sein Wissen um die Bedeutung der Wasseranwendungen hat er uns geschenkt, wofür wir alle ihm heute noch dankbar sind.¿ (H.-J. Gaberle)

Leseprobe zu "Wunderbare Erlebnisse in Bad Wörishofen"

Schreck in der Abendstunde
Kinder eines Kinderheimes, die von einem Besuch des Trachtenfestes in München zurückgekommen sind, haben dem Ehepaar Wunderlich ihr Begrüßungslied für neu ankommende Kurgäste vorgesungen. Den ganzen Nachmittag hat das Ehepaar vergeblich darauf gewartet, von seiner Pension abgeholt zu werden. Kurseelsorger Pater Josef wollte sich nach der Pension erkundigen, die wohl vergessen hat, die Eheleute Wunderlich vom Bahnhof abzuholen. Kaum aber hatten die Kinder ihr Lied zu Ende gesungen, erscheint Pater Josef mit einer Dominikanerin aus der Pension KurOase im Kloster. Die Schwester geht auf das Ehepaar zu und fragt:"Sind Sie das Ehepaar Wunderlich?""Ja, das sind wir", antwortet Herr Wunderlich. "Was gibt es denn?""Ja, meine lieben Herrschaften, Sie sind zwar in der KurOase im Kloster angemeldet, aber Sie sind einen Tag zu früh hier hergekommen. Ihre Kur beginnt erst ab morgen. Unser Haus ist besetzt, wir können Sie heute leider noch nicht aufnehmen."Für Frau Wunderlich bricht eine Welt zusammen, als sie das hört. "Und was machen wir jetzt?", fragt sie mit weinerlicher Stimme.
Die Gruppenleiterin legt ihre Hand auf Frau Wunderlichs Schulter: "Weinen Sie nicht, liebe Frau! Wir haben in unserem Kinderheim auch einige Gästezimmer. Kommen Sie mit uns! Ich denke, dass wir ganz sicher in unserem Hause noch ein Gästezimmer für Sie frei haben werden.""Das Ehepaar kann auch bei mir übernachten", meint jetzt Pater Josef, der plötzlich eine seelsorgliche Verantwortung darin sieht. "Ich habe in meinem Haus ein komplett eingerichtetes Gästezimmer für zwei Personen. Kommen Sie nur mit mir! Wir fahren dorthin."Frau Wunderlich weiß nicht, für wen sie sich jetzt entscheiden soll. Doch die Gruppenleiterin kommt ihr entgegen: "Fahren Sie nur mit Pater Josef! Bei ihm sind Sie gut aufgehoben.""Ich werde mit Ihnen fahren", meldet sich die Schwester. "Ich werde für die beiden Herrschaften bei Ihnen das Gästezimmer herrichten, wenn Sie damit einverstanden sind. Morgen nach dem Frühstück werde ich die Herrschaften bei Ihnen abholen und sie auf ihr Zimmer in unserer KurOase bringen."Pater Josef wundert sich über die schnelle Reaktion der Schwester. Da er aber dagegen nichts einzuwenden hat, sagt er nur: "Also fahren wir alle vier mit dem Taxifahrer Werner los!"Die Kinder stürmen wieder auf das Gepäck zu, wie eben, und bringen es zum Auto; zwei Jungen schnappen sich gleich einen schweren Koffer, zwei Mädchen den anderen, ein Kind hebt den Rucksack auf, ein anderes die Plastiktasche, die wieder allein liegen geblieben ist.
Taxifahrer Werner verstaut das Gepäck in seinem Wagen, die alten Herrschaften mit Pater Josef und der Dominikanerin steigen ins Auto. Die Kinder beginnen noch einmal zu singen: "Und soll euch gesunden die Seele und der Leib,
dann fragt nur Pfarrer Kneipp,
denn er sagt: Liebe Leut :
Das Wasser bringt Heilung nur für die Erdenzeit,
doch Gottes Quelle für ewige Zeit."Während Herr und Frau Wunderlich mit dem Taxi fortfahren, winken die Kinder dem Auto nach, bis es nicht mehr zu sehen ist und eilen dann ermüdet nach Hause.