Durch eine Urlaubsreise nach Kenia vor fast zwei Jahrzehnten
entstand Kontakt zu Menschen aus dem Stamme der Massai. Inzwischen
ist Norbert Tychsen viele Male in Ostafrika gewesen und hat enge
Freundschaft geschlossen mit traditionellen Massai, die in
Luftlinie etwa 60 km nördlich des Kilimandjaro am Rande des
riesigen Wildschutzgebietes Tsavo-West siedeln. Er gilt als
Mitglied einer dort ansässigen Sippe und ist ganz besonders
befreundet mit Sainepunyie ole Tajeu, dessen mündliche Berichte in
das Manuskript eingeflossen sind.
Norbert Tychsen erzählt von seinen vielfältigen Erlebnissen und
Eindrücken, von Natur und Landschaft, vom Alltagsleben der Massai,
das sich wie so vieles in Afrika im Umbruch befindet. Viele alte
Traditionen werden bald verschwunden sein, überall hin dringt
westlicher Einfluss. Der Staat lenkt vieles. Sainepunyie ole Tajeu
saß deswegen unter unmenschlichen Bedingungen sogar im
Gefängnis.
Sein deutscher Freund Norbert Tychsen hat stets die
Massai-Traditionen sehr bewusst geachtet. Allerdings lehnt er
unvernünftige Bräuche wie die Beschneidung von Mädchen
nachdrücklich ab.
Aus den Erzählungen der beiden so unterschiedlichen Freunde ergibt
sich ein sehr informatives, lebhaftes Bild der noch immer
geheimnisvollen Welt der Massai.