Die Fünfte Welt - Schrott, Raoul

Raoul Schrott 

Die Fünfte Welt

Ein Logbuch

Aufn. v. Hans Jakobi
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Die Fünfte Welt

Den letzten weißen Fleck im Atlas der Erde zu beschreiben, die höchstwahrscheinlich letzte noch unerforschte Region dieser Welt zu bereisen das ist hier keine literarische Fiktion. Zusammen mit einer wissenschaftlichen Expedition hat Raoul Schrott sich in diesen faszinierendsten und entlegensten aller Orte im Länderdreieck von Tschad, Sudan und Libyen aufgemacht. Bei Haymon legt er nun das literarische Logbuch dieser Reise vor, die von der Millionenstadt NDjamena über das Ennedi, eine der schönsten Landschaften dieser Erde, in das Feindland der Erdis führte und schließlich zum letzten Außenposten der Zivilisation vor dem Nichts: dem verlassenen Fremdenlegionärsfort Agoza. Es ist dies ein Bericht über unvorstellbare Armut, humanitäre Katastrophen und politische Putschversuche, den ungleichen Handel zwischen Europa und Afrika aber auch die Erzählung einer Reise ins Nirgendwo, zu einer Mitte der Welt und zum eigenen Selbst. Durch Fotos von Hans Jakobi und Archivdokumente zu einem Dialog mit Bildern erweitert, ist Die Fünfte Welt ein poetisches Manifest über die Rätselhaftigkeit alles Entlegenen.


Produktinformation

  • Verlag: Haymon Verlag
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 73 S., zahlr. Fotos u. Dok.
  • Seitenzahl: 73
  • Best.Nr. des Verlages: 524
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 136mm x 16mm
  • Gewicht: 236g
  • ISBN-13: 9783852185248
  • ISBN-10: 3852185246
  • Best.Nr.: 22548668
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.02.2007

Wo die Leere am leersten ist
Kurz vor dem Nichts, sehr erhaben und staubig: Raoul Schrott entdeckt endlich den letzten weißen Fleck der Erde
Immerhin – jetzt wissen wir endlich, wo der allerletzte weiße Fleck der Geographie liegt. Nein, wo er lag, bis Raoul Schrott kam, sah und ihn beschrieb. Wobei die schüttere Stelle im Dreiländereck zwischen Tschad, Sudan und Libyen laut Haymon-Verlag nicht nur „die letzte noch unerforschte Region der Erde” sondern auch „der faszinierendste und entlegenste aller Orte” ist, was in seiner Rekordsucht dermaßen präpotent klingt, dass man das Buch fast schon wieder zumachen möchte. Beziehungsweise den Klappentexter für einige Wochen an den allerunerforschtesten aller Orte, zur Hölle nämlich wünschen möchte.
Aber das wäre ungerecht, ist es doch Raoul Schrott selber, der in seinem neuen Buch „Die fünfte Welt. Ein Logbuch” dieses guinessmäßige, rekordsüchtige Raunen anstimmt. Die Reise beginnt in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, den Schrott als „ärmstes Land der Welt” bezeichnet, was durch keine der einschlägigen Statistiken gedeckt wird. Von dort aus fährt er mit einer Expedition über …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.06.2007

Und was jetzt?
Raoul Schrotts Menschheitsdienst: Der letzte weiße Fleck ist weg

Den letzten weißen Flecken der Erde hat weder Roald Amundsen oder Sven Hedin, auch nicht Reinhold Messner oder irgendein furchtloser Kopfjägerforscher, sondern kein anderer als der rastlose Reisepoet Raoul Schrott von der Weltkarte getilgt. Das Fleckchen liegt im Grenzgebiet von Tschad, Sudan und Libyen, ist eine trostlose Wüstenei und wurde aus gutem Grund von der Menschheit bisher links liegengelassen. Dann kam Schrott. Seine Expedition, über die er ein Tagebuch verfasst hat, beginnt in Tschads Hauptstadt N'Djamena, und das gar nicht mal so schlecht. Mit sparsamen Strichen zeichnet er das Bild eines Dreckslochs voller staubiger Hütten, trauriger Huren und rettungslos verlorener Expatriierter an der Endstation ihrer Existenz. Da will man schnell weg, und der Dichter macht es in großer Gesellschaft: Seine Reisegruppe besteht aus Wissenschaftlern und Fernsehleuten in Fußballmannschaftsgröße, an Bord der fünf gepflegten Jeeps sind auch Küchenhilfe, Chauffeur und ausreichend Whisky samt Limettensaft - das klingt eher nach Abenteuerurlaub als nach Lebensabenteuer, was …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Alex Rühle weiß nicht, soll er sich ärgern oder soll er lachen. Raoul Schrotts Reisebericht vom "allerletzten weißen Fleck" der Erde provoziert bei ihm zumindest die Frage, warum dieser Autor eigentlich so penetrant den Hochmut schultern und sich als "Reinhold Messner der Literatur" aufführen muss. Schrotts "rekordsüchtiges Raunen" von den Rändern der Zivilisation findet er, genau wie seine Einschätzungen über Entwicklungshilfe und Darfur (nach der "Meldungen eines Genozids vor allem eins sind: Kolportage"), eher abstoßend. Dennoch kämpft sich Rühle tapfer durch den bildungshubernden Text hin zu einer kleinen Oase: "30 Seiten im Zentrum der Sahara", die er als "prägnantes Expeditionsnotat" durchgehen lässt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Die Fünfte Welt"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Die Fünfte Welt zu blättern!


6 Marktplatz-Angebote für "Die Fünfte Welt" ab EUR 5,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 5,00 3,00 Banküberweisung antiquariat don quijote 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,80 1,20 Banküberweisung jortho 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 13,00 2,00 offene Rechnung, Banküberweisung, PayPal Chiemgauer Internet Antiquariat 99,7% ansehen
wie neu 16,80 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 97,3% ansehen
wie neu 16,90 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
wie neu 40,95 0,00 PayPal Quickwork Consultants 100,0% ansehen
Mehr von