Der Baum des Reisenden - Fermor, Patrick Leigh

Der Baum des Reisenden

Eine Fahrt durch die Karibik

Patrick Leigh Fermor 

Übersetzer: Allié, Manfred; Kempf-Allié, Garbiele
Buch mit Leinen-Einband
 
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Der Baum des Reisenden

Einige Jahre nach seiner verwegenen Wanderung quer durch Europa bricht Patrick Leigh Fermor zu einer abenteuerlichen Odyssee in die Karibik auf. Mit von der Partie sind seine zukünftige Frau Joan und Costa, der Grieche. Die Reise führt die drei unter anderem nach Guadeloupe, Martinique, Grenada, St. Lucia, Haiti und Jamaika. Jede Insel ist anders und Vielfalt am ehesten das einende Prinzip. Die exzentrischen Kulte der Pocomanen von Kingston, die Voodooanhänger auf Haiti, die isolierten Gemeinden verarmter Weißer auf den Inseln der Heiligen - all das und der allgegenwärtige Aberglauben und die Vielzahl der Hexenmeister, die Lieder, Religionen, politischen Programme, die Entwurzelung und Entfremdung macht jede Verallgemeinerung unmöglich. Nichts ist älter als viereinhalb Jahrhunderte und alles wird improvisiert...


Produktinformation

  • Verlag: Dörlemann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 639 S.
  • Seitenzahl: 640
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 134mm x 56mm
  • Gewicht: 745g
  • ISBN-13: 9783908777458
  • ISBN-10: 3908777453
  • Best.Nr.: 26315654
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.10.2009

Gleiche Zutaten, anderes Ergebnis
Erstmals auf Deutsch: Patrick Leigh Fermors Karibik-Buch
Die tropische Vegetation liegt Patrick Leigh Fermor nicht, jedenfalls nicht zu Beginn seiner Reise in die Karibik. Anfänglich wächst seine Abneigung sogar noch; und als dieser Hass auf alles Wuchernde sich während einer Besteigung des Vulkans La Soufrière auf Guadeloupe dann doch in Begeisterung verkehrt, spürt Fermor einen „leichten Schmerz, der stets mit dem Abschied von einem alten Vorurteil einhergeht”.
Dieser Hinweis überrascht, weil Fermor ansonsten erstaunlich vorurteilsfrei ist. Er beobachtet die Menschen und die Inseln auf eine im besten Sinne erwartungslose Art; weiß also nicht schon vorher, was er sehen wird; ist aufgeschlossen, neugierig. Lediglich in organisatorischen Angelegenheiten ist diesem Autor eine auch für den lesenden Begleiter wohltuende Abgeklärtheit zu eigen.
In den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ist Fermor bereits ein routinierter Reisender. Schließlich war er schon als 18-Jähriger im Dezember 1933 aufgebrochen zu seiner legendären Wanderung von den Niederlanden nach Konstantinopel, von der er erst 1937 …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Mit Patrick Leigh Fermors 1950 in England erschienenem Reisebericht über die Karibik bringt der Dörlemann-Verlag das Debüt des Briten nun erstmals auf Deutsch heraus, weiß Stefan Fischer zu berichten. Zunächst kann Fermor der tropischen Vegetation nicht viel abgewinnen. Die Abneigung wandelt sich mit der Besteigung des Vulkans La Soufriere auf Guadeloupe in Begeisterung, und ab jetzt erlebt der Leser einen ausgeglichenen, "im besten Sinne erwartungslosen" Beobachter. Da die Karibik kein homogenes staatliches Gebilde ist, sondern ein Konglomerat unterschiedlicher Inseln mit eigener Bevölkerungsstruktur und Kultur, stattet Fermor in seinem chronologisch aufgebauten Bericht jeder einzelnen von ihnen ("Guadeloupe, Martinique, Dominica, Barbados, Trinidad und ein knappes Dutzend weiterer Antillen-Inseln") einen Besuch ab. Er veranschaulicht verschiedene Essgewohnheiten, Trinksitten, zitiert aus Liedern und dokumentiert  Gerichtsverhandlungen, denn "in der nächsten Stadt, hinter der nächsten Meerenge wird vieles anders sein", so der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
Patrick Leigh Fermor, 1915 geboren, unternahm 1933 als achtzehnjähriger eine legendäre Reise zu Fuß von Rotterdam nach Constantinopel. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Verbindungsoffizier in Griechenland und auf Kreta gegen die deutsche Besatzung. Er reiste in die Karibik, wo sein erster und einziger Roman entstand. In der englischsprachigen Welt als Reiseschriftsteller hochgeachtet, lebt er heute in Griechenland, in einem Haus, das er selbst entworfen und gebaut hat.

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