Dies ist eins der schönsten Bücher, die je geschrieben wurden. Daraus lässt sich sehr viel lernen, und es wärmt auch noch das Herz DEIN SPIEGEL
 | Besprechung von 19.01.2012 |
Ein Kind stellt Fragen
Ernst H. Gombrichs Klassiker: „Eine kurze Weltgeschichte für junge
Leser“, wendet sich an historisch Ahnungslose
Große historische Darstellungen, die mit ihrer Schilderung dem
Leser ganze Epochen in ihren vielfältigen Zusammenhängen und
Wechselwirkungen vorstellen, muten in aller Regel sehr schnell
altbacken an und werden ungenießbar. Eine plausible Erklärung dafür
ist, dass ein so großer Blickwinkel die Wahrnehmung des Lesers für
die Perspektive schärft, unter der das Thema vom Autor aufgefasst
wurde. Diese Perspektive verrät unweigerlich die Standortbindung
des Verfassers in einer Gegenwart, die unter der Lektüre des Buchs
bisweilen sehr rasch als schon sehr vergangen erkannt wird.
Eine sehr bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel stellt jedoch
ein Buch dar, das erstmals 1936 erschienen ist und das seit 1985
bereits in einer dritten, behutsam überarbeiteten und ergänzten
Auflage vorliegt. Verfasst hat dieses nimmerwelke Werk, das
folglich durchaus den Rang eines „Klassikers“ beanspruchen kann und
das als
Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser
firmiert, der aus Wien stammende Kunsthistoriker Ernst …
 | Besprechung von 28.03.2012 |
LIES DOCH MALNeue Welt: Um Hunger und Armut in seinem kleinen Dorf zu entkommen, entschließt sich der junge Wilhelm im Jahr 1872 wie viele andere in jener Zeit, nach Amerika auszuwandern. In Bremerhaven geht er an Bord des Segelschiffs Columbia. Bei sich hat er sein Skizzenbuch, in das er alle seine Beobachtungen und Erlebnisse schreibt und zeichnet: die Arbeit der Seeleute, den täglichen Kampf gegen das Ungeziefer, die Enge und den Gestank im Zwischendeck, Heimweh, Sturm und Flaute. Aber auch die Spiele der Kinder, das nächtliche Meeresleuchten, Fische und Vögel, Segel und Taue. Bis endlich der große Tag da ist: Die Columbia hat den Hafen von New York mit der berühmten Freiheitsstatue erreicht. In diesem Bilderbuch für Große wird das Leben auf einem Segelschiff vor 140 Jahren gezeigt und über das Zeitalter der Auswanderung informiert.
lr.
Anke Bär: "Wilhelms Reise. Eine Auswanderergeschichte". Gerstenberg Verlag. 64 Seiten, 14,95 Euro. Ab 8 Jahre
Weltgeschichte: Ägyptische Mumien, römische Gemäuer, Ritterburgen, Kirchen oder Fotoalben der Großeltern - Geschichte begegnet uns an vielen Orten. Und sie ist spannend. Vor allem …
-Das wahre Märchen von der Entwicklung der Menschheit, niedergeschrieben in einem handlichen Band von etwas über dreihundert Seiten - ein Unterfangen, zu dem Mut, um nicht zu sagen Chuzpe gehört... Gombrich ist anspruchsvoll in der Sache, er zeigt Entwicklungen, beschreibt Zeitenwenden, aber er wählt dafür eine einfache und anschauliche Sprache. Wann immer Gelegenheit ist, stellt er Menschen vor, die charakteristisch für ihre Zeit sind.- (Die Zeit)
»Das wahre Märchen von der Entwicklung der Menschheit, niedergeschrieben in einem handlichen Band von etwas über dreihundert Seiten - ein Unterfangen, zu dem Mut, um nicht zu sagen Chuzpe gehört. ... Gombrich ist anspruchsvoll in der Sache, er zeigt Entwicklungen, beschreibt Zeitenwenden, aber er wählt dafür eine einfache und anschauliche Sprache. Wann immer Gelegenheit ist, stellt er Menschen vor, die charakeristisch für ihre Zeit sind.«<br /> (DIE ZEIT)
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Der Rezensent H.D. Kittsteiner ist sehr angetan von dieser 1935 erstmals veröffentlichten und jetzt neu aufgelegten kleinen Weltgeschichte - und nützt diese Gelegenheit, sich ein bisschen kulturpessimistisch über die Gegenwart auszulassen: "Dem Buch merkt man die solide Schulbildung seines Autors an, also das, woran es heute so schmerzlich mangelt." Er wünscht sich, dass es in Schulen ausgelegt wird, weil es "so wunderbar altbacken in Stil und Darstellung ist". Auch wenn der Schwerpunkt dieser Weltgeschichte im Altertum und Mittelpunkt liegt, ist es dennoch ein Bereicherung, dass die Neuausgabe einen Nachtrag des Autors hat. So erhält Ernst H. Gombrich beispielsweise die Gelegenheit, sich über den von den Nazis forcierten zivilisatorischen Rückschritt zu äußern.
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"Dies ist eins der schönsten Bücher, die je geschrieben wurden. Daraus lässt sich sehr viel lernen, und es wärmt auch noch das Herz..." -- DEIN SPIEGEL
"Ein Klassiker!" ARCHITEKTUR UND WOHNEN "Einfach gelungen." KULTURRADIO RBB "Das nimmerwelke Werk kann folglich durchaus den Rang eines ,Klassikers' für sich beanspruchen. Ebenso unterhaltsam wie informativ." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Geschichte braucht Geschichten. Und keiner erzählt diese so packend, eingängig und schlüssig, wie Ernst H. Gombrich. (...) Diese Weltgeschichte gehört in jedes Familienbuchregal." DIESSEITS "Wer diesen Text zu lesen anfängt, kann garantiert nicht wieder aufhören, so begeisternd erzählt der Kunsthistoriker alles Wesentliche über die Entwicklung der Menschheit. Die ganzseitigen Illustrationen von Kat Menschik passen in ihrem plakativen Expressionismus. Für Jugendliche wie Erwachsene ein ganz tolles Hausbuch." BUCHMARKT "Gombrich war und bleibt ein Muss für jedes Kinderbücherregal - nun gelangt es dahin in einer ganz besonders schönen Ausgabe." FRANKFURTER RUNDSCHAU Woher der Mensch kommt und was ihn ausmacht, erklärt niemand besser als Ernst H. Gombrich (...) Alle Illustrationen zitieren historische Vorbilder, bekennen sich aber durch die intensive Farbwahl, dem klaren, deutlichen Strich zu ihrer eigenen plakativen Modernität. (...) so dürfen junge Leser sich nicht mehr nur vom Erzähler, sondern auch von der Illustratorin sanft an die Hand genommen fühlen." FAZ "Wortgewandt und alltagsnah führt der Historiker in die Weltgeschichte ab der Steinzeit, spannend erzählt werden politische Ränke und das Leben unserer Vorfahren. Nicht vom Standpunkt des Wissenden aus, sondern vom Standpunkt des Wissbegierigen." MDR
"Ein Klassiker!" ARCHITEKTUR UND WOHNEN "Geschichte braucht Geschichten. Und keiner erzählt diese so packend, eingängig und schlüssig, wie Ernst H. Gombrich. (...) Diese Weltgeschichte gehört in jedes Familienbuchregal." DIESSEITS
Professor Sir Ernst H. Gombrich, O.M., C.B.E., F.B.A., verstorben im November 2001, zählt zu den größten und einflussreichsten Kunsthistorikern überhaupt. 1909 in Wien geboren, schloss er sich 1936 dem Warburg-Institut in London an, dessen Leiter er wurde. Von 1959 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1976 war er Professor für Kunstgeschichte an der University of London. 1988 wurde er zum Mitglied des Order of Merit ernannt. Gombrich erhielt weltweit zahlreiche Preise.
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