Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Das ganze Haus kümmert sich um Paul, aus unerfreulichem Grund: Seine Familie ist viel unterwegs, dann lassen sich Vater und Mutter sogar scheiden, er ist also oft und viel allein. Die Hausgemeinschaft, wie Peter Härtling sie zeichnet, findet der Rezensent Tilman Spreckelsen erstaunlich gewissenhaft und human. Daran, dass Paul ein von seinen eigentlich Erziehungsberechtigten im Stich Gelassener ist, ändert das freilich nichts. Was genau nun Spreckelsen von dem Roman hält, wird in seiner kurzen Besprechung leider nicht so recht klar.
© Perlentaucher Medien GmbH
 | Besprechung von 25.04.2012 |
LIES DOCH MALGeisterstunde: Ein Gespenst geht um in Schloss Canterville. Es hört auf den Namen Sir Simon und gerät ganz schnell mit den Zwillingen Tom und Jerry Otis, die mit ihrer Familie das Schloss bezogen haben, aneinander. Die Zwillinge lassen sich nämlich nicht beirren von der Spukerei und stellen Sir Simon immer neue Fallen. Der ruft seine Gespensterfreunde zu Hilfe. Gemeinsam beschließen diese einen Überfall auf die Schlossbewohner, nicht ohne den Hintergedanken, mehr von der Menschenwelt zu entdecken. Die Neugier der Gespenster auf die technischen Errungenschaften der Menschen und die sympathischen Offenheit der Familie Otis sorgen schließlich für ein Friedensabkommen: An jedem 13. eines Monats dürfen die Gespenster spuken, so viel sie wollen, ansonsten bleibt die Familie nachts ungestört.
Gabriele Maute: "Das Gespenst von Canterville". Theaterstück nach Oscar Wilde. Schroedel Verlag. 40 Seiten, 8,50 Euro. Ab 11 Jahre.
Ersatzfamilie: Paul lebt mit seinen Eltern in einem großen Haus. Halt, stimmt eigentlich nicht! Die meiste Zeit lebt Paul ohne Eltern in dem großen Haus. Wenn die Eltern mal wieder auf Geschäftsreise sind, …
 | Besprechung von 01.12.2010 |
Ein unnötiges
Kind
Peter Härtlings neuer Roman
Dieses Buch über Paul, einem von einer ganzen Hausgemeinschaft
umsorgten, aber dennoch im Stich gelassenen Jungen, sollten,
könnten mit Gewinn auch Erwachsene lesen. Auch wenn Eltern ihren
Kindern normalerweise nicht so viel von den eigenen Sorgen
aufpacken, wie es Pauls Eltern tun. Denn Peter Härtling ist ein
Kinderversteher. Einer, der weiß, wie krude, wild und weh es in der
Seele eines Kindes zugeht. Der aufmerksam macht auf die
Verletzungen, die Kinder aushalten müssen. Denn Paul ist ein
„unnötiges“ Kind, wie er sich bei Oma Käthe beschwert, als er
wieder einmal bei ihr abgeladen wird. Seine Mutter lebt schon lange
in New York, und auch sein Vater geht wieder einmal beruflich auf
Reisen. So kommt er also unter bei Oma Käthe, und als sie ins
Krankenhaus muss, zieht er zu Lucy im dritten Stock, und danach zum
Gewürzhändler Üdal.
Überhaupt sind alle in dieser vorbildlichen Hausgemeinschaft sehr
nett zu Paul, kümmern sich um ihn, was jedoch nichts daran ändert,
dass der Junge sich einsam fühlt und wütend ist und traurig
zugleich, und bockig, weil man ihm weh tut, und sich ein …
"Mühelos sichert Härtling Paul alle Empathie dessen Wut auf die Eltern wird zur Wut des Lesers, denn ein pflegeleichtes Kind, das sich problemlos in die flexibilisierte Arbeits- und Beziehungswelt der Erwachsenen einfügt, kann und will sein Protagonist nicht sein." Die Welt "Dass nichts wirklich gut ist in dieser Geschichte, die Peter Härtling mit Stil, Geschick und durch sprachliche Distanz verhüllter Anteilnahme erzählt, wird man dem Autor noch hoch anrechnen." F.A.Z. "Wer Pauls Geschichte liest, wird sie noch eine ganze Weile mit sich herumtragen." Hessischer Rundfunk "Wenn sich ein Autor in die Situation von Kindern, die ohne elterliche Fürsorge auskommen müssen, hineinversetzen kann, dann ist es Peter Härtling." Büchermarkt, Deutschlandfunk "Mal komisch, mal traurig ist die Geschichte, die ein erfrischendes Ende nimmt und selbst vor schwierigen Themen wie Depressionen nicht Halt machen." WAZ Dieses Buch über Paul, einem von einer ganzen Hausgemeinschaft umsorgten, aber dennoch im Stich gelassenen Jungen, sollten, könnten mit Gewinn auch Erwachsenen lesen." Süddeutsche Zeitung "Das einfühlsame Buch konfrontiert die jungen Leser schon früh mit den Problemen unserer Scheidungsgesellschaft und lügt ihnen nichts vor." Münchner Merkur "Ein einfühlsames, aber auch kritisches und provozierendes Buch." Jugendmagazin JÖ "Ein wunderbares, emotional stimmiges Buch, dessen Handlung der Autor spannend, lebendig und anschaulich schildert." Eselsohr "Peter Härtlings neuer Kinderroman ist Pflichtlektüre für Erwachsene" Tagblatt "Peter Härtlings neuer Roman dreht sich wieder um ein Kind im Ausnahmezustand ganz leise, ohne Vorwürfe und damit umso eindringlicher." Kölnische Rundschau "Peter Härtling schildert die Gefühle des Zehnjährigen und macht deutlich, dass er jedes Recht hat, so zu fühlen, wie er fühlt, und manchmal auch ganz einfach wütend auf Eltern zu sein, die immer nur arbeiten. Eine Geschichte, in der sich sicher viele Kinder wiederfinden können mal mehr, mal weniger." Rhein-Main-Zeitung "Es ist dies engagierte und differenzierte Erzählen, das auch Peter Härtlings neues Buch mit dem Prinzip Hoffnung verknüpft. Etwas scheint vor all den bitteren Wahrheiten auf. Möglichkeiten. Nähe. Irgendwo auch Lachen. Härtling macht jenen Wärmestrom spürbar, den ein Kind wie Paul braucht, um zu bleiben, zu wachsen, hinein in eine neue, unerwartete Geborgenheit, die heutige Kinder oft genug suchen." GoodNewz (Blog der TAZ) "Der Roman ist eine sensible Beschreibung dessen, was viele Kinder und Jugendliche heute ertragen müssen, weil die Erwachsenen nicht fähig sind, ihre einmal übernommene Verantwortung für ihre Kinder weiter zu tragen." Literature.de "Härtling erzählt Pauls Geschichte in einem wunderbar klaren Stil." Westfälischer Anzeiger "Peter Härtling erzählt einfühlsam, in leisen Tönen, von Paul, der Lügenwelt der Erwachsenen und dass das Leben trotzdem schön ist." Westdeutsche Zeitung "Menschlich." Schweizer Illustrierte "Härtling erzählt Pauls Geschichte in einem wunderbar klaren Stil: Der Autor lenkt den Blick auf Kinderleid, das uns nicht aus plakativen TV-Reportagen anschreit sondern sich mitten im Wohlstand ganz leise ereignet." dpa "Wie kaum ein anderer versteht er es, beim Leser das Bewusstsein für ein humanes Miteinander zu wecken." Kindergarten Heute
"Mühelos sichert Härtling Paul alle Empathie dessen Wut auf die Eltern wird zur Wut des Lesers, denn ein pflegeleichtes Kind, das sich problemlos in die flexibilisierte Arbeits- und Beziehungswelt der Erwachsenen einfügt, kann und will sein Protagonist nicht sein." Die Welt "Dass nichts wirklich gut ist in dieser Geschichte, die Peter Härtling mit Stil, Geschick und durch sprachliche Distanz verhüllter Anteilnahme erzählt, wird man dem Autor noch hoch anrechnen." F.A.Z. "Wer Pauls Geschichte liest, wird sie noch eine ganze Weile mit sich herumtragen." Hessischer Rundfunk "Wenn sich ein Autor in die Situation von Kindern, die ohne elterliche Fürsorge auskommen müssen, hineinversetzen kann, dann ist es Peter Härtling." Büchermarkt, Deutschlandfunk "Mal komisch, mal traurig ist die Geschichte, die ein erfrischendes Ende nimmt und selbst vor schwierigen Themen wie Depressionen nicht Halt machen." WAZ Dieses Buch über Paul, einem von einer ganzen Hausgemeinschaft umsorgten, aber dennoch im Stich gelassenen Jungen, sollten, könnten mit Gewinn auch Erwachsenen lesen." Süddeutsche Zeitung "Das einfühlsame Buch konfrontiert die jungen Leser schon früh mit den Problemen unserer Scheidungsgesellschaft und lügt ihnen nichts vor." Münchner Merkur "Ein einfühlsames, aber auch kritisches und provozierendes Buch." Jugendmagazin JÖ "Ein wunderbares, emotional stimmiges Buch, dessen Handlung der Autor spannend, lebendig und anschaulich schildert." Eselsohr "Peter Härtlings neuer Kinderroman ist Pflichtlektüre für Erwachsene" Tagblatt "Peter Härtlings neuer Roman dreht sich wieder um ein Kind im Ausnahmezustand ganz leise, ohne Vorwürfe und damit umso eindringlicher." Kölnische Rundschau "Peter Härtling schildert die Gefühle des Zehnjährigen und macht deutlich, dass er jedes Recht hat, so zu fühlen, wie er fühlt, und manchmal auch ganz einfach wütend auf Eltern zu sein, die immer nur arbeiten. Eine Geschichte, in der sich sicher viele Kinder wiederfinden können mal mehr, mal weniger." Rhein-Main-Zeitung "Es ist dies engagierte und differenzierte Erzählen, das auch Peter Härtlings neues Buch mit dem Prinzip Hoffnung verknüpft. Etwas scheint vor all den bitteren Wahrheiten auf. Möglichkeiten. Nähe. Irgendwo auch Lachen. Härtling macht jenen Wärmestrom spürbar, den ein Kind wie Paul braucht, um zu bleiben, zu wachsen, hinein in eine neue, unerwartete Geborgenheit, die heutige Kinder oft genug suchen." GoodNewz (Blog der TAZ) "Der Roman ist eine sensible Beschreibung dessen, was viele Kinder und Jugendliche heute ertragen müssen, weil die Erwachsenen nicht fähig sind, ihre einmal übernommene Verantwortung für ihre Kinder weiter zu tragen." Literature.de "Härtling erzählt Pauls Geschichte in einem wunderbar klaren Stil." Westfälischer Anzeiger "Peter Härtling erzählt einfühlsam, in leisen Tönen, von Paul, der Lügenwelt der Erwachsenen und dass das Leben trotzdem schön ist." Westdeutsche Zeitung "Menschlich." Schweizer Illustrierte "Härtling erzählt Pauls
LIES DOCH MAL
Geisterstunde: Ein Gespenst geht um in Schloss Canterville. Es hört auf den Namen Sir Simon und gerät ganz schnell mit den Zwillingen Tom und Jerry Otis, die mit ihrer Familie das Schloss bezogen haben, aneinander. Die Zwillinge lassen sich nämlich nicht beirren von der Spukerei und stellen Sir Simon immer neue Fallen. Der ruft seine Gespensterfreunde zu Hilfe. Gemeinsam beschließen diese einen Überfall auf die Schlossbewohner, nicht ohne den Hintergedanken, mehr von der Menschenwelt zu entdecken. Die Neugier der Gespenster auf die technischen Errungenschaften der Menschen und die sympathischen Offenheit der Familie Otis sorgen schließlich für ein Friedensabkommen: An jedem 13. eines Monats dürfen die Gespenster spuken, so viel sie wollen, ansonsten bleibt die Familie nachts ungestört.
Gabriele Maute: "Das Gespenst von Canterville". Theaterstück nach Oscar Wilde. Schroedel Verlag. 40 Seiten, 8,50 Euro. Ab 11 Jahre.
Ersatzfamilie: Paul lebt mit seinen Eltern in einem großen Haus. Halt, stimmt eigentlich nicht! Die meiste Zeit lebt Paul ohne Eltern in dem großen Haus. Wenn die Eltern mal wieder auf Geschäftsreise sind, kümmern sich alle anderen Hausbewohner um Paul. Da ist zum Beispiel Oma Käthe, die sogar das alte Zimmer ihrer Tochter für Paul neu einrichtet. Manchmal aber gibt es Probleme, zum Beispiel, als Paul eine 6 geschrieben hat und eine Unterschrift braucht. Wenn Paul alles zu viel wird, versteckt er sich im Keller. Eines Tages schläft er dort ein und verpasst so die Abreise seines Vaters. Am Telefon bringt seine Mutter ihm bei, dass sie sich vom Vater getrennt hat und nicht mehr wiederkommen wird. Und bei all dem Chaos muss Paul auch noch Fahrraddiebe jagen oder das Jugendamt beschwichtigen. Doch dann kommt sein Geburtstag und ein große Hausfest.
Peter Härtling: "Paul das Hauskind". Beltz Verlag. 184 Seiten, 12,95 Euro. Ab 11 Jahre.
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Peter Härtling, geboren am 13. November 1933 in Chemnitz, Gymnasium in Nürtingen bis 1952. Danach journalistische Tätigkeit; von 1955 - 62 Redakteur bei der 'Deutschen Zeitung', von 1962 - 70 Mitherausgeber der Zeitschrift 'Der Monat', von 1967 - 68 Cheflektor und danach bis Ende 1973 Geschäftsführer des S. Fischer Verlages. Seit Anfang 1974 lebt er als freier Schriftsteller in der Nähe von Frankfurt. 1992 wurde der Autor mit dem "Lion-Feuchtwanger-Preis" ausgezeichnet. 1995 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz, 2001 den "Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises" und 2006 den "Gerty-Spieß-Literaturpreis". 2007 wurde Peter Härtling für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt, 2011 erhielt er den "Großen Preis" der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendliteratur und 2012 wurde ihm der "Jacob-Grimm-Preis" verliehen.