Formen des Krieges - Beyrau, Dietrich / Hochgeschwender, Michael / Langewiesche, Dieter (Hgg.)

Dietrich Beyrau / Michael Hochgeschwender / Dieter Langewiesche (Hgg.) 

Formen des Krieges

Von der Antike bis zur Gegenwart

Hrsg. v. Dietrich Beyrau, Michael Hochgeschwender u. Dieter Langewiesche
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Formen des Krieges

Der Krieg und die Gestalten, die er annimmt, sind im Laufe der Geschichte stetem Wandel unterworfen gewesen. Sie sind es noch. Rund 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dem ersten wirklich weltumspannenden Staatenkrieg der Menschheitsgeschichte, von dem viele glauben möchten, er sei auch der letzte gewesen, wird in der Öffentlichkeit und inder Wissenschaft zunehmend über neue »asymmetrische« Kriege gesprochen, wie sie an verschiedenen Stellen des Globus geführt werden. Unterscheiden sich diese »neuen Kriege« von den Kriegen früherer Jahr-hunderte? Wenn ja, worin? Oder wiederholen sie nur frühere Kriegsformen in moderner Gestalt? Ist nur das Reden über die Kriege neu, sie selbst sind es nicht? Antworten auf diese Fragen wird man nur finden, wenn man die Formendes Krieges von der Antike bis zur Gegenwart klassifiziert und vergleichend in den Blick nimmt. Das tut dieses grundlegende Buch, das aus dem Sonder-forschungsbereich »Kriegserfahrungen« der DFG in Tübingen hervorgegangen ist. Im Mittelpunkt stehen Handlungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen der Menschen im Kriege, seien sie Täter oder Opfer. Experten für die Geschichte Europas, Nord- und Lateinamerikas, des Nahen und Fernen Ostens, aus der Theologie, Rechts-, Politik- und Kunstwissenschaft beleuchten das Thema über die Grenzen ihrer Disziplinen hinweg. Und schließlich geht ein Biologe der Frage nach, ob es Kriege nicht nur unter Menschen, sondern auch im Tierreich gibt.


Produktinformation

  • Verlag: Schöningh
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 522 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 522
  • Krieg in der Geschichte (KRiG) Bd.37
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 170mm x 47mm
  • Gewicht: 1000g
  • ISBN-13: 9783506763686
  • ISBN-10: 3506763687
  • Best.Nr.: 22498956

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Thomas Speckmann preist diesen Sammelband über die Kriegsführung von der Antike bis in die Gegenwart als hervorragend und stellt fest, dass die heute als "neu" empfundenen Kriegsformen schon in der Antike praktiziert wurden. So stelle der Althistoriker Martin Zimmermann überzeugend heraus, dass es bereits im 8. Jahrhundert vor Christus staatliche Versuche gab, das Kriegsmonopol für sich zu beanspruchen - ohne Erfolg. Der Mediävist Hans-Henning Kortüm weist dann auch für das Mittelalter nach, dass es so gut wie keine neuartigen Kriegsformen in der Neuzeit gab. Der Historiker Frank Göse untersucht die Praxis der "Kabinettkriege" des Ancien Regime, die entgegen ihrem Ruf alles andere als schonend für die Zivilbevölkerung waren, wie Speckmann wissen lässt. Er ist begeistert von den erhellenden Aufsätzen und lobt den Sammelband als sehr gelungenen "Überblick" über verschiedene Arten Krieg zu führen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.02.2008

Die neuen Kriege sind nicht neu
Ein hervorragender Sammelband zeigt: Das staatliche Monopol auf den Krieg war schon immer schwer durchzusetzen
Die „neuen Kriege” sind nicht neu. Sie sind alt. Wie alt, zeigt ein Buch, das einen hervorragenden Überblick über die Geschichte des Krieges und seiner verschiedenen Typen gibt. Der von Dietrich Beyrau, Michael Hochgeschwender und Dietrich Langewiesche herausgegebene Band„Formen des Krieges” macht in einer Vielzahl luzider Analysen deutlich, dass die oftmals als „neu” bezeichneten Kriegsformen der Gegenwart in Wirklichkeit ein historisches Déjà-vu sind. So beobachtet der Münchner Althistoriker Martin Zimmermann bereits für das 8. Jahrhundert vor Christus den Versuch, das Staatsmonopol auf Kriege durchzusetzen und zu erhalten.
Dies gelang zunächst durch die Einbindung der politischen und ökonomischen Interessen der Führungsschicht, deren Mitglieder private Kriege organisierten. Die staatliche Kontrolle hatte ihre Bewährungsprobe im Osten wie im Westen des Mittelmeerraumes zu bestehen, als sich das Kriegsgebiet regional ausweitete und die Zahl der Kampfhandlungen wie der an ihnen Beteiligten …

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Prof. Dr. Dietrich Beyrau, Jg. 1942, seit 1988 Professor für Osteuropäische Geschichte in Frankfurt/M., seit 1994 Professor für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Neuere Geschichte Ost-und Ostmitteleuropas.

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