Die Verwandlung der Welt - Osterhammel, Jürgen

Jürgen Osterhammel 

Die Verwandlung der Welt

Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. Ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2009

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Produktbeschreibung zu Die Verwandlung der Welt

In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.
Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.
Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird

Produktinformation


  • Verlag: Beck
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 1568 S.
  • Seitenzahl: 1568
  • Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 156mm x 65mm
  • Gewicht: 1650g
  • ISBN-13: 9783406582837
  • ISBN-10: 3406582834
  • Best.Nr.: 24806061
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.05.2009

Sachbücher des Monats Mai
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. ILKO-SASCHA KOWALCZUK:
Die Revolution von 1989 in der DDR, C. H. Beck Verlag, 608 Seiten, 24,90 Euro.
2. JÜRGEN OSTERHAMMEL: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, C. H. Beck Verlag (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung), 1568 Seiten, 49,90 Euro.
3. OTTMAR ETTE: Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens, Insel Verlag, 476 Seiten, 24,80 Euro.
4. CHARLOTTE TRÜMPLER: Das große Spiel. Archäologie und Politik, DuMont Buchverlag, 669 Seiten, 49,90 Euro.
5. THOMAS FRIEDMAN: Was zu tun ist. Eine Agenda für das 21. Jahrhundert. Übersetzt von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag, 543 Seiten, 24,80 Euro.
6. TILMANN LAHME: Golo Mann. Biographie, S. Fischer Verlag, 553 Seiten, 24,95 Euro.
7. KARL HEINZ BOHRER: Das Tragische. Erscheinung, Pathos, Klage, C. Hanser Verlag, 413 Seiten, 24,90 Euro.
8. EDGAR WOLFRUM: Die Mauer. Geschichte einer Teilung, C. H. Beck Verlag, 192 Seiten, 16,90 Euro.
9. …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Bestnoten vergibt der hier rezensierende Historiker Jürgen Kocka an diese ”Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts”, die er als ”mosaikartiges Epochenporträt” in achtzehn Kapiteln beschreibt, in denen sein Konstanzer Kollege Jürgen Osterhammel sehr selbstständig gewichtete, symptomatische Themen der Zeit zu einer hochkomplexen Rekonstruktion des 19. Jahrhunderts verdichtet habe. Kocka beeindruckt hier besonders, wie Osterhammel begriffliche Schärfe und Respekt für Vielfalt, idealtypische Systematisierung und ausholende Differenzierung in seinen Betrachtungen ”zusammenzwingt” . Diese universalgeschichtliche Herangehensweise, Osterhammels geradezu menschheitsgeschichtlicher Blick, erinnert den Rezensenten mitunter an Max Weber. Allerdings bescheinigt der Rezensent Osterhammel deutlich mehr ”Sinn für das Bunte und Kontingente”, mehr Spaß am ”Spiel mit Assoziationen und Analogien”. Manchmal ufert das, wie der Rezensent findet, aus, führt zum Verschwimmen der Konturen. Doch das stupende Wissen des Autors lässt den Rezensenten ebenso staunen wie die Souveränität, mit der Osterhammel dieses Wissen zu seinem Epochenporträt verdichtet.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.04.2009

Das Panoramabild eines Jahrhunderts

Intellektuelles Feuerwerk und Lesegenuss: Jürgen Osterhammels Weltgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts ist ein großer Wurf.

Die jüngsten großen Nationalgeschichten der späten Neuzeit Deutschlands gefielen sich darin, mit Aussagen darüber zu beginnen, was "im Anfang" ihrer Geschichte gewesen sei: Napoleon beziehungsweise Bismarck (Thomas Nipperdey), das Fehlen einer Revolution (Hans-Ulrich Wehler), das Reich (Heinrich August Winkler) oder Brandenburg (Christopher Clark). Jürgen Osterhammels eingängiger und gleichzeitig systematisch-komplexer großer Wurf einer Weltgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts ersetzt den Eröffnungspaukenschlag durch eine auf den ersten Blick eher kuriose Erinnerung an ein Ende: daran, dass mit dem Tod von Darwins Schildkröte Harriet 2006 in Australien die allerletzte bekannte, freilich stumme Augenzeugin des neunzehnten Jahrhunderts das Zeitliche gesegnet hat.

Bei näherem Hinsehen reißt diese Geschichte fast alle Hauptthemen von Osterhammels Erzählung an: die Archivierungsleidenschaft des neunzehnten Jahrhunderts, ohne die man nicht wüsste, wer Harriet war; die Reisen …

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Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, geb. 1952, ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz.
Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur europäischen und asiatischen Geschichte seit dem 18. Jahrhundert.
Für "Die Entzauberung Asiens" erhielt er den "Gleim-Literaturpreis" und den "Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin" und für "Die Verwandlung der Welt" (2009) den "NDR Kultur Sachbuchpreis".

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Jürgen Osterhammel 

Die Verwandlung der Welt

Die Verwandlung der Welt - Osterhammel, Jürgen

Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. Ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2009

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  • Verlag: Beck
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 1568 S.
  • Seitenzahl: 1568
  • Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 156mm x 65mm
  • Gewicht: 1650g
  • ISBN-13: 9783406582837
  • ISBN-10: 3406582834
  • Best.Nr.: 24806061

Produktbeschreibung zu "Die Verwandlung der Welt"

Beschreibung

In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.
Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.
Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird

02.04.2009

Das Panoramabild eines Jahrhunderts

Intellektuelles Feuerwerk und Lesegenuss: Jürgen Osterhammels Weltgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts ist ein großer Wurf.

Die jüngsten großen Nationalgeschichten der späten Neuzeit Deutschlands gefielen sich darin, mit Aussagen darüber zu beginnen, was "im Anfang" ihrer Geschichte gewesen sei: Napoleon beziehungsweise Bismarck (Thomas Nipperdey), das Fehlen einer Revolution (Hans-Ulrich Wehler), das Reich (Heinrich August Winkler) oder Brandenburg (Christopher Clark). Jürgen Osterhammels eingängiger und gleichzeitig systematisch-komplexer großer Wurf einer Weltgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts ersetzt den Eröffnungspaukenschlag durch eine auf den ersten Blick eher kuriose Erinnerung an ein Ende: daran, dass mit dem Tod von Darwins Schildkröte Harriet 2006 in Australien die allerletzte bekannte, freilich stumme Augenzeugin des neunzehnten Jahrhunderts das Zeitliche gesegnet hat.

Bei näherem Hinsehen reißt diese Geschichte fast alle Hauptthemen von Osterhammels Erzählung an: die Archivierungsleidenschaft des neunzehnten Jahrhunderts, ohne die man nicht wüsste, wer Harriet war; die Reisen …

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02.05.2009

Sachbücher des Monats Mai
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. ILKO-SASCHA KOWALCZUK:
Die Revolution von 1989 in der DDR, C. H. Beck Verlag, 608 Seiten, 24,90 Euro.
2. JÜRGEN OSTERHAMMEL: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, C. H. Beck Verlag (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung), 1568 Seiten, 49,90 Euro.
3. OTTMAR ETTE: Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens, Insel Verlag, 476 Seiten, 24,80 Euro.
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6. TILMANN LAHME: Golo Mann. Biographie, S. Fischer Verlag, 553 Seiten, 24,95 Euro.
7. KARL HEINZ BOHRER: Das Tragische. Erscheinung, Pathos, Klage, C. Hanser Verlag, 413 Seiten, 24,90 Euro.
8. EDGAR WOLFRUM: Die Mauer. Geschichte einer Teilung, C. H. Beck Verlag, 192 …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

19.02.2009

Bestnoten vergibt der hier rezensierende Historiker Jürgen Kocka an diese ”Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts”, die er als ”mosaikartiges Epochenporträt” in achtzehn Kapiteln beschreibt, in denen sein Konstanzer Kollege Jürgen Osterhammel sehr selbstständig gewichtete, symptomatische Themen der Zeit zu einer hochkomplexen Rekonstruktion des 19. Jahrhunderts verdichtet habe. Kocka beeindruckt hier besonders, wie Osterhammel begriffliche Schärfe und Respekt für Vielfalt, idealtypische Systematisierung und ausholende Differenzierung in seinen Betrachtungen ”zusammenzwingt” . Diese universalgeschichtliche Herangehensweise, Osterhammels geradezu menschheitsgeschichtlicher Blick, erinnert den Rezensenten mitunter an Max Weber. Allerdings bescheinigt der Rezensent Osterhammel deutlich mehr ”Sinn für das Bunte und Kontingente”, mehr Spaß am ”Spiel mit Assoziationen und Analogien”. Manchmal ufert das, wie der Rezensent findet, aus, führt zum Verschwimmen der Konturen. Doch das stupende Wissen des Autors lässt den Rezensenten ebenso staunen wie die Souveränität, mit der Osterhammel dieses Wissen zu seinem Epochenporträt verdichtet.

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Autorenporträt zu "Jürgen Osterhammel"

Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, geb. 1952, ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz.
Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur europäischen und asiatischen Geschichte seit dem 18. Jahrhundert.
Für "Die Entzauberung Asiens" erhielt er den "Gleim-Literaturpreis" und den "Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin" und für "Die Verwandlung der Welt" (2009) den "NDR Kultur Sachbuchpreis".

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