Kein Großereignis hat in seiner Gewaltsamkeit und mit seinem
Schrecken so sehr die deutsche Geschichte der (früheren) Neuzeit
geprägt wie der Dreißigjährige Krieg. Zwar gilt auch er als ein
europäischer Krieg, in den viele Mächte einbezogen waren,
ausgefochten wurde er aber vorwiegend auf deutschem Boden, und
seine Ursachen liegen in der konfessionellen Spaltung. Millionen
Menschen verloren bei diesem Krieg ihr Leben, Häuser, Sachwerte und
Kapitalvermögen lösten sich auf in Feuer und Rauch, die
Kriegserfahrung prägte eine ganze Epoche und ihr Lebensgefühl.
Johannes Arndt legt bei seiner Gesamtdarstellung besonderen Wert
auf die Darstellung der sozialgeschichtlichen Auswirkungen und
Folgen des großen frühneuzeitlichen Kriegs.
Johannes Arndt ist apl. Professor für Neuere Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Inhaltsangabe
Einleitung
1 Strukturen
- Das Europa der Mächte vor dem Krieg - Der Konfessionskonflikt - Die Krise der Reichsverfassung
2 Ereignisse
- Der böhmische Aufstand und seine Niederschlagung - Tilly, Wallenstein und die Intervention Christians IV. von Dänemark - Gustav Adolf von Schweden und die Internationalisierung des Krieges - Frankreich, Schweden und die Niederlande gegen die Habsburger - Der mühevolle Weg zum Westfälischen Frieden
3 Wahrnehmungen
- Die Perspektive der Soldaten: Die "militärische Gesellschaft" und ihr Innenleben - Die Perspektive der Zivilbevölkerung: Klima, Hunger, Seuchen und Gewalt - Die Druckmedien: Flugschriften und Zeitungen
Abschließende Betrachtung
Ausgewählte
Quellen und Literatur
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