32,99 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei*
Versandfertig in 6-10 Tagen
payback
16 °P sammeln
  • Gebundenes Buch

Der gebürtige Südtiroler Philipp Fallmerayer (1790-1861) gilt als namhafter Orientkenner. Seine "Fragmente aus dem Orient", 1845 erstmals erschienen, machten ihn weithin berühmt und sind mittlerweile vergriffen. Die brillant formulierten "Fragmente ", sind mehr als der packende Bericht einer abenteuerlichen Reise nach Anatolien. Seine differenzierten Einschätzungen der politischen Lage des damaligen Deutschlands, der vom Panslawismus ausgehenden Gefahr für Westeuropa und der Mentalität der am Bosporus herrschenden Osmanen werden heute noch zitiert und decken sich zum Großteil mit den Thesen…mehr

Produktbeschreibung
Der gebürtige Südtiroler Philipp Fallmerayer (1790-1861) gilt als namhafter Orientkenner. Seine "Fragmente aus dem Orient", 1845 erstmals erschienen, machten ihn weithin berühmt und sind mittlerweile vergriffen. Die brillant formulierten "Fragmente ", sind mehr als der packende Bericht einer abenteuerlichen Reise nach Anatolien. Seine differenzierten Einschätzungen der politischen Lage des damaligen Deutschlands, der vom Panslawismus ausgehenden Gefahr für Westeuropa und der Mentalität der am Bosporus herrschenden Osmanen werden heute noch zitiert und decken sich zum Großteil mit den Thesen des amerikanischen Politologen Samuel Huntington ("Kampf der Kulturen"). Fallmerayers Zivilisationsbetrachtungen zeugen von einem streitbaren Denker mit bemerkenswertem Weitblick. Vor dem damaligen Hintergrund einer bürgerlich, romantischen Geschichtsauffassung und der Wiederentdeckung der wilden, ungebändigten Natur gelingen Fallmerayer detailgenaue Beschreibungen der Landschaft und der in ihr lebenden Menschen - in einer Sprache, die dem heutigen Leser erstaunlich vertraut scheint.
Autorenporträt
Geboren 1790 in Pairdorf bei Brixen, gestorben 1861 in München. Historiker, Reiseschriftsteller und Publizist, von 1826-34 Professor für Universalgeschichte und Philologie in Landshut, ab 1835 Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, 1848 Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Über die Verheerungen und Verlockungen des Orients erfährt Karl-Markus Gauß erschöpfend bei Jakob Philipp Fallmerayer. Freude macht ihm die Neuausgabe von Fallmerayers Reisebeschreibungen von 1845 in dieser Neuausgabe durch Sorfalt der Edition, eine Audio-Lesung Gert Westphals, ein informatives Vor- und Nachwort und vor allem durch die mit historischen Exkursen unterfütterten Reiseeindrücke des Autors selbst. Aus Trapezunt, Konstantinopel oder Thessaloniki berichtet Fallmerayer laut Gauß von Göttern und Mönchen, Menschen und Orten, und zwar so, dass nicht nur der brillante Kunsthistoriker für den Leser erkennbar wird, sondern auch ein Schriftsteller, der seine Erfahrung mit der Fremde in mitreißende Worte zu fassen weiß.

© Perlentaucher Medien GmbH