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Insgesamt 71 Bewertungen
- 2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 20.01.2011





ausgezeichnet- Ein Comedy Schauspieler, der für das Erfolgsformat „Traumschiff“ engagiert wird? Christoph Maria Herbst macht das Beste aus der Erfahrung und schreibt kurzer Hand ein Buch darüber. Um genauer zu sein ein Logbuch. Dieses enthält, immer jeweils mit Datum, Ort und Uhrzeit versehen seine Reiseerlebnisse, während der Tour mit der von ihm als „schwimmende Schwarzwaldklinik“ betitelten MS Deutschland.
Ab der ersten Sekunde, zieht Christoph Maria Herbst den Leser in die Geschichte und nimmt selbstironisch zahlreiche Kollegen und Bekannte auf die Schippe. Wer ihn bereits aus diversen Hörbüchern und TV-Rollen kennt, wird Stimmlagen sofort wiedererkennen und auch etliche Anspielungen machen das Hörbuch zu einer Verknüpfung des Gesamtkunstwerks Herbst.
Einige Stimmen zum Buch werfen dem Autor vor, die Geschichte sei „platt“ und „der Kauf würde bereits bereut“. Hierbei muss ich gestehen, dass es wirklich nur einen schmalen Grat zwischen Gagfeuerwerk und einer erträglichen Dosis Humor gibt. In bestimmten Bereichen nähert sich Herbst dieser Grenze auch durchaus stark an, aber letztendlich kennen wir ihn so aus Film und Fernsehen, und wer will schon einen reinen Reisebericht hören, ohne dass er aufgepeppt wurde? Was mich persönlich viel mehr überraschte, waren zwei Tatsachen. Zum einen, dass es meiner Ansicht nach offenbar ausreicht, einige „witzige Männerromane“ als Hörbuchsprecher einzulesen, um ein einigermaßen gleichwertiges Buch selbst zu verfassen. Mit den Tommy Jauds und Ralf Husmanns der Buchbranche kann es „Ein Traum von einem Schiff“ locker aufnehmen und enthält dabei über weite Strecken auch weniger Witze, über die eher Männer lachen würden. Zum anderen hat Christoph Maria Herbst in einer Episode einen ausgesprochen persönlichen Blick in sein Leben gewährt, der den Hörer schlucken ließ und ihn selbst in einem wieder neuen Licht erscheinen ließ. Neben für manch einen „flach“ anmutenden Episoden, gibt es aber doch ebenso viele geistreiche und intelligente Stellen. Mein Highlight war zum Beispiel die Stelle, an der er minutenlang Schiffsmetaphern verknüpft!
Alles in allem wird dieses Hörbuch all denjenigen gefallen, die Christoph Maria Herbst als Hörbuchsprecher, Schauspieler und Comedian mögen. Dabei sollte man auf eine Menge schwarzen Humor und eine bunt-gemixte Reisestory gefasst machen. Ich persönlich finde den Sprecher und Autor in Personalunion einfach gigantisch, deshalb kann ich nur mein Kriterium für gute Bücher aus der Sparte Humor nennen: Bist du ganz allein im Raum und musst trotzdem laut lachen, ist es ein wirklich gutes Buch!
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 23.11.2010





ausgezeichnet- „Möge der Klang des Himmels stets die Musik deiner Seele sein.“
Irischer Segenswunsch
Das Aufstellbuch mit Fotografien von Tina und Horst Herzig, wartet dem Titel entsprechend mit irischen Segenswünschen für das ganze Jahr auf. Sprichwörter und Zitate rund um die grüne Insel werden durch in grün gehaltenes Design und keltisch anmutende Grafiken in Szene gesetzt. In die Themengebiete Schönheit, Zauber, Freundschaft, Natur, Ruhe, Sehnsucht, Insel, Kraft, Heimat, Wärme, Leben, Reise, Hoffnung, Segen, Fantasie, Poesie, Liebe, Melodie, Freiheit, Weite, Stärke, Gebet, Erinnerung und Freude unterteilt, gibt es unzählige Sprüche und Bilder zu entdecken.
Ein wunderbares Geschenk, das man sich selbst, aber auch anderen machen sollte, denn der Aufsteller ist ausgesprochen dekorativ und bietet segensreiche Hilfe in verschiedenen Lebenslagen. Einziges Manko: Man hat auch das durch die wunderbaren Fotos hervorgerufene Fernweh immer vor Augen ;)
Bewertung vom 23.11.2010





sehr gut- Um den Veränderungen, die der Körper in den verschiedenen Jahrezeiten durchläuft, gerecht zu werden, entwickelte Ursula Karven, Autorin zahlreicher Yogabücher für alle Altersgruppen, Yogaprogramme, die sich den Jahreszeiten anpassen. Nach dem Grundsatz „Wenn du jeden Tag acht Minuten Yoga übst, ändert sich dein Leben.“, sind die Übungen auf diese Zeit begrenzt.
Den Anfang machen allgemeinen Tipps und Hinweise dazu, wie man den Aufsteller verwenden soll, und das Basis-Aufwärmprogramm, das jeder Yoga-Einheit vorgeschaltet sein sollte. Es folgen die Programme für die vier Jahreszeiten, die jeweils von Ernährungstipps und einem Rezept eingeleitet werden.
Geübt wird dann so: In jeder Woche gibt es eine neue Yogaübung (je 12 pro Jahreszeit), die auf der einen Seite des Aufstellers erklärt und beschrieben wird und auf der anderen Seite grafisch dargestellt wird und mit zahlreichen Pfeilen versehen ist, an Stellen, bei denen man besondere Dinge beachten soll. Am Ende jeder Jahreszeit steht dann ein sogenannter „Flow“, der alle Übungen miteinander zu einem großen Programm verbindet. Eine Atem- oder Meditationsübung schließt dann die Einheit ab.
Die Vorzüge dieses Yogabuches bestimmt eindeutig die Form des Ringbuch-Aufstellers. Man kann die Yogaübungen prima sehen und nachmachen. Das Konzept, das eine Übung pro Woche beinhaltet, sorgt für die nötige Aufmerksamkeit und Gewohnheit, die bei der Ausführung nötig sind. Wer sich mit Yoga ein wenig auskennt, wird übrigens auch schnell erraten, dass es sich beim Frühlingsflow um den „Sonnengruß“ handelt.
Insgesamt gefallen mir Design und Aufmachung sehr gut, das Einzige wovon ich mir mehr versprochen hätte, sind die Ernährungstipps und vor allem die Rezepte. Ein Ingwerwasser oder einen Melonensalat herzustellen, bekommt man meiner Meinung nach auch allein hin. Da hätte ich echte Yogaküche erwartet. Die Tipps, angefangen bei „viel Trinken“ beschränken sich jedes Mal auf fast ausschließlich auf Obst und Gemüse essen und kräftig Würzen.
Wer also ein nicht zu anspruchsvolles Yogaprogramm sucht, in das man in gemäßigtem Tempo hinein wachsen kann, der ist bei „Entspannt durchs Jahr. Mit Yoga durch die Jahreszeiten“ sehr gut aufgehoben. Von den Rezepten und Ernährungstipps sollte man nichts erwarten, dafür sollte man sich dann besser Spezialbücher anschaffen.
Namasté!
Bewertung vom 22.11.2010





gut- Erzählt aus der Sicht des, inzwischen gealterten, Will Henry, entführt „Der Monstrumologe“ ins New Jerusalem des Jahres 1888 und wartet ab der ersten Minute mit einer schaurigen Atmosphäre und eigenwilligen Charakteren auf. Nachdem ein menschenähnliches Monster auf dem Seziertisch des Monstrumologen landete, kommt der Verdacht auf, eine ganze Population der betreffenden Spezies könnte sich in der Umgebung aufhalten.
Zwar werden im Buch einige recht schauderliche und eklige Sachverhalte geschildert, der Autor greift hierbei aber nicht auf eine wertende Sprache zurück. Was in sogenannten Splatterromanen noch „zerfetzt“ wäre, ist hier „abgetrennt“ und erzeugt so eher eine nachvollziehbare Faszination des Bösen, als eine massenwirksame Beschreibung irgendwelcher Zombies. Auch wenn ich mir aufgrund von Cover und Klappentext zunächst etwas ganz anderes unter dem Inhalt des Buches vorgestellt hatte (eher im Jugendbereich angesiedelt), war ich überrascht, wie viel Tiefgang zwischen den Strängen der Haupthandlung Platz fand. Will Henry ist ein äußerst reflektierter Protagonist, der sich Fragen über seine Person und die Menschen in seinem Umfeld stellt. Auch die anderen Charaktere haben sehr eigene Ansichten und lassen Raum um sich in ihren Ansichten wieder zu erkennen oder sich eben an ihnen zu stoßen.
Schauspieler Christoph Wortberg liest sehr authentisch und schafft es, die Atmosphäre des Buches auf den Hörer zu übertragen.
Insgesamt ein, auf eine interessante Weise, schauerliches Buch, das einen monströsen Berufszweig vorstellt. Man muss sicher in Stimmung für ein solches Buch sein, hat man sich aber darauf eingelassen, lohnt es sich wirklich.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 20.11.2010





sehr gut- Als die Abiturientin Vaile Fuchs mit 18 Jahren vor ihrer Zukunft steht, beschließt sie, erst einmal die Sachen zu packen und mit ihren zwei Pferden durch die Wälder Schwedens zu reiten. Mutterseelenallein hofft sie, zu sich selbst zu finden und endlich frei zu sein. Sie will hinter ihre eigene Fassade blicken und herausfinden, was sich in ihrem Innersten verbirgt. Von ihren Erfahrungen mit sich und den Pferden in der Wildnis eines fremden Landes erzählt die Autorin in „Frei sein“.
Ist man bereits Sängerin und Schauspielerin, muss man nicht unbedingt auch noch ein Buch schreiben, da schnell der Eindruck erweckt wird, man müsse der Welt zeigen, dass man einfach alles kann. Bei Vaile Fuchs ist der Fall allerdings anders. Sie schreibt nicht um des Schreibens willen und macht auch immer wieder deutlich, dass dieses Buch (entstanden aus ihren Reisetagebüchern) nicht geplant war. Vaile Fuchs schreibt, weil sie eine Geschichte zu erzählen hat. Ihre Geschichte, die sie selbst mit ihrer Entscheidung nach Schweden zu fahren ins Rollen brachte. Zwar merkt man der Sprache häufig an, dass es sich um eine Anfängerin im Autorenjob handelt, aber das unterstreicht meiner Meinung nach nur die Echtheit der Geschichte. Eine Kombination aus den Gedanken, die Vaile während der Reisen beschäftigten und den Erlebnissen, mit denen sie in Schweden konfrontiert wird, macht dieses Buch aus.
Wer einen Survival-Reise-Guide erwartet wird sicher enttäuscht, wer aber kein Problem damit hat, streckenweise auch sehr viel über die Pferde zu lesen, der findet in diesem Buch eine schöne Lebensgeschichte, im besten Fall sogar einen Denkanstoß auch die eigene Geschichte ins Rollen zu bringen!
- 2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 31.10.2010





ausgezeichnet- Carolin ist 26 Jahre alt, hochbegabt und Witwe. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, muss sie sich nun mit ihrem Ex-Freund um das Erbe streiten, denn dessen Vater ist ihr verstorbener Ehemann. Eine äußerst verworrene Situation, in der Carolin sich in Alkohol und Anti-Depressiva flüchtet. Doch manchmal liegt ein Neuanfang eben näher als man denkt...
„Haltet euch fern von den Idioten“ Lemmy Kilmister (Seite 9)
Mit viel Humor verpackt Autorin Kerstin Gier die eigentlich tragische Geschichte um Protagonistin Carolin und zeigt so, dass man auch aus dem tiefsten Loch wieder heraus findet, wenn man die richtigen Freunde hat. Dass das nicht ganz einfach ist, wird zwar auch mehr als deutlich dargestellt, aber in jedem Fall macht es eine Menge Mut, auch die Hürden im eigenen Leben anzugehen. Am besten mit Humor oder einem bissigen Motto! Die jeweils mit einem passenden Motto eingeleiteten Kapitel erhöhen den Spaßfaktor und runden das witzige Lesevergnügen ab. Obwohl es sich bei dem „Roman gegen die Schwerkraft“ tatsächlich um typische „Frauenlektüre“ handelt, zieht die Autorin jegliche Register wenn es darum geht, überraschende Wendungen in der Geschichte einzubauen oder treffende Vergleiche anzustellen.
Es gibt zwar Parallelen zur „Mütter-Mafia“-Reihe, aber das Buch ist aber ohne Kenntnis dieser Bücher zu verstehen.
Alles in allem ein rosa Buch für's Herz und alle Kratzbürsten dieser Welt! Spaßfaktor garantiert!
Bewertung vom 26.10.2010





sehr gut- Zugegeben, die Lektüre dieses Buchs war bei mir ausschließlich schaulustig motiviert. Ein halbes Jahr offline? Wer macht denn sowas?! Im Grunde war ich vor „Ohne Netz“ auch nur eine dieser Ungläubigen, der auch schon die Frage „Aber warmes Wasser nutzt du noch?“ auf der Zunge brennt, wenn jemand freiwillig auf’s Netz verzichten will. Insgeheim habe ich gehofft, dass der Autor sein Vorhaben vielleicht doch nicht umgesetzt hat, aber ein wenig hatte ich auch die Hoffnung wertvolle Tipps zu erhalten, wie man selbst weniger Zeit im Netz verbringt.
Nach der Lektüre dieses Buches bin ich immer noch dieselbe und Alex Rühle nach seinem halben Jahr offline auch. Was uns aber verbindet ist die Tatsache, dass darüber nachgedacht wurde, warum man so viel Zeit im world wide web verbringt. Der Autor droht nicht mit erhobenem Zeigefinger all denjenigen, die sich im Netz verlieren, ständig ihre Emails abrufen und ihr Blackberry als zusätzliches Körperteil betrachten. Vielmehr glaubt man dem Autor seine Erfahrungen, nur aufgrund der Tatsache, weil er auch „so einer“ ist. Ein Süchtiger. Ein hoffnungsloser Fall. Seine Zeit in einer strikt analogen Welt war zwar keine leichte Zeit, aber das Wissen darum, dass es eine analoge Welt noch gibt, beruhigt und befremdet gleichermaßen.
Letztendlich habe ich Respekt vor der Leistung, denn ich glaube, dass ich es nicht so lange ohne Netz aushalten wollen würde. Der Erfahrungsbericht „Ohne Netz“ hat mich gut unterhalten und mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet, was das stete vernetzt sein angeht. Wer einen Weg sucht, das Internet hinter sich zu lassen (warum auch immer!), für den ist das Buch nichts. Wer aber mit Humor und Selbstironie auf das eigene Suchtverhalten blicken und sich dieses und jenes bewusst machen möchte, der weiß: Du bist nicht allein!
- 3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 26.10.2010





sehr gut- Mirte hat es nicht leicht im Leben: Da die Mutter verstorben ist und der Vater ein Trinker, kümmert sie sich fast allein um die übrigen Geschwister. Eines nachts bricht im Viertel ein großes Feuer aus und begräbt sowohl den Vater, als auch das gesamte Haus unter sich. Die Geschwister finden einen Unterschlupf, doch Mirte muss sehen wo sie bleibt. Kurzentschlossen wendet sie sich an die Buchbinderin Frau Alena, die zwar im Ort als Hexe verschrien ist, die ihr aber immerhin eine Unterkunft und Arbeit anbietet. Schnell merkt Mirte, dass an den Vorwürfen etwas dran sein muss, denn Alena umgibt ein Geheimnis.
Andrea Schacht entführt die Leser des historischen Jugendromans ins Köln des Mittelalters. Die Geschichte um Mirte und ihre weise Herrin ist flüssig erzählt und von Andrea zum Felde wunderbar gelesen. Besonderes Highlight sind die Wörter aus der deutschen Sprache des Mittelalters, die speziell bei Flüchen oder Schimpfwörtern nicht nur Informationsgehalt, sondern auch Komik zum Hörgenuss beitragen. Auch wenn die Kurzbeschreibung bereits viel über die Handlung verrät und man sich den Rest dank dem Titel des Buches selbst denken kann, lohnt sich die Geschichte trotzdem. Wer bereits andere Bücher von Andrea Schacht gelesen hat weiß, dass sie die obligatorische Katze in ihren Büchern nicht vermissen lässt und auch Romantik durchaus eine Rolle spielt. Obwohl historische Romane sonst nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählen, war diese Zeitreise für mich ein nettes Gesamtpaket.
Schöne Geschichte, schön gelesen, schönes Ende. Einfach schön!
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 19.10.2010





ausgezeichnet- Kaum haben Soren und seine Freunde sich im Baum von Ga’Hoole eingelebt und ihre Ausbildung begonnen, verschwindet ihr Lehrer Ezylryb spurlos. Es herrscht allgemeine Unentschlossenheit darüber, was weiterhin zu tun ist, doch die Jungeulen können ihren Aktionismus angesichts der neuen Informationen, die sie erhalten haben, nicht mehr zurückhalten. Ein großes Abenteuer erwartet sie.
Kathryn Lasky hat mit „Die Legende der Wächter“ eine besondere Spezies zu den Helden der Tier-Fantasy-Reihe auserkoren. Eulen fast aller Gattungen und Färbungen werden vorgestellt und gemäß ihrer speziellen Fähigkeiten und Eigenschaften in die Geschichte verwoben. Die Tatsache, dass unterschiedliche Eulenarten vorkommen nutzt die Autorin, um auch die Charaktere der Eulen vielschichtig zu gestalten und jeden authentisch, mit eigenen Sorgen und Nöten zu vermitteln. Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt werden bei den sanftmütigen Tieren außerdem groß geschrieben. Doch nicht nur Elfenkäuze, Schneeeulen, Schleiereulen, Bartkäuze und Höhlenkäuze lernt der Leser zu unterscheiden, sondern auch über die Spezies der Eulen im Allgemeinen erfährt man viel. Was die Verdauung bei Eulen so einzigartig gegenüber anderen Vogelsorten macht und was ihr bevorzugtes Futter ist, sind nur einige Informationen, die man über die majestätischen Vögel erhält.
Abgesehen davon, dass man sich anhand der bildhaften Sprache Laskys die Welt der Eulen wunderbar vorstellen kann, besitzen die Eulen sogar eine eigene Sprache, verwenden Redewendungen und haben Rituale. Die nachtaktiven Tiere wünschen sich also anstelle einer „Guten Nacht“ eben „Gut Licht!“, fluchen mit Ausdrücken wie „Waschbärkacke“ und zelebrieren feierlich Ereignisse wie das erste Insekt einer jungen Eule.
Alle drei Bücher enden mit einem Cliffhanger (auch „Die Rettung“, denn im englischen Original gibt es insgesamt 15 Titel der Reihe), der dazu führt, dass man am liebsten sofort wieder in die Geschichte eintauchen möchte. Sollte man dann doch, aus welchem Grund auch immer, eine Pause von Ga’Hoole einlegen müssen, ist das auch zu verschmerzen, denn am Anfang eines jeden Bandes flechtet Kathryn Lasky die nötigen Informationen zum Verständnis in die Geschichte mit ein.
Die Hörbücher sehen nicht nur fantastisch aus, mit ihren Eulenabbildungen, den markanten Farben und der goldenen Schrift, sie sind einfach ein tolles Gesamtpaket! Das Booklet enthält Abbildungen einiger Eulen, sowie deren Name und die Eulengattung (Deutsch und Latein), und außerdem eine Karte der Eulenwelt.
Einziges Manko an der hörbaren Gestaltung der Bücher ist die Musik, die Ulrich Maske zwar mystisch und einigermaßen passend gestaltet hat, die Umsetzung meiner Meinung nach der sonstigen Qualität der Reihe allerdings nicht gerecht wird.
Sprecher Stefan Kaminski hingegen hat absolut Großes geleistet, indem er jeder Figur ihre eigene Stimme gegeben hat und jeder Situation die richtige Atmosphäre herstellen konnte. Eulengeräusche oder das Zischeln der Schlangen setzten dem Ganzen die Krone auf, denn mehr als einmal fragt man sich, ob da wirklich nur eine Person das Hörbuch gesprochen hat.
Ich bin sicher, dass diese Reihe nicht nur das Herz von eingefleischten Eulenfans höher schlagen lässt, sondern auch Fans von Tierfantasy und/oder Fantasy an sich überzeugen kann!
Bewertung vom 19.10.2010





ausgezeichnet- Der Schrecken der überstürzten Flucht aus dem St. Ägolius Internat steckt Soren und Gylfie noch in den Knochen, als die Suche nach dem sagenumwobenen Reich Ga’Hoole sie mit neuen Erkenntnissen und Bekanntschaften überrumpelt. Zusammen mit neuen Freunden sind sie ihrem Ziel wieder ein gutes Stück näher, auch wenn der Weg einige Gefahren birgt.
Kathryn Lasky hat mit „Die Legende der Wächter“ eine besondere Spezies zu den Helden der Tier-Fantasy-Reihe auserkoren. Eulen fast aller Gattungen und Färbungen werden vorgestellt und gemäß ihrer speziellen Fähigkeiten und Eigenschaften in die Geschichte verwoben. Die Tatsache, dass unterschiedliche Eulenarten vorkommen nutzt die Autorin, um auch die Charaktere der Eulen vielschichtig zu gestalten und jeden authentisch, mit eigenen Sorgen und Nöten zu vermitteln. Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt werden bei den sanftmütigen Tieren außerdem groß geschrieben. Doch nicht nur Elfenkäuze, Schneeeulen, Schleiereulen, Bartkäuze und Höhlenkäuze lernt der Leser zu unterscheiden, sondern auch über die Spezies der Eulen im Allgemeinen erfährt man viel. Was die Verdauung bei Eulen so einzigartig gegenüber anderen Vogelsorten macht und was ihr bevorzugtes Futter ist, sind nur einige Informationen, die man über die majestätischen Vögel erhält.
Abgesehen davon, dass man sich anhand der bildhaften Sprache Laskys die Welt der Eulen wunderbar vorstellen kann, besitzen die Eulen sogar eine eigene Sprache, verwenden Redewendungen und haben Rituale. Die nachtaktiven Tiere wünschen sich also anstelle einer „Guten Nacht“ eben „Gut Licht!“, fluchen mit Ausdrücken wie „Waschbärkacke“ und zelebrieren feierlich Ereignisse wie das erste Insekt einer jungen Eule.
Alle drei Bücher enden mit einem Cliffhanger (auch „Die Rettung“, denn im englischen Original gibt es insgesamt 15 Titel der Reihe), der dazu führt, dass man am liebsten sofort wieder in die Geschichte eintauchen möchte. Sollte man dann doch, aus welchem Grund auch immer, eine Pause von Ga’Hoole einlegen müssen, ist das auch zu verschmerzen, denn am Anfang eines jeden Bandes flechtet Kathryn Lasky die nötigen Informationen zum Verständnis in die Geschichte mit ein.
Die Hörbücher sehen nicht nur fantastisch aus, mit ihren Eulenabbildungen, den markanten Farben und der goldenen Schrift, sie sind einfach ein tolles Gesamtpaket! Das Booklet enthält Abbildungen einiger Eulen, sowie deren Name und die Eulengattung (Deutsch und Latein), und außerdem eine Karte der Eulenwelt.
Einziges Manko an der hörbaren Gestaltung der Bücher ist die Musik, die Ulrich Maske zwar mystisch und einigermaßen passend gestaltet hat, die Umsetzung meiner Meinung nach der sonstigen Qualität der Reihe allerdings nicht gerecht wird.
Sprecher Stefan Kaminski hingegen hat absolut Großes geleistet, indem er jeder Figur ihre eigene Stimme gegeben hat und jeder Situation die richtige Atmosphäre herstellen konnte. Eulengeräusche oder das Zischeln der Schlangen setzten dem Ganzen die Krone auf, denn mehr als einmal fragt man sich, ob da wirklich nur eine Person das Hörbuch gesprochen hat.
Ich bin sicher, dass diese Reihe nicht nur das Herz von eingefleischten Eulenfans höher schlagen lässt, sondern auch Fans von Tierfantasy und/oder Fantasy an sich überzeugen kann!
































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