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Conny Z. von dieseitenfluesterer-unserbuchblog.blogspot.de
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94 

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Insgesamt 77 Bewertungen
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Pflieger, Kerstin Wenn die Nacht beginnt / Sternenseelen Bd.1 EUR 12,99
  • Bewertung vom 20.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Kurzform meiner Rezension:
    Dieses Buch reißt nicht nur mich in der Lesermeinung hin und her. Auch andere Leserinnen sind der gleichen Meinung: Dieses Buch fasziniert auf der einen Seite, aber auf der anderen ist die Geschichte altbekannt.

    Lilly hab ich gleich gemocht, sie ist vorsichtig in ihrem neuen Leben, denn sie befürchtet, nicht lang mit ihrer Mutter dort zu leben. Ihre Mutter ist nicht nur flippig, sondern auch extrem sprunghaft in ihrer Meinung. So wird Lilly immer vorsichtiger, im Umgang mit ihrem Stiefbruder Samuel.
    Da sich die beiden schon über das Internet ein wenig kennengelernt haben, ist der Einstieg in ihr neues Leben nicht so holprig. Und die Autorin kann gleich mit ihren Figuren arbeiten, ohne eine lange Kennenlernphase auf sich nehmen zu müssen.
    Auch die Idee der Party, in ihrem neuen Internat, ist ihr gut gelungen, denn so lernte ich als Leserin die Nebenfiguren besser kennen und Lillys Welt formte sich schneller.

    Wie ich schon schrieb, hat dieses Buch gewisse Parallelen zu anderen Büchern, denn auch hier ist es wiederzufinden, dass das neue Mädchen dem attraktiven und scheinbar unnahbaren Typen nahe kommt. Doch nachdem ihr Stiefbruder Samuel in einen Unfall verwickelt wird, ist nichts mehr ist wie vorher. Hier beginnt die Geschichte eine spannende und sehr rätselhafte Seite zu bekommen.
    Ab diesen Moment konnte ich dieses Buch einfach nicht mehr aus meinen Händen legen, da ich unbedingt wissen musste, was hinter dem rätselhaften Raphael steckt.
    Die Nebenfiguren bereichern Lillys Leben sehr, und ich merkte immer mehr, dass sie sich langsam immer wohler bei ihnen fühlte, besonders bei ihren Freundinnen.
    Bereits beim Prolog hatte ich mich in Kerstin Pfliegers Schreibstil verloren. Sie ist nicht nur sehr rätselhaft, sondern haucht mit ihren Dialogen und Gedanken den Figuren Leben ein.

    Das Cover: Ich hatte es ja bereits erwähnt, dass es mich auf dieses Buch erst aufmerksam gemacht hat. Warum, kann ich eigentlich nicht richtig in Worte fassen.
    Ich denke, es liegt an der Schlichtheit, in seinem Schwarz und Weiß, wobei die Designer des Covers gekonnt den Titel und die Autorin mit eingewoben haben.

    Auf Band zwei muss ich nun nicht lang warten, bereits im November 2013 wird “Sternenseelen – Solang die Nacht uns trennt” erscheinen.

    “Sternenseelen – Wenn die Nacht beginnt” ist ein Buch, an dem man sich festhält und hineingezogen wird in die dunkle und geheimnisvolle Welt von Lilly und Raphael.
  • Bewertung vom 17.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Kurzform meiner Rezension:
    Nach langem Warten und des für mich sehr enttäuschenden dritten Teils „Das verlorene Symbol“ hat nun Dan Brown mich wieder für sich eingenommen.
    Robert Langdon ist zurück, noch besser und noch Gejagter als in den Vorbänden.
    Endlich kann der Leser wieder Symbole enträtseln und Hinweise sammeln, in Begleitung eines tollen Protagonisten.

    Da dieser in seiner neuen Geschichte an Amnesie leidet und sich viele Gegebenheiten erst später aufklären, bleibt keine Zeit zum Luft holen.
    Dan Brown hat auch hier seinem Lieblingsprotagonisten eine hübsche und intelligente Frau an die Seite gestellt.
    Dr. Sienna Brooks ist nicht nur gut aussehend und überaus intelligent, sie kam auch sehr geheimnisvoll herüber, was noch mehr Faszination zu diesem Werk aufkommen ließ.
    Aber auch einen kleinen Beigeschmack hat, denn seine Romane scheinen einem roten Faden zu folgen.
    Ich frage mich immer wieder, warum all diese Frauen hübsch und intelligent sein müssen.

    Der gewählte Schauplatz Florenz lässt in mir eine gewisse Art von Fernweh aufkommen und seine Gebäude und berühmte Gemälde in eine Enterdeckerlust verfallen.
    Allgemein scheint Dan Brown ein Interesse an den Ortschaften des Landes Italien zu besitzen.
    Bereits in Illuminati durfte ich mit Robert Langdon dorthin reisen und nun spielt auch „Inferno“ in diesem Land.

    Besonders fesselnd waren für mich die Rückblicke, die Dan Brown in der Geschichte eingebaut hat.
    Genau wie bei Roberts Langdons Vorlesungen, beginnt der Autor mich als Leser zu führen – hinein in die Welt von Dante Alighieri, der Autor des berühmten literarischen Werkes „Göttliche Komödie“.
    Nicht nur sein Werk aus dem 13. Jahrhundert, auch Gemälde und Bücher anderer Berühmtheiten vergangener Jahrhunderte begleiten den Protagonisten auf seiner Suche.
    Das Spannende hieran fand ich, dass niemand, nicht mal der Protagonist zuerst weiß, wonach er sucht.
    Er lässt sich von den Rätseln leiten und schaut was passiert.

    Gleichfalls sind auch hier die Nebenfiguren und Gegner sehr gelungen.
    Die meisten agieren im Hintergrund und erst am Ende, wie bei jedem seiner Bücher, erfährt der Leser, wer diese sind.
    Große Organisationen und millionenschwere Geldgeber gehören auch hier wieder dazu und doch ist es immer wieder erstaunlich, wie Robert Langdon diesen ausweichen kann, um den Rätseln zu folgen.
    Ebenso ist nicht nur der historische Aspekt ein Teil der Geschichte, auch Tatsachen und Probleme der Welt nimmt der Autor gekonnt mit in seine Werke.

    In „Inferno“ spielt die Weltbevölkerung und deren drastisch ansteigende Zahlen eine bedeutende Rolle – wie bedeutend lässt sich im Laufe der Handlung erst entwirren.
    Das einzige Manko des Buches war das Italienisch.
    In einigen Sätzen wurde daran gedacht, diese für den Leser zu übersetzen, leider war es an den Stellen, die ich mir selbst auch übersetzen konnte.

    Dan Brown lädt mit seinem “Inferno” die Leser ein, zusammen mit Robert Langdon auf eine rätselhafte Rettungsaktion zu gehen.
Crossan, Sarah Breathe - Gefangen unter Glas EUR 16,95
  • Bewertung vom 08.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Das Biotop unter der Glaskuppel ist ein wahres Wunder für alle, die unter dieser geboren wurden. Außerhalb ihrer Kuppel kann keine Pflanze mehr gedeihen, seit der Switch über die Erde raste – heißt es. Alina und Abel haben da allerdings ganz andere Informationen und gehören den Rebellen an. Ihr Auftrag ist es, Setzlinge für die Rebellen zu stehlen und aus der Kuppel zu schaffen. Aber wird ihre Mission gelingen, und was würde passieren, wenn Leben außerhalb der Kuppel wirklich möglich wäre?

    Eine Welt, in der man den Sauerstoff bezahlen muss, um zu überleben.
    Eine Welt, die von den Obersten einer Regierung beherrscht wird.
    Eine Welt, in der Liebe und Zusammenhalt am Ende eine große Macht darstellen.
    Das ist “Breathe – Gefangen unter Glas”.

    Allein die Vorstellung ständig auf jeden Atemzug achten zu müssen, keinen Sport zu treiben, ja, nicht einmal einen geliebten Menschen küssen zu dürfen, weil man sonst zu viel Sauerstoff verbraucht – dies alles musste sich erst mal beim mir setzten.

    Die Einführung der Autorin Sarah Crossan in ihre Welt “Breathe” ist erschreckend und packte mich vom ersten Kapitel an. Die Protagonisten wechseln sich zwischen den Premium Quinn und den beiden Seconds Bea und Alina ab, sodass ich als Leser eine breite Fläche an Szenenansichten übermittelt bekam. Quinn ist der Sohn eines Führenden der Breathe und dennoch so normal und nie hochnäsig wie seine Freunde an der Schule. Bea fesselte mich am Meisten, da sie eine sehr vorsichtige Art besitzt, an gewisse Situationen heranzugehen und darüber hinaus schnell analysieren kann, was gerade passiert. Die Dritte im Bunde, Alina, war mir noch sympathischer. Ich denke, das kommt von ihrem rebellischen Wesen, das sie auch Quinn bei ihrem ersten Aufeinandertreffen sogleich offenbart.

    Sie zeigte mir die Welt hinter der Kuppel und brachte mich in vielen Szenen zum Nachdenken. Auch die beiden anderen Protagonisten haben so ihre kleinen Probleme mit ihr, aber es scheint eben ihre Art zu sein, Leute gern zu reizen und ihre Grenzen auszutesten.

    Die Autorin Sarah Crossan hält mich als Leser automatisch an, über mein eigenes Leben in der Welt nachzudenken mit dem bestimmten „Was wäre wenn“-Effekt.
    Was wäre, wenn es wirklich diesen “Switch” geben würde – könnten wir auch so überleben?
    Würden wir uns alle unter einer Kuppel verkriechen und dort weiterleben, oder lieber versuchen, unsere Welt aufzubauen – so wie die Rebellen es versuchen?
    Die unzähligen Nebencharaktere sind charismatisch beschrieben und ein jeder hat seinen Platz in der Geschichte und bestimmt das Schicksal eines oder mehrerer Protagonisten.
    Das Buch ist atemraubend, sehr informativ, nachdenklich und gibt immer wieder Anstöße zum Nachdenken über eine mögliche Zukunft – eine Dystopie, an der man nicht vorbeikommt!
    Sarah Crossan schreibt so voller Leidenschaft für ihre Handlung und bringt tolle Gedanken und Dialoge mit hinein, sodass ihre Welt lebendig wird und man am Ende wirkliche Probleme hat, aus dieser Welt wieder hinaus zu wollen.

    Der Einband des Buches ist ein toller Blickfang und ich rätsle immer noch, wer von den Beiden abgebildeten Personen in der Kuppel sitzt. Auch das englische Cover ist passend gestaltet worden und findet bei mir sogar noch mehr Anklang, als das deutsche.

    “Breathe – Gefangen unter Glas” lässt den Leser die Luft anhalten und danach ringen, hinter die Geheimnisse seiner Welt zu kommen.
Glines, Abbi Verführt / Rush of Love Bd.1 EUR 8,99
  • Bewertung vom 06.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • “Rush of Love” – der Titel hört sich sehr erotisch an, was sich daraus entwickelt, möchte ich nun versuchen, auf Papier zu bringen.

    Zum einen ist es wieder ein Buch zum Zurücklehnen und Entschwinden aus der Realität, denn die Protagonistin Blaire reißt einen von der ersten Seite in ihr Leben. Sie hatte es bisher nicht leicht und ist kein teenagerhaftes, also naives, Mädchen.
    Allein schon die Tatsache, dass sie eine so große Tragödie wie den Tod ihrer Mutter schon erlebt hat, hat sie fest in ihrem Sein verankert, und sie weiß, was sie will und arbeitet hart dafür. Ich bemerkte schnell eine gewisse Ablehnung gegen diejenigen in ihrer neuen Umgebung, die es nicht zu schätzen wissen, was sie im Leben alles “geschenkt” bekommen. Auch ihre Enttäuschung über ihren eigenen Vater sitzt tief, denn er enttäuscht sie einfach zu oft.

    Rush – nicht nur der Titel dreht sich um diesen Jungen, auch Blaires Geschichte beginnt sich um ihn zu drehen. Er ist attraktiv und hat einen sehr einnehmenden Charakter. Ein überaus arrogantes und machohaftes Getue haftet ihm an. Dennoch bemerkte ich schnell in den Szenen, in denen er mit Blaire allein war, dass das alles nur eine Fassade ist. Warum setzt sich dieser junge Mann eine Maske auf, wo er doch wirklich alles im Leben hat? Nun vielleicht ist er von seiner Familie genauso enttäuscht, wie Blaire es von ihrem Vater ist?!

    Egal wie man diese Figuren dreht und wendet, beide passen einfach zusammen. Natürlich nicht vom ersten Augenblick, aber nach und nach erkannte ich, warum dies so ist. Beide Protagonisten verkörpern etwas Gegensätzliches, der größte Gegensatz von den vielen ist dabei die Kluft von Arm und Reich, wobei der weibliche Part mal wieder auf die des mittellosen Mädchens geschoben wird.
    Blaire wäre mir nicht so schnell ans Leserherz gewachsen, wenn sie nicht alle Mauern überwinden könnte und zeigt was in ihr steckt. Nämlich ein großes Herz und sehr, sehr viel Kraft. Ebenso besitzt sie den Mut, ihr Leben in ihre eigenen Hände zu nehmen.

    An knisternden Szenen hat die Autorin Abbi Glines keineswegs gespart und setzt diese so gekonnt ein, dass selbst ich als Leserin mitfiebern musste. Ihr Schreibstil ist einfach fesselnd und nicht überzogen, sie hat ein besonderes Talent, die Situationen und Dialoge miteinander zu verknüpfen. So formt und gestaltet sie ihre Geschichte und Charaktere so, als wäre es nach einer wahren Begebenheit geschehen.
    Hier muss ich auch mal wieder auf das Cover hinweisen, denn es spricht mich sehr an.
    Wer möchte nicht das Mädchen in den starken Armen dieses Jungen sein – Lesekino vom feinsten!
    Den Schluss hat Abbi Glines gekonnt gestaltet und ich gebe es offen zu, ein, zwei Tränen musste ich mir verdrücken – aber ich will natürlich nicht zu viel verraten.

    Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als auf den zweiten Teil “Rush of Love – Erlöst” zu warten – damit auch ich “erlöst” werde und endlich erfahren kann, wie Blaires Geschichte weitergehen wird.
Troy, Christine Nibelar - Das Bündnis EUR 13,90
  • Bewertung vom 03.05.2013
  • ****
    sehr gut
  • Als ich die Rezensionsanfrage von der Autorin bekam und den Klappentext las, dachte ich gleich an “Herr der Ringe”.
    Ein Bündnis, eine große Rettung und ein Weg ins Unbekannte - Parallelen finden sich in vielen Büchern und es ist auch sehr schwer, als Fantasieautor, nicht mit diesem grandiosen Werk verglichen zu werden.

    Ihr Debütroman ist Christine Troy glänzend gelungen.
    Kleine Dinge, wie das die Handlung mir zu einfach gestrickt war und ein zeitlicher Faktor manchmal mir zu gedehnt vorkam, gefielen mir als Einziges nicht. Soll heißen, dass es für mich unlogisch war, wie die Gemeinschaft innerhalb kürzester Zeit so viele Geschehnisse durchleben konnten.

    Jeder Charakter, sei es die Zwergin Raja, die für die lustigsten Szenen im Buch sorgt oder die Elfen, die verschiedener nicht sein könnten, passen sich gekonnt in die Geschichte mit ein.
    Die Autorin spricht ein jeden von ihnen eine Aufgabe zu, die in der Gesamtheit der Geschichte einander ergänzen und so der Gemeinschaft in brenzliche Situationen weiterhilft.
    Durch ihre Autorenfantasie hat sie eine Welt namens Nibelar erschaffen, einer Welt voller Gefahren, Freundschaft und einer geballten Prise Witz.

    Es leben die unterschiedlichsten Fantasiewesen in ihrer Welt, von den Bekannten wie Elfen und Zwerge habe ich ja schon erzählt.

    Hinzukommen noch Magier und einige unbekannte Wesen, wie der Mooswürger oder die Seelenzerrer.
    Ihr Schreibstil und die charakterlichen Tiefgründe kommen bei ihr aus tiefsten Herzen, man merkt das es ihr Spaß gemacht hat dieses Buch zu verfassen.

    Ich hoffe sehr, dass diesen im zweiten Teil noch mehr davon mit einbringt und viele Leser ihre Reihe genießen werden.
Stirling, Joss Calling Crystal / Macht der Seelen Bd.3 EUR 16,95
  • Bewertung vom 27.04.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Seinen Seelenspiegel zu finden, ist das Größte im Leben eines Savant.
    Als Diamond ihren trifft, scheint ihr Glück komplett, nun muss Crystal ihre Schwester teilen und gehört zu der Benedict Familie.
    Doch gerade Xavier Benedict scheint die größte Nervensäge zu sein, den ihre Schwester auf Sie ansetzen konnte.
    Als ein Unglück geschieht, lernt Crystal ihr Herz zu öffnen - doch wird es ausreichen?

    Seit ihr auch immer so melancholisch gestimmt, wenn eine Reihe endet?
    Also gerade bei dieser hätte mich eine weitere Fortsetzung nicht gestört - aber vielleicht kann ich ja noch auf eine hoffen, wer weiß das schon.
    Joss Stirling schreibt nicht nur witzig, auch bildhaft und sie versteht es, mich als Leser einfach mit in ihre Geschichte hineinzuziehen.
    Savants begleiten die Leser, seit dem Auftakt, durch Joss Stirlings Reihe.
    Diese Menschen besitzen besondere Fähigkeiten, vom Zeitanhalten bis Gegenstände bewegen ist alles vertreten.

    Das höchste Gut, was die Savants haben ist ihr sogenannter Seelenspiegel, also sein Gegenstück. Dieser ist am gleichen Tag geboren und ergänzt seinen Gegenpart perfekt.
    Im Band eins und zwei haben sich bereits die ersten Pärchen gefunden - Zed & Sky sowie Phoenix & Yves.
    In jeder dieser Geschichten steckt die Autorin immer sehr viel Dramatik hinein, im Mittelpunkt steht dennoch immer die Benedict-Familie.
    Auch in “Calling Crystal” taucht diese wieder auf und einer der neunköpfigen Familie entpuppt sich sofort als Seelenspiegel von Diamond.
    Crystals Zweifel konnte ich in diesem Moment nachvollziehen, denn sie hat noch nie einen Jungen kennengelernt, der sie nicht nur liebt, sondern auch ein Teil ihrer Selbst ist.
    So versteht sie nicht den schnellen Wandel ihrer Schwester.
    Durch die Ablenkung dieser ist Crystal nun auf sich allein gestellt und geht einen neuen, etwas wackeligen Weg.

    Ich merkte immer mehr wie sie an innerer Stärke gewann und freute mich mit jeder neuen Buchseite, dass sie diese selbst an sich entdeckt.
    Das Ende des Buches wurde höchst dramatisch ausgebaut, leider hat es ein paar Einbrüche der Spannung hier und da, aber das tut der Handlung an sich keinen Abbruch.
    So darf gern gerätselt werden, welches verborgene Talent Crystal vielleicht doch in sich trägt und entdeckt werden, welche knisternde Atmosphäre sich zwischen Crystal und Xavier abspielt.
    Wenn auch diese in den ersten Kapiteln alles andere als anziehend ist, so zeigen die Beiden doch, dass wahre Freundschaft alles schaffen kann und Familie den größten Halt im Leben bietet.

    Mit “Calling Crystal” hat mich die Autorin Joss Stirling gänzlich gefangen genommen und vielleicht schreibt sie weiterhin so schöne Reihen, die mit des Lesers Seele spielen.
McGuire, Jamie Beautiful Disaster EUR 9,99
  • Bewertung vom 25.04.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Kitsch, Dramatik und große Freundschaft, so würde ich “Beautiful Disaster” beschreiben wollen.
    Kitschig, weil Travis wirklich alle Register zieht, bei Abby zu landen, aber ständig aneckt.
    Dramatik, weil gerade die illegalen Kämpfe überaus gefährlich werden.
    Und große Freundschaft, weil die Beiden immer mehr durch dick und dünn gehen, dass dabei die Gerüchteküche ordentlich brodelt, nehmen die Beiden mit einem Schulterzucken gern hin.
    Abby ist eine sehr zerrüttete Protagonistin, die den Halt von ihrer Freundin America sehr braucht.
    Denn ihre Vergangenheit ist nicht gerade glitzernd und hell gewesen.

    Durch den Umzug ans College versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen, dass Vergangenheiten einen schnell wieder einholen können, könnt ihr euch sicherlich denken.
    Travis ist der Draufgänger schlecht hin. Mit vier weiteren Brüdern aufgewachsen, hat er schnell gelernt sich durchzusetzen.

    Auch die Frauen liegen ihm zu Füßen und lassen sich gern von ihm für eine Nacht entführen, doch eine Beziehung lehnt er systematisch ab - bis Abby kommt.
    Sie legt keinen Wert auf seine körperliche Zuwendung, was ihn sehr ins Straucheln bringt.
    Abby ist die Freundschaft zu ihm wichtiger als eine Liebschaft, die dann an seinem draufgängerischen Charakter zerbricht.

    Die Wette, die im Klappentext erwähnt wird, zu finden auf allen Buchversandseiten, ist ein erneuter Schritt von Travis, um Abby umzustimmen, doch so richtig scheint es ihm nicht gelingen zu wollen.
    Zum Glück hat sich die Autorin, Jamie McGuide, dazu entschieden pikante Details einer Liebesszene wegzulassen und hat lieber ihren Fokus auf die Geschichte gelegt - zum Glück.
    Mit dem Charme ihres Protagonisten Travis und der konsequenten Art von Abby hat Jamie McGuide einen Roman erschaffen, der unterhaltend und überaus lesenswert ist.
    Sie schafft es nicht nur die Spannung zu halten, wo sie gerade gebraucht und erwartet wird, sondern es gelingt ihr auch das ich als Leserin bei jedem Wort erleben konnte, wie sich die Hauptcharaktere gerade fühlen.

    Durch all diese Sachen konnte ich das Buch nicht aus meinen Händen legen, was zwar zur Folge hatte, dass meine Nacht ziemlich kurz ausfiel und ich mehr schlecht als Recht dem folgenden Tag meiner täglichen Arbeit nachging. Aber was ist schon das normale Leben gegen eine Entführung in eine andere Welt.

    Das einzig Negative an diesem Buch? Dieses ständige Hin und Her der Beiden, was mich auch zum Fluchen brachte und ich mir dachte: Warum?
    Ihr seht Dramatik pur.
    Es scheint derzeit sowieso im Trend zu liegen, dass die meisten Autoren ihre Protagonisten ständig streiten und versöhnen lassen, hier ist weniger davon angebrachter, denn sonst wird es auf Dauer wirklich nervtötend.

    Zum Glück lässt sich Jamie McGuire ständig neue Dinge einfallen, um ihre Figuren in der Geschichte entwickeln zu können.
    Auch die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Abbys beste Freundin America, komischer Name ich weiß, aber sie heißt wirklich so, führen des Öfteren zum Wandel des Ablaufs und verbreiten auch mal gekonnt Chaos.

    Für mich ist dieses Buch in sich super abgeschlossen, und auch wenn ich bereits erfahren habe, dass die Autorin einen zweiten Teil bereits in petto hat, so finde ich, ist es hier nicht nötig.
Gesthuysen, Anne Wir sind doch Schwestern EUR 19,99
  • 2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 18.04.2013
  • ****
    sehr gut
  • Kurzform meiner Rezension:

    Die Idee der Autorin Anne Gesthuyen, die Geschichte ihrer Großtanten in einem Roman zu verpacken, ist ihr gut gelungen. Von dem ersten Kapitel an habe ich vor allem Gertrud, wohl weil sie die Erzählungen vorantreibt, in mein Herz geschlossen.

    Vergangenheit und Gegenwart prallen an einem bedeutenden Tag aufeinander und die drei Geschwister verarbeiten miteinander eine aufregende Zeit. Die Erzählungen der Autorin sind sehr bildhaft verpackt und sprachen mich sehr an, sie schreibt darüber hinaus auch sehr flüssig und humorvoll.
    Am Anfang des Buches hatte ich erst kleine Einstiegsprobleme, da viele Gegebenheiten aus der Vergangenheit der drei Schwestern auf einmal auf einen einprasseln. Durch die gut gegliederten Kapitel wurde die Erzählweise aufgesplittet und so fand ich nach und nach in die Geschichte hinein.
    Durch die Sprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart erfuhr ich unterschiedliche Gegebenheiten aus dem Leben der Schwestern und immer mehr und mehr setzten sich diese Geschichten zu einem großen Bild zusammen.

    Gerade das Schicksal von Gertrud hat mich sehr gefesselt, denn als sie den jungen Mann Franz kennen und lieben lernt, dachte auch ich zuerst, dass sie einer schönen Zukunft entgegensieht. Dass aber der Bruder Heinrich, der den Hof der Familie führte, etwas gegen diese Verbindung hat, veränderte Gertruds Leben auf eine schicksalhafte Weise.
    Sie war nicht nur die große Schwester für Katty, sondern fungierte auch als Mutterersatz und übernahm schnell die Erziehung ihrer kleinsten Schwester.
    Auch noch Jahrzehnte später hat sich daran nichts geändert und so liefert sich die mittlerweile über achtzigjährige Katty mit ihrer einhundertjährigen Schwester Gertrud die komischsten Wortgefechte.
    Katty ist mir nie sympathisch geworden, vielleicht lag es an ihrer naiven Art.
    Da der größte Schicksalsschlag im Zweiten Weltkrieg über zahllose Familien hereinbrach, spielt auch die Ansicht in der Vergangenheit in jenem schicksalhaften Jahrzehnt.

    “Wir sind doch Schwestern” ist eine Familiengeschichte, die ruhig noch mehr Inhalt und Erzählungen hätte vertragen können. Sie wird aber humorvoll und sehr liebenswert erzählt wird.

    Da bei diesen Schwester genau wie bei zahllosen anderen Familien zum Teil die größten Schicksalsschläge im Zweiten Weltkrieg hereinbrachen, spielt auch ein Blick in die Vergangenheit eine große Rolle - in genau jenes schicksalhafte Jahrzehnt.
Frick, Mona Sonne, Mond und Märchen, Audio-CD EUR 6,49
  • Bewertung vom 17.04.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Dies ist das zweite Hörbuch, von der Autorin Mona Frick, dass mein kleiner Sohn zugeschickt bekommen hat.
    Erschienen ist dieses Audiobook am 15. August 2012 und mit zauberhaften sieben Geschichten entführt es seine kleinen und großen Hörer in eine informative Welt.
    Drei Erzählerinnen lesen aus dem 32 Seiten umfassenden Buch der Autorin.
    Ich danke dieser sehr, für ihre Hörbücher, die auch mich entführt haben.

    Hedi Kriegeskotte erzählt den kleinen Hörern, warum es einen Tag gab, an dem die Sonne verschlief oder warum der Mann-im-Mond Urlaub machte.
    Ja warum eigentlich?
    Nun in der ersten Geschichte geht es, durch die spielerische Erklärung, um die Zeitumstellung von Sommer auf Winter.
    Mein liebster Satz ist der, in dem die Bürger ihr Recht auf Sonne einfordern - bei unserer derzeitigen Wetterlage, möchte ich das hiermit auch tun!
    Die Zweite beschäftigt sich in ganz witziger Weise um die Entstehung der Mondfinsternis.
    Hättet ihr gewusst das, wie immer im Leben, eine schöne Frau dran Schuld ist?!
    Ebenso liest Frau Kriegeskotte, mit ihrer tollen Stimme, den Hörern die Geschichte vor: Warum der Mond die Arbeit niederlegte.
    “Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer für die Menschheit” so lautete der berühmte Satz der ersten Mondlandung. Hättet ihr gewusst, dass die Mondlandung nur gestartet wurde, weil der Mond seine Arbeit niederlegt? Nein, na dann ist diese Geschichte eine große Bereicherung!
    Weiter geht es auf dem Hörbuch mit der Lesung von Barbara Stoll.
    Sie liest die beiden Geschichten “Die Engelswette” und “Leilas Wahl”.
    “Deutschland - ein Sommermärchen” - könnt ihr euch noch erinnern was für ein toller Sommer das war zur Fußball WM in unserer Heimat? Vier Wochen lang strahlender Sonneschein. Warum das so kam, erzählt die Geschichte der beiden Engel.
    “Leilas Wahl” handelt um die Entstehung der “Damenwahl”. Übrigens ist es meine persönliche Lieblingsgeschichte, denn es zeigt den Kindern auch, dass man nicht nach dem Aussehen eines Menschen gehen darf. Sondern das die inneren Werte viel mehr im Leben zählen. Ob in der Liebe oder in der Freundschaft - einfach schön erzählt.

    Die letzten beiden Geschichten liest die Erzählerin Andrea Hörnke-Tieß. Sie hat bereits dem Hörbuch “Das Bärenkind und das Glühwürmchen” ihre Stimme geliehen.
    Wusstest ihr, dass es mal eine Zeit gab, da die Sonne sich um die Erde drehte?
    Warum sie das beendete, erzählt die Leserin, mit ihrer warmen Stimme, in der sechsten Geschichte.
    Enden tut das Hörbuch mit der Geschichte um den “Sonnemond”.
    Bis dahin war mir dieser Begriff gänzlich fremd, aber Mona Frick schafft Abhilfe.
    Es hat damit zu tun, dass an manchen Tagen Sonne und Mond gemeinsam am Himmel stehen und der Mond in manchen Nächten im Monat gänzlich dem Himmel fernbleibt.
    Warum er das tut und wie es dazu kam, dass erzählt diese letzte Geschichte - der Sonnemond.

    Wieder hat die Kinderbuchautorin Mona Frick ein tolles Buch verfasst und es digitalisieren lassen.
    Vor allem die eingespielte Musik gefällt mir hier. Die zarten Klavierklänge passen perfekt zum Thema und “läuten” die Geschichten ein und aus.

    Ich bewundere die Ausführungen und Ideen der Autorin, zu ihren Geschichten und hoffe sehr, dass noch viele Kinder und Erwachsene in diesen Genuss kommen werden.
  • Bewertung vom 14.04.2013
  • ****
    sehr gut
  • Kurzform meiner Rezension:

    Als mich Lolaca Manhisse anschrieb, um mir mitzuteilen, dass ihr zweiter Teil endlich erhältlich ist, gab es für mich kein Halten mehr.
    Jetzt habe ich die Zeit gefunden und diesen Teil in Angriff genommen, da meine Neugierde sich bereits in Unermessliche gesteigert hatte.

    Vor allem die beziehungstechnische Entwicklung zwischen Cherry und dem Ranger Will hatte mich schon im ersten Teil mitgerissen.
    Und nun wollte ich wissen, ob sich endlich was regt zwischen den Beiden - Knistern tat es ja schon seitenlang.
    Da ich nicht Spoilern will, verrate ich hier den Ausgang des Ganzen natürlich nicht - nur soviel, einen kleinen Tritt in den Allerwertesten haben beide verdient!
    Lolaca Manhisse lässt auch Erklärungen zum ersten Teil mit einfließen, was sehr gut ist für diejenigen, welche diesen Teil schon vor längerer Zeit gelesen haben sollten und sich nicht mehr gut an die Geschichte zurückerinnern.

    Auch ist mir aufgefallen, dass sie sich nicht mit ewigen Einführungen aufhält, sondern den Leser gleich in die Geschichte fallen lässt - wieder ein positiver Punkt auf meiner Liste.
    Negatives gibt es hingegen auch zu berichten. So sind mir nicht nur ein paar Fehler im Lektorat über dem Weg gelaufen, was ich gut wegstecken kann. Sondern begannen auch zeitweise die Szenen nur so dahin zu rasen. In meinem Kopf begann schon die Frage zu keimen - ob sie sich nicht Zeit lassen dufte oder sie selbst gewillt war, so schnell wie irgend möglich, den Roman auf ihre Leserschaft loszulassen.
    Dadurch verlor sich die Geschichte in einem Tempo Marke TJV (der schnellste Zug Frankreichs), was ich sehr bedauerte, habe ich doch die Protagonistin sehr in mein Leserherz geschlossen.

    Aber ich will hier nicht nur meckern, denn es gibt auch durchaus anregende Momente im Buch - Liam, zum Beispiel.
    Bereits im ersten Teil hatte er seinen großen Auftritt und rettete Cherry aus einer lebensgefährlichen Situation.
    Nun wird er immer mehr und mehr an die Seite von Cherry gebannt, was Will so gar nicht in den Kram passt - dank der toughen Art der Protagonistin und dem Ideenreichtum ihrer Autorin, beginnt ein witziger Schlagabtausch zwischen den Dreien.
    Da ein neuer Feind auf dem Plan steht und alle Freunde und Verbündete beginnen nach diesem zu suchen, setzt diese Gegebenheit eine erneute spannende Geschichte in Gang.
    Gespickt mit Überraschungen und Rätseln, lädt die Autorin in ihren neusten Roman ein, der verheißungsvoll auf einem dritten Teil blicken lässt.

    Ebenso kann sich wieder die Covergestalterin rühmen, denn wie bereits bei Teil eins hat auch dieses Cover ein “Hingucker” Potenzial und passt perfekt zu seinem Vorgänger.

    Mit noch immer anhaltenden Genuss lege ich euch Lolaca Manhisses Reihe ans Herz und bin schon gespannt, was ihr darüber berichten werdet!

    4 von 5 Seitenfluesterer-Kolibris bekommt “City of Death - blutiges Erbe” von mir, weil leider das Szenentempo zeitweise so angehoben wurde, dass ein Luftholen zeitweise nicht mehr möglich war.

    Ich hoffe sehr das die Autorin wieder zu ihrem Stand vom ersten Teil zurückkehrt, denn dort hat sie alles richtig gemacht und mir als Leserin ein wahres Vergnügen, ab der ersten Seite, beschert.
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