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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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Insgesamt 1730 Bewertungen
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  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 29.06.2015
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    ausgezeichnet
  • Miss Mary Morstan erhält seit dem Tod ihres Vaters jedes Jahr anonym eine wertvolle Perle. Nun hat sie dieser Unbekannte zu einem Treffen gebeten, zu dem sie auch einen Freund mitbringen könnte. Da sie kaum Bekannte hat, bittet sie Sherlock Holmes um Hilfe bei dieser mysteriösen Angelegenheit.

    Inhaltlich braucht man hier ja nicht wirklich viel zu sagen, Sherlock Holmes Fans kennen die Geschichte und auch Hörspielfreunde wird diese Folge vermutlich aus der Maritim Reihe als Folge 24 bekannt sein. Titania hat nun hier einen klassischen Fall für den Meisterdetektiv neu aufbereitet und überarbeitet. Vor allem akustisch wurde hier viel verbessert, es gibt eine sehr stimmige Musikuntermalung und die Geräuschkulisse ist sehr dicht gewoben, so dass grad die etwas unheimlichen Momente dieser Geschichte sehr atmosphärisch dicht rüber kommen. Mit fast 2 Stunden Spielzeit wird der Geschichte viel Zeit eingeräumt um sich zu entfalten und sehr detailliert die literarische Vorlage wieder zu geben und das Ergebnis ist mehr als gelungen.
    Die Sprecher machen ihre Sache durch die Bank weg sehr gut. Witziger Weise hat hier Christian Rode, der in den Maritim Produktionen den Sherlock Holmes gesprochen hat, hier einen Auftritt als Inspektor Jones und kann auch in dieser Rolle überzeugen.

    FaziT: sehr stimmige und atmosphärisch dichte Neuauflage eines Holms Klassikers. Den Produzenten ist eine spannende und unterhaltsame Aufarbeitung eines bekannten Stoffes gelungen, die beste Unterhaltung bietet.
  • Bewertung vom 29.06.2015
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    sehr gut
  • Die junge Catherine Morland ist eine begeisterte Leserin von Schauerromanen, bietet ihr eigenes beschauliches Leben als Pfarrerstochter doch wenig Aufregung. Das ändert sich als sie von einem befreundeten Ehepaar ihrer Eltern in den Kurort Bath eingeladen wird. Dort trifft sie auf den jungen Henry Tilney und seine Schwester Elinor.

    Die recht romantische Geschichte aus der Feder von Jane Austen wurde hier stimmig und mit viel viktorianischem Flair umgesetzt. Das Problem ist nur, dass Northanger Abbey vom Thema her nicht wirklich in die Reihe „Gruselkabinett“ paßt und vermutlich viele Hörer hier etwas ganz anderes erwarten und dementsprechend enttäuscht sein werden. Ich hab ja eh ein Faible für die viktorianische Zeit, von daher hat mir das Hörspiel gut gefallen und meine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, denn wie üblich ist die Story sehr gut produziert und die Sprecher verleihen ihren Figuren Tiefgang. Die leicht gestelzt wirkenden Dialoge spiegeln schön den Zeitgeist wieder und vermitteln einen Eindruck von der damaligen Gesellschaft.

    FaziT: mehr eine romantische Gesellschaftsstudie als ein Gruselhörspiel, wer sich aber für die viktorianische Gesellschaft begeistert, der wird hier seine Freude haben.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    sehr gut
  • In den Kriegswirren 1917 versinkt U-Boot U 29 vor der Küste Yucantans. Zuvor hatte das U-Boot den feindlichen Frachter „Victory“ versenkt und der Kapitän weigerte sich, Überlebende an Bord zu nehmen. Später entdeckte die Besatzung einen toten Seemann im Wasser mit fremdländischen Zügen, als die Leiche untersucht wird, finden die Matrosen eine aus Elfenbein gefertigte Statue eines Lorbeer-bekränzten Jünglingshauptes bei dem Toten. Leutnant Klenze nimmt die Statue an sich und das U-Boot setzt seinen Kurz fort. Doch schon bald häufen sich seltsame Vorkommnisse an Bord. Einige Matrosen haben schreckliche Visionen, es kommt zu Selbstmorden und schließlich meutert die restliche Mannschaft und nur der Kapitän und Leutnant Klenze bleiben zurück, doch auch für sie beginnt der Alptraum erst.

    Wie gewohnt wird auch diese Geschichte aus der Feder von H.P. Lovecraft wieder gewohnt gut und professionell als Hörspiel umgesetzt. Die beklemmende und unheimliche Stimmung bezieht sich aber mehr durch die klaustrophobische Atmosphäre, die an Bord des untergegangenen U-Bootes herrscht als durch eine besonders gruselige Handlung. Nachdem die Mannschaft das Schiff verlassen hat, wird ein Großteil des Hörspiels vom Kapitän und seinem Leutnant bestritten. Die beiden werden von Erich Räukert und Dennis Schmidt-Foß gesprochen, die ihre Sache ausgesprochen gut machen und den beiden Charakteren viel Tiefgang verleihen. Je mehr sich die Geschichte ihrem Ende zu neigt, um so bedrückender und beunruhigender wird die Stimmung. Hier ist den Produzenten ein wirklich dichter Klangteppich aus Musik und Geräuschen gelungen, der den Hörer quasi in die Geschichte hineinversetzt und die Atmosphäre fühlbar macht.

    FaziT: gewohnt hochwertig produziert, überzeugt auch „Der Tempel“ mit einer atmosphärisch dichten Stimmung und tollen Sprechern.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Paris 1910: an drei aufeinanderfolgenden Freitagen erhängen sich im kleinen Hotel Stevens drei Gäste am Fensterkreuz von Zimmer 7, ohne das es dafür einen ersichtlichen Grund gibt. Medizinstudent Richard Bracquemont will dem Rätsel auf den Grund gehen und läßt sich weder vom zuständigen Kommissar noch Madame Dubonnet, der Besitzerin des Hotels davon abbringen, Zimmer 7 zu beziehen und zunächst scheint auch alles gut zu gehen.

    Vor diesem Hörspiel war mir Hanns Heinz Ewers völlig unbekannt, daher kenne ich auch die Originalgeschichte, der das Hörspiel zu Grunde liegt nicht, trotzdem ist es Titania wieder mal gelungen, einen Stoff dramaturgisch wunderbar umzusetzen und eine phänomenale Stimmung zu erzeugen. Sicher ist der Stoff an sich nicht so unheimlich oder gruselig wie bei anderen Folgen des Gruselkabinetts, der Gruseleffekt ist hier eher subtil und hintergründig, aber Richards Besessenheit und später seine Hörigkeit Clarimonde gegenüber werden wunderbar greifbar. Da die Geschichte fast vollständig in Form von Tagebucheintragungen von Richard in Ich-Form vorgetragen wird, kann man hier die sich ändernden Emotionen und Gefühle hautnah miterleben. Simon Jäger, der Richard Bracquemont spricht, ist hier eine außergewöhnliche Leistung gelungen, die vollständig überzeugt.

    Fazit: wieder wird eine dichte und sehr stimmige Atmosphäre erzeugt, was inzwischen schon ein Markenzeichen der Reihe ist und Sprecher und Musikuntermalung tun ihr Übriges um auch die 38. Folge zu einem Highlight zu machen.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Bald 20 Jahre sind vergangen, seit der junge Dorian Grey den Maler Basil Hallward inspirierte, sein Leben ist lasterhaft und voller Ausschweifungen und er hat schon viele Menschen ins Unglück gestürzt, doch er sieht immer noch genauso so aus wie früher. Durch seinen rücksichtslosen Lebenswandel hat er viele Feinde in der Gesellschaft und erst eine ruchlose Tat weckt in ihm den Wunsch, sein Leben zu ändern, doch es ist bereits zu spät.

    Auch im 2. Teil der Doppelfolge bleibt die stimmige Atmosphäre erhalten und es wird sogar ein wenig unheimlich! Dorian Greys moralischer Verfall geht weiter, immer tiefer sinkt er, während seine Hülle unverändert schön bleibt. Als er endlich erkennt, wie verschwendet sein Leben ist und es ändern möchte, ist es bereits zu spät.
    Die eindringliche Stimmung des Hörspiels wird zum großen Teil von den herausragenden Sprechern und den gelungenen Dialogen erzeugt, die wunderbar das 19. Jahrhundert mit seiner verlogenen Moral widerspiegeln. Schein und Sein sind zweierlei, ganz besonders in Dorian Greys Fall! Oskar Wildes Vorlage wurde hier sensibel und einfühlsam umgesetzt, den leichten Anklang homoerotischer Züge kann jeder selbst für sich interpretieren und auslegen und auch dass paßt wunderbar zur Vorlage, denn im 19. Jahrhundert war dieses Thema tabu.

    FaziT: auch dieser Klassiker wurde mit viel Liebe zum Detail als Hörspiel umgesetzt und überzeugt auf ganzer Linie!
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • London Ende des 19. Jahrhunderts: der talentierte Maler Basil Hallward wird quasi von der Muse geküßt, als er den jungen, unschuldigen und wunderschönen Dorian Grey kennenlernt. Als er den jungen Mann porträtiert, gelingt ihm ein außergwöhnliches Werk von dem auch der junge Dorian Grey geblendet ist. Er äußert den Wunsch niemals zu altern und immer so zu bleiben wie auf dem Gemälde. Doch nach der Enttäuschung einer ersten Liebe und unter Einfluß der falschen Freunde wandelt sich Dorian von einem unschuldigen jungen Mann zu einem lasterhaften und kalten Mann und führt bald ein ausschweifendes exzessives Leben ohne Rücksichtnahme auf andere und wie von Geisterhand zeigen sich die Auswirkungen seines selbstsüchtigen Lebens nur auf dem Gemälde.

    Oskar Wildes Roman wurde von Titania atmosphärisch dicht und sehr lebendig umgesetzt. Die verlogene Doppelmoral des 19. Jahrhunderts spiegelt sich gut wieder und vor dem Hörer breitet sich ein sehr stimmiges Sittengemälde aus. Gut, wirklich gruselig oder unheimlich wird es nicht, da gab es sicher schon bessere Hörspiele aus der Reihe, die diese Kriterien erfüllten, aber „Das Bildnis des Dorian Grey“ ist dennoch ein beeindruckendes Hörspiel, denn man bekommt einen schonungslosen Einblick in das Leben der Hauptfigur, von dessen moralischem Verfall und seinem gesellschaftlichen Abstieg, der sich lediglich auf dem Bildnis wiederspiegelt und den optisch gesehen nur Grey selbst verfolgen kann.
    Die Sprecher sind hervorragend und leisten tolle Arbeit, die einzelnen Charaktere bekommen individuelle Züge und die dezente Musikuntermalung bietet den perfekten Rahmen für die Geschichte.

    FaziT: eine tolle Atmosphäre und auch wenn es sich hier eher um ein Sittengemälde als um ein Gruselstück handelt, so kann man sich als Hörer doch nicht vor dem langsam anbahnenden Verhängnis verschließen. Die Doppelfolge sollte man unbedingt zusammenhängend hören, da der erste Teil mitten in der Geschichte aufhört.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    gut
  • 1860 folgt Adam Salton der Einladung seines Großonkels Richard und reist vom fernen Australien nach England. Der Familiensitz der Saltons, den Adam einst erben wird, liegt im idyllischen Mittelengland und ist eine sehr geschichtsträchtige Region. Der Herrensitzes Casta Regis, der der Familie Caswell gehört liegt gleich in der Nähe, ebenso das recht düstere Anwesen Diana's Grove, das Lady Arabella March gehört. Etwa zeitgleich mit Adam reist auch der neue Erbe von Casta Regis, Edgar Caswell aus Afrika an und da um die Familie Caswell allerlei düstere Geschichten kursieren, ist man entsprechend gespannt auf seine Ankunft. Da sich Edgar und Adam für das gleiche Mädchen, die reizende Mimi Watford interessieren, kommt es schon bald zu Spannungen und auch die verführerische Lady Arabella wirft ihre Netze aus.

    Seit langem eine Folge, die bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat! Das Hörspiel ist wie immer wunderbar inszeniert, wartet mit einer dichten Atmosphäre und grandiosen Sprechern auf, es macht einfach Spaß hier zuzuhören! David Nathan als Edgar Caswell, diesmal ein Bösewicht, ist sehr überzeugend in seiner Rolle, als überheblicher Adliger und Gutsbesitzer und Markus Pfeiffer überzeugt in seiner Rolle als Adam Salton. Richard Salton und Nathaniel de Salis werden von Hasso Zorn und Joachim Pukaß gesprochen und bieten einen gelungenen Kontrast zu den beiden jüngeren Männern und auch Katja Nottke überzeugt als verführerischer Vamp mit dunklem Geheimnis. Der Schwerpunkt des Hörspiels liegt daher auch mehr in den hervorragend gesprochenen Dialogen als in einer gruseligen Handlung und gerade in der Handlung selbst gibt es doch einige Defizite. Eigentlich sollte es ja um den Lindwurm gehen, der laut einer Legende im Königreich Mercia existiert haben soll und durch Menschenopfer besänftigt werden mußte. Das wird auch alles schlüssig erklärt, ebenso wie Lady Arabellas Verwicklungen darin. Was aber nun Edgar Caswell mit der ganzen Sache zu tun hat und warum er versucht, Mimi Watford zu hypnotisieren, hat sich mir ehrlich gesagt nicht erschlossen, dieser Handlungsstrang verläuft leider völlig im Sande und das Ende des Hörspiels wartet mit einem eher dürftigen Finale auf, was doch etwas enttäuschend war.

    Fazit: hervorragende Sprecher und eine stimmige Atmosphäre sind diesmal die Pluspunkte, man hört den prägnanten Stimmen einfach gern zu, allerdings ist die Story an sich etwas dünn, einiges erklärt sich gar nicht, anderes bleibt auf der Strecke und das Ende an sich ist unspektakulär.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    sehr gut
  • Aldous Brisbane ist ein versierter Schiffsreisender, der schon viele Seefahrten unternommen hat, doch seine aktuelle Reise steht unter keinem guten Stern. Seine Kabine Nr. 105 im Unterdeck scheint dem Personal Unbehagen zu verursachen und auch der Mitreisende in der Koje über ihm verhält sich seltsam. Die Kabine riecht muffig und das Bullauge scheint sich Nächtens wie von Geisterhand zu öffnen. Als sein Kabinengenosse in der Koje über ihm spurlos verschwindet, wird ihm vom Schiffsarzt eröffnet, dass dies bereits der vierte Passagier ist, der aus der Koje verschwunden ist.

    Francis Marion Crawfords klassische Gespenstergeschichte wurde von Titania wieder einmal sehr stimmig und atmosphärisch dicht als Hörspiel umgesetzt! Es gibt eine ganze Reihe gruseliger Momente, die durch geschickten Einsatz von Musik und Geräuschkulisse sehr dramatisch und schauerlich untermalt werden und eine unheimliche Grundstimmung schaffen.
    Die Sprecher sind gewohnt gut besetzt, vor allem Axel Malzacher der seine Stimme Aldous Brisbane leiht, verkörpert den abenteuerlichen Seereisenden sehr gelungen.
    Für mich war ein kleines Manko, dass die Geschichte am Ende offen bleibt und es für den Spuk in der Koje keinerlei Erklärung gibt. Ich kenne die Originalgeschichte nicht, vermute aber dass man sich hier an die literarische Vorlage gehalten hat. Trotzdem habe ich am Ende eine wie auch immer geartete Lösung vermisst.

    FaziT: eine solide Folge, wie immer hervorragend inszeniert, kann aber inhaltlich nicht ganz mit den besten Folgen der Serie mithalten.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Professor Asher und Vampir Ysidro sind nach Paris gereist um dort nach einem mysteriösen, uralten Meistervampir zu suchen, der auch im Tageslicht aktiv sein kann. Doch bevor sie in die Katakomben der Kirche Saint Innocent hinabsteigen können um ihre Suche zu beginnen, müssen sie zunächst der Vampirkönigin von Paris Elysée de Montadour ihre Aufwartung machen. In den Katakomben treffen sie auf Bruder Antonius einen uralten Vampirmönch.

    Die Spannung steigert sich im 2. Teil weiter, Asher und Ysidro sind dem geheimnisvollen Vampir auf der Spur und hier kann man wie bei einem Krimi miträtseln, wer das Wesen ist und welche Ziele es überhaupt verfolgt. Asher und Ysidro steigen in die Katakomben hinab und hier entsteht eine wunderbar unheimliche Atmosphäre, die Gänsehaut erzeugt. Als die Ermittlungen nach England zurück führen, wird es erneut spannend, denn Ashers Frau ist verschwunden und wie sich heraus stellt, ist sie mit ihren Nachforschungen ihrem Mann voraus und hat das Geheimnis teilweise gelüftet. Es gibt weitere Schockmomente und insgesamt bleibt die Atmosphäre düster und spannend.
    Die Auflösung des Falles ist gut gelungen, klassische Krimielemente werden mit den phantastischen Elementen gemischt und ergeben eine stimmige Gesamtkomposition. Der Reiz der Folge lag für mich aber hauptsächlich darin, dass Vampire hier mal die Gejagten sind und von einer anderen Seite beleuchtet werden.

    FaziT: furioser Abschluß der Doppelfolge, die wie immer super inszeniert, mit tollen Sprechern besetzt und von stimmiger Musik und Geräuschkulisse untermalt wird.
  • Bewertung vom 29.06.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Die Vampire haben die Jahrhunderte überdauert und leben nun, Anfang des 20. Jahrhunderts relativ unentdeckt. Auch in Londons nebligen Gassen treiben sie ihre Unwesen, doch plötzlich sehen sie sich einer ernst zu nehmenden Gefahr gegenüber, ein Unbekannter öffnet ihre Särge, pfählt die Schlafenden und setzt dann die Körper dem Sonnenlicht aus. Vampir Don Simon Xavier de la Cadena-Ysidro bedroht die Familie von Professor James Asher, einem ehemaligen Meisterspion um dessen Hilfe zu erpressen. Asher läßt sich zunächst nur widerwillig auf die Aufgabe ein und folgt Ysidro von Oxford nach London und auch Ashers Frau Lydia ist heimlich bei den Ermittlungen dabei.

    Mit „Jagd der Vampire“ ist erneut eine Doppelfolge erschienen, die man am besten auch an einem Stück hört, da das Geschehen im 2. Teil nahtlos fortgesetzt wird.
    Die Atmosphäre im beginnenden 20. Jahrhundert, Londons neblige Gassen und die düstere Stimmung in den Grüften wird perfekt eingefangen und zum Hörer transportiert, hier kann man sich gut in die entsprechende Zeit hineinversetzen und eintauchen. Das Ungewöhnliche an dieser Schauergeschichte ist, dass man die Vampire diesmal aus einem ganz anderen Blickwinkel erlebt, sie sind die Gejagten, die der Reihe nach von einem Unbekannten getötet werden und suchen nun bei einem Menschen Hilfe. Die Story erinnert daher auch mehr an einen Vampirkrimi als an eine Gruselgeschichte. Für Professor Asher ist natürlich ständig die Gefahr präsent, da er als Beute für die Blutsauger geradezu prädestiniert ist. Hieraus ergibt sich eine besonders spannende Situation, die in einigen riskanten Szenen gipfelt.
    Die Sprecher sind gewohnt professionell bei der Sache und wurden auch speziell für das Hörspiel gut ausgewählt. Besonders gut hat mir Wolfgang Pampel (die deutsche Stimme von Harrison Ford) gefallen, der Professor Asher souverän und überzeugend darstellt. Auch Nicola Devico Mamone mimt den Vampir mit dem ellenlangen Namen perfekt und bringt den spanischen Akzent perfekt rüber.
    Auch musikalisch wurde das Hörspiel wieder stimmungsvoll untermalt und auch die Geräuschkulisse ist sehr intensiv und stimmig.

    FaziT: bisher wurde ich eigentlich von keiner Folge der Reihe enttäuscht und auch beim ersten Teil diesr Doppelfolge kommt wieder Begeisterung auf, was Inszenierung, Sprecher, Story und Atmosphäre betrifft!
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