Benutzername: tassieteufel
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Insgesamt 2994 Bewertungen
Bewertung vom 26.04.2017
Pater Brown, Folge 20: Der Gott des Gongs (MP3-Download)
Chesterton, Gilbert Keith

Pater Brown, Folge 20: Der Gott des Gongs (MP3-Download)


gut

Pater Brown ist gemeinsam mit seinem Freund Flambeau an der winterlichen englischen Küste unterwegs. Doch sie finden nicht nur eine reizvolle Landschaft vor, sondern in einem alten Musikpavillon stolpert der Pater über die Leiche eines Mannes! Als sie in einem nahe gelegenen Hotel telefonieren wollen, spitzt sich die Lage dort derart zu, das auf die beiden Wanderer sogar geschossen wird. Im nächsten Ort soll es einen spektakulären Boxkampf geben, also schlagen sich Pater Brown und Falmbeau dorthin durch, um endlich die Polizei zu beachrichtigen, doch wieder einmal kommt ihnen Pater Browns Spürsinn in die Quere, denn der Pater ahnt, das es in der Boxarena bald einen zweiten Toten geben wird.
Der Fall ist recht knifflig konstruiert, allerdings hat man hier als Hörer keine Möglichkeit mitzuraten, da Pater Brown die meisten Informationen für sich behält und sie quasi am Ende aus dem Hut zaubert. Trotzdem ist das ganze recht kurzweilig und unterhaltsam inszeniert. Die Flucht der beiden Hobbydetektive vor ihren Verfolgern ist ganz spannend und als die Beiden endlich in der Boxarena ankommen, gibt es auch wieder ein paar witzige Szenen, bei denen man schmunzeln muß! Die Auflösung, die der Pater liefert ist zwar in sich schlüssig, da aber dem Punkt müßte dann eigentlich die Polizei eingreifen, doch an dem Punkt endet das Hörspiel, so das sich für den Hörer ein etwas offenes Ende ergibt, da man nun gar nicht weiß, was aus den Tätern wird.

FaziT: kurzweilige Unterhaltung mit kleinen Defiziten bei der Handlung, es gibt definitiv bessere Folgen der Reihe.

Bewertung vom 26.04.2017
Pater Brown, Folge 22: Die purpurfarbene Perücke (MP3-Download)
Wakonigg, Daniela

Pater Brown, Folge 22: Die purpurfarbene Perücke (MP3-Download)


sehr gut

Francis Finn, Journalist eines Klatschblattes ist auf der Spur einer haarsträubenden Geschichte, angeblich soll ein Fluch zum Teufelsohr der Herzöge von Exmoor geführt haben. Um dem auf den Grund zu gehen, reist Finn nach Devonshire. Im Zug begegnet er Pater Brown, der zufällig dass selbe Ziel hat, er will seinen Freund Eduard Mull besuchen, der sich um die herzögliche Bibliothek kümmert. Kurz nach ihrer Ankunft findet man jedoch den Gutsverwalter ermordet auf und wieder einmal ist Pater Browns Spürsinn gefragt.

Wieder ein sehr stimmungsvoll inszenierter Fall. Statt des meist allgegenwärtigen Flambeau ist diesmal der sympathische Journalist Francis Finn Pater Browns Begleitung. Das fand ich als Abwechslung mal ganz nett. Der Fall ist solide konstruiert, es gibt diverse Wendungen, die dem Ganzen jeweils eine neue Richtung geben. Ein aufmerksamer und versierter Krimileser/Hörer kann hier zwar erahnen, was es mit dem Geheimnis des Herzogs auf sich hat, zumindest hatte ich recht schnell eine Ahnung, die sich dann am Ende auch bestätigt hat, aber das trübt das Hörvergnügen keineswegs, dazu gibt es zu viele Überraschungen. Ein kleines Manko gab es für mich aber doch, mir hat sich nicht wirklich erschlossen, warum der Herzog, immerhin ein reicher Mann, eine derart auffällige und offensichtlich häßliche Perücke trug. Aber natürlich brauchte man ja für die Geschichte auch einen Aufhänger. Die Auflösung am Ende und wie Pater Brown damit umgeht, ist dann wieder sehr gelungen, wenn auch typisch für den gewitzten Pater.
Die Sprecher sind wie immer top besetzt, hier kann man nichts bekritteln. Musik und Sounduntermalung sind in der Reihe ja eher spärlich, aber die dezente Musikuntermalung unterstützt hervorragend die Dialoge.

FaziT: ein stimmiger Plot, eine nette Atmosphäre und ein wie immer souverän ermittelnder Pater Brown bieten hier gelungene Hörspielunterhaltung.

Bewertung vom 26.04.2017
Pater Brown, Folge 21: Das Märchen des Pater Brown (MP3-Download)
Wakonigg, Daniela

Pater Brown, Folge 21: Das Märchen des Pater Brown (MP3-Download)


gut

Pater Brown hütet den Neffen seiner Haushälterin, da diese ihre kranke Schwester pflegen muß. Gesellschaft bekommt der Pater von seinem guten Freund Flambeau. Im Lauf des Abends berichtet Pater Brown wieder einmal von einem seiner Fälle. Einst hatte es den Pater in das kleine deutsche Fürstentum Heiligenwaldstein verschlagen. Dort herrschte ein despotischer Fürst, der seine Bevölkerung gnadenlos unterjochte und aus Angst vor einem erneuten Aufstand in seinem Schloß ungewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte. Trotzdem wird der Fürst kurz nach Pater Browns Ankunft tot im Wald aufgefunden. Für Pater Brown wieder einmal ein kniffliger Fall.

Für mich eine der eher schwächeren Folgen, da es zu wenig Spannung, Ermittlungsarbeit und solide Fakten gibt. Dafür wird mehr spekuliert und fabuliert.
Trotzdem ist die Atmosphäre wieder ganz nett geraten, man kann sie fast eine Kulisse aus dem Märchen der Brüder Grimm vorstellen, dunkle Wälder, tiefe Täler, ein böser Fürst und ein Goldschatz, das sind wirklich Zutaten für ein perfektes Märchen und am Ende erlebt der gute Flambeau dann auch eine Überraschung, die der aufmerksamen Hörer aber schon frühzeitig erahnen kann.

FaziT: nette Atmosphäre und ein sympathischer Pater Brown bieten hier launige, märchenhafte Unterhaltung. Aber wohl eher für hart gesottene Fans geeignet als für Freunde von Krimihörspielen.

Bewertung vom 26.04.2017
Doragon - Brut des Drachen, 1 Audio-CD
Topf, Markus

Doragon - Brut des Drachen, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Als eine Reihe brutaler Anschläge die japanische Gemeinde in Düsseldorf erschüttert, sieht der aufstrebende Reporter Tom Jordan seine Chance auf eine explosive Story. Nach ersten Recherchen scheint klar zu sein, dass die Yakuza, die japanische Mafia für die Taten verantwortlich ist. Deren Oberhaupt, den Doragon will Jordan enttarnen, denn niemand kennt dessen Identität. Gemeinsam mit Maiko, einer jungen Hotelerbin deren Vater eines der letzten Opfer war, macht sich Tom an die Recherche zur Story seines Lebens.

Auch in der 8. Folge der Serie bekommt der Hörer wieder eine sehr spannende und vor allem wendungsreiche Story geboten, die mit einer ganzen Reihe von unerwarteten Ereignissen bis zum Ende hin immer neue Überraschungen bietet, die kaum vorhersehbar sind und somit bis zur letzten Sequenz für Erstaunen sorgen.
Sehr gut hat mir neben der wendungsreichen Story auch der Sprechercast gefallen, der hier sehr gut besetzt wurde. Die Hauptrolle des Tom Jordan übernimmt Oliver Rohrbeck und er füllt diese Rolle ganz hervorragend aus, aber auch die anderen Figuren wurden sehr gelungen besetzt, so ist Detlef Bierstedt als Chefredakteur Robin Adler zu hören und Claudia Ubschat-Mingues brilliert als Maiko Takahashi, in weiteren Rollen sind u.a. Uwe Techner, Lutz Mackensy oder Dietmar Wunder zu hören, die ebenfalls dazu beitragen, dass diese Folge äußerst gelungen ist.
Passend zur Yakuza Thematik wird das Hörspiel teilweise von passenden exotischen Klängen untermalt, die sehr gut zum Setting passen und eine stimmige Atmosphäre erzeugen.

FaziT: eine sehr wendungsreiche Story die mit vielen Überraschungen für ein doch recht unerwartetes Ende sorgt und so von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam ist.

Bewertung vom 26.04.2017
Gruselkabinett, Folge 76: Das Teufelsloch (MP3-Download)
Stoker, Bram

Gruselkabinett, Folge 76: Das Teufelsloch (MP3-Download)


gut

Cornwell Ende des 19. Jahrhunderts: Sarah, Eric und Abel sind seit frühester Kindheit Freunde, doch als sie älter werden, verlieben sich Abel und Eric beide in die junge Frau, die sich jedoch nicht entscheiden kann. Sarahs Mutter, die sich um den Ruf ihrer Tochter sorgt, fordert eine Entscheidung und stellt eine Bedingung. Am Teufelsloch, einer Höhle an den Klippen, wo bei Flut Wasser brodelnd hineinschießt, soll das Los entscheiden. Der Gewinner soll mit dem Ersparten beider junger Männer in der Ferne sein Glück machen und nach einem Jahr zurück kehren und dann Sarah heiraten. Zunächst sind beide jungen Männer einverstanden, doch während der Gewinner überglücklich ist, bleibt der Verlierer von Hass erfüllt bei Sarah zurück.

"Das Teufelsloch" ist eine weitere Kurzgeschichte von Dracula Autor Bram Stoker, die Story wurde von Titania wieder gekonnt hochwertig produziert, doch die stimmige Ausstattung kann nicht darüber hinweg täuschen, dass die Geschichte weder gruselig noch besonders originell ist, sondern vielmehr recht vorhersehbar ist, am Ende hat man nicht mal einen Aha-Effekt sondern bekommt genau das, was man von Anfang an erwartet hat. Insgesamt ist die Folge mehr eine dramatische Liebesgeschichte oder ein Sittengemälde als eine Gruselstory, denn selbst der langsame geistige Verfall des verschmähten Liebhabers wird hier nicht besonders eindringlich dargestellt und so bleibt am Ende der Eindruck von gepflegter Langeweile, denn selbst der abrupte Schluß kann nicht wirklich überzeugen.

FaziT: eine der eher schwächeren Folge der Serie und das liegt mehr an der langsam dahin plätschernden Geschichte, als an der technischen Ausstattung, die wie immer hervorragend ist!

Bewertung vom 26.04.2017
Mord in Serie, Folge 6: Kalter Tod (MP3-Download)
Topf, Markus

Mord in Serie, Folge 6: Kalter Tod (MP3-Download)


gut

Der Münchener TV-Star und Playboy Alexander Degenhardt lädt seine neueste Eroberung, das Playmate Cecilia Moser in sein luxuriöses Ferienhaus in den verschneiten bayerischen Alpen ein. Degenhardt erklärt Cecilia, dass sein Haus mit den besten Sicherheitssystemen ausgestatte ist und quasi eine High-Tech-Festung sei.
Doch während Degenhardt Cecilia mit einem Gourmetessen noch weiter beeindrucken will, stürmen 3 schwer bewaffnete Gestalten das Haus und ein tödliches Spiel nimmt seinen Lauf, das durch einen draußen tobenden Schneesturm noch verstärkt wird, denn so ist es ausgeschlossen, dass Hilfe in das abgelegene Haus geschickt werden kann.

Für mich eine etwas zwiespältige Folge, da die gesamte Geschichte doch ein wenig unlogisch und auf reichlich Zufällen aufgebaut ist. Spannend ist es durchaus, allerdings wird es durch immer neue Wendungen dann zum Ende hin eben ziemlich unglaubwürdig, zwar ändert das nichts an der Spannung oder dem klaustrophobischen Gefühl, das sich zeitweise beim Hören einstellt, aber wenn man am Ende das Ganze etwas sacken läßt, bleibt eben ein zwiespältiges Gefühl zurück.
Keiner der Charaktere ist am Ende der, der er am Anfang zu sein scheint und es ergeben sich diverse Konstellationen, die für meinen Geschmack doch etwas zu viel des Guten waren. Hier wäre weniger mehr gewesen!
Nichts desto trotz sind die Sprecher recht gut für die einzelnen Figuren besetzt, besonders Udo Schenk als Alexander Degenhardt kann in dieser Rolle überzeugen. Reent Reins ist als Söldner Gabriel da Silva zu hören und auch Linn Mackenzie macht als Cecilia Moser ihre Sache ganz ordentlich. Musik und Geräuschkulisse sind wie immer erstklassig und tragen in den entsprechenden Szenen zur atmosphärischen Stimmung bei.

FaziT: unterhaltsames und spannendes Versteckspiel, das man inhaltlich aber nicht zu sehr hinterfragen sollte, manchmal ist weniger eben mehr!

Bewertung vom 26.04.2017
Gruselkabinett, Folge 75: Weiß (MP3-Download)
Fortune, Mary

Gruselkabinett, Folge 75: Weiß (MP3-Download)


sehr gut

Der junge Arzt Charles Elveston wird während eines Patientenbesuchs auf ein abgeschirmt liegendes Herrenhaus aufmerksam, in dem merkwürdige Dinge vorgehen, alles in und um das Haus ist weiß, auch der Besitzer des Anwesens, der Duke de Rohan ist weiß gekleidet. Elveston will das Rätsel lüften, da kommt ihm zu Hilfe, dass der Duke ihn in einer medizinischen Angelegenheit aufsucht.

Eine Folge, die weniger durch unheimliche Geschehnisse überzeugt, sondern, die Neugier des Hörers weckt, was hinter der Farbe Weiß und dem seltsamen Verhalten des Duke steckt. Nachdem Charles in seiner Funktion als Arzt konsultiert wurde, erfährt er dass die Nichte des Adligen dem Wahnsinn verfallen ist und nur in einer Umgebung aus reinstem Weiß leben kann, ohne ihrem Wahn zu verfallen. Doch die wunderschöne, anmutige junge Frau erscheint dem Arzt völlig normal und schon bald überzeugt sie ihn, dass es ihr Onkel ist, der wahnsinnig ist. Hier kann man als Hörer ähnlich wie Charles Elveston miträtseln, wer denn hier nun der Wahnsinnige ist. Natürlich ahnt man, dass hier wesentlich mehr dahinter steckt und wird am Ende auch mit hochdramatischen Ereignissen überrascht, die man so gar nicht mehr erwartet hat.
Obwohl dieses Hörspiel zunächst sehr ruhig und gemächlich daher kommt, zeigt sich hier wieder einmal die Stärke von Titania Medien, die diesen Stoff gewohnt atmosphärisch dicht und sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt hat. Hauptsächlich von drei großartigen Sprechern (Johannes Raspe, Niels Clausnitzer und Stephanie Kellner) wird dieses Hörspiel getragen, die die Hauptcharaktere Doktor Elveston, den Duke und dessen Nichte Blanche d'Alberville sehr eindringlich und gefühlsbetont verkörpern. Musikalisch wird diese Folge von eher ruhigen und unaufdringlichen Klängen untermalt, die die zunächst gemächlichen Ereignisse hin zum unerwarteten Höhepunkt leiten.

FaziT: Auch wenn der Gruseleffekt hier nicht wirklich zum Tragen kommt, so überzeugt die Folge doch mit einer sehr dichten Atmosphäre und hält die Neugier des Hörers, was hinter all dem seltsamen Verhalten steckt, bis zum Ende hoch. Wie von Titania gewohnt überzeugen auch wieder die grandiosen Sprecher, die eine tolle Leistung abliefern.

Bewertung vom 26.04.2017
Gruselkabinett, Folge 74: Die Macht der Dunkelheit (MP3-Download)
Nesbit, Edith

Gruselkabinett, Folge 74: Die Macht der Dunkelheit (MP3-Download)


gut

Das Künstlerpaar Laura und Jack verbringt ein paar Tage fernab von London in dem kleinen Küstenort Brenzett, dort gefällt es ihnen so gut, dass sie sich dort ein Häuschen kaufen. Bei der Erkundung der Gegend kommen sie auch zu einer kleinen Kapelle in der 2 Steinsarkopharge mit lebensgroßen Marmorstatuen stehen. Laura verspürt sofort ein großen Unbehagen in der Kapelle und später erfahren beide, dass sich unheimliche Geschichten um die Statuen ranken.

Diesmal werden gleich 2 Geschichten erzählt, einmal die Rahmenhandlung um Laura und Jack und dann erzählt Laura eine von ihr verfasste Gruselgeschichte, die fast den gesamten Mittelteil einnimmt. Lauras in Paris angesiedelte Geschichte um 2 junge Studenten, die eine Nacht in einem Wachsfigurenkabinett verbringen fand ich sehr gelungen, die Story ist spannend und auch etwas gruselig umgesetzt. Bei der Rahmenhandlung fehlte mir doch der Gruseleffekt. Die Geschichte startet idyllisch und Laura und Jack sind dem Hörer auch sofort sympathisch. Doch die angedeutete unheimliche Komponente um die beiden Marmorstatuen kommt nicht so recht zum Tragen. Zwar deutet der Bericht der Haushälterin an, dass hier etwas unheimliches vorgeht und am Ende als Jack im Nebel zu der kleinen Kirche läuft kommt tatsächlich ein wenig Gruselfeeling auf, aber das recht abrupte Ende ohne erkennbare Auflösung konnte mich nicht so recht überzeugen.
Gewohnt gelungen ist wieder die technische Ausstattung. Trotz der inhaltlich etwas dürftigen Geschichte wird mit Musikuntermalung und einer dichten Geräuschkulisse eine dichte, stimmige Atmosphäre geschaffen und die Sprecher sind wie immer eine Highlight der Reihe.

FaziT: eine Geschichte in der Geschichte, so könnte man die 74. Folge des Gruselkabinetts knapp umschreiben. Allerdings haben beide Geschichten keinerlei Zusammenhang und die Rahmenhandlung ist nicht wirklich gruselig und wirkt zudem durch die im Mitteleteil erzählte 2. Geschichte auch etwas zerfasert. Trotz guter Umsetzung von der technischen Seite wirkt diese Folge daher etwas konturlos.

Bewertung vom 26.04.2017
Gruselkabinett, Folge 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen (MP3-Download)
Doyle, Arthur Conan

Gruselkabinett, Folge 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen (MP3-Download)


sehr gut

Professor Saunderson ist ganz erstaunt, dass sein viel zu früh verstorbener Freund Dr. James Hardcastle ihm etwas hinterlassen hat. Der Nachlass entpuppt sich als Brief in dem Hardcastle ihm ein seltsames Erlebnis schildert, das ihn bis zu seinem Tod nicht mehr losgelassen hat. Wegen seiner Lungenerkrankung sollte sich Hardcastle auf der Farm von Miss Allerton in Derbyshire erholen. Miss Allerton erzählt ihm von dem seltenen Mineral Blue John, das schon von den Römern in unterirdischen Stollen abgebaut wurde. Das in den Stollen seltsame Vorkommnisse passiert sind und immer wieder Schafe verschwinden, von denen nur blutige Fellreste übrig bleiben, schreckt James Hardcastle jedoch nicht ab und er macht sich an eine Erkundung der Stollen und dort entdeckt er etwas unheimliches.

Wie gewohnt wurde auch diese Folge, die ursprünglich aus der Feder von Arthur Conan Doyle stammt, von Titania stimmungsvoll und mit viel Atmosphäre umgesetzt.
Zunächst beginnt das Hörspiel mit dem Auftritt von Professor Saunderson, der den Tod seines Freundes betrauert und sich über den seltsamen Nachlass wundert. James Hardcastle brieflicher Bericht wird dann als Rückblick geschildert und beginnt ganz harmonisch mit James Ankunft auf der Farm und seinen ersten Erkundungen der malerischen Landschaft. Von dem Jungen Schäfer Armitage wird er eindringlich gewarnt, die Stollen zu betreten und hier zeigen sich erste unheimliche und mysteriöse Momente, die dann in einer schrecklichen Nacht im Stollen gipfeln. Dann allerdings gibt es doch einen leichten Knick im Spannungsbogen, da die nachfolgenden Ereignisse zwar durchaus unterhaltsam geschildert werden, eine überraschende Wendung oder ein besonderer Knalleffekt am Ende ausbleiben und die Geschichte mehr vor sich hin plätschert.
Lediglich 6 Sprecher tragen die gesamte Story und machen ihre Sache hervorragend. Helmut Zierl als Dr. Johnson und Wolfgang Welter als Inspektor haben dabei nur kleine Nebenrolle inne, während Matthias Kofler ist als Armitage, Ingrid Steeger als Miss Allerton und Horst Naumann der Professor Saunderson verkörpert und durch die Rahmenhandlung führt, etwas häufiger zu hören sind. Die Hauptrolle des Dr. James Hardcastle wird von Marc Oliver Schulze übernommen, der den schwer erkrankten jungen Mann, dem man seine seltsamen Erlebnisse nicht glauben will, überzeugend verkörpert. Musik und Geräuschkulisse sind wie immer erstklassig und untermalen die Geschichte mit einem dichten, stimmigen Klangteppich, der sowohl die harmonischen wie auch die unheimlichen Szenen gekonnt untermalt und die jeweilige Stimmung verstärkt.

FaziT: auch wenn die Geschichte an sich nicht so viel Gruselfeeling vermittelt wie einige andere, so überzeugen doch wieder einmal die Sprecher und dich dichte, atmosphärische Inszenierung.

Bewertung vom 26.04.2017
Blutiger Halloween / Geisterjäger John Sinclair Bd.42 (1 Audio-CD)
Dark, Jason

Blutiger Halloween / Geisterjäger John Sinclair Bd.42 (1 Audio-CD)


gut

Carrie Blake und die Freunde aus ihrer Clique bekommen eine anonyme Morddrohung, die sich auf einen Vorfall aus ihrer Kinderzeit bezieht, von der eigentlich niemand etwas wissen kann. Carries Vater wendet sich an seinen Freund Sir James, dieser schickt John Sinclair und Jane Collins in das Internat, um sich des Vorfalles anzunehmen. Im Monkfort Internat soll am Abend eine große Halloweenparty steigen und John und Jane ahnen bald, dass sich hinter den Drohbriefen etwas viel ernsteres verbirgt, als zunächst gedacht.

Unheimliche und gruselige Vorfälle an Halloween sind nun wahrlich nichts Neues, daher ist diese Folge inhaltlich auch eher unterer Durchschnitt, da die Thematik doch schon reichlich oft bedient wurde und an einschlägige Gruselgeschichten erinnert. Zudem bedient die Folge das typische Klischee von Schockerfilmen, dass sich die Protagonisten trotz Morddrohungen und diversen Warnungen ganz bewußt allen möglichen Gefahren aussetzten und so nach und dezimiert werden. Ist auf Dauer schon ein wenig langweilig, hier hätte man durchaus mehr Pepp reinbringen können.
Allerdings sind wie bei der Reihe ja schon gewohnt Sprecher und technische Umsetzung einwandfrei, so dass man hier trotz der etwas ausgelutschten Thematik doch ein solide gemachtes Hörspiel bekommt, das immerhin Soundtechnisch beste Unterhaltung bietet.

FaziT: ein schon breit ausgewalztes Thema, dass zudem reichlich Klischees aus dem Genre bedient und die Folge so inhaltlich eher an die untere Kante verdammt. Tolle Sprecher und ein stimmige Musik und Geräuschkulisse sorgen aber trotzdem für gute Unterhaltung und eine gewisse Atmosphäre baut sich trotz des dünnen Inhalts auch auf.