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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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Bewertungen


Insgesamt 1527 Bewertungen
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Doherty, Paul Tapestry of Murders (eBook, ePUB) EUR 7,49
  • Bewertung vom 24.04.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Die Pilgergruppe sitzt bei heftigem Regen in einem Gasthaus in Kent fest, eine gute Gelegenheit, für eine weitere Schauergeschichte. Diesmal ist der Advocat an der Reihe und berichtet, wie ein junger Anwalt in London in einem Mordfall ermitteln soll und dabei in ein wahres Netz aus Lügen, Intrigen und Verschwörung verwickelt wird.

    Wie schon im ersten Teil der „Canterbury Tales“ so ist auch hier der eigentliche Krimifall in eine Rahmenhandlung eingebettet. Man erfährt zwar nur wenig über die Pilger, aber es deutet sich an, dass sich viele aus der Gruppe von früher kennen und einige durch Geheimnisse miteinander verbunden sind.
    Im ersten Teil erzählte der Ritter Sir Godfrey Evesden eine Geschichte, nun ist der Advokat an der Reihe und er berichtet, wie der junge Anwalt Nicholas Chirke im Jahr 1358 in eine düstere Mordgeschichte verwickelt wird. Königin Isabella ist seit einigen Monaten tot, doch sie nahm ein finsteres Geheimnis mit ins Grab. Es wird vermutet, das Vallence der Knappe der Königin dieses Geheimnis kannte, doch der junge Mann wurde bei seiner Flucht aus England schwer verwundet und starb an den Verletzungen. Auch Richter Berisford, der zunächst mit den Ermittlungen betaut war, wurde ebenfalls ermordet. Doch hochranginge Personen und verschiedenen andere Parteien, wie der geheimnisumwitterte „König der Bettler“ sind an dem Geheimnis interessiert und schon bald gerät Chirke in große Gefahr.
    Der Krimifall ist sehr wendungsreich konstruiert, zum einen geht es um die Mordermittlung an Richter Berisford und dann um die Klärung des Geheimnisses. Hier tappt der Leser lange Zeit im Dunklen und wird am Ende mit einer unerwarteten Wendung verblüfft, denn eigentlich geht es um 2 Geheimnisse. Die Auflösung ist schlüssig und logisch, die Handlung spannend bis zum Schluß.
    Neben seinen gut recherchierten Fakten glänzt Paul Doherty erneut mit einer gelungen Schilderung vom London/England des 14. Jahrhunderts, hier bekommt der der Leser ein buntes und facettenreiches Bild vom damaligen Leben. Schade dass die anderen Teile der „Canterbury Tales“ nicht ins deutsche übetragen wurden!

    FaziT: ein spannender Mittelalterkrimi, in dem der Autor erneut beweist, dass er historische Fakten auf spannende und interessante Weise mit einer fiktiven Geschichte verbinden kann und so dem Leser ein buntes und faszinierendes Bild vom London des 14. Jahrhunderts vermittelt.
Dissieux, Michael Auferstehung (eBook, ePUB) EUR 2,99
  • Bewertung vom 24.04.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • 4 Jahre sind seit Frank Feldmans Besuch in Arc’s Hill vergangen, 4 Jahre die den jungen Reporter verändert haben, der seine schrecklichen Erinnerungen in Alkohol zu ertränken versuchte. Da erreicht ihn ein Brief von Pater Donovan, in dem um seine Rückkehr in das kleine Städtchen gebeten wird, denn das Böse ist nach Arc’s Hill zurückgekehrt.

    Auch in seinem 3. Teil versteht es der Autor, die Spannung hochzuhalten, doch im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen gibt es einen deutlichen Unterschied. War bisher das Grauen ehr unterschwellig spürbar, so schlägt dem Leser in „Die Auferstehung“ deutliche Brutalität entgegen. Die Überlebenden, die in dem verlassenen Sanatorium zurückgelassen wurden, haben sich zu degenerierten, Trieb gesteuerten Wesen gewandelt, die auf brutalste Weise auf die Jagd gehen, hier sollte man also nicht zart besaitet sein!
    Wirt des „Knights Head“ ist nun ein alter Freund von Pater Donovan, der in verschiedenen Rückblenden Frank Feldman seine Geschichte erzählt und wie er mit Arc’s Hill verbunden ist, hier baut sich die düstere, unterschwellige Bedrohung weiter auf. In einem weiteren Erzählstrang schildert der Autor, was aus den Überlebenden im Sanatorium wurde und dieser Handlungsstrang ist ziemlich brutal! Das Böse in Arc‘s Hill ergreift Besitz von diesen Wesen und läßt sie „Vieh“ jagen, „Vieh“ sind in diesem Fall aber die Bewohner von Arc’s Hill.
    Die Grundstimmung des Buches ist noch düsterer und hoffnungsloser als in den Vorgängern. Aus Frank Feldmann ist ein ziemlich kaputter Säufer geworden, der trotzdem an den Ort des Schreckens zurück gekehrt ist und versucht, die Auferstehung des Bösen zu verhindern. Aber das offene Ende läßt wenig Hoffnung für Arc’s Hill und seine Bewohner und man fragt sich, was für Schrecken im nächsten Teil warten.

    FaziT: der dritte Teil bietet eine deutliche Steigerung zu den beiden Vorgängern, der Autor hält die Spannung durchweg hoch und läßt eine beklemmende, düster Stimmung entstehen, der man sich beim Lesen nicht entziehen kann.
Liebheit, Benno Requiem für einen Saumagen EUR 9,99
  • Bewertung vom 22.04.2015
  •  
    sehr gut
  • Ich muß gestehen, dass ich an diesen Regionalkrimi gar keine so großen Erwartungen hatte und dann von dem recht komplexen und undurchschaubaren Krimi positiv überrascht wurde!
    Der Autor zeichnet seine Figuren detailreich und liebevoll, wobei einem der etwas eigenbrötlerische und grummelige Bick erst nach und nach ans Herz wächst. Seine Schwester Christina, die nach der Scheidung einen Neuanfang wagen will und ihre Freundin Janne sind aber bereits von Anfang an Sympathieträger, ebenso wie Bicks junger Kollege Max.
    Der Krimifall ist ziemlich komplex und reicht weit in die Vergangenheit zurück, das ahnt der Leser bereits nach dem Prolog, doch wie alles zusammen hängt, Hintergründe und Motive, das erschließt sich erst nach und nach und der Autor schickt den Leser hier auf eine Schnitzeljagd, bei der man immer neue Hinweise und Wendungen bekommt und bei der man ebenso wie die ermittelnden Kommissare lange Zeit im Dunkeln tappt. Zwar kann man einiges im Laufe der Geschichte erahnen, aber die genauen Zusammenhänge erschließen sich erst zum Schluß. Hier ist dem Autor ein wirklich kniffliger Fall gelungen, der zum miträtseln einlädt. Als wirklich stimmige Kulisse dient die Pfälzer Weinregion, die für den Krimifall einen netten und passenden Hintergrund bildet. Lediglich das Ende bietet einen kleinen Kritikpunkt, weil hier auf die Auflösung eines wesentlichen und wie ich finde wichtigen Details verzichtet wird, das läßt den Leser ein wenig im Unklaren zurück und trübt da ansonsten runde Ende.

    Fazit: ein stimmiger, unterhaltsamer und spannender Regionalkrimi, in dem wesentlich mehr steckt, als man zunächst vermutet! Nette Charaktere und ein spannender, kniffliger Krimifall bieten unterhaltsame Lesestunden und wenn der Kommissar seinem Hobby frönt und den Kochlöffel schwingt, läuft einem schon mal das Wasser im Mund zusammen! Eine schöne Zugabe wären hier ein paar Rezepte gewesen!
Wallace, Edgar Der Unhold 01 EUR 9,95
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 22.04.2015
  •  
    sehr gut
  • London wird seit Wochen von dem Unhold terrorisiert, Scotland Yard hat auch schon dessen Identität geklärt, Jim Turner ein Australier mit übermenschenschlichen Kräften und schwachem Verstand steckt hinter den Anschlägen. Doch Inspektor Lowe, weiß, dass hinter dem Unhold ein Drahtzieher stecken muß und der Hüne nur die ausführende Hand ist. Als Richter Warren ermordet wird und Miss Guildford, die ihren verschwundenen Onkel sucht, entführt wird, kommt Inspektor Lowe dem eigentlichen Unhold auf die Spur.
    Der Krimi ist ein typischer Edgar Wallace mit einem verzwickten Fall, Erpressung, Entführung und einem Schurken, der sich hinter der Maske der Anständigkeit tarnt. Also alles was von diesem Genre erwartet. Die Umsetzung ist auch durchaus stimmig und erinnert an die alten schwarz weiß Filme. Neblige Londoner Gassen, alte Keller und eine verlassene Irrenanstalt komplettieren das Setting und erzeugen eine typische Edgar Wallace Stimmung.
    Auch das Sprecherteam liefert eine überzeugende Arbeit ab, allerdings gibt es reichlich agierende Personen, so dass man hier ein wenig aufpassen muß, um alle auseinander zu halten. Die musikalische Untermalung paßt gut zum 20ger Jahre Feeling und untermal den Krimifall sehr stimmungsvoll.

    FaziT: ein typischer Edgar Wallace Fall mit jeder Menge Intrigen, Verschwörungen und Verwicklungen, das Ganze wurde aber sehr stimmig und unterhaltsam in Szenen gesetzt, so dass hier Fans der alten s/w Filme voll auf ihre Kosten kommen.
Preger, Sven; Erdenberger, Ralph Faust jr. ermittelt - Die letzten Dinosaurier, Audio-CD EUR 9,99
  • Bewertung vom 22.04.2015
  •  
    sehr gut
  • Privat-Detektiv Frank Faust hat sich auf wissenschaftliche Ermittlungen spezialisiert. Als seine Nichte Luna in der Schule zur Nachprüfung muß, ist Onkel Frank ihre letzte Rettung, denn es geht um ihre Versetzung! Das Thema der Prüfung: Das Aussterben der Dinosaurier. Um das Thema umfassend zu recherchieren, muß sich Frank Faust mit Forschern treffen, Museen besuchen und auch schon mal selbst Hand anlegen.

    Die Reihe Faust Junior ermittelt, ist eindeutig eine Reihe für Kinder und Jugendliche, das merkt man sowohl an der Inszenierung als auch an der Art wie das Wissen vermittelt wird. Aber auch als Erwachsener kann man sich hier gut unterhalten und erfährt noch das ein oder andere wissenswerte!
    Der leicht chaotischen Detektiv Frank Faust agiert mit dem Erzähler, das ist schon etwas ungewöhnlich, lockert aber die Atmosphäre im Hörspiel deutlich auf und sorgt für kleine launige Geplänkel. Die verschiedenen Theorien zum Aussterben der Dinos werden auf verständliche, nachvollziehbare und sehr unterhaltsame Weise geschildert, dazu trifft sich Frank Faust mit einer ganzen Reihe von Wissenschaftlern und Forschern, die ihren Part interessanter Weise alle selbst sprechen und gänzliche auf ihren Fachjargon verzichten, so dass das dargelegte Wissen sehr anschaulich vermittelt wird.

    FaziT: eine interessante Hörspielreihe nicht nur für Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene können hier noch etwas lernen!
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 21.04.2015
  •  
    sehr gut
  • Professor van Dusen und Hutchinson Hatch sind mit dem Zug von Paris nach Bad Emsingen unterwegs und während der Professor in seine Arbeit vertieft ist, langweilt sich der Reporter. Van Dusen empfiehlt ihm darauf hin, doch den ersten Fall niederzuschreiben, den beide zusammen gelöst haben und so kommt der Hörer in den Genuß mitzuerleben, wie Hatch und der Professor sich kennen gelernt haben: 1898 soll Hutchinson Hatch einen Bericht über einen Leichenfund im New Yorker Hafen schreiben, doch als er Detektive Sergeant Caruso kennen lernt, kommen Hatch Zweifel ob der Fall jemals gelöst werden kann. Als er wenig später über ein Schachturnier berichten soll, lernt der Reporter Professor van Dusen kennen und erzählt ihm von dem Mordfall und so wird der Professor zum ersten Mal in polizeiliche Ermittlungen involviert.

    Sicher gab es schon spannendere Fälle für die Denkmaschine, aber hier zieht sich der Reiz eindeutig daraus, wie Hutchinson Hatch und der Professor sich kennen lernen und der Professor seine überragenden Fähigkeiten zur Schau stellt. Wie er den Schachweltmeister Dr. Lasker schlägt, ohne das Spiel zu kennen, ist schon sehr unterhaltsam und wurde von den Produzenten auch sehr gekonnt in Szene gesetzt.
    Wie gewohnt spricht Friedrich W. Bauschulte Professor van Dusen auf sehr prägnante Weise und verleiht der Denkmaschine leicht hochnäsige Züge, was aber sehr gut zu der Figur paßt. Auch die anderen Sprecher sind gut besetzt und tragen zum stimmigen Gesamtbild bei.

    FaziT: auf unterhaltsame Weise erlebt der Hörer hier mit, wie sich der Professor und sein Chronist Hutchinson Hatch kennen lernen und ihren ersten Fall lösen. Sicher nicht die größte Herausforderung für die Denkmaschine, aber sehr gelungen und kurzweilig inszeniert.
Smith, Tom Rob Kind 44 / Leo Demidow Bd.1 EUR 9,95
  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 20.04.2015
  •  
    sehr gut
  • Moskau Anfang der 50ger Jahre: auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, nackt, verstümmelt und der Magen wurde herausgeschnitten. Laut der politischen Doktrin gibt es aber in der Sowjetunion der Stalinzeit keine Verbrechen. Daher wird Geheimdienstoffizier Leo Demidow zu der Familie des toten Jungen geschickt, um die Sache unter den Teppich zu kehren und als Unfall zu deklarieren. Leo ist linientreu und glaubt an seinen Staat, das ändert sich erst, als man seine Frau denunziert und er sich weigert sie ebenfalls als Spionin zu entlarven. Leo wird degradiert und nach Wualks versetzt. Dort stößt er auf weitere Kinderleichen, die nach dem selben Muster getötet wurden, wie der Junge in Moskau. Auf eigene Faust beginnt er zu ermitteln und stößt auf eine grauenhafte Mordserie, doch mit seinen Ermittlungen bringt er sich und seine Familie in größte Gefahr.

    Die Geschichte beginnt im Winter 1953, kurz vor Stalins Tod. Hier ist es dem Autor sehr gut gelungen, die Lebensbedingungen in der stalinistischen Sowjetunion einzufangen und dem Leser ein sehr intensives und bedrückendes Bild dieser Zeit aufzuzeichnen. Den Mordfall an einem kleinen Jungen soll Geheimdienstoffizier Leo Demidow vertuschen, doch bis es dann zu den eigentlichen Mordermittlungen kommt, vergeht erst mal ein Drittel des Buches. Leo Demidow ist staatskonform und glaubt an die Doktrin des Staates. Er glaubt allerdings auch, dass seine Frau Raisa ihn liebt. Als man ihn zwingen will, seine Frau zu denunzieren, muß er einige unangenehme Wahrheiten über sich, seine Frau und seinen Staat erkennen und ab hier kann der Leser mitverfolgen, wie sich Leo vom gesetzeskonformen Geheimdienstoffizier zu einem Mann wandelt, der die Dinge hinterfragt und auch kritisch sieht. Als er strafversetzt wird und auf einen ähnlichen Mordfall wie in Moskau stößt, beginnt er gegen alle Widerstände zu ermitteln und nimmt dabei auch persönliche Repressalien in Kauf. Für mich kamen die Mordermittlungen ein wenig kurz, wie gesagt schildert der Autor gekonnt die Lebensumstände und läßt den Leser auch sehr intensiv am Schicksal seiner Hauptfigur teilhaben und läßt Leo Demidow eine wahre Odyssee erleben, aber gerade zum Schluß überstürzen sich die Ereignisse ziemlich und so bleibt einiges auf der Strecke. Insgesamt hat der Autor etwas zu viel in Geschichte hineingepackt und so wirkt am Ende einiges etwas konstruiert. Trotzdem bleibt eine spannende und düstere Geschichte, deren Intensität man sich beim Lesen nicht entziehen kann und die auch die eine oder andere Gänsehaut verursacht.

    FaziT: für einen Serienauftakt ganz gelungen, der Autor schildert atmosphärisch dicht und sehr eindringlich das Leben in der stalinistischen Ära, allerdings kommt der Schluß ein wenig abrupt. Zwar werden alle Handlungsstränge miteinander verknüpft, aber das wirkt teilweise etwas zu konstruiert und unglaubwürdig. Trotzdem eine spannende Lektüre, bei der man mit der Hauptfigur mitfiebert.
  • Bewertung vom 20.04.2015
  •  
    sehr gut
  • Im 15. Jahrhundert wird die Nordsee von Piraten unsicher gemacht und die Hanse hat unter diesen Freibeutern schwer zu leiden, da ist es verständlich, dass mit Piraten nicht zimperlich umgegangen wird. Johann Torns, der als einziger Überlebender von Piraten von einem Pestschiff gerettet wird, schließt sich den Freibeutern an und gerät aber bald in eine von der Hanse gestellten Falle.

    Hörspiele gibt es ja inzwischen in allen Genres wie Sand am Meer, und auch wenn Piraten in Literatur und Film hoch im Kurs stehen, so sind sie doch bisher nicht in den Hörspielsektor vorgedrungen, daher war ich entsprechend neugierig. Die Reihe ist auf 5 Teile ausgelegt, also recht überschaubar. In der ersten Folge erlebt man mit, wie Johann Torns von der Hanse gefangen genommen wird und er in Rückblicken erzählt, wie er zu den Piraten gekommen ist. Allerdings scheint seine Vergangenheit irgendein Geheimnis zu umgeben, das aber noch im Dunklen bleibt.
    Die Umsetzung ist ganz interessant gemacht und man hat die Handlung sehr atmosphärisch in den geschichtlichen Hintergrund eingebettet. Lediglich zu Anfang, bei den Szenen im Kerker kamen mir einige der Sprecher sehr hölzern und gekünstelt vor, das bessert sich aber im Lauf des Hörspiels deutlich und vor allem die Piraten werden von ihren Sprechern sehr gut dargestellt. Die Handlung an sich macht neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte, es werden viele Andeutungen gemacht, Fragen aufgeworfen und Sachen angedeutet, die natürlich alle offen bleiben und hoffentlich in den nächsten 4 Folgen geklärt werden. Musikalisch wurde hier eine sehr gute Wahl getroffen, denn das Hörspiel gewinnt viel Tiefe durch die passenden Klänge mit denen die Story untermalt wurde.

    Fazit: Insgesamt ein interessanter Einstieg in eine neue Reihe, bleibt zu hoffen das der recht gute Ansatz in den nächsten Folgen weiter ausgebaut wird.
  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 17.04.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Sherlock Holmes, Dr. Watson und Inspektor Lestrade warten darauf, eine Diebesbande zu überführen. Tatsächlich gelingt es auch problemlos, John Clay und seinen Kumpan dingfest zu machen. Doch Sherlock Holmes ging die ganze Sache einfach zu glatt und er vermutet einen wesentlich größeren Cou hinter allem und er sollte Recht behalten. Denn schon bald sind die beiden Verbrecher auf Grund hochrangiger Freunde wieder frei und als Holmes zu ermitteln beginnt, stößt er schon bald auf ein brisantes Geheimnis.

    Der Fall, der zunächst recht einfach und durchschaubar beginnt, nimmt recht schnell eine knifflige Wendung und entpuppt sich als ungewohnt verzwickt. Je weiter die Handlung voran schreitet, um so mehr Fragen stellen sich und wie Dr. Watson und Inspektor Lestrade, so tappt auch der Hörer völlig im Dunkeln. Es gibt eine Verknüpfung zu einem Originalfall von Artur Conan Doyle, nämlich zur „Liga der Rothaarigen“ und es wird ein weiterer berühmter Ermittler, August Dupin, in den Fall integriert.
    Die Handlung ist schlüssig aufgebaut, wenn auch recht komplex, hier muß man beim Hören gut aufpassen, damit einem kein Detail entgeht.
    Die Sprecherriege ist wie immer gut gewählt und vor allem Charles Rettinghaus, der Sherlock Holmes spricht, verleiht diesem eine etwas blasierte und grüblerische Charakternote. Die Atmosphäre ist sehr gelungen und es baut sich ein stetig steigender Spannungsbogen auf, der in einem überraschenden Ende gipfelt.

    FaziT: Eine sehr interessante Folge, die mit einem besonders verzwickten Fall besticht und für reichlich Überraschungen sorgt.
  • Bewertung vom 17.04.2015
  •  
    sehr gut
  • 25. Geheimnis um Forlon Abbey

    Im idyllischen Seebad Bournemouth macht Mimi die Bekanntschaft des Adligen Sir Walter Night und seiner Tochter. Zunächst belauscht sie einen Streit der Beiden in der es um einen Freund von Tochter Florence geht. Mimis Neugier ist geweckt und mit einem kleinen Kniff macht sie die Bekanntschaft der Beiden. Scheinbar wird Florence von einem unheimlichen Mann verfolgt und als Mimi ein Gespräch belauscht, steht für sie fest, daß die junge Frau in großer Gefahr schwebt.

    Tja, so ganz kann die Folge mit den sehr guten Vorgängern nicht mithalten, der Einstieg besteht mehr oder weniger aus Mimis Selbstgesprächen, die ihre aktuelle Lage beschreiben und ein wirklicher Fall existiert auch nicht, denn die angebliche Verschwörung löst sich am Ende in Nichts auf. Es agieren auch nur 5 Personen, gut das muß kein Manko sein, aber hier macht es alles recht vorhersehbar und da es im Grunde keinen Fall gibt, wirkt Mimi hier wie eine einsame alte Frau die Anhang sucht.

    Fazit: schade, ich hatte hier mehr erwartet, irgendwie scheint hier ein wenig die Lust raus zu sein. Mimi ist zwar gewohnt unternehmungslustig und launig drauf, aber inhaltlich hat der Fall nicht wirklich etwas zu bieten.


    26. Vabaque - Tödliches Roulette

    Nie hätte Rachel Darian gedacht, dass der Besuch eines Spielkasinos derartige Folgen haben könnte! Zufällig belauscht sie die Gespräche eines Unterweltbosses und gerät in den Besitz von belastenden Tonbändern. Nun sind die Gangster hinter ihr her und die Metropolitan Polizei ist nicht so recht in der Lage Rachel zu schützen. Nur gut dass es Mimi Rutherfurt gibt, die mal wieder mit Schafsinn und Spürnase den Fall löst.

    Insgesamt ganz unterhaltsam, wobei mir Mimi hier fast zu sehr zu Superwoman wurde. Dass eine alte Dame Überfälle, einen tätlichen Angriff und Schläge gegen den Kopf so einfach wegsteckt, war mir doch ein wenig zu unrealistisch, aber insgesamt ist das Hörspiel auf jeden Fall schlüssiger aufgebaut als der Vorgänger und es gibt hier einen richtigen Fall.

    FaziT: wenn es auch kleine Logikfehler gibt so ist der Fall insgesamt doch wesentlich besser aufgebaut als der Vorgänger, hier kann man wenigstens wieder von einem Fall sprechen!




    27. Im Angesicht des Mörders

    Inspektor Langley von der Metropolitan Polizei hat mal wieder einen brisanten Fall und auch Rachel Darian fordert immer noch seine Aufmerksamkeit, die junge Frau muß immer noch vor Gangster Gerald Cassedy geschützt werden, doch dem Gangsterboss gelingt es Rachel in seine Gewalt zu bringen. Mimi, die der jungen Frau eigentlich nur einen Kuchen vorbei bringen will, wird mal wieder in einen brisanten Fall verwickelt.

    Folge Nummer 27 schließt inhaltlich an den Vorgänger an, die Thematik wird hier weiter geführt. Leider kann auch dieser Fall nicht so wirklich überzeugen, ein Großteil der Handlung wird in langen Dialogen erklärt, statt die Handlung für sich sprechen zu lassen. Auch was den Rest der Inszenierung angeht hatte ich das Gefühl, dass hier nur mit minimalem Aufwand produziert wurde und nicht so, wie man es von den guten ersten 20 Folgen gewohnt war.

    Fazit: Schade, hier wurde doch viel Potenzial verschenkt, der Fall hätte durchaus spannend sein können, aber irgendwie kam nicht wirklich Spannung auf, am Anfang gibt’s lange gekünstelt wirkende Dialoge der beiden Inspektoren, die die Handlung erklären und wirklich Schwung nimmt die Handlung nicht auf. Kein Vergleich zu den Folgen 1-20, schade! Mimi hätte auf jeden fall noch Potenzial.
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