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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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Insgesamt 1393 Bewertungen
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  • Bewertung vom 26.01.2015
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    gut
  • Der junge Sherlock Holmes ist nach seinem Studium für eine Tournee in Dunwich, Massachusetts als Schauspieler unterwegs und freut sich darauf, seinen Studienfreund Basil Bishop, der dort in der Nähe wohnt, zu besuchen. Doch kaum dort angekommen, wird Sherlock in eine Reihe seltsamer Geschehnisse verwickelt. Außer ihm sind noch die Nichte der Bishops, Violet Armitage und der undurchsichtige Historiker Whateley zu Gast und während ein merkwürdiger Sturm ums Haus tobt, kommt ein angeblicher Wanderer, ein Mr. Flausglotten ebenfalls zu Besuch. Flausglotten scheint Whateley zu fürchten obwohl er ihn angeblich nicht kennt und als Sherlock und Basil ins Dorf hinabsteigen wollen, will Flausglotten sie unbedingt begleiten. Doch eine unsichtbare Wand scheint das Grundstück zu umgeben, die verhindert, dass sich jemand aus dem Umfeld des Hauses entfernt.

    Sherlock Holmes mit Fantasy und Mysterie Elementen zu verknüpfen, ist eine Sache, die nur bedingt funktioniert. Schon in der Reihe „Sherlock Holmes Chronicles“ Folge 2 „Die Zeitmaschine“ ist dieses Konzept nicht wirklich geglückt, da Holmes rationaler Verstand einfach nicht zu mysteriösen und übersinnlichen Geschehnissen paßt, zumindest nicht, wenn er sie nicht mit einer logischen Erklärung auflösen kann. „Die unsichtbare Wand“ hätte ein sehr gutes Mysterie Hörspiel sein können, wenn man nicht grade Sherlock Holmes integriert hätte. Zwar kommt der spätere Meisterdetektiv hier eher in einer Nebenrolle daher und wird auch als junger Mann vor seiner Karriere als Detektiv eingeführt, aber trotzdem gelingt es nicht wirklich, Holmes glaubhaft darzustellen. Zudem wurde als Sprecher für Holmes Karlo Hackenberger ausgewählt, dessen Stimme für mich völlig unprägnant war und der Holmes blass und farblos erscheinen läßt. Da sind die anderen Sprecher schon ganz anders besetzt und verkörpern ihre Charaktere wesentlich besser. Vor allem Nora Jokhosha als Violet Armitage liefert eine sehr überzeugende Arbeit ab und auch F. O. Schenk als Whateley und Marcus Off als Algernon Aylesbury überzeugen in ihren Rollen.
    Die Story an sich ist gar nicht so schlecht und hat auch durchaus ihre spannenden Passagen. Wenn man Holmes weg gelassen hätte, hätte sie sogar noch besser sein können, denn es erschließt sich zu keinem Zeitpunkt, wozu genau Holmes überhaupt in der Geschichte auftauchen mußte. Die letztendliche Auflösung erfolgt sowieso durch andere Figuren. Allerdings hätte man den Handlungsablauf ein wenig straffen können, stellenweise zieht sich die Geschichte in etwas langatmigen Dialogen und Erzählpassagen ganz schön in die Länge. Ansonsten ist das Hörspiel von der technischen Seite sehr professionell inszeniert, Musik und Geräuschkulisse sind sehr gut abgemischt und untermalen die Story gekonnt. Sehr gelungen ist auch das viktorianische Landhausflair, das im Hörspiel sehr gekonnt vermittelt wird und den Hörer in die Zeit um 1880 versetzt.

    FaziT: Läßt man Sherlock Holmes mal aussen vor, können Freunde von phantastischen Geschichten hier durchaus ihre Freude haben, Fans des Meisterdetektives werden mit Sicherheit enttäuscht sein, denn zum einen bleibt Holmes eine blasse, nichtssagende Nebenfigur und die ganze Story an sich widerspricht Holmes rationalem Geist. Hätte man statt Holmes eine andere Figur in die Geschichte aufgenommen, wäre das mit Sicherheit besser gewesen. So hinterlassen ein unglaubwürdiger Holmes und eine dadurch unstimmige phantastische Geschichte einen ehr zwiespältigen Eindruck!
  • Bewertung vom 26.01.2015
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    sehr gut
  • Peter Lundts Gehör ist sein großes Kapital in seinem Beruf als Detektiv, daher ist er zunehmend von den lauten Umweltgeräuschen genervt und läßt sich bei einem Hörgeräteakustiker Ohrstöpsel anpassen und auch sein neuer Fall treibt ihn in den Wahnsinn. Eigentlich soll er für Eduard von Stuhr eine seltsame Reihe von Unfällen in dessen Rennstall aufklären, doch Peter Lundt gerät zunehmend zwischen die Fronten zwischen Wynona Winn und Lorette Lornsen, Zwillingsschwestern, die sich schon vor Jahren zerstritten haben und kein Wort mehr miteinander reden. Während die eine das Gestüt führt auf dem von Stuhrs Pferde untergebracht sind, hat die andere eine Kartrennbahn und Lundts Ermittlungen führen in die Vergangenheit der Schwestern.

    Wie von der Reihe gewohnt, startet die Folge gleich mitten im Geschehen und bietet wieder ein gänzlich anderes Setting als man es aus den anderen Folgen kennt. Die Hamburger High Society, ein abgehalfterter Fernsehstar, eine neugierige Klatschreporterin und das Rennbahnmilieu sind diesmal die Zutaten für Lundts aktuellen Fall. Ein Highlight sind wieder mal die erfrischend witzigen Dialoge zwischen Peter Lundt und Assistentin Anna Schmidt und der trockene, schräge Humor des Detektivs. Der Krimifall ist aber recht verworren und undurchsichtig, es gibt zu viele Szenenwechsel und es ist schwer zu erkennen, worum es überhaupt geht. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen und der Fall hätte etwas besser strukturiert sein müssen, so sind die vielen Details und Verwicklungen doch etwas verwirrend und es fällt schwer, beim Hören nicht den roten Faden zu verlieren. Zwar wird es nie langweilig, dafür sorgen die launigen Dialoge, aber richtig spannend wird es auch nicht und so bleibt „Rivalinnen der Rennbahn“ eine ehr unterdurchschnittliche Folge für den blinden Detektiv. Etwas enttäuscht war ich auch darüber, dass Peter Lundts Freund und ehemaliger Kollege Oliver Zornvogels nicht wie gewohnt von Tetje Mierendorf sondern nun von Olaf Reichmann gesprochen wird, das war recht gewöhnungsbedürftig. Auch wenn Zornvogel keinen so großen Part in den einzelnen Folgen einnimmt, war er doch stets eine feste Größe und seine bisherige Stimme recht prägnant.

    FaziT: eine durchaus unterhaltsame Folge, die von der technischen Seite auch gewohnt professionell inszeniert wurde. Allerdings ist der Krimifall zu verwickelt und undurchsichtig um wirklich zu überzeugen.
  • Bewertung vom 26.01.2015
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    sehr gut
  • Sherlock Holmes erhält Besuch von Sir James Damery der ihm im Auftrag eines hochrangigen Adligen einen brisanten Auftrag erteilt. Holmes soll die Heirat zwischen dem österreichischen Adligen Baron Gruner und Lady Violet de Merville verhindern. Gruner steht im Verdacht, seine Frau aus Geldgier ermordet zu haben, doch konnte man ihm das nicht beweisen und Lady Violet ist äußerst vermögend. Der Fall erweist sich als recht knifflig, denn Lady Violet ist ebenso verliebt wie uneinsichtig und auch Gruner erweist sich als äußerst skrupellos und schwer fassbar.

    Ein ungewöhnlicher Fall für den Meisterdetektiv und das in mehrfacher Hinsicht! Zum einen arbeitet Holmes diesmal für einen unbekannten Auftraggeber und das gehört sonst zu den Dingen die Holmes ablehnt, zum anderen ist die Auflösung des Falles recht untypisch für Holmes. Da der Bösewicht von Anfang an bekannt ist, zieht sich die Spannung in diesem Fall mehr daraus, wie es Holmes gelingt, Gruner zu überführen und der ist mit allen Wassern gewaschen und macht es Holmes nicht leicht und auch die Auflösung überrascht durch ein für den Meisterdetektiv ungewohntes Ende.
    Wie immer ist das Hörspiel sehr professionell und unterhaltsam inszeniert, Rode und Gröger agieren gewohnt eingespielt und humorvoll miteinander, so dass man hier auch weder das ein oder andere Mal schmunzeln kann. Baron Adelbert Gruner, gesprochen von Ole Pfennig ist ein würdiger Gegner für Holmes und mimt einen grandiosen Schurken, lediglich Susanne Meikel die Lady Violet de Merville spricht, fand ich für die Rolle unpassend. Ihre Stimme paßt so gar nicht zu einer verklärten jungen Adligen, die bis über beide Ohren verliebt ist.

    FaziT: eine gänzlich andere Folge für das launige Ermittlerduo, die auch eine recht unerwartete Auflösung bietet.
  • Bewertung vom 23.01.2015
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    gut
  • 4 Jugendliche feiern Beltane auf einem alten keltischen Kultplatz, da entsteht plötzlich eine Nebelwand, eine unheimliche Gestalt erscheint und einer der Jugendlichen verschwindet spurlos. Seltsamer Weise tauchte seine Uhr bei einer archäologischen Ausgrabung in den 70ger Jahren auf, ein Paradoxon, dem Christoph Schwarz auf den Grund gehen will. Schwarz reist mit seiner Freundin Nadine Weyernach Kirn und beginnt mit seinen Nachforschungen und gerät plötzlich selbst in eine bedrohliche Lage.

    Auch der 3. Fall für Christoph Schwarz konnte mich nicht wirklich vom Hocker reissen, die Story an sich ist recht trivial und weder besonders spannend noch gruselig, das witzigste ist hier noch das Auftauchen von Jaqueline Berger, die man aus der Reihe „Die Schatzjägerin“ kennt und die hier einen launigen Gastauftritt hat. Die Story um das Keltengrab und die Zeitreise hätte eigentlich ganz interessant sein können und es gibt auch ein wenig Hintergrundwissen über keltische Mythologie. Aber vor allem der Zeitreiseaspekt und das Paradoxon mit der Uhr hätten hier mehr ausgearbeitet werden können, dafür agiert Christoph Schwarz in der Vergangenheit quasi als Überheld und schlägt bei der Jagd mit antiquierten Waffen sämtliche Keltenkrieger. Das fand ich völlig unglaubwürdig und man hätte sicher auch eine plausiblere Lösung dafür finden können, wie Schwarz wieder in seine Gegenwart zurück findet, so bleibt hier leider ein schaler Nachgeschmack und zudem bleiben noch viele Fragen offen. Aber ich will nicht nur meckern, die Sprecher machen ihre Sache recht ordentlich, vor allem Sascha Rotermund als Christoph Schwarz überzeugt in seiner Rolle als Detektiv des Übersinnlichen. Er hat immer einen flotten Spruch parat und trägt so dazu bei, dass das Hörspiel trotz einiger Defizite in der Story ganz unterhaltsam ist.

    Fazit: insgesamt hatte ich mir von der Reihe deutlich mehr versprochen. Kurzweilige Unterhaltung ohne in dem Genre besonders herausragend zu sein.
Connolly, John Todbringer / Charlie Parker Bd.7 EUR 8,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 23.01.2015
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    sehr gut
  • Profikiller Louis befindet sich eigentlich im Halbruhestand, doch auch ihn holte die Vergangenheit ein, in Form eines rachsüchtigen Vaters, dessen Sohn Louis einst eliminierte. Arthur Leehagen, selbst todkrank, hat nur noch den einen Wunsch, den Mörder seines Sohnes möglichst effizient aus dem Weg zu räumen. Doch Louis einfach zu töten reicht ihm nicht, alle Freunde und Bekannten aus Louis Umfeld sollen noch vor ihm sterben. Dazu hat er den psychopatischen Killer Glueck angeheuert, der seinerseits noch eine Rechnung mit Louis offen hat. Entgegen seiner Gewohnheit alles genau zu planen, begibt sich Louis in die Höhle des Löwen und muß feststellen, dass er in eine gut geplante Falle getappt ist.

    Auch wenn „Todbringer“ nicht wirklich mit den anderen Büchern der Charlie Parker Reihe mithalten kann, so bleibt der Autor doch auch hier seinem melancholischen, bildgewaltigen und sprachlich ausgefeiltem Schreibstil treu. Fans von Charlie Parker werden vielleicht enttäuscht sein, denn der Detektiv, der im Buch auch lediglich „der Detektiv“ genannt wird, bleibt bis auf ein paar sporadische Auftritte eher eine Randfigur. In „Todbringer“ geht es hauptsächlich um Louis und seinen Partner Angel, die eben umgekehrt in den Parker Thrillern ehr die Randfiguren waren und mit ihren flotten und schrägen Sprüchen das oft düstere Geschehen aufgelockert haben. Nun erfährt man mehr über Louis Vergangenheit und wie er zum Profikiller wurde. In Rückblicken zum aktuellen Geschehen werden diese Episoden sporadisch eingefügt und auch wenn sie recht interessant sind, so reißen sie den Leser doch immer ein wenig aus der gerade statt findenden Jagd um Louis und durchbrechen so den Spannungsbogen. Ein wenig haben mir auch die launig schrägen Sprüche zwischen Angel und Louis gefehlt, die diesmal seltsam distanziert miteinander umgehen. Die schrägen Sprüche kommen hier mehr von Willie und Arno, zwei Mechanikern aus dem Umfeld von Louis, so dass zumindest immer mal ein bisschen der gewohnte schräge Humor aufblitzt.
    Insgesamt ist die Story nicht schlecht konstruiert, es gibt genug Wendungen um die Geschichte unvorhersehbar zu machen und am Ende werden auch die Erzählstränge aus der Vergangenheit und Gegenwart stimmig zusammengeführt und aufgelöst. Das Problem ist auch gar nicht so sehr, dass Charlie Parker nur sporadisch auftritt, sondern dass der Autor versucht, Louis genauso darzustellen wie Parker. Er bekommt eine düstere und von diversen Tragödien überschattete Vergangenheit und wird ähnlich wie Parker vom „brennenden Mann“ heimgesucht, also ein ähnliches Muster und das kann eigentlich gar nicht funktionieren. Daher ist „Todbringer“ für sich gesehen zwar ein spannender, wendungsreicher Thriller, im Serienkonzept der Charlie Parker Reihe fällt er aber deutlich ab.

    FaziT: wer schon immer wissen wollte, wie Louis zum Profikiller wurde, wird hier auf seine Kosten kommen. Sprachlich bleibt sich der Autor treu und schreibt seine Story gewohnt plastisch und ausdrucksstark, aber in punkto Handlung und Spannung kommt „Todbringer“ nicht an die Charlie Parker Bücher heran.
  • Bewertung vom 21.01.2015
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    gut
  • Robert Nordan, der Reporter des Unheimlichen wird einmal mehr mit der Legende von Frankenstein konfrontiert! Eigentlich ist das Monster vernichtet, nur ein Arm liegt noch im Leichenschauhaus, doch diesem wurde für ein bizarres Experiment Haut entnommen. In den unterirdischen Gewölben kommt Nordan einem grausigen Geheimnis auf die Spur, denn Baron Viktor von Frankenstein hat noch ein weiteres Wesen geschaffen und schon bald macht Nordan die Bekanntschaft der Horror Braut……..

    Wie schon bei den beiden Vorgängern so krankt auch diese Folge an einer kruden, an den Haaren herbeigezogenen Story. Sicher passiert eine Menge, aber das Ganze ist so unübersichtlich und strukturlos, das einem die Lust vergeht. Die Diskrepanz zwischen professionellen Sprechern und Amateuren tritt wieder sehr krass zu Tage, z.B. bei der Szenen in der Disco als Nordan auf Candy trifft, da sträuben sich einem beim Hören wirklich die Harre, aber eben nicht vor Gruselspannung!!
    Insgesamt ist die Mini Reihe eine Enttäuschung! Ich kenne die Romanvorlagen nicht, vermutlich hapert es also schon am Grundstoff und liegt nicht an der Umsetzung als Hörspiel, aber aus dem Thema Frankenstein hätte man wesentlich mehr machen können.


    FaziT: Da gibt’s wirklich bessere Gruselserien auf dem Markt! Insgesamt war die Miniserie enttäuschend, unlogische Story, wenig Spannung, keinerlei Gruseleffekt und durch den Einsatz von Amateuren und Profis schwankt auch der Eindruck den die Sprecher hinterlassen eklatant.
  • Bewertung vom 21.01.2015
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    gut
  • Ethelred Tressider ist der Autor von drei mäßig erfolgreichen Romanserien und seit seiner Scheidung steht er zunehmend unter der Fuchtel seiner schokoladensüchtigen Agentin Elsie.
    Als das Auto von Ethelreds Exfrau mit einem seltsamen Abschiedbrief gefunden wird, steht die Polizei zunächst vor einem Rätsel, bis wenig später eine Leiche gefunden wird, die Ethered als Geraldine indentifiziert, doch damit kommt die Polizie immer noch nicht weiter und so findet Elsie daß sie und Ethelred auch im realen Leben auf Mörderjagd gehen sollten.

    Insgesamt gesehen hat mich das Buch eher enttäuscht, Laut Klappentext sollte das Buch eine vergnügliche Intrige mit kecken Charakteren sein, in der sich ein ungleiches Paar zur überraschenden Auflösung hindurch zankt. Nun ja, bis auf Elsie Thirkettle sind die Figuren recht gewöhnlich und auch bei Elsie gibt es lediglich einen Hauch von Skurilität und von zanken kann eigentlich auch keine Rede sein, denn Ethelred erbebt eigentlich nie Widerspruch. Wer also witzige Dialoge und lustige Schlagabtäusche erwartet wird wohl wie ich enttäuscht werden.
    Der Krimiplot an sich ist ganz orginell mit einer recht unerwarteten Auflösung, obwohl man als versierter Krimileser schon ab ca. der Hälfte des Buches eine leichte Ahnung bekommt,
    wohin das ganze steuert.

    Fazit: solider Krimi, dessen Klappentext trotzdem nicht hält was er verspricht, wer schräge Charktere und skurile Situationen mag, wird hier enttäuscht werden! Kann man lesen, ist aber nichts was lange im Gedächtnis bleibt!
Bartsch, Susanne Kommissar Dobranski - Elena, Audio-CD EUR 9,90
  • Bewertung vom 20.01.2015
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    sehr gut
  • Auf St. Pauli geht scheinbar ein Serienmörder um, der es auf Zuhälter abgesehen hat. Zwischen den brutal abgeschlachteten Männern scheint es zunächst keinen Zusammenhang zu geben. Dobranskis einzige Spur scheint eine aus Osteuropa verschleppte Zwangsprostituierte zu sein. Und familiäre Probleme gibt es auch, Ex-Gattin Marianne hat einen neuen Freund und dass paßt Horst so gar nicht.

    Im Gegensatz zum Vorgänger hat mir Folge 5 wieder besser gefallen! Die Thematik im Krimifall auch hier wieder sehr aktuell, einige Szenen sind ziemlich brutal, zart besaitet sollte man also nicht sein. Aufgelockert wird das Ganze durch die Szenen mit Marianne und ihrem neuen Freund, diese Episoden wirken zwar immer ein wenig überzogen, aber mir gefällt das. Schmerzlich vermißt habe ich aber wieder Oma Else, die war für mich immer DAS Highlight!
    Dobranski selbst ist wir üblich brummig drauf, ermittelt aber wieder mal souverän und bekommt auch selbst einiges ab. Die Musik ist trashig und markant und paßt gerade bei den actionreicheren Szenen sehr gut zum Geschehen. Nichts überragendes, aber doch solide gemacht.

    Fazit: Hat mir besser als Folge 4 gefallen, bei nur 50 Minuten darf man keinen zu verwickelten Fall erwarten, aber Dobranski ermittelt souverän und nachvollziehbar und man bekommt hier gute Krimiunterhaltung. Vermißt habe ich aber wieder Oma Else, die fehlt hier wirklich, war sie doch immer das I-Tüpfelchen!
Badenberg, Sebastian Kommissar Dobranski - China Express, Audio-CD EUR 9,90
  • Bewertung vom 20.01.2015
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    gut
  • Im Hamburger Hafenbecken wird eine Leiche gefunden, bei dem Toten handelt es sich um den chinesischen Chirurgen Li Jung, der sich in Deutschland schon seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Arzt erworben hat. Dobranskis Nachforschungen ergeben aber schnell, dass der Arzt Dreck am Stecken hatte und tief verstrickt ist in die Machenschaften der Organ-Mafia, die Organe von in China hingerichteten Personen nach Europa geschmuggelt hat.

    Für mich kam der 4. Teil der Reihe nicht an die Vorgänger heran, das Thema ist zwar mehr als aktuell, Dobranskis Ermittlungen laufen rasant und auch nachvollziehbar ab, aber irgendwie hat mir hier der Charme der Vorgänger gefehlt! Oma Else und ex-Gattin Marianne, die mit ihren leicht schrägen Auftritten dem Ganzen immer eine besondere Note verliehen haben, kommen diesmal gar nicht vor und auch die immer recht flotten und etwas bissigen Kommentare des brummigen Kommissars habe ich diesmal vermisst. Ansonsten ist das Hörspiel solide inszeniert, aber so richtig ist bei mir der Funke eben nicht übergesprungen.

    FaziT: es wird solide ermittelt, die Thematik ist recht aktuell, so dass das Ganze ziemlich glaubwürdig wirkt, aber so richtig begeistert hat mich der Fall diesmal nicht, keine Oma Else, keine Marianne, da fehlt irgendwie etwas!
  • Bewertung vom 20.01.2015
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    ausgezeichnet
  • Während Horst Dobranski noch darüber nachgrübelt, was er seinem schwulen Sohn Theo wohl zum Geburtstag schenken soll, wird im Neuen Schlachthof eine in Stücke gehackte Leiche gefunden. Die ist recht schnell als Schmierenreporter Jimmy Klausen identifiziert, doch bevor sich Dobranski richtig mit dem Fall befassen kann, wird er zu einem Überfall auf die Deutsche Bank abkommandiert, dort ist auch noch Oma Else als Geisel festgesetzt worden und Dobranski dürfte den Fall gar nicht bearbeiten und so behält er diese Tatsache vorerst für sich.

    Dobranskis dritter Fall ist wieder eine ganz üble Sache. Der Fund der zerstückelten Leiche im Schlachthof ist nichts für schwache Nerven, wer wie ich eine recht bildhafte Vorstellungskraft hat, kommt hier schon etwas ins Gruseln. Die heftigen Szenen werden zwischendurch von Dobranskis sarkastischen Sprüchen und Oma Elses recht launiger Art immer mal aufgelockert, hier kann man sich trotz der etwas härteren Gangart des Hörspiels oftmals ein Schmunzeln nicht verkneifen. Konrad Halver als Sprecher von Horst Dobranski ist für die Rolle des ruppigen und abgebrühten Kommissars wirklich gut bestetzt und verleiht der Figur realistische Züge. Gut gefallen hat mir auch, das in dieser 3. Folge, die Erzählpassagen noch weiter zurück gefahren wurden und so viel mehr Hörspielfeeling aufkommt.
    Ermittelt wird souverän, wenn auch von Dobranskis Seite aus nicht immer nach Vorschrift, die Fälle sind gut konstruiert und werden am Ende gelungen zusammengeführt, zunächst kann man als Hörer ja keine Verbindung sehen zwischen Mord und Banküberfall, die Verknüpfung ist aber wirklich stimmig und am Ende gibt dann für Dobranski und Kollege Hansen noch ein Bonmont der besonderen Art!

    FaziT: im Gegensatz zur ersten Folge liegt hier eine deutliche Steigerung vor! Der Hörer bekommt ein sauber inszeniertes, spannendes und souverän ermitteltes Krimihörspiel geboten, das gespannt auf die weiteren Folgen macht!
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