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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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600 (erhaltene)
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Bewertungen


Insgesamt 1258 Bewertungen
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  • Bewertung vom 23.07.2014
  •  
    sehr gut
  • BKA-Sonderermittler Leon Kramer ist in das Visier der geheimnisumwitterten Loge geraten, da er ihnen mit seinen Ermittlungen zu nahe gekommen ist. Als Kramers aktuelle Freundin Karin Sevenich brutal erstochen aufgefunden wird, deuten alle Beweise auf Leon und er wird verhaftet, scheinbar hat die Loge auch unter den Polizisten Leute auf der Lohnliste und so ist es alles andere als einfach für Kramer, seine Unschuld zu beweisen.

    Schon in der letzten Folge deutete sich ja an, dass die Loge versuchen würde, Leon Kramer aus dem Weg zu räumen und so wird die Handlung aus dem Vorgänger fast nahtlos fortgesetzt. Diesmal gibt es zwar keine Fantasy oder Horrorelemente, sondern eine reine Krimifolge, der eine Verschwörung gegen Leon Kramer zu Grunde liegt. Der Spannungsbogen ist gut gezogen und mit reichlich Action und einem gelungenen Trick von Kramer und seinen Freunden gelingt es am Ende auch, den Übeltäter zu entlarven. Vom Inhalt und der Inszenierung hat mir diese Folge recht gut gefallen, bei den Sprechern gibt es aber immer noch reichlich Defizite, teilweise hören sie sich hölzern und steif an und gerade bei der Hauptfigur Leon Kramer fehlen eigentlich jegliche Emotionen. Da werden innerhalb kürzester Zeit 2 Frauen ermordet zu denen er eine Beziehung hatte und er steckt das mit einer Kaltschnäuzigkeit weg, die schon etwas befremdlich ist. Mit nur 41 Minuten Spielzeit ist das Hörspiel aber recht kurz geraten, so dass man als Hörer hier durch das Geschehen hetzt und einiges auch recht kurz abgehandelt wird.
    Musik und Geräuschkulisse sind insgesamt recht ansprechend und auf solidem Niveau.

    FaziT: Im Gegensatz zu den Vorgängern hat mir diese Folge besser gefallen, die Inszenierung rund um die Verschwörung gegen Leon Kramer ist stimmig, wenn auch etwas fix abgehandelt, nur mit der Hauptfigur kann ich einfach nicht warm werden.
Costello, Matthew; Richards, Neil Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor (eBook, ePUB) EUR 1,99
  • Bewertung vom 22.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Der alte Victor Hamblyn kommt bei einem Brand in seinem Haus ums Leben. Der alte Herrensitz war mehr als renovierungsbedürftig und es war dort schon öfter zu kleinen Bränden durch die marode Elektrik gekommen. Alles sieht nach einem tragischen Unfall aus, doch Victors Pflegerin ist mißtrauisch, die 3 Kinder des Toten sind mehr als versessen auf das Erbe und warum versuchte der alte Mann bei Ausbruch des Feuers, auf den Dachboden zu steigen, statt das Haus zu verlassen? Fragen auf die nur Sarah und Jack eine Antwort finden können.

    Nach dem recht gelungenen Serienstart, in dem die beiden Hauptfiguren und ihr Umfeld ein wenig eingeführt wurden, geht es in der 2. Folge gleich spannend los. Der Fall ist insgesamt gut aufgebaut und wartet auch mit ein paar überraschenden Wendungen auf. Die Lösung ist in sich schlüssig und bietet ein unerwartetes Ende, was ich so gar nicht erwartet hätte!
    Die beiden Hauptfiguren Jack und Sarah bekommen ein par mehr Konturen und Victor Hamblyns raffgierige Sippschaft ist wirklich sehr gelungen charakterisiert. Ein angenehmer, leichter Schreibstil und die englische Kleinstadtidylle runden das Ganze ab.

    FaziT: unterhaltsamer, typisch englischer Landhauskrimi mit netten Figuren und für die Kürze der Seiten einem überraschend gelungenen Krimifall! Eine Reihe mit Potenzial, die es weiter zu verfolgen lohnt!
  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 22.07.2014
  •  
    sehr gut
  • London Ende des 19. Jahrhunderts: der angesehene Goldschmied Gordon Wigfield wurde in seiner Werkstatt brutal ermordet. Zunächst vermutet Scotland Yard die reichlichen Damenbekanntschaften des Juweliers als Hintergrund für die Tat, doch schon bald hat Inspektor Swanson einen weiteren toten Goldschmied und die Spur führt in höchste Kreise und zu einem sagenumwobenen Diamanten.
    Robert Marley der selbst Goldschmiedemeister ist, gelingt mit seinem historischen Krimi und den Verwicklungen rund um den Hope Diamanten eine spannende Zeitreise in das ausgehende 19. Jahrhundert, in das man beim Lesen eintauchen kann. Die Atmosphäre der viktorianischen Zeit hat der Autor gut eingefangen und der Zeitgeist spiegelt sich sowohl im Schreibstil als auch im Agieren der Personen wieder.
    Trotz der recht brutalen Morde, macht es definitiv Spaß das Buch zu lesen! Die steifen Konventionen der viktorianischen Gesellschaft, hinter deren Kulissen es nichts desto trotz auch frivol und leichtlebig zugeht, bieten reichlich Raum für skurrile Szenen und wohldosierten, trockenen englischen Humor und auch wenn Inspektor Swanson als Hauptfigur ein wenig blass bleibt, so sind doch die Nebencharaktere wirklich hervorragend charakterisiert. Und gerade bei diesen Nebenfiguren findet man eine große Anzahl historisch verbürgter Personen. So trifft der Leser auf Arthur Conan Doyle, der wie der von ihm erschaffene Sherlock Holmes messerscharf kombiniert und mit der Lupe am Boden herumkriecht, ebenso wie Oskar Wilde, Lord Francis Hope, John Theodore Tussaud und die spätere Agatha Christie. Auch der ermittelnde Inspektor Swanson hat tatsächlich gelebt. Ebenso durchziehen den Roman reichlich historischen Fakten, es wird über das Frauenwahlrecht lamentiert, neumodische Ermittlungsmethoden wie das Abnehmen von Fingerabdrücken oder das Installieren von Telefonen halten Einzug. All diese kleinen Details verleihen der Geschichte zwar Authentizität, aber die Fülle der Informationen und die vielen bekannten Personen auf nur 250 Seiten überfrachtet die Story andererseits auch ein wenig, so dass man das Gefühl hat, der Autor wollte alle ihm bekannten Fakten in die Story hineinpacken und daher bleibt neben all den netten kleinen Szenen rund um die historisch verbürgten Figuren der eigentliche Krimifall ein wenig auf der Strecke.

    FaziT: Insgesamt eine sehr unterhaltsame Lektüre mit viel Lokalkolorit und zeitgemäßem Flair, liebevoll und detailreich gezeichneten Figuren und einem Krimifall der ein wenig spannender hätte sein können.
  • Bewertung vom 21.07.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Professor Asher und Vampir Ysidro sind nach Paris gereist um dort nach einem mysteriösen, uralten Meistervampir zu suchen, der auch im Tageslicht aktiv sein kann. Doch bevor sie in die Katakomben der Kirche Saint Innocent hinabsteigen können um ihre Suche zu beginnen, müssen sie zunächst der Vampirkönigin von Paris Elysée de Montadour ihre Aufwartung machen. In den Katakomben treffen sie auf Bruder Antonius einen uralten Vampirmönch.

    Die Spannung steigert sich im 2. Teil weiter, Asher und Ysidro sind dem geheimnisvollen Vampir auf der Spur und hier kann man wie bei einem Krimi miträtseln, wer das Wesen ist und welche Ziele es überhaupt verfolgt. Asher und Ysidro steigen in die Katakomben hinab und hier entsteht eine wunderbar unheimliche Atmosphäre, die Gänsehaut erzeugt. Als die Ermittlungen nach England zurück führen, wird es erneut spannend, denn Ashers Frau ist verschwunden und wie sich heraus stellt, ist sie mit ihren Nachforschungen ihrem Mann voraus und hat das Geheimnis teilweise gelüftet. Es gibt weitere Schockmomente und insgesamt bleibt die Atmosphäre düster und spannend.
    Die Auflösung des Falles ist gut gelungen, klassische Krimielemente werden mit den phantastischen Elementen gemischt und ergeben eine stimmige Gesamtkomposition. Der Reiz der Folge lag für mich aber hauptsächlich darin, dass Vampire hier mal die Gejagten sind und von einer anderen Seite beleuchtet werden.

    FaziT: furioser Abschluß der Doppelfolge, die wie immer super inszeniert, mit tollen Sprechern besetzt und von stimmiger Musik und Geräuschkulisse untermalt wird.
  • 6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 17.07.2014
  •  
    schlecht
  • Jane Baxter besucht ihren Onkel Richard auf dessen sagenumwitterten Schloß Blackstone Castle. Das düstere Schloß im Moor verursacht Jane Unbehagen, kam doch ihre Cousine Amelia im Moor um und auch ihre Tante verunglückte unter seltsamen Umständen.

    Ehrlich gesagt empfinde ich es als ziemliche Zumutung, was Eva Adamczak (die ich beim besten Willen nicht als Autorin bezeichnen kann) dem Leser hier vorsetzt.
    Das Buch wimmelt nur so von Rechtschreib und Grammatikfehlern und auch von der Zeichensetzung hält Frau Adamczak wohl nicht viel, jedenfalls gibt’s davon auf den nur 29 Seiten jede Menge!!
    Dazu kommt ein holpriger, völlig unausgereifter Schreibstil mit seltsamer Satzstellung, bei dem sich beim Lesen die Zehennägel hochrollen. Ich weiß, diese Kritik hört sich furchtbar hart an, aber hier ein paar Beispiele:
    Seite 5: „Er überraschte Jane zudem noch, ohne ihrem Wissens, den Saal dementsprechend dieses Anlasses, mit bunten Servietten und Luftschlangen geschmückt hatte.
    Seite 8: „ Schreie die um des Lebens willen schrien und durch die Dunkelheit der Nacht schallten.“
    Seite 11: „Ein Nebelschleier umhüllte das im Viktorianischen Stil erbaute Gemäuer, in dessen große Fenster mit Mittelsäulen eingebaut waren.“
    Seite 16: „Die bewundernden Blicke der beiden Herren galten Jane, die an einer langen Tafel auf der ein prunkvoller Kerzenleuchter stand; saßen.“
    Seite 17: „ Jane beschlich jedoch das Gefühl, als ob der eigenartige Mr. Miller seine Arbeit mit einer Lustlosigkeit absolvierte. Der Ausdruck in seinem Gesicht machte den Anschein der Unzufriedenheit oder war er einfach nur eine schlecht gelaunte Laune der Natur.“
    Seite 19: „ Gröhlendes Donnern konnte man aus naher Ferne vernehmen.“
    Seite 24: „Der Tag erwachte schon des Morgens geleichzeitig mit strahlendem Sonnenschein und gegen Mittagzeit wurde die Hitze in der Stadt unerträglich.“
    Zudem gibt es in der völlig banalen Story reichlich Ungereimtheiten. Der Taxifahrer fragt Jane wo sie hin will, als sie am Ziel ankommt und ihn bezahlen will, sagt er ihr Onkel hätte das alles schon bezahlt.
    Der Butler Miller verriegelt das Tor zum Grundstück mit schweren Ketten und es wird erwähnt, daß er das Schloß jeden Abend verläßt, Richards Gast Edward hingegen kann Nachts noch mit dem Auto wegfahren. Als sich Jane an ein Kindheitserlebnis mit Geistern erinnert, hören die Mädchen knarrende Schritte auf dem Dachboden, der Geist hingegen schwebt lautlos über allem.
    Also ehrlich, das alles auf nur 29 Seiten ist schon mehr als ärgerlich. Für so ein „Geschreibsel“ hätte ich zu Recht von meiner Deutschlehrerin eine 6 Minus bekommen. Vielleicht sollte sich Frau Adamczak mal Testleser und ein Lektorat besorgen. Am Anfang wird zwar erwähnt, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt, aber die Story hört ohne erkennbaren Höhepunkt mittendrin auf und ist zudem derart banal und einfach gestrickt, dass ich mit Sicherheit auf die anderen Teile verzichten werde.

    FaziT: Ich kann hier nur sagen : Hände weg!! Für ein solch fehlerhaftes Machwerk auch noch 0,99 € zu verlangen ist schon ein starkes Stück!!!!!
Satterthwait, Walter Maskeraden (eBook, ePUB) EUR 6,50
  • Bewertung vom 16.07.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Die Pinkerton Detektive Phil Beaumont und Jane Turner werden 1923 mach Paris geschickt, um dort zu klären, ob der angebliche Selbstmord des Verlegers Richard Forsythe mit seiner Geliebten tatsächlich Freitod oder doch Mord war. Während Beaumont direkt vor Ort ermittelt, wird Jane als Kindermädchen in die Familie des Toten eingeschleust, um Informationen zu sammeln. Bei ihren Recherchen geraten sie in literarische Salons, elegante Cafes, üble Spelunken und Jazzkneipen und begegnen dabei allerlei schillernden und schrägen Typen,
    bekannten Schriftstellern wie Ernest Hemingway, Gertrude Stein, James Joyce oder Picasso.

    Nach ihren Abenteuern auf Schloß Maplewhite ist Jane Turner tatsächlich Pinkerton Detektivin geworden und ist nun in verdeckter Mission unterwegs. Wie auch schon im Vorgänger "Eskapaden" wird die Geschichte einmal vom Ich-Erzähler Phil Beaumont geschildert und dann wieder aus Jane Turners Sicht in Briefform an ihre Freundin Evangeline. So wird das Geschehen aus zwei Blickwinkeln beleuchtet, was dem Ganzen einen besonderen Reiz verleiht. Das mondäne Paris der 20er Jahre breitet sich wie ein bunt schilldernder Bilderbogen vor dem Leser aus und läßt ihn in eine toll geschilderte, dichte Atmosphäre eintauchen. Für mich eine Zeit, die mich sowieso immer wieder begeistert und bei Büchern aus dieser Zeit kann ich immer nur schwer widerstehen und dem Autor ist es sehr gut gelungen, das Personen und Orte geradezu vor meinen Augen sichtbar wurden.
    Sicher hab ich schon spannendere Bücher gelesen, gerade am Anfang kommt die Spannung ein wenig kurz, aber das ganze Beiwerk rund um den Krimifall macht einfach Spaß!
    Da gibt es so viele skurile und schräge Typen zu entdecken, so viele kleine urkomische Szenen, das man eigentlich in jedem Kapitel etwas entdecken kann.Ich habe keine Ahnung ob Hemingway tatsächlich so ein Tolpatsch war, aber seine diversen Entgleisungen haben bei mir für viel Heiterkeit gesorgt, ebenso wie die wirklich teils schrägen, teils geschliffenen Dialoge, dafür hat der Autor wirklich ein Händchen.
    Trotz all dem netten Drumherum bleibt der Krimifall immer als roter Faden im Buch bestehen und ab der Hälfte nimmt dann auch die Spannung zu, dem aufmerksamen Leser kann sich
    dann schon ein Hinweis auf den Täter offenbaren, doch das trübt keineswegs das Lesevergnügen und am Ende wird der Fall in sich schlüssig und zufriedenstellend aufgelöst.

    Fazit: Herrlich geschliffene Dialoge, ein grandioses Setting, eine ordentliche Portion Humor u. detailreich und amüsant geschilderte Charaktere bieten hier in Verbindung mit einem intelligent konstruierten Krimi ein besonders kurzweiliges Lesevergnügen.
Satterthwait, Walter Eskapaden (eBook, ePUB) EUR 6,50
  • Bewertung vom 16.07.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Schloss Maplewhite in England in den goldenen Zwanzigern ist der Schauplatz dieses höchst amüsanten Landhauskrimis von Walter Satterthwait. Nachdem mich "Oskar Wilde im Wilden Westen" so restlos begeistert hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht. Harry Houdini, der große Entfesselungskünstler ist mit seinem Freund und Sekretär Phil Beaumont, der sich später als Pinkerton Detektiv entpuppt, auf dem Weg nach Schloß Maplewhite, wo er an einer Seance teilnehmen will. Auf dem Schloß hat sich bereits eine ganze Anzahl illustrer Gäste eingefunden, doch bereits vor der Seance überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur das Houdini von einem neidischen Berufskollegen verfolgt wird, der es scheinbar auf sein Leben abgesehen hat, es scheinen auch Gespenster im Schloß zu spuken, auf die Gäste wird geschossen und der Vater von Lord Robert stirbt unter seltsamen Umständen.
    Wirklich gelungen sind die Charaktere, die das Buch bevölkern, durchweg kauzig bis schräg sind sie doch nicht so übertrieben, das sie unglaubwürdig wirken. Herrlich Harry Houdini, der
    zwar sehr von sich eingenommen ist, aber trotzdem ein recht liebenswerter Charakter ist, ebenso Lord Bob, marxistisch angehaucht und mit seinen stakkatoartigen Sätzen, die laszive Mrs. Corneille oder das sehr skurile Medium Mrs. Sosostris.
    Sehr gut fand ich auch die Erzählweise aus Sicht von 2 Personen, da ist einmal der Ich-Erzähler Phil Beaumont aus dessen Sicht der Großteil der Geschichte erzählt wird. Zum anderen ist da die mausgrau erscheinende Gesellschafterin Jane Turner, die die grauenhafte Mrs. Allardyce ertragen muß und unter deren unförmigen Kleidern wesentlich mehr steckt, als man zunächst annimmt. In ihren Briefen an ihre Freundin Evangeline schildert sie akribisch ihre eigenen Erlebnisse und die Geschehnisse auf dem Schloß und verleiht dem Ganzen so nochmal einen anderen Blickwinkel und gerade bei Janes Briefen mußte ich oft schmunzeln. Überhaupt sind die Dialoge in dem Buch äußerst amüsant ebenso wie die bildhaften Beschreibungen, die einem mehr als einmal ein breites Grinsen entlocken.
    Insgesamt ein herrlich unterhaltsames Buch, das ich mit Sicherheit nocheinmal lesen werde.

    Fazit: ungemein unterhaltsam, humorvoll mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor geschrieben ist das Buch trotzdem von Anfang an spannend und bleibt es auch bis zum intelligent konstruierten Ende, die schrägen Charaktere runden das Ganze ab, so daß sich hier ein wunderbar amüsantes und kurzweiliges Lesevrgnügen bietet.
  • Bewertung vom 16.07.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Die Vampire haben die Jahrhunderte überdauert und leben nun, Anfang des 20. Jahrhunderts relativ unentdeckt. Auch in Londons nebligen Gassen treiben sie ihre Unwesen, doch plötzlich sehen sie sich einer ernst zu nehmenden Gefahr gegenüber, ein Unbekannter öffnet ihre Särge, pfählt die Schlafenden und setzt dann die Körper dem Sonnenlicht aus. Vampir Don Simon Xavier de la Cadena-Ysidro bedroht die Familie von Professor James Asher, einem ehemaligen Meisterspion um dessen Hilfe zu erpressen. Asher läßt sich zunächst nur widerwillig auf die Aufgabe ein und folgt Ysidro von Oxford nach London und auch Ashers Frau Lydia ist heimlich bei den Ermittlungen dabei.

    Mit „Jagd der Vampire“ ist erneut eine Doppelfolge erschienen, die man am besten auch an einem Stück hört, da das Geschehen im 2. Teil nahtlos fortgesetzt wird.
    Die Atmosphäre im beginnenden 20. Jahrhundert, Londons neblige Gassen und die düstere Stimmung in den Grüften wird perfekt eingefangen und zum Hörer transportiert, hier kann man sich gut in die entsprechende Zeit hineinversetzen und eintauchen. Das Ungewöhnliche an dieser Schauergeschichte ist, dass man die Vampire diesmal aus einem ganz anderen Blickwinkel erlebt, sie sind die Gejagten, die der Reihe nach von einem Unbekannten getötet werden und suchen nun bei einem Menschen Hilfe. Die Story erinnert daher auch mehr an einen Vampirkrimi als an eine Gruselgeschichte. Für Professor Asher ist natürlich ständig die Gefahr präsent, da er als Beute für die Blutsauger geradezu prädestiniert ist. Hieraus ergibt sich eine besonders spannende Situation, die in einigen riskanten Szenen gipfelt.
    Die Sprecher sind gewohnt professionell bei der Sache und wurden auch speziell für das Hörspiel gut ausgewählt. Besonders gut hat mir Wolfgang Pampel (die deutsche Stimme von Harrison Ford) gefallen, der Professor Asher souverän und überzeugend darstellt. Auch Nicola Devico Mamone mimt den Vampir mit dem ellenlangen Namen perfekt und bringt den spanischen Akzent perfekt rüber.
    Auch musikalisch wurde das Hörspiel wieder stimmungsvoll untermalt und auch die Geräuschkulisse ist sehr intensiv und stimmig.

    FaziT: bisher wurde ich eigentlich von keiner Folge der Reihe enttäuscht und auch beim ersten Teil diesr Doppelfolge kommt wieder Begeisterung auf, was Inszenierung, Sprecher, Story und Atmosphäre betrifft!
Costello, Matthew; Richards, Neil Cherringham - Mord an der Themse (eBook, ePUB) EUR 1,99
  • 3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 14.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Cherringham ist ein beschauliches Örtchen in den englischen Cotswolds, hierher ist Sarah Edwards nach ihrer Scheidung mit ihren beiden Kindern zurückgekehrt. Ihr ruhiges Leben wird durch einen Todesfall erschüttert, der Sarahs Leben umkrempelt. Die angeblich Ertrunkene stellt sich als Sarahs Jugendfreundin Sammy heraus, zu der sie im Lauf der Jahre den Kontakt verloren hat. Doch Sarah kann nicht glauben, dass die lebenslustige Sammy im Alkohol und Drogenrausch ins Wehr gefallen und ertrunken sein soll. Zufällig lernt sie Jack Brennan einen ehemaligen New Yorker Detektiv kennen, der hier nach dem Tod seiner Frau auf einem Hausboot seinen Ruhestand verbringt und gemeinsam beginnen sie zu ermitteln.

    Der Auftakt der 12 teiligen Reihe ist als Einstieg in die Serie recht gut gelungen. Die beiden Hauptfiguren werden vorgestellt und eingeführt, allerdings darf man hier bei nur etwas über 100 Seiten natürlich keine ausgefeilten Charakterprofile und einen komplexen Krimifall erwarten. Trotzdem sind die beiden Hauptcharaktere recht sympathisch gezeichnet und da ja noch 11 Teile folgen werden, wird sicher auch noch die ein oder andere Überraschung zu Tage treten und die Charaktere vertieft.
    Für die Kürze der Seiten ist der Krimi wirklich gut gelungen, eine Reihe von Verdächtigen und einige Wendungen im Geschehen sorgen für Abwechslung und auch der Mörder ist nicht auf Anhieb erkennbar. Die Ermittlungen von Jack und Sarah sind logisch und nachvollziehbar, hier kann man also gut miträtseln.
    Die Nebenfiguren sind recht skurril gezeichnet, es gibt einen ganze Reihe von schrägen Charakteren, die für launige Unterhaltung sorgen. Die beiden alten Ladys im Brückenwärterhäuschen fand ich köstlich!
    Ein nettes Landhausflair und die englische Landidylle runden das Ganze ab, ebenso wie der flotte Schreibstil, bei dem auch der englische Humor nicht zu kurz kommt.

    FaziT: netter Serienauftakt mit einem sympathischen Ermittler Duo und einer stimmigen Atmosphäre. Macht eindeutig Lust auf mehr!
  • Bewertung vom 14.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Nachdem in der letzten Folge jemand einen ausgeweideten Fuchs in Lady Earlams Schlafzimmer platziert hatte, scheint dieser Unbekannte nun in das Haus der Earlams eingedrungen zu sein und treibt ein makaberes Spiel mit den Brüdern. Gemeinsam mit Chief Inspector Robert Anderson versuchen Paul und Ethan sich und ihre Familie zu schützen.

    Insgesamt eine ganz gelungene Folge die allerdings wieder mehr Fragen aufwirft als beantwortet! Zunächst gibt es am Anfang eine kurze Zusammenfassung des bisher Geschehenen, so dass ev. auch Quereinsteiger mit dieser Folge etwas anfangen können. Dann setzt die Handlung nahtlos das Geschehen aus Teil 6 fort. Es bleibt weiterhin unklar, wer der Unbekannte ist, der die Earlam Brüder terrorisiert, doch es deutet sich an, das Harvey Quint nicht der alleinige Drahtzieher ist, denn der sitzt ja inzwischen sicher verwahrt auf Serpent Island und wartet auf seine Hinrichtung. Und auch die Hintergründe für die Tat liegen weiter ihm Dunklen, hat es mit Pauls Unfall zu tun oder doch eher mit der Vergangenheit von Paul und Ethans Vater, dessen geschäftliche Praktiken scheinbar alles andere als sauber waren? Wie gesagt wirkliche Erhellung bekommt man hier nicht, aber wie die Brüder versuchen Licht ins Dunkel zu bringen ist schon sehr gut in Szene gesetzt. Zu Anfang der Serie hätte man einen derart komplexen Handlungsaufbau gar nicht erwartet, daher ist die Entwicklung der Reihe wirklich überraschend. Während zu Anfang die Sprecher teilweise recht steif und laienhaft agierten, ist auch hier eine wirkliche Steigerung eingetreten, die ebenso positiv wirkt. Natürlich endet auch diese Folge offen und mit einem ziemlichen Cliffhanger, so dass auch hier wieder die Neugier auf den oder die nächsten Teile geweckt wird.

    FaziT: es bleibt weiterhin geheimnisvoll und rätselhaft und es werden viele Fragen aufgeworfen, so dass hier natürlich die Erwartungshaltung auf die nächsten Folgen hoch ist. Die Inszenierung ist stimmig und der Spannungsbogen durchweg erhalten, insgesamt hat sie die Serie beträchtlich gesteigert.
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