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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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  • Bewertung vom 14.04.2014
  •  
    sehr gut
  • 1939 bereitet sich auch Russland auf einen bevorstehenden Krieg vor. Oberst Nagorski, der in einer streng geheimen Anlage als Chefingenieur an einem neuen Panzer, dem T 34 arbeitet, kam unter mysteriösen Umständen zu Tode und Stalin schickt seinen Sonderermittler Pekkala um Licht in diese Angelegenheit zu bringen. Vermutete Stalin doch schon vorher eine Sicherheitslücke und Verrat bei dem Geheimprojekt. Steckt die Weiße Gilde, eine staatsfeindliche Geheimorganisation hinter dem Mord oder hat Nagorskis Tod ganz andere Hintergründe?

    Der 2. Fall für das Smaragdauge beginnt 10 Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1. Pekkala hat sich mit seiner neuen Aufgabe arrangiert, zumal er als Ermittler die gleichen Sonderrechte wie früher hat. Als Inhaber eines Schattenpasses ist er niemandem Rechenschaft schuldig außer Stalin, trotzdem ist sich auch Pekkala der prekären Lage in der Sowjetunion bewußt. Verhaftungen und Denunziation sind an der Tagesordnung und viele Menschen leben in ständiger Angst. Hier hätte ich mir bei vielen Szenen etwas mehr Eindringlichkeit und eine intensivere Atmosphäre gewünscht, was der ansonsten spannenden Story sicher noch mehr Intensität verliehen hätte.
    Pekkala ist als Ermittler eine interessante Figur, auch wenn er manchmal ein wenig zu abgeklärt wirkt. Als ehemaligem Sonderermittler des Zaren umgibt ihn immer noch die Aura des Mysteriösen. Dazu trägt auch der 2. Erzählstrang bei, in welchem kurze Episoden (die allerdings nicht chronologisch sind) aus Pekkalas früherem Leben geschildert werden. Als wohltuender Gegenpol steht Pekkala wieder Major Kirow zur Seite, der mit seinen oftmals humorvollen Kommentaren das Geschehen etwas auflockert. Kurzzeitig stößt auch die berühmt-berüchtigte Major Lysenkowa zu dem Ermittlerduo, doch es zeigt sich recht schnell, dass Lysenkowa eine ganz eigene Strategie verfolgt. Diktator Stalin „geistert“ eher als Randfigur durch den Roman, was für mich aber durchaus ok war. Da er lediglich in den Szenen auftritt in denen er mit Pekkala zusammenkommt, wird von ihm sicher ein anderes Bild gezeichnet, als die meisten Leser erwarten.
    Der Krimifall ist insgesamt ganz gut konstruiert, Verdächtige gibt es zunächst einige und während der zunehmend gefährlicher werdenden Ermittlungen tritt einiges unerwartetes zu Tage. Selbst als der Mord aufgeklärt ist, gibt es noch ein paar überraschende Wendungen, die zum Schluß die Spannung nochmal ansteigen lassen. Das Ende ist offen und läßt einen neuen Fall für Pekkala bereits erahnen.
    Etwas gefehlt haben mir die historischen Anmerkungen, die beim ersten Teil die Geschichte abgerundet haben, hier konnte man als Leser gut nachvollziehen, was Historie und was Fiktion war. Beim „Roten Sarg“ ist das leider nicht möglich, so dass der historisch interessierte Leser sich seine Infos rund um den T 34 selbst zusammen suchen muß

    Fazit: Nicht ganz so gut wie der Vorgänger, aber ein durchaus spannender historischer Krimi mit einem nicht ganz alltäglichen Setting.
  • Bewertung vom 12.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Peter Lundt haßt Weihnachten, da wundert es kaum, dass er nicht sonderlich begeistert ist, als ihn eine neue Klientin bittet, einen Weihnachtsmann zu finden, der sie vor einem Überfall gerettet hat. Da die Detektei aber dringend Geld braucht, dringt Assistentin Anna Schmidt darauf, dass Lundt den Fall annimmt. Tatsächlich scheint an dem Fall wesentlich mehr dran zu sein, als auf den ersten Blick zu sehen ist, denn der gesuchte Weihnachtsmann, scheint eine Art roter Rächer zu sein, der prügelnde Ehemänner vermöbelt und Frauen in Not rettet. Doch auch die Polizei interessiert sich für den Held mit Rauschbart und so wird der Lübecker Weihnachtmarkt Schauplatz von etwas unüblichen Geschehnissen.

    Die vierte Folge um den blinden Detektiv untermauert das bisher hohe Niveau der Reihe und baut es weiter aus! Passend zur Weihnachtszeit, der damit verbundenen weihnachtlichen Botschaft von Liebe, Besinnlichkeit und familiärer Zusammengehörigkeit, erfährt man etwas mehr über Peter Lundts Vergangenheit und seine Familie. Auch wenn der Detektiv mit Weihnachten nichts am Hut hat, so sind doch die Frauen in seinem Leben nicht gewillt, das so einfach hinzunehmen und beschließen, Peter ein ganz besonderes Weihnachtfest zu bereiten. Dabei schließen Assistentin Anna und Lundts Freundin Sally, die bisher wenig füreinander übrig hatten, eine Allianz und auch Lundts Ex-Frau Elisabeth taucht urplötzlich wieder auf.
    Trotz des etwas größeren Anteils, den das Privatleben von Peter Lundt diesmal einnimmt, bleibt der Krimifall durchweg spannend, ist aber wie von der Reihe gewohnt eher ruhig und weniger actionreich inszeniert. Man legt hier mehr Wert auf nachvollziehbare Ermittlungsarbeit und Lundts besonderes Gespür, das der Geschichte auch einen realistischen Anstrich verleiht. Dass es am Ende doch noch ein kleines Weihnachtwunder gibt, tut dem Hörvergnügen gar keinen Abbruch und paßt wunderbar zur Weihnachtszeit!

    FaziT: eine sehr stimmige und atmosphärisch dichte Folge, die auf Grund der weihnachtlichen Thematik auch am besten in dieser Jahreszeit gehört werden sollte! Ansonsten bekommt der Hörer hier wie gewohnt einen spannenden Fall des eigenwilligen Ermittlers mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor geboten.
  • Bewertung vom 12.04.2014
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    ausgezeichnet
  • Als Peter Lundt vorzeitig aus dem Urlaub zurück kommt, findet er einen Brief von Anna Schmidt vor, zwei Ecken sind umgeknickt, das verabredete Zeichen, dass Anna in Schwierigkeiten steckt. Während Peter Lundt mit Sally im Urlaub war, reiste Anna auf eigene Faust nach London, um dort einer Freundin zu helfen, die sich in eine prekäre Lage gebracht hat. Als Peter in London ankommt, muß er feststellen, dass sowohl Anna als auch ihre Freundin entführt wurden und Scotland Yard alles andere als begeistert ist, das ein blinder Ausländer in ihrem Fall mitmischt. Ohne seine rechte Hand kommt aber auch der blinde Detektiv recht bald in Schwierigkeiten.

    Wieder ein kniffliger Fall für den blinden Detektiv, der ohne Blut und Gewalt auskommt und seinen Reiz aus der Tatsache zieht, das Lundt blind ist und sich auf seine anderen Sinnen verlassen muß. Auch Anna und Kiki, die in einem dunklen Raum eingesperrt sind, wenden diese Technik an, um herauszufinden, wo sie sich befinden und kommen damit zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Ermittlungen von Peter Lundt sind schlüssig und nachvollziehbar, als Hörer kann man hier gut miträtseln und wird dann auf Grund einiger überraschender Wendungen am Ende doch noch über die Auflösung verblüfft. Einen hohen Unterhaltungswert hat die Tatsache, dass Lundts Fahrer Sherlock Homes ohne „L“ heißt und Lundt das immer absichtlich falsch ausspricht und das „L“ im Vornamen wegläßt, so kommt passend zum englischen Setting auch noch eine Spur britischer Humor in dieser Folge auf, der sehr gelungen ist. Auch als am Ende die Identität von Kikis Tante Lilly gelüftet wird, staunt der Hörer nicht schlecht, ebenso wie Lundt, der hier aus allen Wolken fällt. Die Szenenwechsel zwischen Lundt einerseits und Anna und Kiki andererseits gewähren dem Hörer verschiedene Einblicke in den Fall und gestalten diesen so recht abwechslungsreich. Musik und Geräuschkulisse runden den Fall dann perfekt ab.

    FaziT: bisher der beste Fall für Peter Lundt, der hier wieder einen kniffligen Fall souverän und auf ungewöhnliche Weise löst. Der trockene Humor trägt zum besonders hohen Unterhaltungswert bei und rundet den Fall perfekt ab!
  • Bewertung vom 12.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Der zweite Fall für den blinden Detektiv Peter Lundt beginnt zunächst harmlos. Für einen Hamburger Geschäftsmann, soll er dessen Sohn aufspüren, der nach einem Familienstreit verschwunden ist. Nach der Analyse eines aufgezeichneten Telefongesprächs, findet Peter Lundt heraus, dass der gesuchte vermutlich in Hongkong ist. Da der Klient einen großzügigen Scheck ausstellt, reist Lundt gemeinsam mit Freundin Sally in den fernen Osten um dort zu ermitteln. Dumm nur das Sally denkt, die Reise wäre ein Geburtstagsgeschenk und als bald darauf der Scheck platzt und sich der Auftraggeber als jemand ganz anderer entpuppt, gerät Lundt gehörig ins Schwitzen.

    Ein blinder Detektiv – geht das ? Diese Frage wurde ja schon im ersten Teil der Reihe zufriedenstellend geklärt, es funktioniert bestens und so haben Hörer und Detektiv eines gemeinsam, das sie sich eben nur auf ihr Gehör verlassen können! Bei der Reise nach Hongkong übernimmt diesmal Sally die Rolle, als Augen für Peter Lundt zu fungieren und beschreibt auf sehr plastische Weise z.B. die Skyline von Hongkong.
    Die Geschichte, die zunächst recht harmlos startet, nimmt mit der Ankunft in China eine recht dramatische Wende, die den Hörer wirklich verblüfft, denn damit konnte man am Anfang wirklich nicht rechnen. Der Krimifall ist gut durchdacht, als Hörer hat man hier aber zunächst keine Chance den verzwickten Fall zu durchschauen und wird mit immer neuen Details verblüfft. Die Geheimdienstler im Ruhestand sind zwar ein ganz witziges Detail, paßten aber meiner Meinung nach nicht so ganz in die Story, die hätte auch so zu einem gelungenen Ende geführt werden können.
    Die Geplänkel zwischen Lundt und seiner Assistentin Anna Schmidt sind wieder sehr unterhaltsam und launig, da kann man sich oft ein Schmunzeln nicht verkneifen. Neben dem eigentlichen Krimifall kommt diesmal auch viel Privates im Hörspiel vor, man erfährt etwas über Lundts Vergangenheit und seine Familie und die etwas komplizierte Beziehung zu Sally.

    FaziT: auch der zweite Fall für Peter Lundt überzeugt mit einem glaubwürdigen Umfeld und einem realistischen Fall. Die auf ihre Weise liebenswerten Figuren runden das Ganze perfekt ab!
  • Bewertung vom 12.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Peter Lundt ist Privatdetektiv, das ungewöhnliche an ihm, er ist nach einem Unfall erblindet. Doch wie soll er da eine Observierung durchführen? Also gibt er eine Annonce auf „Augen gesucht“. Auf diese Anzeige meldet sich die Studentin Anna Schmidt, die Lundt auch vom Fleck weg engagiert. Ein ehemaliger Polizeikollege hat Lundt seinen ersten Fall vermittelt. Koi Händler Malzahn wurden wertvolle Karpfen gestohlen, für die nun Lösegeld gefordert wird. Da jeder der kostbaren Fische mit 20.000 Euro versichert war, ist natürlich die Versicherung bestrebt, den Fall so schnell wie möglich aufzuklären. Während Anna Schmidt und Lundt sich erstmalzusammenraufen müssen, wird der Fall bald gefährlicher als angenommen.

    Die Idee, einen blinden Detektiv ermitteln zu lassen, ist wirklich ungewöhnlich. Hörer und Ermittler sind dadurch in der selben Situation, sie haben lediglich ihr Hörvermögen um Informationen aufzunehmen. Das fand ich als Ausgangssituation ganz spannend!
    Die Figuren von Peter Lundt und Anna Schmidt sind ganz interessant, die Charaktere aber sicher noch ausbaufähig. Mark Bremer als Peter Lundt ist ein etwas brummiger Charakter, dem gegenüber die selbstsichere und forsche Anna, gesprochen von Elena Wilms ein guter Gegenpart ist.
    Als ehemaliger Polizist ist Lundt natürlich mit sämtlichen Ermittlungsmethoden vertraut und kann sich zusätzlich auf sein untrügliches Gespür verlassen. Einen rasanten, actionreichen Fall darf man aber nicht erwarten, denn dazu wäre Lundt gar nicht in der Lage. Gefährlich wird es trotzdem für ihn und hier wird deutlich, dass sein Handicap eben doch größer ist, als er selbst wahr haben will.
    Die Atmosphäre im Hörspiel strahlt norddeutsche Gemütlichkeit aus, das wird durch Musik und Geräuschkulisse noch untermalt. Das etwas nervige Gestöhne das aus dem Nachbarbüro dringt, wo ein Videoversand seinen Sitz hat, soll wohl so eine Art Running Gag sein und erinnerte mich etwas an die coole Krimi Reihe „Richard Diamond“, doch hier wird das Gestöhne wirklich etwas übertrieben.

    FaziT: guter Serienauftakt mit netten, interessanten Figuren. Fans rasanter Krimis werden hier wohl nicht auf ihre Kosten kommen, aber wer auch eine etwas ruhigere Gangart mag, kann sich hier gut unterhalten.
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 09.04.2014
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    ausgezeichnet
  • Folge 62 setzt das geschehen nahtlos fort, also hört man am Besten beide Teile hintereinander weg.
    Max lebt!!! Und befindet sich auch noch als Stewart auf der MS Alyssa. Lady Bedfort die mit dem Verschwinden von Mister Fairbanks und dem Juwelendiebstahl eigentlich genug zu tun hat, ist völlig geschockt und dann gibt es auch noch einen Mord.

    Im zweiten Teil werden sowohl der Juwelendiebstahl als auch das Verschwinden von Mister Fairbanks schlüssig aufgeklärt und gut ermittelt. Beide Krimifälle überzeugen sowohl von der Spannung als auch vom Aufbau her und bieten die eine oder andere Überraschung.
    Dennis Rohling, der Sprecher von Max wurde ja von vielen als Laienhaft kritisiert und als er aus der Serie verschwand wurde das begrüßt. Ich hatte nie ein Problem mit ihm und mochte die Figur des Butlers Max immer sehr gerne. Aber wenn Tote wieder auferstehen, ist das natürlich ein Grund zur Skepsis. Trotzdem muß ich sagen, dass Max Wiedereintritt in die Serie gut gelöst wurde, sein Tod und die damit verbundenen Zusammenhänge wurden recht schlüssig konstruiert, so dass seine „Widerauferstehung“ insgesamt ganz überzeugend wirkt. Allerdings gibt es einen ziemlichen Logikfehler. Lady Bedfort ist ganz erstaunt, als sie vom Tod von Max Eltern erfährt, die noch VOR seinem angeblichen Tod verstorben sind. Das hätte sie zumindest bei Max Beerdigung erfahren müssen, da man ja wohl die eigenen Eltern vom Tod des Sohnes hätte unterrichten müssen. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt in einem ansonsten sehr gut inszenierten Hörspiel. Lady Bedfort ist natürlich über Max Widerkehr geschockt und auch verletzt, da Max ihr nie mitgeteilt hat, dass er noch lebt. Wie es jetzt mit ihm in der Reihe weiter geht, muß man abwarten, denn sein Tod und seine Widerkehr haben doch zu starken Konflikten bei Lady Bedfort geführt, es wäre unrealistisch zu glauben, dass er einfach wieder der Butler der Lady wird, dafür ist ein zu großer Vertrauensbruch passiert.

    FaziT: Mit dieser Doppelfolge und Max Rückkehr ist den Produzenten eine komplexe und dramatische Geschichte gelungen, die das Geschehen mehr in Lady Bedforts Privatleben verlagert hat und für die nächsten Folgen eine spannende Entwicklung erwarten läßt. Auch nach über 60 Folgen kann Lady Bedfort“ noch überraschen und zeigt das hier noch viel Potenzial drin steckt.
Beckmann, John Die dunklen Gewässer, 1 Audio-CD EUR 9,95
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 09.04.2014
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    ausgezeichnet
  • Sehr zur Freude von Inspektor Gomery befindet sich Lady Bedfort gemeinsam mit Tim Denham auf einer Karibikkreuzfahrt und kann sich somit nicht in seine Arbeit einmischen. Doch als der alte Aden Bale behauptet, angeblich einem Gespräch gelauscht zu haben, in dem ein Mord geplant wird und sich später bei den Ermittlungen heraus stellt, daß das angebliche Mordopfer sich ausgerechnet auf Lady Bedforts Kreuzfahrtschiff befindet, werden die beiden Inspektoren doch stutzig und bitten Lady Bedfort, ein Auge auf den alten Mister Fairbanks zu haben. Doch Lady Bedfort und Tim haben noch ganz andere Sorgen, denn auf dem Schiff treibt ein Juwelendieb sein Unwesen und plötzlich taucht auch noch eine Person auf, die Lady Bedfort für tot gehalten hat.

    Der Krimifall ist sehr spannend und auch knifflig aufgebaut, hier zeigen die Produzenten, dass in der Serie auch nach über 60 Folgen noch Potenzial für spannende, wendungsreiche Fälle ist. Durch die Szenenwechsel zwischen den Episoden auf dem Schiff und den Ermittlungen der Inspektoren Gomery und Miller bleibt es abwechslungsreich und man kann den Fall von verschiedenen Blickwinkeln betrachten, zudem sind die Szenen auf dem Schiff gerade am Anfang recht unterhaltsam und launig. Mit dem Fortschreiten der Story zieht die Spannung aber an und mit dem plötzlichen Verschwinden von Mister Fairbanks nimmt auch alles eine dramatische Wendung. Der erste Teil der Doppelfolge endet dann auch sehr spektakulär mit dem Auftauchen von Max und am besten hört man Teil 2 gleich im Anschluß.
    Das Ganze ist auf sehr hohem Niveau produziert, die Atmosphäre ist stimmig, Musik und Geräuschkulisse sind perfekt abgestimmt und auch die Sprecher sind machen ihre Sache gut. Ich habe mich ja sehr lange mit Margot Rothweiler schwer getan und bin immer noch der Meinung, dass die Figur der Lady Bedfort mit ihr nicht optimal besetzt ist, da aber die Sprecherriege deutlich aufgepeppt wurde und sehr viel mehr Personen agieren als in den früheren Folgen der Serie, fällt das nicht mehr ganz so ins Gewicht!
    Als Zugabe gibt es zu dieser 61. Folge das Hörspiel „Nach dem Frost“ aus der Schmiede des Hörplanet. In diesem Krimifall agieren alle Sprecher die man aus der Lady Bedfort Reihe kennt. Allerdings ist der Humor dieses Krimifalls doch etwas gewöhnungsbedürftig. Schräg und absonderlich umschreibt es nicht mal annähernd. Den Tod von Kennedy, Lee Harvey Oswald und eine 40 Jahre alte Verschwörung mit einem Serienmörder und einem Krimifall in Osnabrück zu verbinden, ist schon etwas an den Haaren herbeigezogen. Ernst kann man das also nicht nehmen, aber an vielen Stellen war mir der Humor einfach zu platt, z.B. wenn der Kommissar in die Spüle uriniert uns sich freut wie der Strahl an der Teetasse abprallt. Nun ja, Geschmäcker sind verschieden. Als unterhaltsame Zugabe ist es ganz ok, kaufen würde ich mir dieses Hörspiel nicht!

    FaziT: Der erste Teil der Doppelfolge punktet mit einer gelungenen Inszenierung und einem kniffligen Fall und zeigt, dass Lady Bedfort auch nach 60 Folgen noch Überraschungen parat hat.
Stevenson, Robert Louis Gruselkabinett 27. Der Leichendieb (MP3-Download) EUR 5,99
  • Bewertung vom 09.04.2014
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    sehr gut
  • Fettes war einst ein vielversprechender Medizinstudent, doch eine Verkettung tragischer Umstände führt dazu, dass er Jahre später als Säufer endet und Stammgast in einem kleinen Pub wird. Gemeinsam mit seinen Zechkumpanen erlebt er die Ankunft des Arztes Macfarlane, der zu einem Kranken gerufen wurde, der vor dem Pub einen Schwächeanfall erlitten hatte. Fettes erkennt in dem Arzt seinen Mitstreiter aus Jugendjahren und erzählt daraufhin seinen Zechbrüdern seine dramatische Geschichte.

    „Der Leichendieb“ nach einer Erzählung von Robert Louis Stevenson greift ein Thema auf, das Anfang des 19. Jahrhundert durchaus dramatische Formen angenommen hatte, das Beschaffen von Leichen zu Zwecken der anatomischen Forschung. Da per Gesetz nur hingerichtete Straftäter obduziert werden durften, wurde der Bedarf an toten Körpern entweder durch das Ausgraben Verstorbener oder durch Mord gedeckt. Der junge Medizinstudent Fette wird in diese Machenschaften verwickelt, als er eine Stelle für Professor Knox antritt und dieser ihn verpflichtet, nächstens die zu Studienzwecken benötigen Leichen anzunehmen und zu bezahlen. Erst Zweifel kommen ihm, als eines Nachts eine junge Prostituierte, die Fette ebenfalls häufig aufsuchte, bei ihm im Seziersaal landet. Doch seinem Studienkollege Macfarlane, der ihm auch die Stelle beschaffte, gelingt es immer wieder, seine Skrupel zu zerstreuen, bis eines Nachts ein denkwürdiges Ereignis eintritt.
    Wirklich gegruselt habe ich mich hier nicht, aber wie alle Folgen des Gruselkabinetts ist auch diese hervorragend inszeniert und stimmig in Szene gesetzt und als Hörer kann man gut in die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts eintauchen. Die Sprecher verleihen ihren jeweiligen Charakteren entsprechende Gestalt und vor allem Michael Pan als Fettes liefert eine Glanzleistung ab.

    FaziT: stimmige Inszenierung eines Klassikers, der durch ein atmosphärisch dichtes Flair besticht und mit hervorragend besetzten Sprechern glänzt, lediglich der Gruselfaktor hätte etwas ausgebaut werden können.
  • Bewertung vom 04.04.2014
  •  
    gut
  • Christian Czerny und seine Verlobte Sarah Brandner sind mit dem Wagen in Niederösterreich unterwegs, als ihnen nachts das Benzin ausgeht. Während Christian Hilfe holen will, bleibt Sarah im Autor zurück, als plötzlich eine grausam zugerichtete Leiche auf ihre Motorhaube stürzt. Als sie panisch flüchtet, trifft sie auf den charmanten Grafen Richard Kranstein, der aber genauso plötzlich verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Als Christian mit einem Automechaniker aus einem nahe gelegenen Dorf zurück kommt und Sarah von dem Vorfall berichtet, weigert sich der Mechaniker zu helfen und so bleibt dem Pärchen nichts anderes über, als in dem Dorf zu übernachten. Doch auch dort geht es nicht mit rechten Dingen zu. Der angeblich tote Graf Richard Kranstein treibt sein Unwesen und zieht Sarah und Christian in einen Strudel unheimlicher Ereignisse.

    Die Geisterschocker Reihe mit anderen Mysterie und Gruselserien wie Gruselkabinett, Gabriel Burns oder John Sinclair zu vergleichen, sollte man tunlichst vermeiden, der Vergleich kann nur nach hinten losgehen, denn die Geisterschocker Hörspiele, die auf Heftromanen basieren, sind schon ein etwas anderes Niveau als die wunderbare Gruselkabinett Reihe, die auf Klassikern der Schauerliteratur basieren. Wenn man seine Ansprüche allerdings nicht zu hoch schraubt und einfach was kurzweiliges in B-Film Manier zum Abschalten zu sucht, dann kann man sich hier kurzweilig unterhalten. „Der Höllengraf“ ist jetzt nicht sonderlich originell, die Story recht durchschaubar, große Überraschungen gibt es nicht, der Vorgänger „See des Grauens“ war da wesentlich kniffliger aufgebaut, aber die Inszenierung ist ganz gelungen und auch bei den Sprechern gibt es nichts auszusetzten. Geräuschkulisse und Musik sind allerdings sehr gut abgestimmt, so dass hier zumindest eine stimmige Atmosphäre erzeugt wird.

    FaziT: nette Unterhaltung zum Abschalten, auch wenn der Gruselfaktor eher auf der Strecke bleibt und die Story recht durchschaubar ist, so können immerhin die Inszenierung und die Sprecher punkten.
  • Bewertung vom 02.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Während einer Reportage über walisische Architektur, bei der sie Kendrick Gwaunfarren interviewen wollen, geraten Jay, Tom und Derek in ein Unwetter und müssen im Gästehaus von Glamorgan Castle übernachten. Merkwürdige Gerüchte ranken sich um den toten Burgherrn, einen Maler. Angeblich soll er seine Gemälde mit Blut gemalt haben. Natürlich wollen die Jungs die Burg sehen, in der der Maler gewohnt hat und werden dabei in bizarre Ereignisse verstrickt und stoßen auf ein dunkles Geheimnis.

    Der Schauplatz für Folge 33 ist natürlich geradezu prädestiniert für ein Gruselhörspiel, ein altes verlassenes Gemäuer um das sich düstere Legenden ranken, ein paar undurchsichtige Gestalten und unheimliche Schreie, die Nachts durch die Flure hallen. Hier entsteht von Anfang eine stimmige, düster-unheimliche Atmosphäre, die wirklich perfekt von Musik und Geräuschkulisse untermalt wird. Der Fall an sich ist aber leider etwas konfus konzipiert, wirkliche Ermittlungsarbeit leisten die 3 Jungs nichts, sondern stolpern vielmehr von einem katastrophalen Erlebnis zum nächsten und was sie dabei herausfinden, sind eher zufällige Treffer. Da die Jungs getrennt werden und jeder für sich Dinge herausfindet, muß auch etwas aufpassen, um nicht den Überblick zu verlieren.
    An der Sprecherriege gibt es nichts auszusetzten, die ist inzwischen gewohnt gut, ein paar schräge Dorfbewohner bilden hier die Ausnahme, aber solche leicht „schrägen“ Typen ist man ja aus fast jeder Folge gewohnt.

    FaziT: eine tolle Szenerie und eine gruselige, mysteriöse Atmosphäre bieten ein stimmiges Setting, leider ist die Ermittlungsarbeit der 3 Jungs eher dilettantisch, das können sie auf jeden Fall besser!
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