Benutzer

Benutzername: tassieteufel
Danksagungen: 1155 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 2330 Bewertungen
Bewertung vom 24.06.2016
Faust jr. Ermittelt, Folge 9: Der unsterbliche Artus (MP3-Download)
Preger, Sven; Erdenberger, Ralph

Faust jr. Ermittelt, Folge 9: Der unsterbliche Artus (MP3-Download)


ausgezeichnet

Privatdetektiv Frank Faust hat in der letzten Folge endlich seinen Vater gefunden und verbringt nun einen gemeinsamen Urlaub mit ihm in England. Doch schnell findet Faust heraus, dass sein Vater eigentlich an etwas ganz anderem interessiert ist und den Urlaub für Forschungen über König Arthus nutzt. Nach einem heftigen Streit ist Kilanowski plötzlich verschwunden und befindet sich in großer Gefahr.

Wie man es von der Reihe kennt, wird wieder auf gewohnt unterhaltsame und informative Weise jede Menge Wissen vermittelt, diesmal rund um König Arthus.
Frank Faust agiert wie üblich leicht chaotisch und schusselig, in Verbindung mit seinem grade wiedergefunden Vater, der nicht minder schräg drauf ist, ist das wirklich ein Duo-Infernale, mit dem man viel Spaß haben kann! Das umfangreiche Wissen wird ganz nebenbei in die Geschichte eingeflochten, selbst für interessiert Erwachsene gibt es das ein oder andere Detail, was sicher nicht ganz so bekannt ist. Die Experten die hierzu zu Wort kommen, bringen ihr jeweiliges Wissen wieder sehr aufschlussreich und locker an den Hörer.
Erzähler Bodo Primus führt gewohnt souverän durch die Folge und ist mit seiner angenehmen Stimme ein guten Gegenpart zu Faust und Kilanowski.

Fazit: Hier wird Wissen auf lockere, unterhaltsame Art vermittelt und in eine spannende Geschichte verpackt. Eine tolle Folge in einer gelungenen Reihe, die nicht nur Kindern Spaß macht!

Bewertung vom 23.06.2016
Pollution Police, Folge 5: Giftiges Spiel (MP3-Download)
Topf, Markus

Pollution Police, Folge 5: Giftiges Spiel (MP3-Download)


sehr gut

Die drei Freunde Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ entdecken während einer Geocaching Tour unzählige tote Fische in einem See. Maskottchen Einstein, der Waschbär frißt einen der toten Fische und kurze Zeit später krümmt sich das Tier vor Schmerzen. Tierärztin Sandra Wiegand kann ihm gerade noch rechtzeitig den Magen auspumpen. Sie schickt ein paar Proben des Mageninhalts und einen der toten Fische in das Labor ihres Exmannes, der für einen großen Pharmakonzern arbeitet und bittet um eine schnelle Analyse, doch als in Sandras Praxis eingebrochen wird und die Proben im Labor unter merkwürdigen Umständen verschwinde, gibt es für die Polution Police einen neuen Fall.

In dieser Folge geht es um Naturschutz und illegal entsorgten Giftmüll. Eher zufällig stoßen die 3 Kids während einer Geocaching Tour auf einen See voll toter Fische. Obwohl für einen Erwachsenen recht schnell klar ist, wer der Übeltäter ist, so ist die Aufklärung des illegal entsorgten Giftmülls sehr unterhaltsam und spannend umgesetzt worden und bietet trotz der Durchschaubarkeit des Falles gute Unterhaltung. Vor allem die Auflösung des Ganzen und die Wandlung eines Protagonisten sind hier überraschend und peppen die Folge zum Ende noch einmal ordentlich auf. Dass die Kids bei der Lösung des Falles mal wieder selbst illegale Mittel anwenden müssen, fällt dabei vergleichsweise wenig ins Gewicht.

FaziT: eine solide Folge, die sehr unterhaltsam und spannend inszeniert wurde und gerade für Kinder und Jugendliche wieder ein lehrreiches Thema behandelt.

Bewertung vom 21.06.2016
Agatha Raisin und der Tote im Wasser / Agatha Raisin Bd.7
Beaton, M. C.

Agatha Raisin und der Tote im Wasser / Agatha Raisin Bd.7


sehr gut

Nach ihrem Abenteuer auf Zypern langweilt sich Agatha furchtbar, denn auch mit James herrscht Funkstille. Zwar wohnen sie wieder nebeneinander, doch James geht ihr aus dem Weg und kann ihr scheinbar nicht verzeihen. Als im Nachbardorf ein Streit um die Wasserrechte einer alten Quelle entbrennt und kurz darauf der Vorsitzende des Gemeinderates tot am Brunnen aufgefunden wird, ausgerechnet von Agatha selbst, ist das natürlich für sie ein Grund, sich die Sache näher anzusehen, zumal sie für die Mineralwasserfirma die PR Arbeit übernehmen soll.

Wie in den bisherigen Folgen, so läßt die Autorin auch dieses Mal wieder Agatha zu Höchstform auflaufen und schildert ihre diversen Aktivitäten mit viel Sinn für Skurrilität und Humor. Agathas schrullige, oft schroffe Art und ihre Verliebtheit in James führen wieder zu einer Reihe schräger Szenen, bei denen man sich das Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Der Krimifall ist gut konstruiert und wird auch nie aus den Augen verloren, auch wenn natürlich Agatha und ihre Probleme immer mal wieder im Vordergrund stehen. Die Thematik um die Wasserechte und die daraus resultierenden Streitigkeiten im Dorf sind aber sehr gelungen geschildert und wirken sehr realistisch.
Agatha und James ermitteln weitgehen getrennt voneinander, dadurch rückt James ein wenig aus dem Fokus und hat in diesem Fall nur wenige Auftritte, was ein wenig schade ist. Dafür sind wieder einige andere lieb gewonnene Nebencharaktere mit dabei, wie Pfarrersgattin Mrs. Bloxby, Roy Silver und Polizist Bill Wong mit seiner seltsamen Familie.
Insgesamt ein typischer Cozy, flott, unterhaltsam und mit einer gehörigen Portion englischen Humors gewürzt!

FaziT: wer sich für englischen Humor erwärmen kann und schon die Vorgängerbände mochte, der wird auch hier gute und launige Unterhaltung finden! Schade dass der nächste Fall für die schräge Agatha erst Anfang 2017 erscheint!

Bewertung vom 20.06.2016
O du fröhliche, o du tödliche
Roth, Mila

O du fröhliche, o du tödliche


sehr gut

Als Janna am Heiligabend vor ihrer Tür eine Schachtel Pralinen von Markus Neumann findet, beschließt sie spontan ihn nach dem Familienprogramm noch in seinem Stammpub „HellHole“ zu besuchen. Doch nicht nur Janna hatte die Idee, auch Markus Kollegin Alexa Baumgartz, die ihre Beziehung zu Markus wieder aufleben lassen möchte, hatte die selbe Idee. Das läßt natürlich keine weihnachtliche Stimmung aufkommen, zumal Alexa Janna deutlich macht, sich von Markus fern zu halten. Doch dann wird Alexa vor Jannas Augen nach dem Besuch der Toilette von 3 Weihnachtsmännern entführt. Markus und Janna nehmen die Verfolgung auf, denn während der Feiertage ist auch im „Institut“ nur die Notbesetzung bei der Arbeit.

Auch der 8. Teil der Reihe ist gewohnt kurzweilig und sehr rasant geschrieben. Auf etwas über 100 Seiten läßt die Autorin keine Langeweile aufkommen und treibt die Handlung flott voran, im Prinzip spielt sich der Hauptteil in der Nacht von Heiligabend zum ersten Weihnachtstag ab.
Neben der durchaus spannenden Entführungsgeschichte gibt es natürlich wieder diverse unterhaltsame Geplänkel zwischen Markus und Janna, die einen hohen Unterhaltungswert haben und öfter mal zum Schmunzeln anregen. Obwohl natürlich wesentlich mehr als Freundschaft zwischen Janna und Markus ist, will sich das keiner von Beiden eingestehen und es ist schon recht amüsant mitzuverfolgen, wie die beiden sich „umkreisen.
Sehr schön ist auch wieder das Cover, das von Anfang an gut auf den Inhalt der Reihe abgestimmt war. Diesmal sind ein roter Pump mit Weihnachtsmann der Blickfang.

FaziT: wieder ein spannender und unterhaltsamer Fall für das ungleiche Agentenpaar, der mit sehr launigen Dialogen aufwartet und gespannt auf weitere Folgen macht.

Bewertung vom 20.06.2016
Eidergrab
Streiter, Volker

Eidergrab


sehr gut

Das Wirtspaar Simons von der Insel Amrum ist verzweifelt, schon seit Wochen haben sie nichts von ihrer Tochter Immke gehört, die sich in Eiderstedt als Milchmagd verdingt. Nun kam auch noch ein Brief von ihrer Nichte, die davon berichtet, dass Immke nach einem Pferdemarkt verschwunden ist. Auguste Simons bittet Dina Martensen um Hilfe, da es Dina doch schon einmal gelungen ist, einen Mörder zu entlarven. Dina fährt nach Eiderstedt und kann mit Hilfe von Pastor Wolf auf dem selben Hof eine Anstellung finden, auf dem Immke verschwunden ist. Schon bald findet Dina heraus, dass Immke nicht die einzige verschwundene Magd ist und dann wird eine tote junge Frau aus der Marsch geborgen. Inzwischen ermittelt auch Gendarmerie Leutnant Asmus und der neu ansässige Schulmeister Rose, der ebenfalls einen toten jungen Mann aus dem Deich gezogen hat, stellt ebenfalls Ermittlungen an.

Wie in seinem Vorgängerband, in dem ebenfalls Dina Martensen ermittelt hat, gelingt es dem Autor auch diesmal, Land, Leute und das Alltaggeschehen Mitte des 19. Jahrhunderts an der Nordseeküste einzufangen und plastisch und bildreich zu schildern. Gesellschaftliche Gepflogenheiten werden ebenso kurz angerissen wie die politische Situation dieser Zeit, als Eiderstedt noch zum Königreich Dänemark gehörte. Hier bekommt man als Leser einen guten Einblick in die damalige Zeit und die Schilderungen verleihen dem Krimifall den historischen Rahmen.
Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich schwierig, da Dina mit ihren Fragen auf wenig Gegenliebe stößt. Zwar wurde sie zunächst von den Eltern der verschwundenen Immke mit der Suche betraut, doch auf Eiderstedt wird eigentlich von 3 verschiedenen Personen ermittelt. Neben Dina sind das Schulmeister Rose, der eine Leiche aus dem Deich zieht und Gendarmerie Leutnant Asmus, der nach dem Fund einer Frauenleiche die offiziellen Ermittlungen übernimmt. So wird aus Sicht von 3 sehr unterschiedlichen Charakteren aus der Fall geschildert und so erhält der Leser auch einen breiten Blick auf das Geschehen und wird mit immer neuen Wendungen und erwarteten Ereignissen konfrontiert. So fällt es schwer, hier überhaupt einen Verdächtigen auszumachen und ich habe lange Zeit im Dunkeln getappt, wer hier wohl der Übeltäter sein könnte.
Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und wird auch bis zum Ende gehalten. Mir kam das Ende allerdings ein wenig zu abrupt und ein paar Seiten mehr hätten hier nicht geschadet! Eine offene Fragen Dina betreffend lassen vermuten, dass es ev. noch einen Folgeband gibt, man darf also gespannt sein!

FaziT: gelungene Fortsetzung, auch wenn es zum guten Verständnis des Buches nicht notwendig ist, den Vorgänger gelesen zu haben! Insgesamt ein spannender historischer Krimi, der einen gut konstruierten Fall und einen atmosphärisch dichten historischen Hintergrund bietet.

Bewertung vom 20.06.2016
Morgan & Bailey, Folge 4: Das letzte Abendmahl (MP3-Download)
Markus Topf

Morgan & Bailey, Folge 4: Das letzte Abendmahl (MP3-Download)


ausgezeichnet

Während seiner Geburtstagsparty in Harry‘s Pub wird der Jubilar Mr. Douglas tot auf der Toilette aufgefunden. Da ein tobender Sturm die Stromzufuhr unterbrochen hat, sitzen die Gäste im Pub fest und auch die Polizei kann zunächst nicht kommen. Pfarrer Morgan und seiner Kollegin Bailey wird schnell klar, dass nur einer der Gäste den Mord begangen haben kann. Ein anwesender Arzt stellt fest, dass dem Toten das Gift eines afrikanischen Skorpions injiziert wurde und so beginnen die beiden Geistlichen wieder zu ermitteln.

Eine sehr stimmige Folge die als klassischer Whodunit konstruiert wurde. Die Beteiligten sind quasi von der Außenwelt abgeschnitten und nachdem die beiden Ermittler angefangen haben den Fall zu untersuchen, stellt sich nach und nach heraus, das der Tote kein sehr netter Mensch war und fast jeder der Gäste ein Motiv hat. Familiäre Streitigkeiten bieten jede Menge Konfliktpotenzial, so dass es hier nicht leicht ist, sich auf einen Verdächtigen fest zu legen. Neben den beiden Pastoren stellen auch alle anderen Verdächtigungen auf um von sich selbst abzulenken, so dass hier bald jede Menge wilder Vermutungen kursieren. Eine humorvolle Komponente kommt vom Neffen Liam der Pastorin, er erscheint sehr überraschend und trägt durch sein tollpatschiges Auftreten und seine wilden Spekulationen sehr zum Unterhaltungswert der Folge bei. Da er eine Stelle als Hilfslehrer angenommen hat, wird er wohl länger in Heaven's Bridge bleiben und auch in den Folgeteilen mit dabei sein.
Die Auflösung des Krimifalles ist zwar nicht unbekannt, aber hier doch unerwartet, so dass man am Ende noch eine ziemliche Überraschung erlebt.

FaziT: eine sehr stimmige Folge, die spannend und unterhaltsam aufgebaut wurde und zum Mitraten einlädt! Bisher einer sehr gelungenen Reihe mit viel Potenzial für weitere Folgen.

Bewertung vom 20.06.2016
Morgan & Bailey, Folge 3: Mörder unser (MP3-Download)
Markus Topf

Morgan & Bailey, Folge 3: Mörder unser (MP3-Download)


ausgezeichnet

Pfarrer Morgan steckt in der Klemme, eines seiner Schäfchen hat ihm einen Mord gebeichtet, doch das Beichtgeheimnis verbietet ihm, den Mord der Polizei zu melden. Nur gut dass Pfarrerin Rose Bailey sich als Freundin in der Not erweist und ganz „zufällig“ am Tatort über die Leiche stolpert. Das Mordopfer erweist sich als Tochter des Polizeichefs und der hat natürlich auch schon einen Täter parat, den Freund seiner Tochter, einen jungen Mann den er nicht als passenden Umgang für seine Tochter sah. Doch sowohl Pastor Morgan als auch Pfarrerin Bailey sind von der Unschuld des jungen Mannes überzeugt und führen mal wieder eigenen Ermittlungen durch, die die Wahrheit ans Licht bringen.

Auch der 3. Fall der Reihe kann durch leicht antiquierten Charme und einen trotzdem spannenden Krimifall überzeugen, in dem die beiden liebenswerten Hauptfiguren mit göttlichem Segen ihre Ermittlungen führen.
Joachim Tennstedt und Rita Engelmann, die Morgan & Bailey sprechen sind wirklich hervorragend für diese Rollen geeignet und sprechen ihre Charakter mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen. Inzwischen sind die beiden gut befreundet und führen ihre Ermittlungen als eingespieltes Team durch. Der Krimifall ist mitsamt seinen Hintergründen durchaus glaubwürdig und spannend inszeniert, aber natürlich darf man hier keine rasante Action erwarten, vielmehr lebt der Fall durch die charmanten Akteure und die recht beschauliche Landhausatmosphäre, die aber durchaus durch Mord und andere Ärgernisse getrübt werden kann. Wie das in einer Kleistadt so üblich ist, trifft man natürlich auch diverse Charaktere aus den Vorgängern wieder, wie Detektiv Ashton oder den sehr vielseitigen Harry O´Neill, der nicht nur den örtlichen Pub führt. Das trägt viel zur stimmigen Gesamtatmosphäre bei, die von der stimmigen Musikuntermalung noch verstärkt wird.

FaziT: auch der 3. Fall der Serie kann mit seinen liebenswerten Hautcharakteren, der beschaulichen Atmosphäre und einem spannenden Krimifall überzeugen!

Bewertung vom 20.06.2016
Die Macht der Dunkelheit / Gruselkabinett Bd.74 (1 Audio-CD)
Nesbit, Edith

Die Macht der Dunkelheit / Gruselkabinett Bd.74 (1 Audio-CD)


gut

Das Künstlerpaar Laura und Jack verbringt ein paar Tage fernab von London in dem kleinen Küstenort Brenzett, dort gefällt es ihnen so gut, dass sie sich dort ein Häuschen kaufen. Bei der Erkundung der Gegend kommen sie auch zu einer kleinen Kapelle in der 2 Steinsarkopharge mit lebensgroßen Marmorstatuen stehen. Laura verspürt sofort ein großen Unbehagen in der Kapelle und später erfahren beide, dass sich unheimliche Geschichten um die Statuen ranken.

Diesmal werden gleich 2 Geschichten erzählt, einmal die Rahmenhandlung um Laura und Jack und dann erzählt Laura eine von ihr verfasste Gruselgeschichte, die fast den gesamten Mittelteil einnimmt. Lauras in Paris angesiedelte Geschichte um 2 junge Studenten, die eine Nacht in einem Wachsfigurenkabinett verbringen fand ich sehr gelungen, die Story ist spannend und auch etwas gruselig umgesetzt. Bei der Rahmenhandlung fehlte mir doch der Gruseleffekt. Die Geschichte startet idyllisch und Laura und Jack sind dem Hörer auch sofort sympathisch. Doch die angedeutete unheimliche Komponente um die beiden Marmorstatuen kommt nicht so recht zum Tragen. Zwar deutet der Bericht der Haushälterin an, dass hier etwas unheimliches vorgeht und am Ende als Jack im Nebel zu der kleinen Kirche läuft kommt tatsächlich ein wenig Gruselfeeling auf, aber das recht abrupte Ende ohne erkennbare Auflösung konnte mich nicht so recht überzeugen.
Gewohnt gelungen ist wieder die technische Ausstattung. Trotz der inhaltlich etwas dürftigen Geschichte wird mit Musikuntermalung und einer dichten Geräuschkulisse eine dichte, stimmige Atmosphäre geschaffen und die Sprecher sind wie immer eine Highlight der Reihe.

FaziT: eine Geschichte in der Geschichte, so könnte man die 74. Folge des Gruselkabinetts knapp umschreiben. Allerdings haben beide Geschichten keinerlei Zusammenhang und die Rahmenhandlung ist nicht wirklich gruselig und wirkt zudem durch die im Mitteleteil erzählte 2. Geschichte auch etwas zerfasert. Trotz guter Umsetzung von der technischen Seite wirkt diese Folge daher etwas konturlos.

Bewertung vom 16.06.2016
John Sinclair, Folge 24: Die Drohung (1/3) (MP3-Download)
Dark, Jason

John Sinclair, Folge 24: Die Drohung (1/3) (MP3-Download)


sehr gut

Die beiden Südpolforscher Arthur Cornwall und Sven Jansson geraten in einen Schneesturm und stürzen in eine Gletscherspalte, doch als sie wieder aufwachen, sind sie scheinbar in einer völlig anderen, urzeitlichen Welt. Auf einem gigantischen Friedhof, werden treffen sie auf den Schwarzen Tod, der sie ein Grab für seinen Erzfeind John Sinclair ausheben läßt. Zeitgleich bekommt John von dem Geheimdienstler Rod Huxley den Tipp, dass er das Buch der grausamen Träume auf dem Brocken in Deutschland finden kann. Noch bevor er John mehr erzählen kann, wird Huxley von einer Hexe getötet. John fliegt mit Suko nach Deutschland, wo er wieder auf seinen Freund Will Mallmann trifft, der noch immer den Tod seiner Frau Karin betrauert.

Eine ungemein dynamische Folge in der sehr viel passiert und verschiedene Handlungsstränge zeitgleich ablaufen. Die erste Folge des Dreiteilers hätte für meinen Geschmack aber ruhig etwas länger ausfallen dürfen, so kommen sämtliche Geschehnisse sehr gestrafft daher und beim ständigen Perspektivwechsel muß man ganz schön aufpassen um den rasanten Abläufen folgen zu können. Die Spannung bleibt von Anfang an hoch und endet natürlich mit einem Cliffhanger, was bei einem Dreiteiler nicht ungewöhnlich ist, also hat man am besten die beiden Folgeteile parat, um die Story am Stück und zeitnah zu hören.
Wie gewohnt sind die Sprecher wieder hervorragend, besonders Oliver Rohrbeck und Joachim Tennstedt als die beiden Polarforscher Sven Janson und Arthur Cornwall haben mir hier gut gefallen und liefern eine tolle Leistung ab! Lediglich Gastwirte Hans Kröger, gesprochen von Jörg Hengstler war in meinen Augen eine völlige Fehlbesetzung! Der Dialekt den er spricht, ist absolutes Sächsisch und das paßt überhaupt nicht in den Harz, ich wohne selbst dort und weiß wie die Leute dort sprechen, hier hätte man etwas mehr Sorgfalt walten lassen sollen!

Fazit: gelungener Auftakt des Dreiteilers, der sowohl durch Spannung als auch eine stimmige Story überzeugt. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht!

Bewertung vom 16.06.2016
Edgar Allan Poe (30) - Feeninsel

Edgar Allan Poe (30) - Feeninsel


sehr gut

Leonie ist auf der Suche nach Poe, der nun wieder im Irrenasyl sitzt. Sie will ihrem Geliebten helfen und macht sich auf Spurensuche in der Gegend um Landors Landhaus, wo sie zusammen glücklich waren. Doch Leonie wird verfolgt und zwar von Doktor Templeton, der nach dem Schock, den ihm das Zusammentreffen mit Poe im Irrenasyl bescherte, sein Gedächtnis wiedererlangt hat und nun unbedingt seine Aufzeichnungen zurück haben will, von denen er meint, dass sie in Poes und Leonies Besitz sind.

In der „Feeninsel“ werden die Geschehnisse aus „Landors Landhaus“ weiter geführt und wieder wird die Geschichte aus Sicht von Leonie erzählt, Poe hat gar keinen Auftritt, er sitzt noch im Irrenasyl. Im Prolog kann man miterleben, wie Doktor Tempelton wieder zu teuflischer Höchstform aufläuft, der Mann ist aber auch nicht tot zu kriegen! Er setzt sich auf Leonies Spur und hofft so, wieder in den Besitz seiner Aufzeichnungen zu kommen. Leonie hat sich Ausrüstung und einen Führer gemietet und macht sich in den Bergen um Landors Landhaus auf Spurensuche, dabei scheinen sie und ihr Führer Joe verfolgt zu werden. Joe erzählt Leonie von der geheimnisvollen Feeninsel, die in der Nähe in einem kleinen See liegen soll.
Die düster-unheimliche Atmosphäre, die von Anfang an in der Serie herrschte, wird auch hier beibehalten und läßt ahnen, dass Leonies Trip nicht gut enden wird. Tatsächlich gibt es einige recht überraschende Wendungen und das Ende bietet ebenfalls einen recht unerwarteten Ausgang.
Auch wenn die Stimmung wirklich gelungen ist und die großartige Iris Berben in der Rolle der Leonie wieder komplett überzeugt, so waren es mir inhaltlich doch ein wenig zu viele Zufälle und passende Verkettungen um die Geschichte wirklich glaubwürdig erscheinen zu lassen. Ausgerechnet Joes Mutter lebt auf der Feeninsel und kommt Leonie zu Hilfe und wo zum Ende plötzlich Leonies Mann herkommt, hat sich mir nicht erschlossen, war er der unbekannte Angreifer, wenn nicht, wer ist daß diesen ominöse Wesen? Hier bleiben einfach zu viele Fragen offen um eine komplett stimmige Folge zu schaffen.

FaziT: gewohnt tolle, düster-unheimliche Atmosphäre, grandiose Sprecher und eine spannende Story, die allerdings inhaltlich für mich nicht so ganz stimmig war. Trotzdem ist die Reihe immer noch überragend und macht Lust auf mehr!