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Benutzername: tassieteufel
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Insgesamt 2463 Bewertungen
Bewertung vom 24.08.2016
John Sinclair, Folge 32: Doktor Tods Monsterhöhle (MP3-Download)
Dark, Jason

John Sinclair, Folge 32: Doktor Tods Monsterhöhle (MP3-Download)


sehr gut

Zwei Wassersportler retten sich nach einer Panne ihres Bootes auf eine kleine Insel, doch die ist eigentlich militärisches Sperrgebiet. Auf der Insel treiben sich wahre Monsterinsekten herum, die die beiden Gestrandeten nur zu gern fressen würden. Sie können sich in eine Art Labor retten, wo sie auf einen weiteren Schiffbrüchigen stoßen, der ihnen von Fässern mit Giftmüll erzählt, der Ursache für die Mutation der Tiere ist. Zur selben Zeit heuert Dr. Tod alias Solo Morasso die Terroristin Lady X an, um zusammen mit Ihr und dem wieder erweckten Tokata die Fässer von der Insel zu bergen um damit endlich seinen Erzfeind John Sinclair und sein Team auszuschalten.

Solo Morasso ist mit dem Aufbau seiner Mordliga beschäftigt und sichert sich dazu die Mithilfe einer Top Terroristin. Bis Sinclair uns sein Team in dieser Folge tätig werden, dauert es diesmal etwas und dann muß sich John zunächst mit einigem Kompetenzgerangel herumschlagen, denn die Terroristin wird schon lange von seinem Kollegen Jim Hartley gejagt, der sich nun nicht aus den Ermittlungen drängen lassen will. Nichts desto Trotz ist die Folge rasant und durchaus spannend, auch wenn es nur wenig gruselige Momente gibt, die tauchen hauptsächlich am Anfang auf, als die beiden gestrandeten Seeleute auf der Insel den Monstern begegnen. Inhaltlich bekommt man gewohnt Groschenheftniveau, das aber auch in dieser Folge wieder solide und hochwertig produziert ist. Die Soundkulisse überzeugt durchweg und liefert einen dichten Klangteppich, der die abwechslungsreiche Story gut untermalt und auch die Sprecher sind allesamt hochkarätig bis in die kleinste Nebenrolle hinein!

FaziT: trashige und unterhaltsam inszenierte Folge, die wie immer mit den herausragenden Sprechern überzeugt und insgesamt solide Unterhaltung bietet.

Bewertung vom 24.08.2016
Edgar Allen Poe, Folge 36: Teufel im Glockenturm (MP3-Download)
Edgar Allan Poe

Edgar Allen Poe, Folge 36: Teufel im Glockenturm (MP3-Download)


sehr gut

Poe und Leonie sind in Baltimore angekommen, doch von seiner Familie findet sich keine Spur. Poe verzweifelt an sich und der Welt, da taucht unerwartet Doktor Templeton auf und macht Poe ein Angebot, dem er nicht wiederstehen kann. Leonie ist entsetzt und das Paar entfremdet sich weiter.

Irgendwie scheint sich Poe im Kreis zu drehen, zwar weiß er nun endlich, wer er ist, doch gibt es dafür keine lebenden Zeugen, sein Verleger könnte ihm zwar helfen, doch verkaufen sich die Bücher eines Toten besser und so gibt es keinen Grund Poes Identität zu bestätigen. Poes Verzweiflung wird hier sehr schön herausgestellt und auch wenn diese Folge nicht ganz so düster und unheimlich ist wie viele Vorgänger, so wird doch die Ausweglosigkeit Poes und seine Hoffnungslosigkeit sehr deutlich gemacht. Er beginnt zu trinken und zwischen ihm und Leonie kommt es immer öfter zu Differenzen, die ihren Höhepunkt erreichen, als Poe Doktor Templetons ungewöhnliches Angebot annimmt.
Einen düsteren Zug nimmt die Folge an, als Poe die Aufzeichnungen des Doktors holen will und dabei eine makabere Überraschung erlebt. Auch das Ende wartet mit einer unerwarteten Wendung auf, die natürlich gespannt auf die nächste Folge macht.
Diesmal gibt es auch wieder einige Traumsequenzen, aber mit der Originalerzählung "Der Teufel im Glockenturm" hat auch dieses Hörspiel nicht viel gemein, vielmehr verdeutlichen die Träume Poes sinkende Moral und seinen zunehmenden moralischen Verfall.
Obwohl schon oft erwähnt, muß man auch diesmal wieder die herausragenden Leistungen von Ulrich Pleitgen und Iris Berben erwähnen, die die Entfremdung zwischen dem Paar ganz hervorragend rüber bringen und ihren Charakteren damit neue Facetten verleihen. Auch Till Hagen als Doktor Baker/Templeton verleiht dem wahnsinnigen, perfiden und auch genialen Arzt genau die richtige Präsenz.

FaziT: wieder eine stimmige Folge, die Poe seinem Ziel ein Stück näher bringt, auch wenn er dazu nicht den richtigen Weg einschlägt.

Bewertung vom 24.08.2016
Gruselkabinett, Folge 67: Der Schatten über Innsmouth (Teil 2 von 2) (MP3-Download)
Lovecraft, H.P.

Gruselkabinett, Folge 67: Der Schatten über Innsmouth (Teil 2 von 2) (MP3-Download)


ausgezeichnet

Robert Olmstead hat den alten Zadok Allen mit Hilfe von reichlich Alkohol dazu gebracht, ihm die Geschichte des Ortes zu erzählen. Doch das ist nicht unbemerkt geblieben und die Einwohner wollen verhindern, dass Robert den Ort verläßt.

Zadok Allen erzählt die gesamte Geschichte des Ortes in einer Art Monolog, sicher hätte man das besser lösen können, doch trotzdem baut sich die bedrohliche Atmosphäre immer weiter auf und schlägt den Hörer in seinen Bann. Zwar weiß man ja schon von Anfang an, das Robert überlebt, da er ja seine Geschichte rückblickend erzählt, allerdings gibt es nach seiner Flucht aus Innsmouth noch eine überraschende Wendung, die zum Ende noch für Erstaunen sorgt und ein gelungenes Finale bietet.
Musikalisch ist das Hörspiel, bzw. beide Teile, wunderbar mit stimmigen Klängen unterlegt, die die unheilvolle Atmosphäre noch unterstützen. Zu den Sprechern braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen, die sind bei der Reihe immer hervorragend ausgewählt. Allerdings spricht Peter Weis den alten Alkoholiker Zadok Allen wirklich grandios, was zur gelungenen Gesamtstimmung noch einmal beiträgt.

FaziT: gelungenes Finale der Doppelfolge, dass die bedrohliche Stimmung und düstere Atmosphäre noch einmal steigert und mit einer gekonnten Wendung am Schluß überrascht.

Bewertung vom 24.08.2016
Gruselkabinett, Folge 66: Der Schatten über Innsmouth (Teil 1 von 2) (MP3-Download)
Lovecraft, H.P.

Gruselkabinett, Folge 66: Der Schatten über Innsmouth (Teil 1 von 2) (MP3-Download)


ausgezeichnet

Im Winter 1927/28 führt die Regierung der USA streng geheime Untersuchungen in dem alten Hafenstädtchen Innsmouth in Massachusetts durch, dabei wird ein Viertel am Hafen völlig zerstört und zerbombt. Dieses Ereignis wird weitestgehend geheim gehalten, Anfragen von Presse und anderen Institutionen werden abgebloggt.
Robert Olmstead, ein junger Student gelangt auf seiner Entdeckungsreise durch Neuengland in den kleinen Hafenort Innsmouth und schildert rückblickend und anhand seiner eigenen Erlebnisse, wie es letztendlich zu dieser Zerstörung kam.

H.P. Lovecrafts Vorlage wurde von Titania wieder einmal wunderbar stimmig und atmosphärisch dicht umgesetzt und als Hörspiel aufbereitet. Wer jetzt eine Horrorgeschichte mit Schockeffekten erwartet, der wird vermutlich enttäuscht sein, denn das ist auch gar nicht Lovecrafts Stil. Vielmehr baut sich die düstere, bedrohliche Stimmung langsam aber stetig auf, der Hörer erlebt mit Robert Olmstead, dass in Innsmouth etwas nicht stimmt, das etwas unheimliches und beunruhigendes in dem kleinen Fischerort vor sich geht, ohne genau benennen zu können, was es ist. Erst als Robert den alten Zadok Allen ausfindig macht, scheint er endlich jemanden gefunden zu haben, der ihm Auskunft geben kann. Hier endet auch der 1. Teil Doppelfolge, so dass man am besten gleich mit dem 2. Teil weiter macht.

Fazit: langsam und stetig baut sich eine unheilschwangere Atmosphäre auf, die beim Hören fast greifbar ist. Die Vorlage von H.P. Lovecraft wurde von Titania wunderbar umgesetzt und begeistert sowohl durch die Sprecher als auch durch die düster-bedrohliche Atmosphäre.

Bewertung vom 24.08.2016
Gesellschafterin gesucht! / Gruselkabinett Bd.6 (1 Audio-CD)
Braddon, Mary E.

Gesellschafterin gesucht! / Gruselkabinett Bd.6 (1 Audio-CD)


gut

Aus finanzieller Not sucht die junge Bella Rolleston eine Anstellung als Gesellschafterin, doch in einer Agentur wird ihr klargemacht, dass sie auf Grund ihrer mangelnden Erfahrung nur wenig Chancen haben wird. Trotzdem erhält sie zu ihrer großen Freunde nach einiger Zeit eine Anstellung bei der alten Lady Adeline Ducayne. Gemeinsam mit der alten Dame, deren Zofe und ihrem Privatarzt reist sie nach Italien und hat zu ihrer großen Freunde viel freie Zeit. Doch schon bald wird Bella von einer unerklärlichen Schwäche befallen und von düsteren Alpträumen geplagt. Dann erfährt Bella, dass ihre beiden Vorgängerinnen auf mysteriöse Art um Leben kamen, scheinbar litten sie an den selben Symptomen wie sie.

Wirklich gruselig ist die Folge nicht, der Plot insgesamt doch recht vorhersehbar, trotzdem ist die Folge unterhaltsam und erinnert an ein Gesellschaftsstück ala Jane Austen mit einem etwas düsteren Hintergrund. Wie von Titania gewohnt ist auch dieses Stück aus der Feder von Mary Elizabeth Braddon ausgezeichnet vertont und inszeniert, die Sprecher sind hervorragend und tragen dazu bei, dass man den Gruseleffekt nicht zu sehr vermißt.
Insgesamt plätschert die Geschichte ohne große Höhepunkte vor sich hin und bietet auch am Ende keine großen Üerraschungen.

FaziT: Die hervorragenden Sprecher sind hier eindeutig das Highlight, die Story ist zwar insgesamt recht unterhaltsam, aber wenig gruselig und auch ein wenig vorhersehbar.

Bewertung vom 24.08.2016
Der schreiende Schädel / Gruselkabinett Bd.6 (Audio-CD)
Crawford, Francis Marion

Der schreiende Schädel / Gruselkabinett Bd.6 (Audio-CD)


gut

Kapitän a. D. Charles Braddock lebt in einem malerischen Haus an der Küster, das er von einem verstorbenen Cousin geerbt hat. Doch seinen Ruhestand kann er nicht so recht genießen, denn er trägt eine schwere Schuld mit sich. Er gibt sich die Schuld am Tod von Emma Pratt, der Frau seines Cousins. Deren Seele findet keine Ruhe und sucht Braddock Nacht für Nacht in seinem Haus von einem schreienden Schädel gequält. Ratlos sucht er Hilfe bei seinem alten Freund James, den er in sein Haus einlädt.
Der 64. Folge des Gruselkabinetts liegt eine Geschichte von Francis Marion Crawford zu Grunde, die von den Produzenten der Reihe gewohnt atmosphärisch dicht und in hoher Qualität umgesetzt wurde. Trotzdem konnte mich die Story inhaltlich nicht so ganz überzeugen, der Schädel schreit zwar auf recht gruselige Weise, aber insgesamt kommt kein wirkliches Gruselfeeling auf, die Geschichte plätschert ohne große Höhepunkte dahin. Vermutlich liegt das daran, dass Charles Braddock die ganze Geschichte rückblickend erzählt, direktes Geschehen gibt es nur wenig, daher wird die Geschichte bis auf wenige Ausnahmen hauptsächlich von Horst Naumann, der Captain Charles Braddock spricht und Rolf Berg, der dessen Freund James verkörpert, getragen. Durch die rückblickende Schilderung der Ereignisse baut sich aber nur wenig Spannung auf und es gibt eigentlich keine Höhepunkte in der Story. Sicher ist der geschilderte Mordfall recht beklemmend und perfide, aber insgesamt ist „Der schreiende Schädel“ nicht unbedingt ein Glanzstück der Serie.

FaziT: gewohnt professionell und mit dichter Atmosphäre inszeniert, die Story an sich dümpelt aber ohne große Höhepunkte vor sich hin und konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Bewertung vom 22.08.2016
Sherlock Holmes Chronicles, Folge 14: Der Club des Höllenfeuers (MP3-Download)
Winter, Markus

Sherlock Holmes Chronicles, Folge 14: Der Club des Höllenfeuers (MP3-Download)


sehr gut

Holmes alias Henry Baker Radcliffe verlängert seinen Aufenthalt in Florenz, da er den Auftrag hat, den Fastdiebstahl eines Gemäldes im Haus eines Kunstsammlers aufzuklären. Für Holmes erschließt sich zunächst nicht, warum der Einbrecher es auf das riesige Gruppenporträt des zeitgenössischen Malers Adriano Benetti aus Livorno abgesehen hatte, auf dem fünf Mitglieder eines esoterischen Clubs Nuovo Circolo del Fuoco d'Inferno abgebildet sind, anstatt die wertvollen Renaissancegemälde zu stehlen. Bevor Holmes den Maler Benetti aber befrage kann, wird dieser ermordet und der zunächst etwas belanglose Fall bekommt neue Brisanz.

Von der technischen Seite kann man auch an der 14. Folge der Serie nichts aussetzen, Sprecher, Musik und Geräusche sind wirklich sehr professionell und bieten ein Hörvergnügen auf hohem Niveau, so dass man sich hervorragend an die entsprechenden Orte versetzt fühlt. Der Fall an sich allerdings hat einige Längen und ist auch recht verschachtelt und undurchsichtig. Schon bei der literarischen Vorlage von Franziska Franke hatte ich mit dem Krimifall so meine Probleme und das wiederholt sich natürlich auch im Hörspiel. Mit fast 3 Stunden Spielzeit muß man zudem ganz schön aufpassen um nicht den roten Faden zu verlieren, da sich die Story an einigen Stellen doch etwas verzettelt.
Trotz kleiner Kritikpunkte am Fall, konnte mich auch diesmal wieder Till Hagen als Sherlock Holmes komplett überzeugen, seine leicht blasierte, überhebliche Art, paßt perfekt zu dem Meisterdetektiv, der mit seinen Schlußfolgerungen immer allen einen Schritt voraus ist. Olaf Reitz, der die Rolle des Erzählers übernimmt und auch Holmes Adlatus David Tristram spricht, macht seine Sache ganz ordentlich, aber für mich paßte die Stimme nicht so ganz zu dem Buchhändler.

FaziT: ein sehr komplizierter, verschachtelter Fall, der sich als Hörspiel doch etwas in die Länge zieht! Von der technischen Seite her bekommt man aber ein ganz professionell ausgestattetes Hörspiel, das ein hervorragendes Klangerlebnis bietet und von herausragenden Sprechen vorgetragen wird.

Bewertung vom 22.08.2016
7-DIE ERLKÖNIGIN
Diverse

7-DIE ERLKÖNIGIN


sehr gut

Daniel, Claudia, Christian und Anne sind immer noch in Rigurd. Nachts hören Daniel und Claudia ein sirrendes Geräusch, dem sie auf den Grund gehen wollen, am nächsten Morgen sind beide verschwunden. Als Christian und Anne sie später finden, sind beide wie benebelt von der Musik Als sie in Lager zurück kommen, ist Scedoni mit all ihren Sachen verschwunden. Sie treffen auf ein Dorf der Rigurden, wo Daniels Erscheinen große Freunde hervorruft, er wird als der Gladgevion bezeichnet, von dem sich die Einwohner erhoffen, dass er ihre verschwundenen Kinder zurück bringt.

"Die Erlkönigin" setzt nahtlos an "Das Tal der Widerkehr" an, hier sollte man auf jeden Fall zum besseren Verständnis Folge 6 oder besser noch auch Folge 5 gehört haben!
Die Folge ist durchaus spannend in Szene gesetzt und bietet eine interessante Interpretation des "Erlkönigs". Zudem gibt es nun auch eine Auflösung rund um Daniel, da wurde ja schon in den Vorgängerfolgen angedeutet, das an ihm etwas Besonderes ist. Die Folge ist durchweg spannend und hat auch ihre schaurigen Momente, allerdings bleibt das alte Manko der Sprecher bestehen. Seit Beginn der Serie ist hier eine deutliche Verbesserung eingetreten, doch man merkt eben, dass es sich hier um Laien und keine Profis handelt und insgesamt trübt es das Hörvergnügen trotz interessanter Geschichte schon etwas.
Die Musik ist sehr gelungen und vermittelt sowohl eine mystische als auch spannende Atmosphäre.
Nun darf man gespannt sein, wie es weiter geht, denn es gab auch rund um Scedoni einige unerwartete Entwicklungen und die Freunde sind ja noch immer nicht in ihre eigene Welt zurück gekehrt.

FaziT: eine spannende und leicht schaurige Story bieten hier gute Unterhaltung, in bezug auf die Sprecher ist aber immer noch viel Potenzial nach oben.

Bewertung vom 22.08.2016
Die schreiende Tänzerin / Sherlock Holmes - Neue Fälle Bd.22 (Audio-CD)
Krüger, Peter

Die schreiende Tänzerin / Sherlock Holmes - Neue Fälle Bd.22 (Audio-CD)


ausgezeichnet

Ballerina Daria Markos wird von schrecklichen Visionen geplagt und bricht ihre Tanzvorstellungen öfter mit einem markerschütterndem Schrei ab, da sie ein unbekannt Bedrohung verspürt. Zunächst ist Holmes nicht wirklich begeistert, als der Impressario der Ballerina ihn um Hilfe bittet und will den Fall abweisen, doch er läßt sich dazu überreden, einige Nachforschungen anzustellen und bald wird seine Neugier geweckt, denn um die Ballerina geistert ein Grüppchen von Personen, die ihr nicht alle wohlgesonnen sind.

Ein wirklich seltsamer Fall, den das Ermittler Duo hier aufgetischt bekommt! Die Produzenten haben hier einen eigenwilligen und sehr verstrickten Fall konstruiert, bei dem der Hörer gut miträsteln kann. Lange Zeit tappt man hier im Dunkeln was Motiv und Täter anbelangt und selbst Holmes hat so seine Schwierigkeiten, hier die Hintergründe genau zu durchschauen.
Launiges Hörvergnügen bescheren wieder die unterhaltsamen Dialoge zwischen Holmes und Watson, deren Sprecher Christian Rode und Peter Gröger inzwischen ein perfekt eingespieltes Team sind, denen man den Spaß an der Sache förmlich anhört. Diese Folge ist mit einer Reihe schräger Charaktere bestückt, die auch zum Charme der Folge beitragen. Nicole Hannak als überspannte Tänzerin Daria Markos überzeugt ebenso wie Ulrike Möckel als resolute Lady Agnes Collins, die als forsche Reporterin Holmes auf den Fersen bleibt oder Peter Weis als leicht hysterischer Enrico Morelli.
Die Auflösung des Falles ist eher ungewöhnlich, aber durchaus überzeugend und bietet für einen Holmes Fall ein recht emotionales und berührendes Ende.
Klarinettstücke und Balletmusik sorgen für eine passende musikalische Untermalung und vermitteln passendes Theaterflair und auch die Geräuschkulisse ist sehr detailliert und webt einen passenden Hintergrund für das Theatermilieu.

FaziT: eine eher ungewöhnliche Folge, die aber auch ihre spannenden Momente hat und durch spritzige Dialoge und schräge Charaktere einigen Unterhaltungswert bietet.

Bewertung vom 20.08.2016
Gruselkabinett, Folge 62: Rappaccinis Tochter (MP3-Download)
Hawthorne, Nathaniel

Gruselkabinett, Folge 62: Rappaccinis Tochter (MP3-Download)


sehr gut

Giovanni Guasconti kommt als Student nach Padua und bezieht ein Zimmer in einem düsteren alten Haus. Einziger Lichtblick ist der Blick vom Balkon in einen wundervollen Garten. Seine Wirtin erzählt ihm, dass der Garten Dottore Rappacini gehören würde, über den aber unheimliche Gerüchte im Umlauf sind. Als Giovanni Rappacinis wunderschöne Tochter Beatrice kennen lernt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Eigentlich ist diese Folge eher eine tragische Liebesgeschichte als ein Gruselstück. Die Geschichte wurde aber sehr stimmungsvoll und mit einer dichten Atmosphäre inszeniert. Gerade mal 5 Sprecher sind in dieser Folge zu hören, trotzdem nimmt einen die unheilvolle Geschichte von Anfang an gefangen, auch wenn sich der Gruselfaktor sehr in Grenzen hält. Sicher hätte man Rappacinis unheilvolles Treiben noch ein wenig mehr herausarbeiten können, aber insgesamt ist diese Folge wieder gut gelungen. Einzig der sehr abrupte Schluß hat mich ein wenig negativ überrascht.


FaziT: Klassische Liebesgeschichte mit tragischem Ende, obwohl sich der Gruselfaktor kaum einstellt, besticht die Geschichte durch ihre stimmige Atmosphäre und die hervorragenden Sprecher.