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Benutzername: tassieteufel
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Insgesamt 2290 Bewertungen
Bewertung vom 30.05.2016
Edgar Allen Poe, Folge 28: Der Mann in der Menge (MP3-Download)
Edgar Allan Poe

Edgar Allen Poe, Folge 28: Der Mann in der Menge (MP3-Download)


ausgezeichnet

Kurz vor ihrer Hochzeit hat Leonie Poe verlassen, da ihre Vergangenheit sie eingeholt hat. Sie will unerkannt aus New York verschwinden, da erregt ein unbekannter Mann in der Menge ihre Aufmerksamkeit. Leonie folgt ihm und rennt in ihr Verderben.

Es zeichnete sich ja schon lange ab, dass Leonie ein dunkles Geheimnis hütet, bisher blieb der Grund dafür dem Hörer komplett verborgen, doch nun wird endlich ein großer Teil gelüftet! Folge 28 ist komplett aus Leonies Sicht erzählt, Poe hat nicht mal einen kleinen Auftritt, aber das schadet der Folge überhaupt nicht. Mir hat sich zwar nicht so ganz entschlossen, warum Leonie auf ihrer Flucht plötzlich den ihr unbekannten Mann verfolgt, aber natürlich brauchte man ja einen Aufhänger, der sie in die ausweglose Lage führt. Leonie gerät in die Gewalt eines ihr nur zu bekannten Mannes und wird von ihm dazu getrieben, selbst eine Untat zu begehen. Das Ende ist hier sehr offen und hält die Spannung auf den nächsten Teil extrem hoch.
Iris Berben, die die Leonie spricht, liefert hier wieder eine Glanzleistung ab, da sie über weite Strecken das Hörspiel allein trägt und trotzdem eine intensive Stimmung erzeugt, der man sich nicht entziehen kann.

FaziT: eigentlich denkt man ja immer, es könnte nichts Weltbewegendes mehr passieren und wird trotzdem immer eines besseren belehrt. Wieder eine sehr intensive Folge, die einige Erhellung in Bezug auf Leonie bietet und die Neugier auf die nächst Folge hoch hält.

Bewertung vom 30.05.2016
Mindnapping - Mardi Gras, 1 Audio-CD

Mindnapping - Mardi Gras, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Nachdem ihre Geliebte Camille tödlich verunglückte, will sich die exzentrische Künstlerin Barbara das Leben nehmen, kann jedoch gerettet werden. Im Krankenhaus wird ihr ein Brief mit einem Foto zugestellt, auf dem Camille als Zombie durch die Straßen von New Orleans irrt. Unverzüglich bricht Barbara nach New Orleans auf, nur begleitet von ihrem Agenten Gabe Ferrara, die Beiden verbindet eine beiderseitige Abneigung, doch Ferrara will seine aufstrebende Künstlerin nicht allein lassen, beginnt doch in der Stadt gerade der Mardi Gras, der die ganze Stadt in den Ausnahmezustand versetzt. Schon bald gibt es die nächsten Leichen und Barbara muß ihre Unschuld beweisen.

Mardi Gras in New Orleans bietet sich geradezu an für eine Mysterie-Thriller Folge aus der MindNapping Reihe. Voodoo, wandelnde Leichen und eine Intrige aus Leidenschaft und Gier bieten hier ein stimmiges und interessantes Setting für die 17. Folge.
Katja Brügger die die Rolle der raubeinigen Künstlerin Barbara Nox übernimmt, ist diese Rolle wie auf den Leib geschrieben. Sie fungiert hier als Ich Erzählerin und so bekommt der Hörer von Anfang an einen Einblick in ihr Gefühlsleben, das durch diverse Rückblicke noch intensiviert wird. Barbara ist ruppig, exzentrisch und eigenwillig, so kommt es logischer Weise zu diversen Auseinandersetzungen mit ihrem Agenten, für den hauptsächlich sein Profit an erster Stelle steht. Udo Schenk ist hier als Ferrara auch wunderbar besetzt und vermittelt dem Charakter einen fiesen Zug, der perfekt zu dem profitgierigen Agenten paßt.
Zunächst hat die Story natürlich einen mysteriösen Touch, Zombies und Voodookult locken den Hörer auf eine falsche Fährte. Das Feeling von New Orleans während des Mardi Gras tut sein Übriges um hier ein ganz anderes Motiv zu vermuten. Insgesamt steuert die Story aber recht geradlinig auf einen finalen Höhepunkt zu, der dann einen ganz unerwarteten Ausgang nimmt.
Musik und Geräuschkulisse sind hier wirklich Kino für die Ohren! Ob das umtriebige Gewimmel beim Mardi Gras, akustische Szenen in einer Bar, im Krankenhaus oder auch die unheimliche Atmosphäre im Voodooladen oder dem Friedhof, man hat stets das Gefühl durch den dichten Klangteppich mitten im Geschehen zu sein und alles mitzuerleben.

FaziT: eine besonders stimmige Folge, die mit einem ungewöhnlichen Setting überzeugt und vom herausragenden Zusammenspiel der beiden Hauptakteure lebt!

Bewertung vom 27.05.2016
Gefährlicher Erfolg / Cherringham Bd.17 (eBook, ePUB)
Costello, Matthew; Richards, Neil

Gefährlicher Erfolg / Cherringham Bd.17 (eBook, ePUB)


sehr gut

Cheringham ist zum Drehort für eine große Filmproduktion geworden, es soll ein aufwändiger Historienfilm gedreht werden, doch das Projekt scheint unter keinem guten Stern zu stehen, denn es passieren ständig merkwürdige Unfälle, die sich alle auf die junge Hauptdarstellerin Zoe Harding konzentrieren. Will jemand das ganze Projekt sabotieren oder nur Zoes Karriere zerstören? Jack und Sarah werden hinzugezogen um Zoe zu beschützen.

Das sympathische Duo Jack und Sarah verschlägt es diesmal in schillernde Welt der Filmproduktion. Der kleine Ort Cheringham steht Kopf, denn jede verfügbare Unterkunft ist ausgebucht und alles dreht sich nur noch um die Filmproduktion im Ort, auch Sarahs Kinder sind ganz begeistert. Die Unfälle die sich alle auf Zoe Harding konzentrieren, stellen Jack und Sarah zunächst vor ein Rätsel, denn es gibt viele Verdächtige. Die Ermittlungsarbeit der beiden ist gut nachvollziehbar, wenn auch diesmal ein wenig die Spannung fehlt, da jeder der beiden für sich ermittelt und nichts wirklich Dramatisches passiert. Nett ist, dass man viele bekannte Figuren aus den Vorgängern wieder trifft und so das Gefühl hat, in eine Szenerie einzutauchen, die man ganz gut kennt.
Die Auflösung des Falles fand ich ein wenig überzogen, dass Sarah plötzlich zu Superwoman mutiert ist ein wenig unglaubwürdig und auch das Motiv hinter den ganzen Unfällen fand ich nicht so ganz überzeugend. Insgesamt ist es aber eine unterhaltsame Lektüre mit sympathischen Charakteren, die sich flüssig liest und eine charmante Landhausatmosphäre bietet.

FaziT: unterhaltsame Lektüre mit viel Lokalkolorit und liebenswerten Charakteren, die einem inzwischen ans Herz gewachsen sind, der Fall ist diesmal allerdings ein wenig spannungsarm!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.05.2016
Folge 69: Die eingebildete Kranke (MP3-Download)
Hörplanet

Folge 69: Die eingebildete Kranke (MP3-Download)


sehr gut

Endlich hat Lady Bedfort ihre Tante Amy Knowland ausfindig gemacht und freut sich nun auf einen Besuch bei der alten Dame, doch diese scheint zunehmend verwirrt zu sein, erkennt ihre Nichte zunächst nicht und wittert überall Verbrechen. Angeblich will sie gesehen haben, wie eine junge Frau in einen Van gezerrt und verschleppt wurde. Als jedoch auch ihre eigene Pflegerin spurlos verschwindet, sieht Lady Bedfort Handlungsbedarf.

Der Einstieg in die Geschichte ist ein wenig zäh geraten. Lady Bedfort und Max sind mit dem Auto zu Mrs. Knowland unterwegs und zunächst passiert recht wenig. Schön das Max wieder dabei ist und auch zu Höchstform aufläuft, allerdings hätte man statt dem langatmigen Lamentieren über das Navigationsgerät doch erläutern können, wie und warum Max nun scheinbar wieder fest in Lady Bedforts Diensten weilt. In Folge 67 zeichnete sich ja bereits eine Annäherung zwischen den Beiden an, aber es war nichts abzusehen, dass Max wieder komplett in die Dienste der Lady tritt, hier wäre eine kleine Erläuterung nett gewesen.
Der Fall an sich ist gut aufgebaut, es wird geschickt mit einigen Klischees alte Leute betreffend gespielt und lange Zeit fragt man sich, ob Amy Knowlands Beobachtungen Hirngespinste oder tatsächlich real sind. Diverse Verdächtige scheint es zu geben, doch da sich zunächst keine Motive ergeben, tappt man hier als Hörer geraume Zeit im Dunkeln, bis Lady Bedfort dann wieder auf ihre unnachahmliche Art den Fall löst. Aufgrund der begrenzten Sprecherzahl bleiben die Verdächtigen zwar recht überschaubar, aber es ist den Produzenten hier wieder wunderbar gelungen, falsche Fährten zu legen und Personen verdächtig erscheinen zu lassen, die eigentlich nichts zu verbergen haben.
Brigitte Grothum spielt Lady Bedforts alte Tante überzeugend und verleiht der zuweilen verwirrten, aber resoluten Dame realistische Züge und ich muß hier wieder einmal anmerken, dass ich Margot Rothweiler als Lady Bedfort nicht für die Idealbesetzung halte, im Vergleich mit Brigitte Grothum schneidet sie einfach schlechter ab! Nichts desto trotz sind die Geplänkel der beiden dominanten und sturen alten Damen einfach herrlich und überzeugen auf ganzer Linie! Aber auch die anderen Figuren werden hervorragend gesprochen und besonders Peter Weis als Dr. Jeremy Darling hat mir gut gefallen.

FaziT: eine stimmige und vor allem unterhaltsame Folge, die lediglich am Anfang einige Längen hat und vor allem durch die schrulligen Charaktere überzeugt!

Bewertung vom 25.05.2016
Folge 67: Die verschlossene Kammer (MP3-Download)
Dennis Rohling; John Beckmann; Michael Eickhorst

Folge 67: Die verschlossene Kammer (MP3-Download)


sehr gut

Laura Hayes und ihr Mann suchen ein Haus in Broughton, als Laura das idyllische Häuschen samt Apfelgarten der alten Cecilia Fintrop sieht, ist es Liebe auf den ersten Blick. Dieses Haus soll es sein und kein anderes! Doch als die alte Frau kurze Zeit später stirbt, wirft das unangenehme Fragen auf, zumal ihr Untermieter Max nicht an einen Herzanfall als Todesursache glaubt und sich gemeinsam mit Lady Bedfort auf die Suche nach dem Mörder macht.

Ich war ja immer ein Fan von Max und dementsprechend traurig über sein Ausscheiden aus der Serie, daher habe ich mich natürlich über Max Rückkehr gefreut. „Die verschlossene Kammer“ ist nun auch endlich eine Folge, in der er wieder eine größere Rolle bekommt und es macht Spaß, ihm und Lady Bedfort bei den Ermittlungen zu folgen. Der Fall der hier ermittelt wird, hat mich aber ein wenig zwiespältig zurück gelassen. Neben Lady Bedfort, Tim, Max und den beiden Inspektoren agieren außer der recht bald versterbenden Vermieterin Mrs. Fintrop nur noch 4 weitere Personen, der Täterkreis ist also recht eingeschränkt, trotzdem ist nicht sofort ersichtlich wer hier der oder die Täter sind, das ist den Machern wirklich gut gelungen, es gibt ein paar überraschende Wendungen, so dass es hier bis zum Ende spannend bleibt. Allerdings baut der Fall an sich auf einigen Tatsachen auf, die recht unrealistisch sind. Z.B. wäre es nach Mrs. Fintrops Tod überhaupt nicht möglich, ihr Haus so schnell zu verkaufen, da überhaupt kein Erbe fest steht, zumal es sich auch noch um Mord handelt. Hier wäre erstmal ein längerer Behördenweg vonnöten. Wenn man das außen vor läßt, ist der Fall an sich solide gemacht. Die Sprecher sind gewohnt routiniert bei der Sache und auch vor allem die stimmige Musikuntermalung sorgt für die richtige Atmosphäre.

FaziT: insgesamt ein Fall, der keine großen Überraschungen bietet und auf ein paar unlogischen Fakten basiert, hauptsächlich aber begeistert der Fall durch Max Rückkehr!

Bewertung vom 25.05.2016
Folge 66: Die Providence-Verschwörung (MP3-Download)
John Beckmann; Michael Eickhorst; Dennis Rohling

Folge 66: Die Providence-Verschwörung (MP3-Download)


ausgezeichnet

Gern begleitet Lady Bedfort Professor Portman in dessen alte Heimatstadt, wo er seine Cousine Kate besuchen will. Diese führt das Providence Inn, ein malerisches Hotel in ruhiger Lage. Doch die angebliche Ruhe trügt! Im Hotel werden Fenster eingeschlagen und in der Nachbarschaft haben bereits ein Auto und ein Geschäft gebrannt und scheinbar will niemand den Vorfällen auf den Grund gehen, vielmehr wird alles vor Lady Bedfort herunter gespielt und verharmlost, doch das führt nur dazu, dass sich die Lady mit Verbissenheit an die Aufklärung der Vorfälle macht.

Das Lady Bedfort fernab von Broughton auch über jede Menge Fälle stolpert ist ja nichts ungewöhnliches, aber das außer ihr und Professor Portman keine der anderen Stammfiguren in dieser Folge agieren ist schon etwas Neues! Nicht mal die Inspektoren Miller und Gomery treten in Aktion. Trotzdem ist ein wirklich gelungener und kniffliger Fall entstanden, der beim Hören definitiv viel Spaß macht! Durch geschickte Szenenwechsel, in denen mal Lady Bedfort und Thomas Portman mit ihren Nachforschungen beschäftigt sind und dann wieder die Betroffenen der Anschläge über mögliche Verdächtige und Lösungswege diskutieren, wird die Folge abwechslungsreich und undurchschaubar, jeder könnte der Täter sein und scheinbar ist sogar die Polizei in die Verschwörung verstrickt. Die Auflösung ist sowohl spannend als auch launig-unterhaltsam und bietet überraschende Wendungen. Als Hörer bekommt man jede Menge unterschiedlicher Perspektiven geboten, was das mit rätseln sehr spannend macht! Insgesamt ein herrliches Verwirrspiel, bei dem jeder jeden verdächtigt und sogar Lady Bedfort und Professor Portman selbst als Übeltäter in Betracht gezogen werden. Auch wenn ich mich einfach nicht mit Margot Rothweiler als Sprecherin der Lady Bedfort anfreunden kann, so sind doch die restlichen Sprecher Top besetzt und machen ihre Sache hervorragend. Auch in Sachen Musikuntermalung ist man diesmal neue Wege gegangen, denn der Sound weicht von der üblichen Machart ab, auch das ist erfrischend anders!

FaziT: eine ungewöhnliche Folge, weil zum einen kaum bekannte Figuren dabei sind und zum anderen ist es diesmal ungewohnt humorvoll, so dass man häufig mal lachen kann. Auch nach über 60 Folgen beweist die Serie, dass sie noch Potenzial hat und vom althergebrachten Strickmuster abweichen kann.

Bewertung vom 25.05.2016
Professor van Dusen 03: Professor van Dusen taut auf

Professor van Dusen 03: Professor van Dusen taut auf


ausgezeichnet

Die Mitarbeiter eines New Yorker Schlachthausen machen eine grausige Entdeckung, in einem Eisblock finden sie die Leiche eines Mannes. Für Detective Sergeant Caruso ist der Fall klar, eindeutig Selbstmord! Doch der eilig hinzugezogene Professor van Dusen stellt schon nach flüchtiger Untersuchung fest, dass der Mann ermordet wurde und erstaunlicher Weise interessiert sich auch die Mafia für den Mordfall. Kurze Zeit später gibt es im Schlachthof die nächste Leiche und dem Professor bleibt nicht viel Zeit um das eisige Problem zu lösen.

In seinem dritten „neuen“ Fall bekommt es Professor van Dusen mit der Mafia zu tun, gerade hat er den Mord an einem Mafia Boss geklärt und wird zum Dank von dessen Witwe „la Mama“ zum Essen eingeladen, als man ihm schon den nächsten Fall anträgt, der Professor soll den verschwundene Lester Lewington finden, doch er lehnt zunächst ab. Als man den Verschwundenen aber kurze Zeit später in einem Eisblock im Schlachthaus auffindet, ist die Neugier des Professors geweckt, zumal der unfähige Sergeant Caruso den Fall leitet. Das Ganze wurde gewohnt sehr unterhaltsam und launig inszeniert, zwischen Hutchinson Hatch und Detective Caruso gibt es einige humorvolle Sticheleien, die viel zum Unterhaltungswert beitragen und auch La Mama, die sich trotz Mafia Oberhaupt einen gemütlich-mütterlichen Anschein gibt, sorgt für leicht ironische Szenen.
Der Krimifall ist zunächst recht undurchschaubar, da man als Hörer ganz andere Vermutungen hat, tappt man lange Zeit im Dunklen und befindet sich auf der falschen Fährt. Natürlich ist Professor van Dusen wieder viel schlauer als alle anderen und entdeckt auch kleinste Details, die dann zur Entlarvung des Täters führen. Bernd Vollbrecht als Professor van Dusen und Nicolai Tegeler als Hutchinson Hatch machen ihre Sache gewohnt professionell und auch die anderen Sprecher sind für ihre jeweiligen Rollen gut besetzt, besonders gefallen hat mir diesmal Hildegard Meier als „La Mamma“, die mit ihrem wunderbaren Akzent und der prägnanten Stimme die alte Mafia Dame gekonnt verkörpert.
Musikalisch erinnern die Klänge an die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts und passen so ganz gut in die Zeit und schaffen eine passende Atmosphäre.

FaziT: Launig-humorvolle Unterhaltung mit einem wendungsvollen Krimifall und recht skurrile Charaktere machen auch diese Folge zu einem Hörgenuß.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.05.2016
Professor van Dusen, Die neuen Fälle, Fall 2: Professor van Dusen reitet das trojanische Pferd (MP3-Download)
Koser, Michael

Professor van Dusen, Die neuen Fälle, Fall 2: Professor van Dusen reitet das trojanische Pferd (MP3-Download)


ausgezeichnet

Bei ihrer Überseereise sind Professor van Dusen und sein treuer Chronist Hatchinson Hatch in Konstantinopel eingetroffen und auch hier wartet ein kniffliger Fall auf die Denkmaschine. Der Millionär Spiros Makropulos läßt den deutschen Archäologen Professor Hinkeldey nach dem trojanischen Pferd graben, nachdem er von einer geheimnisvollen Frau ein Tagebuch mit Hinweisen zu dessen Fundort gekauft hat. Doch scheinbar ist der Millionär einer Betrügerin aufgesessen, denn am angeblich sicheren Grabungsort findet sich nichts und Professor van Dusen identifiziert ein angebliches Stück vom hölzernen Pferd schnell als plumpe Fälschung. Als Makropulos tot aufgefunden wird, ist Professor van Dusen, der Einzige der an Mord glaubt.

Mir hat der 2. Fall der „neuen“ van Dusen Fälle wieder sehr gut gefallen, natürlich ist hier vieles anders als in der alten Reihe und das bezieht sich nicht nur auf die Sprecher, trotzdem kommt auch hier der liebevolle Charme der alten Folgen doch immer wieder durch.
Der Fall ist diesmal recht komplex und zieht weite Kreise. Zunächst wird der Tod von Spiros Makropulos als Selbstmord abgetan, der örtliche Ermittler Leutnant Yilmaz verbittet sich die Einmischung des Professors und erst als sich der Sultan persönlich, der ein großer van Dusen Fan ist, in den Fall einschaltet, kann die Denkmaschine sämtliche Untersuchungen durchführen. Hier ergeben sich eine Reihe sehr launiger Szenen, die viel zum guten Unterhaltungswert der Folge beitragen. Auch haben einige Charaktere einen etwas schrägen Touch, was die Folge ungemein kurzweilig gestaltet.
War Bernd Vollbrecht als Professor van Dusen in der ersten Folge noch etwas gewöhnungsbedürftig, so hat er mir hier doch sehr gut gefallen und wenn auch die überhebliche und arrogante Ader des Professors nicht ganz so ausgeprägt ist wie in den alten Folgen, so war Bernd Vollbrecht doch sehr überzeugend! Auch die anderen Charaktere sind hervorragend besetzt und die Sprecher verleihen ihnen individuelle Züge. Stimmungsvolle Melodien und eine stimmige Geräuschkulisse runden das Ganze ab und tragen zu einer gelungenen Atmosphäre bei.


FaziT: eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte mit einem kniffligen Fall bieten hier gelungene Unterhaltung! Die teils schrägen Charaktere vermitteln viel Charme und machen Lust auf mehr!

Bewertung vom 25.05.2016
Professor van Dusen, Die neuen Fälle, Fall 1: Professor van Dusen im Spukhaus (MP3-Download)
Koser, Michael

Professor van Dusen, Die neuen Fälle, Fall 1: Professor van Dusen im Spukhaus (MP3-Download)


sehr gut

Mit "Professor van Dusen im Spukhaus" liegt nun der erste Fall, der offiziellen Fortführung der nostalgischen Reihe aus den 70ger Jahren vor. Diese Fälle sollen sich wohl chronologisch in die Originalfälle einordnen und alle bekannten Figuren wurden, natürlich mit neuen Sprechern, beibehalten.
In seinem ersten "neuen" Fall wird der Professor in einen Fall um ein Geisterhaus verwickelt. Hutchinson Hatch wird durch seine langjährige Freundin Penny de Witt auf das seltsame Haus auf den Klippen aufmerksam. Ihr Cousin Mortimer Bruster hatte das Haus vor kurzem geerbt und ist nun dort verstorben, angeblich ertrunken, obwohl es hoch über den Klippen gar kein Wasser gibt. Hatch ist sofort Feuer und Flamme, bis er mit Penny in dem Haus übernachtet und sich mit einem unheimlichem Geisterspuk konfrontiert sieht.

Wer die alte Reihe liebte, kann hier ev. auch enttäuscht sein, denn obwohl der Fall gut konstruiert ist, fehlt eindeutig der antiquierte, nostalgische Charme der alten Folgen. Zunächst muß man sich an die neuen Stimmen gewöhnen. Während Friedrich W. Bauschulte den "alten" van Dusen recht trocken, humorlos und rechthaberisch rüber kommen ließ, so verleiht Bernd Vollbrecht der neuen Figur ganz andere Züge und läßt die Figur irgendwie sarkastischer und mit deutlich mehr Humor erscheinen. Insgesamt hat er mir aber recht gut gefallen. Bei Hutchinson Hatch, der nun von Nicolai Tegeler gesprochen wurde, hatte ich deutlich mehr Anlaufschwierigkeiten, irgendwie paßt er noch nicht so ganz zu der Rolle, aber vielleicht kommt das noch mit weiteren Folgen. Auch von der Soundtechnischen Seite ist diese Folge deutlich aufgepeppter, auch wenn sich die musikalischen Klänge auch an der alten Serie orientieren.
Inhaltlich kann sich der Fall ebenfalls gut mit den Originalfällen messen, stammt er doch ebenfalls aus der Feder von Michale Koser. Aber es geht hier deutlich rasanter und schneller zu als in den alten Folgen. Ich vermute das dies einem modernerem Publikum geschuldet ist. Die alten Folgen waren mehr Dialog lastiger, hier wird mehr Wert auf die tatsächlichen Geschehnisse gelegt. Verknüpft ist der Fall mit einer alten Piratenlegende, die geschickt in den Fall eingebunden ist. Natürlich durchschaut der Professor den Spuk sofort, dem rationalen Denker ist von Anfang an klar, dass es keine Geister gibt. Die eigentlich Auflösung des Falles fand ich ein wenig überkonstruiert, aber im Großen und Ganzen doch ganz gut gelungen, so dass man sich hier kurzweilig und spannend unterhalten kann. Sicher ist noch Potenzial nach oben vorhanden, aber für einen Serienauftakt, der sich zudem an einem klassischen Vorgänger messen muß, ist diese Folge auf jeden Fall gut gelungen.

FaziT: ein altbewährtes Team neu aufgelegt, das hat hier doch sehr gut funktioniert, zumindest bei mir! Mir haben sowohl die Sprecher als auch der neue Fall sehr gut gefallen, aber ich kann mir vorstellen, das Fans der alten Serie hier ein wenig Probleme haben sowohl mit den neuen Sprechen als auch im deutlich rasanteren Ablauf. Daher sollte man die neue Serie nicht an der alten messen und sie einfach als etwas eigenständiges betrachten und genießen!

Bewertung vom 25.05.2016
Markheim / Gruselkabinett Bd.72 (1 Audio-CD)
Stevenson, Robert Louis

Markheim / Gruselkabinett Bd.72 (1 Audio-CD)


gut

Der Weihnachtstag des Jahres 1888 wird für den Antiquitätenhändler Miller zum Alptraum. Eigentlich hat er geschlossen, doch als der junge Markheim an seine Tür klopft, läßt er ihn dennoch ein, hat er ihm doch schon viele gestohlene Antiquitäten abgekauft, die vorgeblich Erbstücke gewesen sein sollten. Diesmal jedoch will Markheim etwas kaufen, angeblich ein Weihnachtsgeschenkt für seine Verlobte. Als Miller ihm einen antiken Handspiegel zeigt, erblickt Markheim darin etwas so grauenvolles, dass es eine ganze Kette von furchtbaren Ereignissen auslöst.

„Markheim“ aus der Feder von Robert Louis Stevenson wurde von Titania als atmosphärisches Kammerspiel inszeniert, das aber wohl nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Lange, philosophisch anmutende Dialoge und Monologe über Schuld und Sühne, die Natur des Bösen und warum ein Mensch böse wird, ziehen sich durch das gesamte Hörspiel ohne das nach der Bluttat noch viel passiert. Das Ganze ist also sehr Dialog lastig. Allerdings muß man sagen, dass Helmut Zierl, der als Markheim den größten Sprecherpart inne hat, diese Rolle grandios ausfüllt und den Abstieg eines Mannes vom Dieb zum Mörder perfekt verkörpert. Hans Bayer spricht den mysteriösen Fremden und es gelingt ihm mit seiner tiefen, kratzigen Stimme den diabolischen Verführer zu geben, der Markheim nur tiefer in sein Unglück führen will.
Gewohnt professionell und hochwertig ist die Musik und Geräuschkulisse, die das Hörspiel atmosphärisch untermalen und für die optimale Stimmung sorgen.

FaziT: gewohnt top produziert, es entsteht auch eine intensive Atmosphäre , aber für meinen Geschmack waren es aber ein wenig zu viele philosophische Monologe und Dialoge.