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tassieteufel
Über mich:
Absolute Leseratte, Vielleserin und bekennender Seriensüchtling! Ich lese seit ich lesen kann und das eigentlich mit gleichbleibender Begeisterung, es gibt nur wenige Gelegenheiten, wo ich kein Buch dabei hab. Ich lese gern englische Krimis, ab und an auch mal Thriller, einen historischen Roman oder etwas aus der Mysterieecke, aber meine All-Time-Favorits sind und bleiben historische Krimis. In letzter Zeit habe ich Hörspiele für mich entdeckt!
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Bewertungen


Insgesamt 1186 Bewertungen
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  • Bewertung vom 23.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Maria Gibson, die Frau des Goldbarons Neil Gibson wurde erschossen! Alle Indizien deuten auf die Gouvernante Grace Dunbar hin, mit der Neil Gibson ein Verhältnis hat. Doch der Goldbaron ist von ihrer Unschuld überzeugt und bittet Sherlock Holmes, den Fall aufzuklären.

    Der Fall um die Thor Brücke ist ein sehr detailreicher Fall, bei dem zunächst alle Indizien offenkundig zu sein scheinen und nur der Meisterdetektiv, der auf jede noch so kleine Einzelheit achtet, kann hier die Lösung finden und ein mehr als überraschendes Ergebnis offenbaren.
    Bis kurz vor Toresschluß tappt man als Hörer im Dunkeln und kann sich dabei wieder mal mit Dr. Watson identifizieren, dem es genauso geht. Das Zusammensetzten der winzigen Puzzlesteinchen ist dabei spannend und unterhaltsam inszeniert, so dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Zwar hätte die Story an einigen Stellen doch etwas gestrafft werden können, aber Fans von Christian Rode und Peter Groeger wird es wohl ähnlich wie mir gehen, man bekommt von den beiden einfach nicht genug! Als Gegenpart zu dem launigen Duo steht diesmal Michael Schernthaner, der Goldbaron Neil Gibson spricht und dessen überhebliche, arrogante und aufbrausende Art mit allen Facetten rüber bringt und eine eindrucksvolle Leistung abliefert.

    FaziT: eine spannende und gut durchdachte Story, deren Lösung im Detail liegt! Wie immer sehr gut gespielt und mit viel Atmosphäre in Szene gesetzt!
  • Bewertung vom 23.04.2014
  •  
    sehr gut
  • In der letzten Folge hatten Tom Shark und Pitt Strong den Gangster Buster Malcom hinter Gitter gebracht, der Gauner steht nun vor Gericht, doch seine Geliebte Bethsy Griffith konnte entkommen und setzt nun alles daran, Buster zu befreien. Auf dem Weg zur Gerichtsverhandlungen werden Tom und Pitt von der attraktiven Schauspielerin Lea Brandes gebeten, einen Juwelendiebstahl in ihrem Haus aufzuklären und natürlich erliegt Shark dem Charme der schönen Dame und tappt in eine Falle. Derweil gelingt es Buster Malcom unter spektakulären Umständen aus dem Gerichtssaal zu entfliehen. Doch Tom Shark denkt gar nicht daran aufzugeben und als sich erste Hinweise ergeben, reist er mit Pitt Strong und dem treuen Bill nach Hamburg um das Gaunerpärchen erneut dingfest zu machen.

    „Dämon Wein“ setzt nahtlos am Vorgänger an, die Geschehnisse um Gangsterboss Buster Malcom werden nahtlos fortgesetzt. Wie üblich wird die Geschichte mit einer gehörigen Portion Humor und reichlich Slapstick erzählt. Allerdings bewegt sich das parodistische Element hier schon arg an der Grenze!! Wie Shark gerade am Anfang in Selbstmitleid zerfließt und sich von Pitt Strong noch eine Gutenachtgeschichte vorlesen läßt, war für mich doch etwas zuviel des Guten. Nachdem die Story aber an Fahrt aufgenommen hat, tritt der „bekannte“ Tom Shark wieder die Bühne, humorvoll, energisch und sich wie üblich selbst überschätzend, in jeder Menge durchschaubarer Kostümierungen stolpert er von einer Katastrophe zur nächsten und kann froh sein über Bills tatkräftige Unterstützung, die ihn wieder mal vor dem schlimmsten bewahrt. Das Katz und Maus Spiel mit Bethsy und Buster ist aber sehr gelungen konstruiert und bietet jede Menge launige und humorvolle Szenen, bei denen man sich bestens unterhalten kann. Die Wortwechsel zwischen Tom Shark und Pitt Strong, gesprochen von Gordon Piedesack und Santiago Ziesmer sind sehr unterhaltsam und die beiden geben ein gutes, sich ergänzendes Duo ab, bei dem man gern zuhört. Auch die anderen Sprecher sind recht passend für ihre Rollen ausgewählt, vor allem Ingo Albrecht, der Hausdiener Bill spricht, verleiht diesem eine vornehme, gediegene Note, die wohltuend aus dem ansonsten etwas schrägen Konzept heraus sticht. Musikalisch paßt sich das Hörspiel an die 20ger Jahre an und vermittelt das passende Flair.

    FaziT: nette und unterhaltsame Story die gekonnt die taffen Helden der Hard Boiled Ära auf die Schippe nimmt. Die Story sollte man aber nicht zu sehr hinterfragen, da es doch ein paar Logiklücken gibt.
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 23.04.2014
  •  
    gut
  • Lady Bedfort trifft nach langer Zeit eine alte Bekannte wieder, die sie noch aus ihrem Buchclub kennt. Auch Charlotte Minnings freut sich über das Treffen und lädt Lady Bedfort zum Tee ein. Prompt wird die Lady wieder in einen Mordfall verwickelt, denn gerade als die Damen in alten Erinnerungen schwelgen, taucht Inspektor Miller auf und muß Mrs. Minnings über den Tod ihrer älteren Tochter Marilyn unterrichten. Wie sich heraus stellt, war Mariyln sehr aktiv in einem Online Flirtportal und hatte diverse Männerbekanntschaften, einer davon hatte ihr sogar einen Heiratsantrag gemacht. Peter St. Yves ist daher auch der Hauptverdächtige der Polizei, doch Lady Bedfort hält den Mann für unschuldig und ermittelt mit Charlotte Minnings und ihrer Tochter Laura auf eigene Faust.

    Um es gleich vorweg zu nehmen, richtig begeistert hat mich die Folge nicht! Zwar ist sie insgesamt nicht wirklich schlecht, aber im Vergleich mit den sehr gelungenen Vorgängern schneidet sie eben nur mäßig ab. Dabei liegt es gar nicht so sehr am Thema, Onlinebekannschaften, Blind Dates, Enttäuschungen und unerfüllte Hoffnungen hätten hier durchaus das Potenzial zu einer spannenden Geschichte gehabt. Leider gibt es diesmal kaum Ermittlungsarbeit und die Handlungsweisen der meisten Figuren konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und erschienen mir unrealistisch und wenig realitätsnah. Charlotte Minnings, gesprochen von Brigitte Grothum ist meiner Meinung nach als trauernde Mutter eine völlige Fehlbesetzung, da man kaum einmal merkt, was für einen Verlust sie erlitten hat, statt Emotionen zu zeigen, lamentiert sie über Liebesbriefe und Romantik, das fand ich sehr unglaubwürdig . Überhaupt wirken die Dialoge recht hölzern und steif, sowas kennt man eigentlich gar nicht von der Reihe.
    Der Täter wird zwar erst ziemlich am Schluß entlarvt, es gibt zwar verschiedene Verdächtige, die auch ein Motiv gehabt haben könnten, aber eigentlich ist recht klar, dass es keiner der „üblichen“ Verdächtigen gewesen sein kann, dafür ist man von der Reihe wirklich mehr Raffinesse und Kniffligkeit gewohnt und daher wirkt dann die Entlarvung des eigentlichen Täters irgendwie wie aus dem Hut gezaubert und das Motiv dahinter fand ich auch noch recht dünn.
    FaziT: Nein, eine Glanzleistung ist Folge 63 mit Sicherheit nicht, aber es kann ja nicht nur Volltreffer geben und es bleibt zumindest die Hoffnung auf eine viel bessere Folge 64.!
  • Bewertung vom 21.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Frederik Lord, ein reicher Industrieller, hat ein besonderes Hobbie, er sammelt exotische Antiquitäten. Als er in einem kleinen, verstaubten Laden einen bizarren Schrumpfkopf entdeckt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf, denn der Schrumpfkopf ist von bösartigem Leben erfüllt, er erfüllt seinem jeweiligen Besitzer 3 Wünsche, doch die gehen nie so in Erfüllung, wie sich der Wünschende das erhofft hat. Bald schon gerät Frederik Lords Leben völlig aus den Fugen als die teuflischen Mächte, die er herauf beschworen hat, mit ihrem Treiben fortfahren.

    Die 10 Folge der Geisterschocker Reihe überzeugt mit einer gut durchdachten und unheimlichen Geschichte, so dass die Jubiläumsfolge tatsächlich aus der bisherigen Reihe heraus sticht, wobei man ja sagen muß, dass gerade die letzten Folgen qualitativ zugelegt haben.
    Die Geschichte beginnt ohne große Vorgeplänkel und steigert sich unaufhörlich. Die Schicksalsschläge, die Frederik Lord hinnehmen muß, steigern sich schon bald zu der erdrückenden Erkenntnis, dass der Besitz des Schrumpfkopfes kein Gewinn für den Industriellen sondern vielmehr ein Alptraum ist. Je mehr er versucht, die katastrophalen Ereignisse rückgängig zu machen, um so mehr verstrickt er sich in den Fallstricken des Schrumpfkopfes und alles wird nur noch schlimmer als vorher. Diese dramatische Entwicklung und die Angst und Verzweiflung der Hauptfigur werden gut rüber gebracht und durch entsprechende Musik und Geräuschkulisse wird diese intensive Atmosphäre noch verstärkt. Im Gegensatz zu einigen anderen Story der Reihe ist diese hier recht geradlinig und verzettelt sich nicht in Nebenschauplätzen, da es auch weniger actionlastig und trashig zu geht als in anderen Folgen, bleibt die Grundstimmung ehr ruhig, aber das ändert nichts an der intensiven Stimmung die durch Frederik Lords fortschreitende Verzweiflung entsteht. Der offene, düstere Epilog rundet die Story gekonnt ab und entschädigt für das ein wenig schnulzige Ende.
    Die Sprecherriege ist gut gewählt, die einzelnen Charaktere werden plastisch dargestellt und verleihen ihren Figuren entsprechende Züge.

    FaziT: mit der Jubiläumsfolge ist den Machern eine wirklich gute Folge gelungen, die sowohl inhaltlich als auch von der Story überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass es so weiter geht!
Masuth, Andreas Der grüne Admiral, Audio-CD EUR 9,95
  • Bewertung vom 21.04.2014
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    sehr gut
  • Eric Livingstone ist der zur Zeit angesagteste Künstler in London, seine fast ausschließlich in grünen Farben gemalten Porträts erfreuen sich großer Beliebtheit. Als die von ihm zu letzt porträtierte Lady Agnes Berwick grausam ermordet wird, gerät der Künstler in Mordverdacht, denn sowohl der Fundort der Leiche und auch die Umstände ihres Todes lassen Livingstone verdächtig erscheinen. Während die Polizei tatsächlich Livingstone für den Mörder hält, ist Sherlock Holmes wieder einmal anderer Meinung.

    Mit „Der grüne Admiral“ ist Andreas Masuth wieder eine spannende und unterhaltsame Folge gelungen, die inhaltlich und von der Inszenierung her an die alten Folgen anknüpft. Christian Rode und Peter Groeger verkörpern das Gespann Holmes/Watson wieder meisterlich, in dieser Folge läuft ihnen aber Wolfgang Draeger der den Maler Eric Livingstone verkörpert etwas den Rang ab. Wolfgang Draeger verkörpert den exzentrischen Maler perfekt, seine bissigen Kommentare und ironischen Bemerkungen, ebenso wie sein schwieriges Wesen dominieren diese Folge und wenn sich der eigenwillige Mann ob seiner ungerechten Behandlung in Rage redet, kann man einfach nur schmunzeln!
    Der Krimifall ist im Großen und Ganzen recht gut konstruiert, wer der eigentliche Täter ist, offenbart sich einem versierten Krimihörer/Leser zwar schon recht früh, das eigentliche Motiv bleibt aber recht lange im Dunkeln, so dass man hier trotzdem noch einige Überraschungen erlebt. Gewundert hat mich allerdings dass Holmes ein sehr prägnantes Detail, das von Anfang an präsent ist, übersieht. Das hat für mich doch ein wenig die Freude an dem ansonsten sehr gelungen inszenierten Hörspiel getrübt. Es sieht dem Perfektionisten Holmes nicht ähnlich, so ein offensichtliches Indiz außer Acht zu lassen.

    FaziT: eine sehr unterhaltsame Folge mit viel Wortwitz und launigen Szenen. Holmes sonst so untrügliche Kombinationsgabe versagt hier aber etwas so dass eingefleischte Holmes Fans doch etwas enttäuscht sein könnten. Ansonsten aber eine sehr gelungene Inszenierung mit überragenden Sprechern.
  • Bewertung vom 19.04.2014
  •  
    gut
  • Peter Lundt, den der Hörer ja bereits als großen Fußballfan kennt, ist wieder einmal mit Kumpel Oliver Zornvogel im Stadion bei einem Spiel zwischen FC St. Pauli und den SV Werder Bremen. Während einer Pause belauscht Lundt ein seltsames Gespräch aus dem er von einem angeblichen Anschlag auf das Stadion erfährt. Da das Spiel schon läuft, renn dem blinden Detektiv die Zeit davon, nur gut, dass Assistentin Anna Schmidt und Zornvogels neuer Kollege Rico Wolfsberger mit in die Ermittlungen einsteigen können.

    Für mich bisher der schwächste Fall um den blinden Detektiv! Mag sein dass es daran liegt, dass ich mit Fußball so absolut gar nix am Hut hab, aber mir erschien auch die Story im Gegensatz zu den Vorgängern doch etwas dünn. Dass das Ganze in Echtzeit ablief, ist ehrlich gesagt auch etwas an mir vorbei gegangen, zumal ich fand, dass diesmal auch die Spannung etwas gefehlt hat. Es gibt ein paar nette Szenen mit Anna Schmidt und Sally, aber der schwarze Humor, der sonst der Serie das gewisse Etwas verliehen hat, fehlt diesmal völlig. Sicher ist die Stadionatmosphäre ganz gut getroffen und der blinde Lundt greift mal wieder zu unkonventionellen Mitteln um seine Ermittlungen voran zu treiben, aber letztendlich wollte der Funke nicht so recht bei mir überspringen. Bleibt zu hoffen, dass die nächste Folge wieder mehr begeistert.

    FaziT: wohl eher eine Folge für Fußballfans, für Krimifans bleibt dieser Teil eher unterer Durchschnitt, da ist man von der Reihe bisher besseres gewohnt.
  • 4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 14.04.2014
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    sehr gut
  • 1939 bereitet sich auch Russland auf einen bevorstehenden Krieg vor. Oberst Nagorski, der in einer streng geheimen Anlage als Chefingenieur an einem neuen Panzer, dem T 34 arbeitet, kam unter mysteriösen Umständen zu Tode und Stalin schickt seinen Sonderermittler Pekkala um Licht in diese Angelegenheit zu bringen. Vermutete Stalin doch schon vorher eine Sicherheitslücke und Verrat bei dem Geheimprojekt. Steckt die Weiße Gilde, eine staatsfeindliche Geheimorganisation hinter dem Mord oder hat Nagorskis Tod ganz andere Hintergründe?

    Der 2. Fall für das Smaragdauge beginnt 10 Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1. Pekkala hat sich mit seiner neuen Aufgabe arrangiert, zumal er als Ermittler die gleichen Sonderrechte wie früher hat. Als Inhaber eines Schattenpasses ist er niemandem Rechenschaft schuldig außer Stalin, trotzdem ist sich auch Pekkala der prekären Lage in der Sowjetunion bewußt. Verhaftungen und Denunziation sind an der Tagesordnung und viele Menschen leben in ständiger Angst. Hier hätte ich mir bei vielen Szenen etwas mehr Eindringlichkeit und eine intensivere Atmosphäre gewünscht, was der ansonsten spannenden Story sicher noch mehr Intensität verliehen hätte.
    Pekkala ist als Ermittler eine interessante Figur, auch wenn er manchmal ein wenig zu abgeklärt wirkt. Als ehemaligem Sonderermittler des Zaren umgibt ihn immer noch die Aura des Mysteriösen. Dazu trägt auch der 2. Erzählstrang bei, in welchem kurze Episoden (die allerdings nicht chronologisch sind) aus Pekkalas früherem Leben geschildert werden. Als wohltuender Gegenpol steht Pekkala wieder Major Kirow zur Seite, der mit seinen oftmals humorvollen Kommentaren das Geschehen etwas auflockert. Kurzzeitig stößt auch die berühmt-berüchtigte Major Lysenkowa zu dem Ermittlerduo, doch es zeigt sich recht schnell, dass Lysenkowa eine ganz eigene Strategie verfolgt. Diktator Stalin „geistert“ eher als Randfigur durch den Roman, was für mich aber durchaus ok war. Da er lediglich in den Szenen auftritt in denen er mit Pekkala zusammenkommt, wird von ihm sicher ein anderes Bild gezeichnet, als die meisten Leser erwarten.
    Der Krimifall ist insgesamt ganz gut konstruiert, Verdächtige gibt es zunächst einige und während der zunehmend gefährlicher werdenden Ermittlungen tritt einiges unerwartetes zu Tage. Selbst als der Mord aufgeklärt ist, gibt es noch ein paar überraschende Wendungen, die zum Schluß die Spannung nochmal ansteigen lassen. Das Ende ist offen und läßt einen neuen Fall für Pekkala bereits erahnen.
    Etwas gefehlt haben mir die historischen Anmerkungen, die beim ersten Teil die Geschichte abgerundet haben, hier konnte man als Leser gut nachvollziehen, was Historie und was Fiktion war. Beim „Roten Sarg“ ist das leider nicht möglich, so dass der historisch interessierte Leser sich seine Infos rund um den T 34 selbst zusammen suchen muß

    Fazit: Nicht ganz so gut wie der Vorgänger, aber ein durchaus spannender historischer Krimi mit einem nicht ganz alltäglichen Setting.
  • Bewertung vom 12.04.2014
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    sehr gut
  • Peter Lundt haßt Weihnachten, da wundert es kaum, dass er nicht sonderlich begeistert ist, als ihn eine neue Klientin bittet, einen Weihnachtsmann zu finden, der sie vor einem Überfall gerettet hat. Da die Detektei aber dringend Geld braucht, dringt Assistentin Anna Schmidt darauf, dass Lundt den Fall annimmt. Tatsächlich scheint an dem Fall wesentlich mehr dran zu sein, als auf den ersten Blick zu sehen ist, denn der gesuchte Weihnachtsmann, scheint eine Art roter Rächer zu sein, der prügelnde Ehemänner vermöbelt und Frauen in Not rettet. Doch auch die Polizei interessiert sich für den Held mit Rauschbart und so wird der Lübecker Weihnachtmarkt Schauplatz von etwas unüblichen Geschehnissen.

    Die vierte Folge um den blinden Detektiv untermauert das bisher hohe Niveau der Reihe und baut es weiter aus! Passend zur Weihnachtszeit, der damit verbundenen weihnachtlichen Botschaft von Liebe, Besinnlichkeit und familiärer Zusammengehörigkeit, erfährt man etwas mehr über Peter Lundts Vergangenheit und seine Familie. Auch wenn der Detektiv mit Weihnachten nichts am Hut hat, so sind doch die Frauen in seinem Leben nicht gewillt, das so einfach hinzunehmen und beschließen, Peter ein ganz besonderes Weihnachtfest zu bereiten. Dabei schließen Assistentin Anna und Lundts Freundin Sally, die bisher wenig füreinander übrig hatten, eine Allianz und auch Lundts Ex-Frau Elisabeth taucht urplötzlich wieder auf.
    Trotz des etwas größeren Anteils, den das Privatleben von Peter Lundt diesmal einnimmt, bleibt der Krimifall durchweg spannend, ist aber wie von der Reihe gewohnt eher ruhig und weniger actionreich inszeniert. Man legt hier mehr Wert auf nachvollziehbare Ermittlungsarbeit und Lundts besonderes Gespür, das der Geschichte auch einen realistischen Anstrich verleiht. Dass es am Ende doch noch ein kleines Weihnachtwunder gibt, tut dem Hörvergnügen gar keinen Abbruch und paßt wunderbar zur Weihnachtszeit!

    FaziT: eine sehr stimmige und atmosphärisch dichte Folge, die auf Grund der weihnachtlichen Thematik auch am besten in dieser Jahreszeit gehört werden sollte! Ansonsten bekommt der Hörer hier wie gewohnt einen spannenden Fall des eigenwilligen Ermittlers mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor geboten.
  • Bewertung vom 12.04.2014
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    ausgezeichnet
  • Als Peter Lundt vorzeitig aus dem Urlaub zurück kommt, findet er einen Brief von Anna Schmidt vor, zwei Ecken sind umgeknickt, das verabredete Zeichen, dass Anna in Schwierigkeiten steckt. Während Peter Lundt mit Sally im Urlaub war, reiste Anna auf eigene Faust nach London, um dort einer Freundin zu helfen, die sich in eine prekäre Lage gebracht hat. Als Peter in London ankommt, muß er feststellen, dass sowohl Anna als auch ihre Freundin entführt wurden und Scotland Yard alles andere als begeistert ist, das ein blinder Ausländer in ihrem Fall mitmischt. Ohne seine rechte Hand kommt aber auch der blinde Detektiv recht bald in Schwierigkeiten.

    Wieder ein kniffliger Fall für den blinden Detektiv, der ohne Blut und Gewalt auskommt und seinen Reiz aus der Tatsache zieht, das Lundt blind ist und sich auf seine anderen Sinnen verlassen muß. Auch Anna und Kiki, die in einem dunklen Raum eingesperrt sind, wenden diese Technik an, um herauszufinden, wo sie sich befinden und kommen damit zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Ermittlungen von Peter Lundt sind schlüssig und nachvollziehbar, als Hörer kann man hier gut miträtseln und wird dann auf Grund einiger überraschender Wendungen am Ende doch noch über die Auflösung verblüfft. Einen hohen Unterhaltungswert hat die Tatsache, dass Lundts Fahrer Sherlock Homes ohne „L“ heißt und Lundt das immer absichtlich falsch ausspricht und das „L“ im Vornamen wegläßt, so kommt passend zum englischen Setting auch noch eine Spur britischer Humor in dieser Folge auf, der sehr gelungen ist. Auch als am Ende die Identität von Kikis Tante Lilly gelüftet wird, staunt der Hörer nicht schlecht, ebenso wie Lundt, der hier aus allen Wolken fällt. Die Szenenwechsel zwischen Lundt einerseits und Anna und Kiki andererseits gewähren dem Hörer verschiedene Einblicke in den Fall und gestalten diesen so recht abwechslungsreich. Musik und Geräuschkulisse runden den Fall dann perfekt ab.

    FaziT: bisher der beste Fall für Peter Lundt, der hier wieder einen kniffligen Fall souverän und auf ungewöhnliche Weise löst. Der trockene Humor trägt zum besonders hohen Unterhaltungswert bei und rundet den Fall perfekt ab!
  • Bewertung vom 12.04.2014
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    ausgezeichnet
  • Der zweite Fall für den blinden Detektiv Peter Lundt beginnt zunächst harmlos. Für einen Hamburger Geschäftsmann, soll er dessen Sohn aufspüren, der nach einem Familienstreit verschwunden ist. Nach der Analyse eines aufgezeichneten Telefongesprächs, findet Peter Lundt heraus, dass der gesuchte vermutlich in Hongkong ist. Da der Klient einen großzügigen Scheck ausstellt, reist Lundt gemeinsam mit Freundin Sally in den fernen Osten um dort zu ermitteln. Dumm nur das Sally denkt, die Reise wäre ein Geburtstagsgeschenk und als bald darauf der Scheck platzt und sich der Auftraggeber als jemand ganz anderer entpuppt, gerät Lundt gehörig ins Schwitzen.

    Ein blinder Detektiv – geht das ? Diese Frage wurde ja schon im ersten Teil der Reihe zufriedenstellend geklärt, es funktioniert bestens und so haben Hörer und Detektiv eines gemeinsam, das sie sich eben nur auf ihr Gehör verlassen können! Bei der Reise nach Hongkong übernimmt diesmal Sally die Rolle, als Augen für Peter Lundt zu fungieren und beschreibt auf sehr plastische Weise z.B. die Skyline von Hongkong.
    Die Geschichte, die zunächst recht harmlos startet, nimmt mit der Ankunft in China eine recht dramatische Wende, die den Hörer wirklich verblüfft, denn damit konnte man am Anfang wirklich nicht rechnen. Der Krimifall ist gut durchdacht, als Hörer hat man hier aber zunächst keine Chance den verzwickten Fall zu durchschauen und wird mit immer neuen Details verblüfft. Die Geheimdienstler im Ruhestand sind zwar ein ganz witziges Detail, paßten aber meiner Meinung nach nicht so ganz in die Story, die hätte auch so zu einem gelungenen Ende geführt werden können.
    Die Geplänkel zwischen Lundt und seiner Assistentin Anna Schmidt sind wieder sehr unterhaltsam und launig, da kann man sich oft ein Schmunzeln nicht verkneifen. Neben dem eigentlichen Krimifall kommt diesmal auch viel Privates im Hörspiel vor, man erfährt etwas über Lundts Vergangenheit und seine Familie und die etwas komplizierte Beziehung zu Sally.

    FaziT: auch der zweite Fall für Peter Lundt überzeugt mit einem glaubwürdigen Umfeld und einem realistischen Fall. Die auf ihre Weise liebenswerten Figuren runden das Ganze perfekt ab!
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