Benutzername: Krimihexe
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Bewertungen

Insgesamt 115 Bewertungen
Bewertung vom 03.03.2017
Sieger
Vetten, Detlef

Sieger


ausgezeichnet

Gerd Schönfelder möchte mit 19 Jahren noch den Zug nach Hause erwischen und hängt sich an den schon losfahrenden Zug, bleibt hängen und gerät unter den Zug. Er verliert einen Arm und 4 Finger der anderen Hand. Ausnahmezustand ! Aber anstatt zu verzweifeln kämpft Gerd, er ist ein Vorzeigepatient, motiviert und immer bemüht noch mehr an sich zu arbeiten. Geholfen hat sicherlich, dass er vor dem Unfall schon sehr sportlich war und so seinen Körper immer mehr gefordert hat. Es dauert bis alle Wunden verheilt sind und es dauert auch, bis er sich wieder raus in die Welt unter Menschen traut. Dabei hilft ihm seine Familie und auch besonders seine Freunde, die nach wie vor an seiner Seite sind. So kämpft er sich unermüdlich durch viele Operationen und Rehas, kann sich mit seiner Prothese allerdings nicht so recht anfreunden. Er ist ein durch und durch positiver Mensch und verzagt nie. So fängt er wieder mit dem Sport an und beginnt sogar mit Sportarten, die er vor dem Unfall gar nicht ausgeübt hat. Aufgeben geht nicht. Er holt viel Gold als Skirennfahrer. Ein Zeh wird an die Hand operiert, so kann er auch wieder selbständig essen.

Privat läuft es bilderbuchmäßig, er heiratet und bekommt 2 Kinder. Ganz bezeichnend finde ich, dass er sich selbst gar nicht als behindert wahrnimmt. Als seine Frau in einem Interview gefragt wird wie sie denn die Behinderung ihres Mannes empfindet, hat sie erstaunt gefragt - behindert ?? Gerd ist so positiv und mutig, wie ich es noch nie gehört habe. Er hadert niemals mit seinem Schicksal und Selbstmitleid gibt es in seinem Weltbild gar nicht.

Eine tolle Biographie von einem Ausnahmemann und einem Ausnahmesportler.

Bewertung vom 03.03.2017
Kalte Brandung / Nordsee-Morde Bd.2
Maron, Isa

Kalte Brandung / Nordsee-Morde Bd.2


ausgezeichnet

Kalte Brandung ist bereits der zweite Teil rund um die Kommissarin Maud Mertens. Sie ermittelt mit ihrem Team in Amsterdam und bekommt wieder ungewollte Hilfe von Kira Slagter, die auch schon im ersten Teil eine große Rolle bei den Ermittlungen gespielt hat. Kiras Schwester Sarina verschwand vor 4 Jahren spurlos. Seither ist Kira zu einer Hobbyermittlerin geworden, inzwischen studiert die 19jährige Kriminalistik.



Der neue Fall macht dem Team schwer zu schaffen, ein kleiner Junge verschwindet am helligten Tag von einem Kinderbauernhof, obwohl das Kindermädchen – abgelenkt durch ihr Handy – daneben steht. Das nächste Kind verschwindet am nächsten Tag aus einem Zoo. So geht es weiter, ohne dass die Polizei eine einzige Spur hat, ein Kind verschwindet sogar aus dem eigenen Garten. Große Suchaktionen laufen ins Leere. Schnell wird klar, dass es sich hier um eine lang bis ins Detail geplante Operation handelt, an der mehrere Entführer beteiligt sind. Es wird kein Lösegeld verlangt und der Umzug von Sinterklaas steht bevor, an dem tausende von Kindern mit ihren Eltern durch die Stadt laufen. Die Polizei steht unter Druck der Öffentlichkeit und der Medien. Dann wird die erste Kinderleiche gefunden die Ermittler sind entsetzt und machtlos.



Ein zweiter Erzählstrang handelt von einer jungen abgemagerten Frau, die in England aufgefunden wird und nicht spricht und auch nicht weiß wer sie ist. Ein nettes Ehepaar nimmt sich ihrer an und wartet geduldig auf Besserung. Aufgelöst wird die Geschichte in diesem Teil nicht, also ist dies auch ein guter Grund, den Nachfolgeband, der im Juni 2017 erscheint, zu lesen.



Die Geschichte nimmt sofort Fahrt auf und ich habe in atemloser Spannung gelesen und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich habe mit gelitten und mit gefiebert bis zum Ende. Ein wirklich empfehlenswerter Krimi, flüssig geschrieben mit sympathischen und glaubwürdigen Figuren. Man erfährt auch wie schon im ersten Teil einiges über das Privatleben von Maud und auch von Kira und ihrer Familie, die seit dem Verschwinden von Kiras Schwester vor 4 Jahren alle traumatisiert sind und unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen. Ich kann es kaum erwarten, den dritten Teil zu lesen, der leider noch nicht erschienen ist.

Bewertung vom 18.12.2016
Winterzauberküsse
Moorcroft, Sue

Winterzauberküsse


gut

Ava Bliss ist nach der Trennung ihres Freundes Harvey eher misstrauisch gegenüber Männern, da sich Harvey nicht nur wegen seines Alkoholgenusses wie ein Idiot aufführt und sie stalkt. Außerdem hat sie Geldsorgen, da sie als Hutmacherin kaum Aufträge bekommt und der Geldhahn ihrer Eltern abgedreht ist. Als sie den Chef ihrer Freunde, Sam, kennenlernt, fühlt sie sich sofort von ihm angezogen, ist aber zögerlich. Seine Mutter ist schwerkrank und Sam ordert einen Hut bei Ava, die dann fälschlicherweise davon ausgeht, dass sie und Sam ein Paar sind.

Für einen Nachmittag auf dem Sofa nett, überraschend ist das Thema Stalking und Vergewaltigung, welches geschickt in die Story eingearbeitet wurde.

Das Thema Hutmacherei wird hier nur angerissen. Allerdings wird auch das Thema Weihnachten hier nur nebenbei abgehandelt, was ich sehr schade finde, das Cover verspricht doch mehr. Weihnachtsstimmung wollte bei mir da nicht aufkommen. Alles in allem eine nette Liebesgeschichte ohne Tiefe.

Bewertung vom 11.12.2016
Blutige Fesseln / Georgia Bd.6
Slaughter, Karin

Blutige Fesseln / Georgia Bd.6


ausgezeichnet

Eine Leiche wird in einem Club gefunden, dabei handelt es sich um den ehemaligen Polizisten Dale. Kein Verlust, da Dale ein eher unangenehmer Zeitgenosse war und als Polizist einer von den bösen. Am Tatort werden Spuren von Wills noch Ehefrau Angie gefunden sowie soviel Blut ihrer Blutgruppe, dass sie das knapp überlebt haben dürfte. Der Club gleicht noch einer Lagerhalle, da er noch nicht geöffnet ist, er gehört dem ehemaligen Baseballprofi Marcus Rippy, gegen den Will seit gut 6 Monaten wegen Vergewaltigung ermittelt. Da Marcus gute Kontakte und eine Reihe von treuen und ebenso bestechliche Mitarbeiter hat, ist ihm nichts nachzuweisen, auch für das aktuelle Verbrechen nicht.

Will ist wie von Sinnen und sucht Angie, da er hofft, sie noch lebend zu finden. Sara zieht falsche Schlüsse und denkt, Will würde seine Noch-Ehefrau immer noch lieben. Eine Krise der beiden ist unausweichlich.

Jedesmal wenn ich ein Buch von Karin Slaughter lese, denke ich besser kann es nicht werden, weit gefehlt, sie wird einfach immer besser. Die Ideen gehen nie aus. Die Geschichte geht schon mit einem Knaller los und man fragt sich die ganze Zeit was denn wohl passiert sein könnte. Wo kommt das Blut her, wer war involviert usw. Ich habe in atemloser Spannung gelesen und konnte gar nicht mehr aufhören, so hat mich die Geschichte gepackt. Es geht hier nicht nur um Verbrechen, sondern um den psychologischen Aspekt wie kaputte Charaktere ticken und warum. Ich hätte oft Will einfach nur schütteln können, weil ich seine Handlungsweise einfach nicht verstanden habe.

Nach der Hälfte des Buches gibt es einen Perspektivenwechsel und die Geschichte wird aus Angies Sicht erzählt. Macht sie nicht unbedingt sympathischer, lässt sie aber tatsächlich mal als Menschen mit Gefühlen aussehen und nicht nur als das Monster, als das man sie sonst kennt.

Zum Ende hin hat sich die Autorin noch eine Überraschung ausgedacht, ich habe wirklich Hochachtung vor soviel Talent. Ich fiebere schon dem nächsten Teil entgegen und hoffe, es gibt bald schon ein Erscheinungsdatum.

Bewertung vom 17.10.2016
Schuld war nur der Mistelzweig
Astley, Judy

Schuld war nur der Mistelzweig


ausgezeichnet

Thea ist wieder Single, nachdem ihr Freund sie verlassen hat, der aber tatsächlich nicht zu ihr gepasst hatte und lieber Pudel gezüchtet hat, als eine Familie zu gründen. Theas Eltern möchten sich in Freundschaft trennen und mit der ganzen Familie nochmal einträchtig die Weihnachtsfeiertage verbringen und haben dafür ein abgelegenes Haus in Cornwall gemietet. Theas Bruder und Schwester mit Familien reisen an und leider auch die vermeintlich neuen Partner der Eltern, was zu großen Turbulenzen führt.

Es handelt sich hier um eine wirklich nette Familiengeschichte, die schon jetzt in Weihnachtstimmung versetzt. Gut geschrieben, man ist sofort in der Geschichte und kann das Buch in einem Zug durchlesen. Kurzweilige nette Unterhaltung für einen Tag auf dem Sofa. Das verschneite Cornwall sorgt zusätzlich für eine Winter-Weihnachtsstimmung.

Bewertung vom 14.10.2016
Ein Jahr für die Liebe
Eisenring, Yvonne

Ein Jahr für die Liebe


sehr gut

Die Autorin ist ein Jahr lang in verschiedene Länder gereist und hat dort viele Dates mit möglichst verschiedenen Männern gehabt, einmal um die kulturellen Unterschiede aufzuzeigen und auch um vielleicht sogar die große Liebe zu finden.

Also das Buch ist total spannend, da es sich hier nicht um eine fiktive Geschichte handelt, sondern um einen Tatsachenbericht von einer hübschen, intelligenten jungen Frau, die so mutig ist durch die Welt zu reisen und sich mit fremden Männern verabredet, die sie via Internet kennenlernt. Ich habe die Geschichte total genossen, gut und witzig geschrieben, kann der Leser auch an den Gedankengängen der Autorin teilhaben.

Sie startet in NY wo sie tatsächlich auch die meisten mehr oder weniger erfolgreichen Dates hat. Die Situationen sind manchmal zum Schreien komisch und man fragt sich, was würde ich tun, wie würde ich in Situatation X reagieren. Das Buch zeigt auch auf wie unterschiedlich die Männer in NY oder auch in Rom sind. Zum Ende des Buches wird die Geschichte etwas schwächer, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass die Autorin etwas datingmüde geworden ist. Schade fand ich dass ausgerechnet in TelAviv keine Verabredungen stattfinden.

Sonst habe ich mich sehr gut amüsiert und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

Bewertung vom 22.09.2016
Die Farben des Mörders
Rademacher, Miriam

Die Farben des Mörders


ausgezeichnet

Diesmal verschlägt es Pfarrer Jasper und Tanzlehrer Colin in ein abgelegenes Altenheim. Jasper gibt Kunstunterricht und Colin - wie soll es anders sein - Tanzunterricht - Colin findet unter einem Komposthaufen die Leiche einer Frau die den grünen Haus-Froteebademantel trägt. Jasper und auch Norma und Colins Freundin Lucy wittern ein großes Abenteuer und möchten in dem Altenheim ihre Spürnase einsetzen, da die Polizei nicht so recht weiterkommt und die Tote nicht die ist, die sie zu sein scheint. Nachdem sie es geschafft haben Colin zu überzeugen stürzen sie sich gemeinsam in die Ermittlungen.

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht die Hobbyermittler bei ihrer Recherche zu begleiten, genau wie der erste Teil besticht auch dieses Buch mit Witz und sehr sympathischen authentischen Figuren. Die Autorin führt gekonnt und mit leichtem humorvollen Schreibstil durch das Buch. Ich möchte gern mit Jasper, Colin und Co. befreundet sein. Die Story ist rund und es gibt auf jeden Fall ein paar Rätsel. Das Buch enthält einige großartige Lacher und habe mich sehr unterhalten gefühlt. Ich kann es kaum abwarten den dritten Teil in meinen Händen zu halten.

Bewertung vom 04.09.2016
Die langen Tage von Castellamare
Banner, Catherine

Die langen Tage von Castellamare


sehr gut

Eine Geschichte über eine Familie in Castellmare, die über mehrere Generationen geht. Amedeo geht als Arzt von Norditalien auf die kleine sizillianische Insel Castellmare, was von den Bewohnern sehr begrüßt wird. Als seine Frau als auch seine Geliebte zur gleichen Zeit einen Jungen entbinden, kostet das sein Ansehen. Er kann als Arzt nicht mehr praktizieren. Er eröffnet mit seiner Frau Pina ein Cafe, welches Dreh- und Angelpunkt der Insel wird. Er bekommt noch 2 weitere Söhne und eine Tochter und praktiziert heimlich auch weiter als Arzt, da er das Vertrauen der meisten Bewohner der Insel genießt. Töchter und Söhne der zwei nachfolgenden Generationen übernehmen das Cafe und andere Mitglieder der Familie verlassen die Insel und kehren nie zurück.

Der Schreibstil hat mich am Anfang sehr verunsichert, ich fand die Erzählung zäh und distanziert und konnte keine richtige Beziehung zu den Figuren aufbauen. Das hat sich dann erst ab Seite 200 geändert und ich bin froh, dass ich drangeblieben bin. Nachdem ich mich eingelesen hatte, war ich Teil dieser Familie. Ich habe das Zischen der Kaffeemaschine gehört, das murmeln der Menschen gehört, die Tag für Tag das Cafe besuchten, das Brennen der Sonne gespürt und den Duft der Bougainville wahrgenommen. Ich habe Maria-Grazia die Pasteten und Reisbällchen zubereiten sehen und ihre Verzweiflung gefühlt, als sie auf ihren Liebsten gewartet hat.

Eine gelungene Erzählung in deren Mittelpunkt die Familie Esposito steht. Manchmal hatte man das Gefühl, die Autorin hätte es etwas eilig, da sind die Kinder geboren, waren in der Schule und auf einmal waren sie erwachsen, wobei ich nie genau wusste, wie alt eine Figur zu einem bestimmten Zeitpunkt war, das wurde selten mal erwähnt. Das Ende kam plötzlich und ich war traurig die Insel nun verlassen zu müssen. Für Liebhaber von Generationsgeschichten auf jeden Fall ein Gewinn.

Bewertung vom 03.07.2016
Meine grünen Smoothies
Firnkranz, Roman

Meine grünen Smoothies


ausgezeichnet

Ein großartiges Einsteigerbuch mit vielen verstänlichen kurzen Infos über alles was es über grüne Smoothies zu wissen gibt, von Verträglichkeit über Einkauflisten etc. Besonders gefallen hat mir, dass es komplett verständlich für Einsteiger geschrieben ist. Ich habe viel über Pflanzengrün gelernt und das grüne Smoothies nicht alles enthalten darf was grün ist. Umgehauen hat mich ja der Vitamin- und Nährstoffgehalt von Pflanzengrün, ein guter Grund sich mehr damit zu bechäftigen bzw. Pflanzengrün in seine tägliche Ernährung einzubauen.

Der Rezeptteil ist gegliedert in Tagen und startet mit einfachen leicht zu machenden Rezepten. Es ist nur ein starker Mixer, Obst, Gemüse, Salat und Kräuter nötig, um ein geschmackvollen gesunden sättigenden Drink herzustellen. Die Rezepte werden immer anspruchsvoller und es ist mit Sicherheit für jeden Geschmack was dabei. Mir persönlich sind die Drinks mit Mango und Ananas oder auch Granatapfel am liebsten.

Großes Kompliment für das Gesamtwerk an den Autor, ist für Jedermann geeignet und natürlich auch super als Geschenk.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.06.2016
Septembermeer
Jaskulla, Gabriela

Septembermeer


gut

Daniel und Svea stranden höchst spektakulär mit ihrem Segelboot während eines Sturms auf einer kleinen Ostseeinsel. Sie möchten hier ein neues Leben beginnen mit einer kleinen Buchhandlung. Leicht wird das nicht, da die Einwohner wortkarg und skeptisch gegenüber Fremden sind und selbst Menschen, die seit 20 Jahren hier leben sind immer noch Zugereiste. Hanno und Julia nehmen sich den Fremden an, sind aber entsetzt als Svea das liegengebliebene Boot als Werbebanner benutzt.

Ich habe mich mit diesen Buch sehr schwer getan. Der Schreibstil ist sehr zäh und es fehlte mir der rote Faden. Immer tauchten neue Leute auf mit ihren Geschichten. Ich hatte mir mehr von der Buchhandlungseröffnung erhofft, aber die Buchhandlung wird nur ganz am Rande und sehr selten erwähnt. Ich konnte mich mit den Menschen erst so ab Seite 200 anfreunden, da sie doch meistgehend blass und oberflächlich bleiben.