Benutzername: Mundolibris
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Bewertungen

Insgesamt 310 Bewertungen
Bewertung vom 28.03.2017
Selfies / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.7
Adler-Olsen, Jussi

Selfies / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.7


ausgezeichnet

Nachdem der Sechste Band doch ein klein wenig schwächer war, mich jedoch immer noch sehr gut unterhalten konnte, hat Adler-Olsen mit Band sieben nochmals eine Schippe draufgelegt. Schwierig für mich, weiß ich doch jetzt nicht wie ich das Buch bewerten soll.
Geschickte Wendungen und die gewohnt kritische Vorgehensweise machen diesen Thriller so genial.
Mehrere Erzählstränge, davon dieses Mal einer der sich mehr oder weniger in der Hauptsache um Rose, einer der Ermittlerinnen, dreht. Für mich war es von Anfang an sehr spannend wie es Adler-Olsen gelingt diese miteinander zu verweben. Vorab kann ich sagen, es ist wieder Bestens gelungen, so dass hinterher keine Fragen offen blieben.
Wie man es gewohnt ist erzählt Adler-Olsen die Geschichte so spannend, das der Leser neugierig bleibt, neugierig auf die folgenden Seiten und Kapitel. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es wirklich sehr schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen.
Bildhaft beschreibt er die Figuren und Schauplätze, so sehr das beides zu leben scheint. Viele der Figuren sind so fein gezeichnet, auch die Nebendarsteller, dass sie einem vorkommen als wäre sie die Nachbarn oder Arbeitskollegen. Jeder mit seinen Macken, Ecken und Kanten, doch keiner irgendwie wie weichgespült, also wie als wären es künstliche Figuren.
Bei Jussi Adler-Olsen wirkt alles echt und ehrlich und genau das ist es was seine vielen treuen Fans vielleicht erklärt. Es wirkt nicht so als wenn er die sich die Story ausgedacht hat, sondern vielmehr als wenn er die Geschichten erlebt hat.
Und so wird es bei ihm nie langweilig, auch nicht nach der Lektüre des nunmehr siebten Bandes der Reihe um das Dezernat Q. Langsam aber sicher gehen mir die Superlative aus um seine Bücher zu lobpreisen.
Für mich ist das eine klare Kauf- und Leseempfehlung!

Bewertung vom 26.03.2017
Die Flügel der Freiheit
Röhrig, Tilman

Die Flügel der Freiheit


ausgezeichnet

Vorab kann ich sagen, dass mich der Autor mit seinem Buch sehr gut unterhalten konnte. Zugegeben der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, doch das war nach einigen Seiten schnell passiert.
Dank der schönen Beschreibung der Figuren und der Schauplätze gelang es leicht, sich in die Figuren hineinzuversetzen.
Auch wenn der eine oder andere Satz in den Dialogen etwas merkwürdig daherkam, weil ich mir das eine oder andere Wort damals nicht so vorstellen kann, waren es gerade die Dialoge die mich gefesselt haben. Aber dies ist nur meine persönliche Meinung und es mag durchaus sein, dass ich mich da irre.
Das Buch ist ein Buch welches man nicht in einem Rutsch schnell weg lesen sollte, es ist eher ein Buch dessen Lektüre man genießen sollte.
Mir kam es so vor als wäre ich mit in die Zeit gereist und es war als liefe vor meinem inneren Auge ein farbenfroher Film ab.
Ich bin ein Fan von historischen Romanen die einem noch das eine oder andere Wissenswerte über die historisch belegbaren Figuren verraten. Dies ist Tilman Röhrig hier aufs Beste gelungen, dafür herzlichen Dank!
Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und ist auf einem fast durchgehend hohen Niveau.
Ich glaube dass sich andere Autoren die ebenfalls ein Buch zu diesem Thema veröffentlichen, sich mit diesem Buch messen lassen müssen.
Ich kann für das Buch gerne eine Empfehlung aussprechen. Und vergebe hochverdiente 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 20.03.2017
Frankfurter Kaddisch
Aurass, Dieter

Frankfurter Kaddisch


ausgezeichnet

Das Buch erstaunt mich, denn es ist ein Debütroman von einem Schriftsteller, der so rein vom Lesen her eher ein alter Hase zu sein scheint. Das Buch ist in meinen Augen eine runde Sache, denn das für einen Kriminalroman notwendige Gefühl für die Spannung liegt dem Autor offensichtlich im Blut.
Die ersten Seiten interessant aber noch nicht spannend, aber es lohnt sich dabei zu bleiben, denn irgendwann holte mich der Autor dann auch ab und ab da war es schwierig das Buch aus den Händen zu legen. Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil und der Spannungsbogen macht den Leser dann neugierig wie es denn weitergeht. Was kann einem Autor Besseres passieren als wenn er so schreibt dass seine Leser neugierig bleiben auf das folgende.
Die Figuren haben meiner Meinung nach die notwenige Tiefe und wirken so lebendig, dass es einem Vorkommt man wäre mitten in der Story.
Ebenfalls sehr schön beschrieben sind die Schauplätze, so dass man diese vor Ort durchaus leicht wiedererkennen könnte.
Für mich war das ein Buch welches kein Debütroman zu sein scheint, sondern von einem Autor der hier sein fünftes, sechstes oder siebtes Buch präsentiert. Es hatte keine größeren Längen und ließ sich sehr flüssig lesen.
Alles in allem ein wirklich sehr gut gelungenes Debüt, für das ich sehr gerne eine Kauf- und Leseempfehlung aussprechen kann.
Meine Wertung: 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 15.03.2017
The Extinction Cycle - Buch 2: Mutierte Bestien
Smith, Nicholas Sansbury

The Extinction Cycle - Buch 2: Mutierte Bestien


ausgezeichnet

The Extinction Cycle – Mutierte Bestien ist der zweite Band einer Buchreihe, die hier eins zu eins wie in den USA übernommen wurden. In den USA sind bislang 6 Teile erschienen, die auch alle vom Festa Verlag in deutscher Sprache veröffentlicht werden sollen.
Das Buch ist eine Dystopie und ein Horrorschocker zugleich und es beschreibt die Folgen einer viralen Zombieapocalypse.
Ging es im ersten Band hauptsächlich darum die Folgen der Epidemie zu beschreiben und wie dadurch die Menschheit aus den Städten herausgedrängt wurde, geht es hier im zweiten Band um den verzweifelten Versuch, diese Städte zurückzugewinnen. So ganz so einfach wie es sich das Militär vorstellt scheint dies nicht zu sein.
Dieser zweite Band scheint mir noch stärker zu sein wie der erste. Besonders die Action bzw Kampfszenen sind hier noch besser dargestellt. Gefechte zwischen Mutanten und Menschen und der verzweifelte Versuch Überlebende zu finden und zu retten stehen hier im Mittelpunkt.
Der Schreibstil ist wieder so fesselnd, dass es für mich unmöglich war das Buch beiseite zu legen. Selbst wenn ich mitten in der Nacht aufwachte ging mein erster Griff zum Buch und zumindest ein paar wenige Seiten wurden gelesen.
Dem Autor gelingt es aufs Beste dem Leser Bilder in den Kopf zu setzen, die zugleich das Kopfkino zu rattern beginnen lassen.
Es scheint so, als wären es genau diese Bilder die der Autor selbst beim Schreiben vor seinem inneren Auge hatte, so plastisch erscheinen die Figuren, Mutanten und Schauplätze.
Für mich ist diese Reihe ganz großes Kino und ich freue mich schon heute auf die Lektüre des dritten Bandes.
Volle 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 15.03.2017
Die Gästeliste
Averbeck, Sanne

Die Gästeliste


ausgezeichnet

„Die Gästeliste“ ist für mich der zweite Thriller den ich von der Autorin gelesen habe und bisher konnte sie mich mit beiden begeistern. Es fällt auf wie wandelbar die Autorin ist und wie sehr sie sich mit jedem Buch, mal abgesehen von ihren Kurzgeschichten steigert, insbesondere auch was die Tiefe ihrer Figuren angeht. Sie versteht es aufs Beste Spannung zu erzeugen und diese dann auch zu halten bis zum Ende.
Für mich immer wieder Klasse wie sie es schafft im Kopf des Leser Spannung und auch das grauen der Taten zu visualisieren und das ohne die Taten zu genau zu beschreiben. Es gelingt ihr nur indem sie die Taten oberflächlich beschreibt und für den Rest ist dann das eigene Kopfkino zuständig.
Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr flüssig lesen.
Das Buch einmal begonnen lässt sich wirklich nur schwer aus der Hand legen, denn ganz schnell hat man den „point of no return“ erreicht und dann liest man es auf einem Rutsch zu Ende.
Es ist auch eine Buch welches den Leser nachdenklich macht. Mir ging es zumindest so, darüber nachzudenken über die Gefahren der sozialen Medien.
Natürlich ist es eine Fiktion, doch es ist eine Fiktion die der Leser auch zum Anlass nehmen sollte darüber nachzudenken, was er so alles postet.
Für mich sind das volle 5 von 5 Sternen sowie eine Lese- und Kaufempfehlung.

Bewertung vom 05.03.2017
Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen
Jo Berger

Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen


ausgezeichnet

Kick Off ist nun der zweite Roman den ich von Jo Berger gelesen habe.
Wie schon vor drei Jahren konnte mich Jo Berger vollends begeistern.
In Kick off dreht sich alles um 5 völlig unterschiedliche Frauen auf dem Weg den beiden Bankerinnen zu helfen ihrem Arbeitgeber eins auszuwischen.
Bei dem Buch handelt es sich um eine Krimikomödie, und so sollte man das Ganze mit einem Augenzwinkern betrachten.
Jo Berger hat 5 Charaktere die unterschiedlicher kaum sein können zu einem Quintett zusammengestellt, das über Leichen geht. Natürlich, wie sollte es bei der Autorin anders sein, bleibt auch in diesem Roman kein Auge trocken.
Mehrfach bekam ich Lachanfälle, so dass ich der Autorin schon angedroht habe sie zu verklagen ;-) weil mir wirklich noch Tage danach die Bauchmuskeln schmerzten vom Lachen.
Herrlich die Naivität der 5 Grazien bei der Planung des Bankraubs. Großartig das dahinscheiden manch eines Herrn und besonders toll fand ich diesen trockenen Humor Jo Bergers wenn sie ihren Figuren die Dialoge in den Mund gelegt hat.
Die Dialoge allein rechten teilweise schon aus um mein Kopfkino ins rattern zu bringen, doch gemeinsam mit den einzelnen Szenen war es vollends geschehen und ich hatte Kopfkino, aber nicht so wie ich es gewohnt bin, sondern eher in der Art von Slapstick und ich hatte dabei den einen oder anderen Comedian oder Schauspieler der sich auf Comedy spezialisiert hat im Kopf.
So war zB die Figur der Carla in meinem Kopf die gute Carolin Kebekus, oder Kim war in meinem Kopf die Darstellerin aus den Verfilmungen der Buchreihe von Stieg Larsson, Lisbeth Salander.
So kam es zusammen mit der wirklich urkomischen Story in meinem Kopf zu einem bunten und farbenfrohen Film.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der es gerne lustig und nicht ganz zu ernst nimmt beim Lesen eines Krimis.
Insgesamt komme ich hier auf 4,5 Sterne.

Bewertung vom 02.03.2017
Zapfig / Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth Bd.4
Gruber, Felicitas

Zapfig / Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth Bd.4


ausgezeichnet

Zapfig ist der vierte Band der Krimireihe um die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth des Münchner Autorenduos Brigitte Riebe und Gesine Hirsch.
Nur wenige Autoren gelingt es über so viele Romane einer Buchreihe die Spannung aufrecht zu erhalten, Felicitas Gruber gelingt dies aufs Beste.
Neben der Krimistory lassen die Autorinnen auch privates aus dem Leben der Protagonistin einfließen, was ihr die notwendige Tiefe verleiht.
Ein besonderer Genuss, auch für Nichtbayern, ist der Dialekt in den meisten Dialogen.
Schon mit den wenigen Seiten des Prologs haben die beiden mich abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
So spannend es mit dem Prolog begann, so spannend geht die ganz Geschichte weiter. Es fiel mir wirklich sehr schwer das Buch aus den Händen zu legen.
Auch dieses Mal besonders schön die Beschreibung der Figuren und Schauplätze. Besonders die Schauplätze haben für mich inzwischen fast schon einen besonderen Reiz, denn ich fühle mich schon fast in München heimisch. Die Liebe der Autorinnen zu ihrer Heimatstadt lassen sich aus nahezu jeder Zeile herauslesen.
Wie schon in den ersten drei Teilen dieser Buchreihe ist es den beiden gelungen mich durch geschickte Wendungen aufs Glatteis zu führen. Nur wenigen Autoren gelingt es, dass ich nicht vor der letzten Seite auf den oder die Täter komme. Hier stand ich bis zum Schluss im Dunkeln und hatte nicht die geringste Ahnung wer es sein könnte. Ich hatte zwar zwischendurch eine Ahnung, doch habe ich das dann auch wieder schnell verworfen, weil die Entscheidende Wendung mir jede Chance genommen hat auf die richtige Spur zu kommen.
Das war, wieder einmal ganz großes Kino und so kann ich einfach nicht umhin hier zum wiederholten Male für diese Buchreihe, eine Kaufempfehlung auszusprechen.
Mich hat das Buch wieder sehr gut unterhalten und so vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 24.02.2017
Sterne über der Alster
Jary, Micaela

Sterne über der Alster


ausgezeichnet

In der Rezension zum ersten Band der Alsterufersaga schrieb ich, dass das Buch auch eine Liebeserklärung an die Stadt Hamburg sei. Kurz gesagt, dies ist auch hier wieder der Fall, man spürt die Liebe der Autorin zur Stadt an der Elbe bzw Alster.
Es ist Micaela Jary wieder sehr gut gelungen die Atmosphäre der Nachkriegszeit einzufangen, so gut dass man spürt wie die Menschen nach dem großen Krieg gelitten haben mussten.
Spannend beschreibt die Autorin das Leben in der damaligen Zeit und dabei insbesondere das leben oder vielleicht besser das Überleben der Reederfamilie Dornhain.
Der Selbstmord des Patriarchen stürzt die Familie und die Rederei in eine tiefe Krise, insbesondere auch weil die Siegermächte des großen Krieges ihre Finger nach dem Unternehmen ausstrecken.
Wie man es von Micaela Jary gewohnt ist sind wieder die einzelnen Figuren sehr schön und bildhaft beschrieben. Besonders schön, wie auch im ersten Band schon, sind die Dialoge, die für meinen Geschmack sehr echt wirkten. Es war für mich fast so, als stehe ich mitten im Geschehen und nicht als Leser außen vor. Das war für mich wieder ganz großes Kino, das war ein Buch zu tief in die Story hineintauchen und es genießen.
In den kommenden Tagen erscheint dann auch schon der abschließende dritte Band der Reihe und ich bin schon sehr gespannt wie die Geschichte um die Familie Dornhain enden wird. Eines weiß ich schon jetzt oder besser ich bin überzeugt dass es eine runde Sache sein wird. Irgendwie wäre s eine tolle Sache, wenn sich ein Produzent oder Regisseur dieser Trilogie annehmen würde, denn ich glaube dass s sicherlich ganz große Bilder geben könnte. Denn diese ganz großen Bilder konnte Micaela Jary mir in den Kopf einpflanzen. Zu schön ist ihr Schreibstil und zu plastisch erzählt die Autorin ihre Story um diese Zeit, als dass es hier „nur“ bei den Büchern bleiben sollte. Ich finde das Buch bzw die Buchreihe hat eine Verfilmung verdient.
Für mich sind das wie schon beim ersten Band hochverdiente 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 18.02.2017
Blut will Blut
Kussmaul, André

Blut will Blut


ausgezeichnet

„Pandämonium“ habe ich seinerzeit verschlungen und war total begeistert.
Auch hier wusste mich der Autor zu überzeugen. Der Thriller ist solide und spannend und konnte mich sowohl sprachlich als auch von der Spannung her überzeugen.
Sehr gut beschriebene Figuren, die zum großen Teil auch in der Tiefe überzeugen konnten.
Die Story verläuft in mehreren nebeneinander laufenden Erzählsträngen, die es zu Beginn nicht ganz leicht machten in die Story hinzukommen. Doch mit fortlaufender Erzählung fügten sich die Stränge wie Mosaiksteinchen zusammen.
Mit erschien das Buch mehr als ein Psychothriller als ein Thriller. Das kann ich leider hier nicht näher begründen ohne zu viel von der Geschichte zu verraten, aber ich denke die meisten werden mir zustimmen nach der Lektüre des Buches.
Die Stärke von Andre Kussmaul ist es die im Buch vorkommenden Gewalttaten nicht zu detailliert zu beschreiben, sondern diese mehr oder weniger nur anzureißen und den Rest überlässt er der Phantasie des Betrachters. Das muss man können und der Autor kann dies definitiv.
Es gelingt ihm auch den Leser auf jede noch folgende Seite neugierig zu halten, so dass es wirklich sehr schwer fällt, das Buch beiseite zu legen.
Mich konnte Andre Kussmaul aufs Beste unterhalten und so vergebe ich dann auch 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 13.02.2017
Die Kirschvilla
Caspian, Hanna

Die Kirschvilla


ausgezeichnet

Nach den ersten einhundert Seiten dachte ich so bei mir „Das Buch ist so schön und bewegend“ es wäre schade dies jetzt im Galopp runterzulesen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, jeden Tag nur ein paar wenige Seiten zu lesen. Und so konnte ich das Buch auf mehr als 4 Wochen verteilt genießen. Im Nachhinein betrachtet war dies eine richtig gute Entscheidung.
Das Buch erstreckt sich über drei Erzählstränge die im heute, in den neunzehnhundertzwanzigern und in und um den zweiten Weltkrieg handeln. Jeder Strang für sich ist schon eine schöne und spannende Geschichte, doch zusammen konnte mich das Buch wirklich begeistern.
Was mich jedoch wirklich überrascht hat, dass der Verlag das Buch als reine Liebesgeschichte verkaufen will.
Klar ist es vorrangig eine Liebesgeschichte, doch es ist vielmehr als nur das. Es ist eine wirklich wunderschöne Familiensaga, die aus den gefundenen Tagebüchern, aber auch aus Großmutter Paulines Erinnerungen ihre Spannung zieht. Also liebe männlichen Leser, keine Angst und ran an das Buch.
Hanna Caspian gelingt es dank ihrer wirklich sehr bildhaften Beschreibung der Figuren und Schauplätze, dem Leser einen bunten farbenfrohen Film in den Kopf zu pflanzen. Und so erscheint es dem Leser als sei er nicht außen vor sondern als stünde er mitten in der Story.
Die Autorin hat, so habe ich das Gefühl, das Buch weniger geschrieben, sondern viel mehr hat sie es komponiert. Jedes Detail passt wie in ein Mosaik und könnte man über ein Buch sagen es sei Perfekt, für „Die Kirschvilla“ würde dies zutreffen.
Einziger Kritikpunkt von meiner Seite, es war viel zu kurz, ich hätte gerne weitergelesen.
Ich kann für das Buch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, auch für Männer.
Und vergebe die hochverdiente Höchstpunktzahl von 5 Sternen von 5.