Benutzername: Bücherwurm44


Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
12
Bewertung vom 23.05.2017
Ragdoll - Dein letzter Tag
Cole, Daniel

Ragdoll - Dein letzter Tag


ausgezeichnet

Der Autor vermag es von Anfang an eine ungeheure Spannung zu erzeugen und diese bis zur letzten Seite zu halten. Man mag nicht glauben, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Obwohl es sich um sehr grausame Taten handelt, kann man dem Geschehen ohne sich Abwenden zu müssen, gut folgen.
Der Täter spielt förmlich mit der Polizei und der Leser rätselt mit, da das Motiv unwahrscheinlich erscheint. Spannende Wendungen, mutmaßliche Täter und interne Polizeimachtspielchen sorgen für zusätzliche Spannung.
Die Auflösung ist erschreckend, verstörend, aber doch logisch.
Ein tolles Buch. Und ich hoffe, der Autor schreibt schon am nächsten Buch.

Bewertung vom 23.05.2017
Hard Rules - Dein Verlangen
Jones, Lisa Renee

Hard Rules - Dein Verlangen


schlecht

Klappentext:
Shane Brandon ist der Einzige in seiner Familie mit einem moralischen Gewissen. Seit Jahren versinkt das Familienimperium in einem Sumpf aus Korruption, und Shane ist wild entschlossen, das zu ändern. Doch je härter er dafür kämpft, desto skrupelloser muss er selbst werden. Dann trifft er Emily – schlagfertig, scharfsinnig und unwiderstehlich sexy. Mehr und mehr geben die beiden sich ihrer Leidenschaft hin, brauchen einander, vertrauen einander. Doch darin liegt das Problem. Denn Emily hat ein Geheimnis – das, was sie überhaupt zu Brandon Enterprises führte. Und die Wahrheit wird sie beide zerstören…
Zudem ist eine Warnung enthalten:
„WARNUNG: Dieses Buch enthält einen schroffen, schmutzig redenden Alpha-Mann im maßgeschneiderten Anzug und eine willensstarke Frau, die ihn in die Knie zu zwingen droht.“
Diesen Hinweis kann man wörtlich nehmen, zumindest was Inhalt und Sprache des Buches betrifft.
Im Buch wird abwechselnd aus Shanes und Emilys Perspektive erzählt. Der Wechsel ist klar gekennzeichnet, so dass keine Missverständnisse auftreten.
Leider hat mich die Sprache des Buches keineswegs überzeugt. Am Anfang hatte ich große Probleme mit der derben und anzüglichen Sprache, obwohl ich diese Art von Literatur eigentlich mag. Aber hier ist alles zu plump. Im Laufes des Buches habe ich mich daran gewöhnt, aber schön ist anders.
Der zweite große Kritikpunkt betrifft das Ende des Buches. Ich lese gern Serien und Fortsetzungsromane, aber gefühlt mitten in der Handlung aufzuhören geht überhaupt nicht. Eine gewisse abgeschlossene Handlung gehört zum Ende eines Buches dazu.
Deshalb nur 1 Punkt und keine Leseempfehlung.

Bewertung vom 21.05.2017
June
Beverly-Whittemore, Miranda

June


ausgezeichnet

Nach „Bittersweet“ ist „June“ der neueste Roman von Autorin Miranda Beverly-Whittemore.
Die 25jährige Cassandra ist in die alte Villa „Two Oaks“ ihrer verstorbenen Großmutter June gezogen. Das Haus ist vernachlässigt, baufällig und lebt von seinen Träumen von einer einstmals glanzvollen Zeit. Cassie erlebt in ihren Träumen diese Erinnerungen des Hauses. Ein origineller Einstieg, der sich verrückt anhört, aber wunderbar zum Buch passt und sich durch die ganze Geschichte zieht.
Zwei Handlungsstränge führen durch die Handlung. Sie sind eindeutig durch die Jahresangabe gekennzeichnet und auch optisch sehr gut voneinander getrennt.
Im Jahr 1955 sorgt eine Filmcrew in St. Judes für Aufregung. Das ganze Städtchen ist in Bewegung, um eine der begehrten Komparsenrollen zu erhalten. Auch Lindie ist von den Ereignissen gegeistert. Ihre Freundin June dagegen, ist ganz auf ihre bevorstehende Hochzeit fokussiert. Lindie ist kein typisches Mädchen, eher ein kleiner Junge und himmelt June an. Auch ihre Hochzeit hält sie für einen Fehler und tut alles dafür, um sie zu verhindern. Doch die Ereignisse lassen sich nicht aufhalten.
Cassie erbt Two Oaks von ihrer Großmutter und vergräbt sich darin. Das ändert sich mit dem Besuch eines jungen Mannes und seinen Neuigkeiten. Langsam taucht Cassie wieder auf. Doch auch hier gibt es spannende Wendungen und Ereignisse, bis Lindie und Cassie Vergangenheit und Gegenwart zusammenführen.
Liebe Eifersucht, Intrigen, Hoffnungen, Träume und Wünsche all dies findet sich in diesem Roman. Gefesselt war ich von der unglaublichen Schreibweise. Da es sich um eine Übersetzung handelt, ein großes Lob an die Übersetzerin Anke Caroline Burger die Originalsprache und Stimmung des Buches auch in der deutschen Übersetzung wundervoll wiedergegeben hat. Oft vergisst man ja beim Lesen, wie wichtig dieser Job für die Umsetzung des Originals ist.
Ich habe bei diesem Buch alles um mich herum vergessen, der Schreibstil und die Geschichte lassen den Leser tief in die Geschehnisse eintauchen. Berührt hat mich vor allem auch das Ende. Und die Aussage, dass das Glück für jeden selber oft anders aussieht, als es die Umwelt meint.
Ein Buch, das man gelesen haben muss!

Bewertung vom 19.05.2017
Mittsommerleuchten
Hellberg, Åsa

Mittsommerleuchten


gut

Gloria, gefeierte schwedische Operndiva, soll mit ihren 53 Jahren die Hauptrolle in »Carmen« übernehmen. Aber der Gedanke an die Proben versetzt sie in Panik – denn in den beiden männlichen Hauptrollen sollen ausgerechnet zwei ihrer alten Liebhaber, Dominic und Sebastian, auftreten. Glorias Schwester Agnes dagegen führt eine stabile Beziehung. Aber irgendwann hält sie so viel Stabilität und Ereignislosigkeit nicht mehr aus, trennt sich von ihrem Mann und entdeckt ihre Gefühle neu. Eine schwere Krankheit bringt ihren Entschluss jedoch wieder ins Wanken. Gloria und Agnes befinden sich in einem Gefühlschaos und brauchen Zeit um sich neu zu entdecken und alten Lieben wieder zu vertrauen.
Cover und Titel haben für mich wenig Bezug zum Inhalt des Buches, passen allerdings zu den Vorgängerbüchern der Autorin.
Auch wenn der Roman schön geschrieben ist und eine entspannte Sommerlektüre bietet, war ich doch in meinen Erwartungen etwas enttäuscht. Die Charaktere waren für mich in ihren Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar und teilweise unrealistisch. Für den Laien interessant waren die Einblicke in das Opernleben, die sehr gut recherchiert waren.
Ein schönes leichtes Sommerbuch, allerdings nicht so gut wie "Sommerfreundinnen".

Bewertung vom 08.05.2017
Gefährlicher Lavendel / Leon Ritter Bd.3
Eyssen, Remy

Gefährlicher Lavendel / Leon Ritter Bd.3


sehr gut

Das Cover mit dem Lavendelfeld passt sehr gut zum Titel. Das Buch fügt sich damit optisch als auch vom Titel in die Reihe um Dr. Leon Ritter ein. Der deutsche Rechtsmediziner ist wieder mittendrin in einem Mordfall in den auch seine Lebensgefährtin die stellvertretende Polizeichefin involviert ist.
Die Schreibweise ist angenehm. Das Buch lässt sich gut lesen, ohne die vorherigen Bücher zu kennen, da es sich jeweils um angeschlossenen Fälle handelt. Auch die brutale Folter der Opfer ist nicht so blutrünstig dargestellt, so dass auch etwas zartbesaitetere Leser hier keine Pause machen müssen. Die Spannung wird ganz subtil von der ersten Seite an aufgebaut und auch gehalten. Viele Verdächtige, falsche Spuren machen Spaß der Handlung zu folgen. Für den Nicht-Frankreich-Kenner sind die vielen französischen Einstreuungen am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass der Überblick erhalten bleibt.
Ein sehr schöner Krimi. Sehr empfehlenswert.

Bewertung vom 07.04.2017
Die unbekannte Schwester / Carlotta Fiore Bd.3
Prammer, Theresa

Die unbekannte Schwester / Carlotta Fiore Bd.3


sehr gut

Lotta Fiore, Tochter einer bekannten aber bereits verstorbenen Opernsängerin, wird an ihrem ersten Arbeitstag im Kommissariat nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Sie hat keine Ausbildung, hat bereits versucht sich umzubringen und ihr Kollege wird auch noch ein beliebter Ermittler, der nach langer Zeit in den Dienst zurückkehrt.
Beide werden zu einem vermeintlichen Selbstmord geschickt. Doch Lotta erkennt schnell, dass hier etwas nicht stimmt und dass es einige Verbindungen zu ihrer Familie gibt.

Das Cover passt zum Ambiente der Oper, die spannende Seite des Buches wird weniger deutlich.
Der Titel verwirrt etwas. Die Schwester von Lotta ist zwar als Schwester der Öffentlichkeit nicht bekannt, für Lotta aber keine Unbekannte.

Die Handlungen von Lotta sind für mich nicht immer nachvollziehbar, was vermutlich dem Charakter und den Erfahrungen von ihr geschuldet ist.
Alles in allem ein spannender Krimi. Leider aber oft nicht real bzw. kann ich mir manches Handeln in der Realität nicht vorstellen.

ER macht aber Lust, auch die vorherigen Teile zu lesen, um vielleicht mehr zu verstehen.

Bewertung vom 12.03.2017
Ikigai
Miralles, Francesc; García (Kirai), Héctor

Ikigai


sehr gut

Das Cover ist in sich stimmig und macht einen beruhigenden Eindruck. Warum die Auswahl allerdings auf Fische (Koi´s ?) gefallen ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Die Fische begleiten den Leser auch in jedem einzelnen Kapitel.
die beiden Autoren beleuchten die Hintergründe, warum in einigen Regionen der Erde, die Menschen älter werden als der Durchschnitt. Insbesondere stützen sie sich dabei auf Studien zum Leben der Menschen auf Okinawa im "Dorf der Hundertjährigen" und sprachen mit Menschen vor Ort.
Sie erfuhren, dass es einige begünstigende Faktoren in der Lebensweise gibt. Aber besonders der eigene Antrieb oder aber auch der Sinn im Leben jedes Einzelnen hat einen wesentlichen Einfluss.
Einige Anregungen werde ich mitnehmen und hoffe, dass auch mir der Sinn meines Lebens noch klarer wird.
Ein empfehlenswertes Buch, nicht nur für Menschen auf der Suche nach sich selbst sondern auch für viele gestresste Zeitgenossen. Eine Anregung über sich selbst, seine Lebensweise und die eigenen Ziele nachzudenken.

Bewertung vom 23.01.2017
Gefährliche Empfehlungen / Xavier Kieffer Bd.5 (eBook, ePUB)
Hillenbrand, Tom

Gefährliche Empfehlungen / Xavier Kieffer Bd.5 (eBook, ePUB)


sehr gut

Bei der Präsentation eines Gastroführers wird ein Exemplar gestohlen. Dieser Jahrgang ist äußerst selten, da vor Kriegsausbruch gedruckt. Doch warum verschwinden auch alle anderen Exemplare dieses Bandes? Ein Bibliothekar wird ermordet und auch Kieffer wird verfolgt.
Welches Geheimnis verbirgt der Gastroführer? Wer ist hinter dem Buch her?
In einem zweiten Handlungsstrang von der Spionage in der Zeit des Krieges berichtet. Doch warum ist das Buch auch heute noch gefragt?
Viele Fragen tauchen auf, die Kieffer in gewohnter Art und Weise und immer in Verbindung mit einem leckerem Essen löst. Spannung und Genuss auf wundervolle Weise miteinander verbunden. Erst zum Schluss kommt Kieffer dem Geheimnis auf die Spur und damit auch in Lebensgefahr.
Ein tolles Buch mit Lokalkolorit.

Bewertung vom 09.01.2017
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest
Callaghan, Helen

DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest


gut

Inhalt/Klappentext
"Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.
Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?"

Mit Spannung hatte ich das Buch erwartet. Die Kritiken klangen gut und auch die LP fand ich interessant.
Im Fazit muss ich jedoch sagen, dass mich dieses Buch enttäuscht hat, ich hatte mehr erwartet.

Die Story ist spannend und bietet viel Stoff. Leider war die Umsetzung nicht überzeugend. Der Schreibstil konnte mit den interessanten Inhalten und Wendungen nicht mithalten. Sehr schade, denn immer neue Verwirrungen, Enthüllungen machen das Buch interessant. Leider kam die Freude am Lesen zu kurz.

Bewertung vom 02.12.2016
Leuchtturmtage (eBook, ePUB)
Deckner, Anni

Leuchtturmtage (eBook, ePUB)


sehr gut

Inhalt - Klappentext
Seit fünfzehn Jahren ist Stella glücklich mit Holger verheiratet. Aus der einstigen Schönheitskönigin ist eine zufriedene, rundliche Hausfrau geworden. Als Holger Stella kurz vor Weihnachten von einem Tag auf den anderen verlässt, fällt sie aus allen Wolken. Offenbar legt er doch mehr Wert auf Äußerlichkeiten, als sie wahrhaben wollte. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, macht sich Stella kurzentschlossen auf den Weg zu ihrem Bruder, der in Westerhever den alten Bauernhof der Familie betreibt. Auf der abenteuerlichen Fahrt über verschneite Straßen nimmt sie den Anhalter Hauke mit, und die beiden kommen sich näher. Im Norden angekommen packt Stella bei der Stallarbeit mit an und trifft so den charmanten Tierarzt Michael wieder, mit dem sie sich schon zur Schulzeit gut verstanden hatte. Doch dann taucht plötzlich Hauke wieder auf. Stellas Gefühlschaos ist perfekt und sie muss sich entscheiden – wen will sie bei ihrem Neuanfang an der Nordseeküste an ihrer Seite haben?
Meine Meinung:
Stella zieht nach der plötzlichen Trennung von Holger sofort aus und macht sich auf den Weg zu ihrem Bruder. Der Weg an die Nordsee ist dabei auch ein erster Schritt zu sich selbst für Stella. Diesen Weg geht Stella konsequent weiter, auch wenn er an manchen Stellen steinig und schwer ist. Ich finde das Thema sehr schön. Es zeigt, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist. Konsequent bzw. realitätsnah finde ich auch, dass Stella Einiges für ihr neues Leben tun muss und auch Hürden zu meistern sind.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Die Charaktere sind zumeist nachvollziehbar gezeichnet. Ein schönes unterhaltsames Buch für lange Winterabende.

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