Liber de pomo / Buch vom Apfel - Acampora-Michel, Elsbeth (Hrsg.)
19,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

Durch diese mit einer Einleitung und einem Kommentar versehene Übersetzung wird die wichtige pseudoaristotelische Schrift "De pomo" einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Der Text schildert die Szene vom Tod des Aristoteles und lehnt sich damit eindeutig an den platonischen Phaidon an: Der dem Tode nahe stehende Aristoteles schöpft durch das Einatmen des Geruches eines Apfels für kurze Zeit neue Lebenskraft, die ihn befähigt, seinen am Sterbebett versammelten Schülern die wesentlichen Inhalte seiner Philosophie als Vermächtnis weiterzugeben. Interessant ist "De pomo" einmal wegen der…mehr

Produktbeschreibung
Durch diese mit einer Einleitung und einem Kommentar versehene Übersetzung wird die wichtige pseudoaristotelische Schrift "De pomo" einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Der Text schildert die Szene vom Tod des Aristoteles und lehnt sich damit eindeutig an den platonischen Phaidon an: Der dem Tode nahe stehende Aristoteles schöpft durch das Einatmen des Geruches eines Apfels für kurze Zeit neue Lebenskraft, die ihn befähigt, seinen am Sterbebett versammelten Schülern die wesentlichen Inhalte seiner Philosophie als Vermächtnis weiterzugeben. Interessant ist "De pomo" einmal wegen der Themen, wie das Schicksal der Seele nach dem Tod, die Unsterblichkeit der Seele, die Ewigkeit der Welt und der Selbstmord. Dass Aristoteles dabei den Selbstmord ablehnt und auch selbst wie ein frommer Christ stirbt, war im Mittelalter zudem entscheidend für ein neues Bild des umstrittenen Philosophen. In der Einleitung wird das Umfeld und die Entstehung von "De pomo" dargestellt. Es wird dargeleg t, welchen entscheidenden Einfluss "De pomo", das im Mittelalter als Erbauungsbuch weit verbreitet war, auf das Bild von Aristoteles und auf die Rezeption seiner Schriften ausgeübt hat.
  • Produktdetails
  • Klostermann Texte Philosophie
  • Verlag: Klostermann
  • Seitenzahl: 180
  • Erscheinungstermin: Januar 2001
  • Deutsch, Latein
  • Abmessung: 204mm x 137mm x 17mm
  • Gewicht: 252g
  • ISBN-13: 9783465031055
  • ISBN-10: 3465031059
  • Artikelnr.: 09732841
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 24.12.2001

Hinweis

DER APFEL DER WEISEN. Aristoteles liegt auf dem Sterbebett. Seine Schüler besuchen ihn, um Abschied zu nehmen. Der Philosoph ergreift die letzte Gelegenheit zur Belehrung seiner Jünger. Damit die Kräfte nicht versagen, nimmt er einen Apfel zur Hand, dessen Wohlgeruch seine Lebensgeister noch einmal weckt. Aristoteles spricht von der Unsterblichkeit der Seele, vom Freitod und der Ewigkeit der Welt. Wehe der sündigen Seele, sagt er, die am Ende nicht in ihre Heimat aufsteigen kann, weil sinnliche Freuden sie am Aufstieg hindern. Nach diesen Worten zittert er, der Apfel fällt zu Boden und Aristoteles entschläft. Das "Buch vom Apfel" war im Mittelalter als Erbauungsbuch verbreitet und galt als Stütze einer christlichen Aristoteles-Deutung. 1255 am Stauferhof in Sizilien aus einer hebräischen Version ins Lateinische übersetzt, weisen seine Quellen in den arabisch-persischen Raum. Jetzt ist eine zweisprachige Ausgabe mit ausführlicher Einleitung, Kommentar und ergänzenden Texten erschienen. ("Liber de pomo. Buch vom Apfel". Hrsg. von Elsbeth Acampora-Michel. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2001. IX, 203S., br., 38,-DM).

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Dies vor dem 13. Jahrhundert im arabischen Raum entstandene pseudoaristotelische Buch ist eine Variante des platonischen Phaidon: eine Variante deshalb, weil nicht Sokrates, sondern Aristoteles hier stirbt und über das Sterben philosophiert. Der Apfel spielt eine wichtige Rolle: am Ende fällt er Aristoteles aus der Hand und "der fallende Apfel ist Metapher und Tod zugleich". Die kurze Kritik von "lx." annonciert das Buch im wesentlichen nur, der Rezensent weist noch auf die mediävistisch wie altphilologisch bewanderte Herausgeberin, Elsbeth Acampora-Michel, hin.

© Perlentaucher Medien GmbH