Epistemische Zeichenszenen - Lutz-Sterzenbach, Barbara
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Wie korrelieren Zeichnen und Erkenntnis? Welche Zeichenszenen sind denkbar und empirisch erfolgreich nachgewiesen, mit denen das Zeichnen als Medium des Entwerfens und Denkens wirksam wie reflektierbar wird? Mit dem Band "Epistemische Zeichenszenen" liegt erstmalig eine Studie vor, die Zeichnen explizit und ausführlich im Kontext der Analyse interdisziplinärer Bezugsfelder in kunstpädagogischer Perspektive diskutiert. Im facettenartigen Umkreisen und Kontrastieren interdisziplinärer Befunde zu den Dimensionen des Zeichnens figuriert sich ein netzartiges Gefüge, das zeichnerisches Handeln als…mehr

Produktbeschreibung
Wie korrelieren Zeichnen und Erkenntnis? Welche Zeichenszenen sind denkbar und empirisch erfolgreich nachgewiesen, mit denen das Zeichnen als Medium des Entwerfens und Denkens wirksam wie reflektierbar wird? Mit dem Band "Epistemische Zeichenszenen" liegt erstmalig eine Studie vor, die Zeichnen explizit und ausführlich im Kontext der Analyse interdisziplinärer Bezugsfelder in kunstpädagogischer Perspektive diskutiert. Im facettenartigen Umkreisen und Kontrastieren interdisziplinärer Befunde zu den Dimensionen des Zeichnens figuriert sich ein netzartiges Gefüge, das zeichnerisches Handeln als erkenntnisstiftendes und damit bildendes Handeln multiperspektivisch zu klären vermag. Diese Klärungen - zudem unter Einbeziehung von historischen kunsttheoretischen und kunstpädagogischen Quellen sowie zeitgenössischen Künstleraussagen zum Zeichenprozess und empirischen Erhebungen - dienen dazu, kunstdidaktisches Handeln zum Zeichnen in Verknüpfung von Theorie und Praxis weiter zu entwickeln und damit notwendig neue Perspektiven im kunstpädagogischen Diskurs zu geben.
  • Produktdetails
  • KREAplus Bd.5
  • Verlag: Kopaed
  • Seitenzahl: 457
  • Erscheinungstermin: Juli 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 172mm x 35mm
  • Gewicht: 960g
  • ISBN-13: 9783867364355
  • ISBN-10: 3867364354
  • Artikelnr.: 43455391
Inhaltsangabe
Vorwort
9 Danksagung
13 1 Einführung
15 1.1 Probleme und Problemgeschichte
18 1.2 Thesen
22 1.3 Forschungsfragen
25 1.4 Methodisches Herangehen
25 2 Das Problemfeld: Dimensionen von Zeichnen und Erkenntnis und ihre Korrelation
31 2.1 Was ist Erkenntnis und wie funktioniert Erkennen? Erkenntnistheoretische Befunde
31 2.1.1 Zum Begriff Erkenntnis im Kontext Zeichnen
31 2.1.2 Befragung von ausgewählten philosophischen (Platon) und neurowissenschaftlichen Erkenntnismodellen
36 2.1.3 Erkennen als Entwerfen. »Symptome des Ästhetischen« und ästhetische Erkenntnis
42 2.2 Was ist Zeichnen? Wie korrelieren Zeichnen und Erkenntnis?
48 2.2.1 Zeichentheoretische Grundlagen und der Begriff der »operativen Bildlichkeit«
48 2.2.2 Die Linie als Wesensmerkmal
Definitionen des Zeichnens
52 2.2.3 Zeichnen und Zeigen
55 2.2.3.1 Zum Begriff der »Deixis«
56 2.2.3.2 Zur Zeigegeste
58 2.2.4 Generierung von Bedeutungen. Zu den Aspekten des Offenen und Vagen im Zeichnen
61 2.2.4.1 Die Unmittelbarkeit zeichnerischen Handelns
63 2.2.4.2 Das Anfängliche und »das Zusätzliche der Tat«
64 2.2.4.3 Das Skizzenhafte
kunsttheoretische Befunde
66 2.2.4.4 Das Skizzenhafte
wahrnehmungspsychologische Befunde
68 2.2.5 Die Anwesenheit des Abwesenden
71 2.2.6 »Spur« und »Gespür«
Zum Lesen von Welt und Erkennen von Welt in Zeichnungen
73 2.3 Auge, Hand und Bewusstsein
körperlich
leibliche Dimensionen des Zeichenprozesses als Erkenntnisprozess
75 2.3.1 Einführung und Begründung
75 2.3.2 Aller Anfang von Erkenntnis ist Sehen? Das Auge im Zeichenprozess
76 2.3.3 Wahrnehmen und Erkennen auf der Folie von Kognition und Emotion (Fokus: Neurowissenschaftliche Befunde)
88 2.3.3.1 Sehen als Konstruktion und Interpretation von Wirklichkeit
89 2.3.2.2 Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur visuellen Wahrnehmung, zu Repräsentationen und zum Bewusstsein
93 2.3.3.3 Wahrnehmen und Handeln
100 2.3.4 »Intelligenz braucht Finger«
Die Hand im Zeichenprozess
104 2.3.4.1 Die Bedeutung der Hand im Wissenserwerb
104 2.3.4.2 Zur Händigkeit des Zeichnens
107 2.3.5 Zur Erkenntnisfunktion der Hand (Fokus: Neurowissenschaftliche Befunde)
116 2.3.5.1 Die Hand als Erkenntnisorgan
116 2.3.5.2 Hand, Tastsinn und die »Erfindung der Form«
125 2.3.5.3 Motorische Intelligenz
130 2.3.6 Zeichenmaterial, Zeicheninstrumente und die verschiedenen Weisen des Wissens
140 2.3.7 »Zeichenszenen«
Begriff und Bedeutung
153 3 Problemgeschichte: Zeichnen als Erkenntnisprozess in der historischen Theorie und Praxis
159 3.1 Kunsttheoretische Konzeptionen und ihre Rezeption
159 3.1.1 Disegno
Künstlertheorie und Doppelfigur künstlerischer wie wissenschaftlicher Erkenntnis
159 3.1.1.1 Der Disegno
Begriff und Bedeutung
160 3.1.1.2 »Künstlerauge« und »Schöpferhand«: Ganzheitliche Erkenntnisoption in der Renaissance
163 3.1.1.3 Aspekte von Dekonstruktion der Disegno
Konzeption
168 3.1.1.4 Zum Nachwirken des Disegno
Diskurses
171 3.1.1.5 Schlüsse und Perspektiven
174 3.1.2 Künstlerisches Handeln als Erkenntnis
Auge und Hand in der Kunsttheorie Konrad Fiedlers
176 3.1.2.1 Der Ursprung der künstlerischen Tätigkeit (1887)
176 3.1.2.2 Fiedlers Theorie des Sehens
182 3.1.2.3 Die »Verlebendigung des Bewusstseins«
zur Bedeutung der Hand in der künstlerischen Tätigkeit bei Konrad Fiedler
184 3.1.2.4 Zur Rezeptionsgeschichte der Kunst
und Erkenntnisphilosophie Fiedlers
188 3.1.2.5 Zur kunstpädagogischen Relevanz Fiedlers Schrift »Der Ursprung der künstlerischen Tätigkeit«
191 3.2 Historische kunstpädagogische Konzeptionen zu Zeichnen als Erkenntnis
196 3.2.1 Zur kunstpädagogischen Historie der Zeichenvermittlung im Fokus von Erkenntnisprozessen bis zur Kunsterziehungsbewegung
196 3.2.2 Reformdiskurs zu Beginn des 20. Jahrhunderts
200 3.2.2.1 Reformtendenzen in der Kunsterziehungsbewegung
201 3.2.2.2 Der Diskurs um das Zeichnen im Kontext von Erkenntnisprozessen im Spiegel der Zeitschrift »Kunst und Jugend«
205 3.2.3 Exkurs: »Punkt und Linie zu Fläche«
Kandinskys kunstpädagogische Künstlertheorie mit Erkenntnisfunktion
213 4 Stand der kunstpädagogischen Forschung zum Zeichnen als Erkenntnisprozess
219 4.1 Erkennendes Sehen
Die Betonung des Auges im Zeichnen
221 4.2 Imaginieren
Die Betonung der Imagination im Zeichenprozess und Hinweise zur didaktischen Realisation
228 4.3 Multisensuelle Fundierung
das Forschungsprojekt »raviko«
233 5 Erkenntnisstiftende Zeichenszenen in Kunst und Wissenschaft
237 5.1 Die Doppelfigur der sinnlichen und praktischen Erkenntnis in Zeichenszenen der Renaissance
237 5.1.1 Leonardo da Vincis Wissensquelle: Sinnliche Erfahrung in Korrelation mit Zeichnen
238 5.1.2 Sinnliche Anschauung und rationalisierte Wahrnehmung
244 5.2 Zeichnend denken heute: William Kentridge
253 5.3 Zwischenfazit I: Manifestationen der Zeichnung und ihre Spezifika im Kontext von Denken und Erkennen
261 5.4 Welche Rolle spielt das Zeichnen im naturwissenschaftlichen Forschungs
und Erkenntnisprozess?
269 5.4.1 Zur »empirischen Struktur« in der Wissenschaft
272 5.4.2 Exemplarische Zeichenszenen in der biologischen, astronomischen und mathematischen Forschung: Charles Darwin, Lord Rosse, Carl Friedrich Gauß
274 5.4.3 Zwischenfazit II: Aspekte des Erkenntnispotenzials des Zeichnens in naturwissenschaftlicher Forschung
286 6 Erkenntnisstiftende Zeichenszenen in Schule und Hochschule
289 6.1. Didaktische Überlegungen
289 6.2 Fokus: Erkenntnis durch mimetische Aneignung von Welt im zeichnerischen Nachvollzug
298 6.2.1 Zeichnende Annäherungen an ein Vogelmodell
302 6.2.2 Zeichnendes Forschen mit Binokular im Biologiesaal
309 6.3 Fokus: Reflexion in seriellen Zeichenprozessen
314 6.3.1 Arbeiten in Serie I: Erster Mensch
Zeichenprozesse als Denkprozesse in Serien
315 6.3.2 Arbeiten in Serie II: Ein Motiv, verschiedene Methoden des Zeichnens und die Reflexion der Zeichenprozesse
319 6.4 Fokus: Beobachtung und sprachliche Notation von Zeichenprozessen als epistemische Handlung
Reflexion der Zeichenprozesse
329 6.5 Fokus: Reflexion von Wahrnehmungs
und Handlungsautomatismen
333 6.6 Fokus: Vergleichende Reflexion verschiedener Wahrnehmungsmodi
Sehen und Tasten
337 6.6.1 Zur vergleichenden zeichnerischen Untersuchung eines ertasteten und eines visuell beobachteten Selbstporträts
346 7 Erkenntnisstiftende Zeichenszenen
Empirische Untersuchungen (Hochschule)
349 7.1 »Man beginnt, mit dem Strich zu denken.«
Analytischer Vergleich methodischer Annäherungen
349 7.1.1 Das empirische Material, Erhebung, didaktische Überlegungen
349 7.1.2 Zeichnungen und Reflexion zum vergleichenden Zeichenprozess »visuell
haptisch«
353 7.1.2.1 Student S., 4. Semester
356 7.1.2.2 Studentin K., 6. Semester
357 7.1.2.3 Student v. S., 3. Semester
363 7.1.2.4 Studentin R., 8. Semester
365 7.1.3 Vergleich der visuellen und haptischen Zeichenprozesse: Zusammenfassung der Befunde
367 7.2 Auswertung eines qualitativen Interviews zum Vergleich und der Bewertung verschiedener Zeichenprozesse
371 7.2.1 Setting, Leitfragen, Notizen zur Probandin
371 7.2.2 Darstellung und Auswertung des Interviews mit der Studentin E.
375 7.3 Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisaspekte
381 8 Fazit und Ausblick
385 Literatur
393 Anhang
421