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' Reporter is just wonderful. Truly a great life, and what shines out of the book, amid the low cunning and tireless legwork, is Hersh's warmth and humanity. Essential reading for every journalist and aspiring journalist the world over' John le Carré
In the early 1950s, teenage Seymour Hersh was finishing high school and university - while running the family's struggling dry cleaning store in a Southside Chicago ghetto. Today, he is one of America's premier investigative journalists, whose fearless reporting has earned him fame, front-page bylines in virtually every newspaper in the…mehr

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Produktbeschreibung
'Reporter is just wonderful. Truly a great life, and what shines out of the book, amid the low cunning and tireless legwork, is Hersh's warmth and humanity. Essential reading for every journalist and aspiring journalist the world over' John le Carré

In the early 1950s, teenage Seymour Hersh was finishing high school and university - while running the family's struggling dry cleaning store in a Southside Chicago ghetto. Today, he is one of America's premier investigative journalists, whose fearless reporting has earned him fame, front-page bylines in virtually every newspaper in the world, a staggering collection of awards, and no small amount of controversy.

Reporter is the story of how he did it. It is a story of slog, ingenuity and defiance, following Hersh from his first job as a crime reporter for the Chicago City News Bureau, through his Pulitzer Prize-winning freelance investigative exposes, to the heights of his reporting for The New York Times and the New Yorker. It is a tale of night-time encounters with great Civil Rights leaders, unauthorised meetings with Pentagon officials, raucous dinners with Canadian soldiers in Hanoi, tense phone calls with Secretaries of State, desperate to save face; of exposing myriad military and political wrongdoing, from My Lai to Watergate to Abu Ghraib, and the cynical cover-ups that followed in Washington and New York. Here too are unforgettable encounters with some of the most formidable figures from recent decades, from Saul Bellow to Martin Luther King Jr., from Henry Kissinger to Bashar al-Assad.

Ultimately, in unfurling Seymour Hersh's life and career, Reporter tells a story of twentieth-century America, in all its excitement and darkness.


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  • Produktdetails
  • Verlag: Penguin Books Ltd
  • Seitenzahl: 416
  • Erscheinungstermin: 05.06.2018
  • Englisch
  • ISBN-13: 9780141989105
  • Artikelnr.: 52486576
Autorenporträt
Seymour M. Hersh has been a staff writer for The New Yorker and The New York Times. He established himself at the forefront of investigative journalism in 1970 when he was awarded a Pulitzer Prize for his exposé of the massacre in My Lai, Vietnam. Since then he has received the George Polk Award five times, the National Magazine Award for Public Interest twice, the Los Angeles Times Book Prize, the National Book Critics Circle Award, the George Orwell Award, and dozens of other awards.
Rezensionen
Besprechung von 24.06.2018
Der Mann, der zu viel weiß
Der große investigative Reporter Seymour M. Hersh hat seine Memoiren geschrieben.

Von Jarett Kobek

Die meisten Geschichten sind nicht verborgen, sondern einfach vergessen. Nehmen wir die amerikanische Außenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg. Selbst der größte Ignorant hat etwas von Vietnam und den Vergehen der CIA begriffen, aber kaum jemand erinnert sich daran, dass in den Jahren nach Watergate in Amerika eine öffentliche Debatte über die Gesetzmäßigkeit dieser Taten geführt wurde, einschließlich einer Anhörung vor dem Kongress und Versuchen zur Kontrolle.

In den achtziger Jahren war die Debatte vorbei. Die falsche Seite hatte gesiegt. Die Früchte dieses Sieges zeigten sich nach 9/11. Die Rechtswidrigkeiten der Iran-Contra-Affäre von Präsident Reagan wurden legalisiert und zur Standardmethode. Das Einsatzzeichen für ein halbes Jahrzehnt Folter und für 17 Jahre, in denen Muslime zu blutiger Masse zerbombt wurden. Die krude Seltsamkeit eines Donald Trump ist keine Anomalie. Sie ist das logische Resultat einer Kriegergesellschaft, die auf allen Ebenen die Annahme verinnerlicht hat, Macht schaffe Recht.

Es gab jedoch einen, wenn auch nur kurzen Moment, in dem diese Annahme in Frage stand. Ein Antreiber in dieser Debatte war der investigative Reporter Seymour M. Hersh. 1969 katapultierte er sich ins internationale Bewusstsein durch seine Reportage über das Massaker von My Lai, bei dem mehrere hundert vietnamesische Bauern von Mitgliedern der US-Army ermordet wurden. Es folgten Artikel zu Watergate, zur Einmischung der Vereinigten Staaten in Chile und über die CIA.

Hersh hat jetzt eine Autobiographie veröffentlicht, "Reporter: A Memoir", und diese goldenen Zeiten bilden den Löwenanteil des Textes. Man begreift, warum: Es ist die Ära, die in der ersten Zeile der Nachrufe auf ihn auftauchen wird, und es ist auch eine Zeit des überraschenden Konsenses. In einem einmaligen Wohlstandsboom glaubte jeder außer den Maoisten in Berkeley, dass Amerika vor allem gut sei. Abweichungen waren nicht die Norm, sondern Irrtümer, die sich korrigieren ließen.

"Reporter" liest sich wie der zweite Entwurf zu einer geheimen Geschichte der Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert, geschrieben von dem Mann, der auch den ersten Entwurf verfasst hat. Alles, was vergessen wurde, kommt wieder ans Licht und wird erneut betrachtet. Für mich ist es das beste Buch des Jahres, aber auch das deprimierendste, weil es klarmacht, wie viel sich verändert hat. Auf den ersten Seiten erzählt Hersh von seinem Heranwachsen, das klassisches zwanzigstes Jahrhundert ist. Als Amerikaner der zweiten Generation wuchs er in Chicago als Sohn jüdischer Immigranten auf. In seinen frühen Jahren arbeitete er in der Wäscherei des Vaters. Aufgrund seiner Fähigkeiten und der Güte von Fremden landete er an der Universität von Chicago.

Hershs persönliche Geschichte erscheint heute unmöglich. Wie sollte ein Kind aus der unteren Mittelklasse heute, im Jahr 2018, das College verlassen ohne einen Berg Schulden mit hohen Zinsen? Würde jemand dann in den schlecht bezahlten, kollabierenden Journalismus gehen? Es ist keine Überraschung, dass Amerikas Kreuzritter der Stunde Ronan Farrow ist, Anwärter auf ein Erbe und Sohn prominenter Eltern.

Ein paar Jahre nach dem College-Abschluss begann Hersh seine Arbeit als reisender Reporter. My Lai war sein Durchbruch. Als er das Massaker und die anschließenden Vertuschungsversuche aufdeckte, tat er das als freier Reporter, eine euphemistische Formulierung dafür, dass er arbeitslos war. Nachdem die Story in der Redakteurswelt auf Desinteresse gestoßen war, veröffentlichte er sie selbst durch ein Nachrichtensyndikat, das ein 23-Jähriger namens Daniel Obst betrieb. Dieser brachte das Wunder fertig, die Story an mehr als fünfzig Zeitungen zu verkaufen, zu denen die "New York Times" nicht gehörte, bis heute das Allerheiligste des amerikanischen Journalismus. Die "Washington Post" brachte die Geschichte in umgeschriebener und verwässerter Form.

Um es noch mal zu wiederholen: Hersh enthüllte die bis heute wichtigste Geschichte über den Vietnamkrieg, in der sich der moralische Bankrott Amerikas in diesem indochinesischen Unglück kristallisierte, und niemand wollte sie publizieren, bis ein kaum Erwachsener die rechtliche Verantwortung für den Inhalt übernahm.

In der Folge gewann Hersh den Pulitzerpreis und wurde zu einem der angesehensten Reporter Amerikas. Er wurde von der "New York Times" verpflichtet. "Reporter" macht deutlich, dass Hershs Zeit dort eine zänkische Affäre war, geprägt vom Streit mit dem Redakteur Abe Rosenthal. Rückblickend erscheint das unausweichlich. Hershs Eintritt in die oberen Ränge des Journalismus hatte sich brachial vollzogen - ein deutlicher Kontrast zu Höflichkeit und sozialem Aufstieg, wie er bei der vierten Gewalt vorherrscht. Im Morgengrauen der Reagan-Ära beendeten Hersh und die "Times" ihre Beziehung. Er fand sich dort wieder, wo er angefangen hatte, als unabhängiger investigativer Journalist. Diverse Bücher folgten, darunter auch eines über Henry Kissinger. In den späten neunziger Jahren veröffentlichte er ein Buch über Kennedys Präsidentschaft, sein Bestseller - und fiel in der Welt des Journalismus in Ungnade. In frühen Entwürfen hatte Hersh sich auf Dokumente gestützt, die sich als Fälschungen erwiesen. In "Reporter" belegt Hersh, dass er es war, der die Fälschungen offenlegte. Nichts von diesem Material landete im Buch. Was publiziert wurde, enthielt zu viel Sex (ein Problem von Kennedys Präsidentschaft selbst) und viele Enthüllungen über die Rolle der Kennedy-Brüder bei geplanten Attentaten der CIA. Die gefälschten Dokumente und der Sex überschatteten die Enthüllungen zur CIA, und mit Hershs Namen verbanden sich Gerüchte über seine Beschaffung von Informationen. Er hatte einen Gott angespuckt. In einer normalen Karriere wäre das der Anfang vom Ende gewesen: der angeschlagene Journalist, von seiner Übertretung zur Einsicht gebracht, zieht sich auf die Rolle der grauen Eminenz zurück.

Dann kam 9/11. Das definitive Ende des Kalten Krieges fiel zusammen mit dem Zeitpunkt, als der Präsident dominiert wurde von Beratern, die Geopolitik nur durch das Prisma des Kalten Krieges begriffen. Cheney und Rumsfeld hatten unter Nixon und Ford gedient und die schlechtesten Ideen dieser dunklen Ära in sich aufgesogen. Das waren die Leute, die über My Lai gelesen hatten und weiter überzeugt blieben von der Pax Americana. Die Welt wurde in die Neuauflage der Dummheiten früherer Jahrzehnte gedrängt.

Und dann kam Hersh, der für den "New Yorker" schrieb und über dieselben Personen aus dem goldenen Zeitalter berichtete. Sein größter Coup und zugleich die zweite Zeile in künftigen Nachrufen war 2004 die Enthüllung des skandalösen Missbrauchs von Gefangenen in Abu Ghraib. Es war die alte Geschichte: Der investigative Reporter rieb Amerika dessen eigenes Erbrochenes ins Gesicht und zwang es, in den Spiegel zu blicken. Hersh berichtete über die systematischen Anstrengungen der Militärnachrichtendienste unter Rumsfeld, Zielpersonen mit angeblichem Informationswert zu foltern. Was ins nationale Bewusstsein drang, waren Fotos einer klein gewachsenen Frau, die einen Mann an einer Leine hinter sich herzieht. Die kollektive Schande fiel auf die kleinen Leute. Die Wahrheit verschwand, die Bildersprache war alles. Während der ganzen Amtszeit von Bush II schrieb Hersh für den "New Yorker" und veröffentlichte gelegentlich Geschichten, die Bestürzung hervorriefen. Diese Periode kommt in "Reporter" unglücklich kurz weg. Hersh konzentriert sich vor allem darauf, von der Tötung Bin Ladins in Pakistan zu berichten.

Hier ist ein Intelligenztest: Glauben Sie, dass die Vereinigten Staaten in das Hoheitsgebiet eines atomar bewaffneten militärischen Partners eindrangen, ohne dass dieser Partner zuvor davon gewusst hat, dass sie unentdeckt blieben, einen Hubschrauber verloren, einen Mann umbrachten, der im Schatten der Militärakademie des Landes lebte, seinen Leichnam aus dem Hoheitsgebiet entfernten und sich dann mit den Konsequenzen befassten? Hersh glaubte das nicht. Er spürte einer anderen Version der Geschichte nach, weil er das richtige Gefühl hatte, dass die Medien zugelassen hatten, dass Präsident Obama und das Pentagon das Narrativ gestalteten. Doch die Zeiten hatten sich wieder gewandelt. Bush II war nicht mehr im Amt, und der Redakteur des "New Yorkers" hatte eine Hagiographie des neuen Präsidenten verfasst. Hershs Version landete schließlich in der "London Review of Books".

Was zum dritten tragenden Pfeiler seiner Karriere werden sollte, eröffnete stattdessen eine weitere Ära relativ schlechten Leumunds. Hershs Artikel erscheinen nicht mehr in amerikanischen Mainstream-Medien, Stegreifäußerungen von ihm zirkulieren im Internet, als wären sie das geschriebene Evangelium, und was er veröffentlicht, wird einer genauen Prüfung unterzogen, die hinterhältig ist in ihrer Lesart der Absichten und in der Forderung nach einer totalen Wahrhaftigkeit, die man von keinem anderen Journalisten in Amerika erwartet.

Ich habe mit Hersh telefoniert und eine Theorie entwickelt, was zu seinen Phasen der Ungnade geführt hat. Wenn seine Techniken auf die republikanische Regierung angewendet werden, ist alles wunderbar, doch wenn er über demokratische Präsidenten schreibt, wird er unmodern. "Sie treffen da einen Nerv, Sie haben es begriffen", sagte er, "Sie haben die Botschaft kapiert. Warum bin ich plötzlich so verdächtig? Ich schreibe nicht schlechter als früher. Und ohne anonyme Quellen kommt keiner aus. Und ich hatte genügend anonyme Quellen, damit die ,New York Times' ein Stück auf der ersten Seite brachte, das die CIA vernichtete und die Art und Weise, wie die Welt funktioniert, änderte - ohne mich auch nur nach einer Quelle zu fragen. Sie sind der Erste, der das aufgreift."

Das ist die Stammesdynamik, die sich durch Amerikas liberale Intelligenz in der Trump-Ära zieht, weil sie die Geheimdienste umarmt: der plötzliche Glaube, dass ausgedehnte Werkzeuge der Hegemonie jenseits der Kritik sind, wenn sie von einem demokratischen Präsidenten geleitet werden oder wenn sie in Opposition zu einem republikanischen stehen. Es ist, als hätten alle ihre fünf Jahre als bekennende WikiLeaks- und Snowden-Fans vergessen. Der ehemalige FBI-Chef James Comey ist das neue Sexsymbol auf Twitter. Die Debatte ist vorbei. Die falsche Seite hat gesiegt. Der sogenannte linke Flügel der Kriegernation kann das Recht der Macht nicht in Frage stellen.

Aus dem Englischen von Peter Körte.

Seymour M. Hersh: "Reporter: A Memoir". Knopf, 368 Seiten, ca. 17 Euro

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