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Marcus Tullius Cicero ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der späten römischen Republik. Dem Ritterstand angehörend, gelang ihm der Aufstieg in die senatorische Laufbahn mit dem Konsulat als krönendem Abschluss. Als typischer >homo novus der altrömischen Tugenden - und geriet gerade deswegen in den Strudel der untergehenden republikanischen Ordnung. Den römischen Staat sah er gefährdet durch sozialrevolutionäre Politiker wie Catilina - und wurde damit automatisch zum Gegenspieler Caesars. Als dieser ermordet wurde, jubelte er - und…mehr

Produktbeschreibung
Marcus Tullius Cicero ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der späten römischen Republik. Dem Ritterstand angehörend, gelang ihm der Aufstieg in die senatorische Laufbahn mit dem Konsulat als krönendem Abschluss. Als typischer >homo novus< verkörperte er wie kaum ein anderer die Ideale der altrömischen Tugenden - und geriet gerade deswegen in den Strudel der untergehenden republikanischen Ordnung. Den römischen Staat sah er gefährdet durch sozialrevolutionäre Politiker wie Catilina - und wurde damit automatisch zum Gegenspieler Caesars. Als dieser ermordet wurde, jubelte er - und ahnte zu spät, dass er wieder auf der falschen Seite stand: Im Bürgerkrieg gegen die Caesarmörder wurde er eines der ersten Opfer der Proskriptionen. Die tragische Verwicklung Ciceros in die historischen Auseinandersetzungen seiner Zeit steht im Mittelpunkt der neuen Biographie von Klaus Bringmann. Dabei geht er auch auf das umfangreiche literarische Werk ein, das die politischen Ideen, aber auch die privaten Eindrücke und Gedanken Ciceros widerspiegelt.

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  • Produktdetails
  • Verlag: wbg Philipp von Zabern
  • Seitenzahl: 336
  • Erscheinungstermin: 01.02.2015
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783805348461
  • Artikelnr.: 42311362
Autorenporträt
Klaus Bringmann lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt a. M. Er war "Visiting Member" am Institute for Advanced Study in Princeton und ist Mitglied des DAI. Forschungsschwerpunkte: Die Geschichte der römischen Republik und des Hellenismus sowie die Geschichte der Juden in hellenistischer und römischer Zeit.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 15.04.2010

Ein Leben im Schlamm des Romulus
Rhetorische Meisterschaft war sein Machtmittel: Klaus Bringmann gewinnt Cicero neue Seiten ab

Cicero hat zuletzt einem Magazin für neue Bürgerlichkeit den Namen gegeben, einer Romantrilogie von Robert Harris den Helden und der prallen TV-Serie "Rome" eine unsympathische Nebenfigur. Zeit also, ihn wieder für die historische Wissenschaft zu reklamieren.

Klaus Bringmann hat das getan, gediegen und überaus kenntnisreich, wie man das von dem Frankfurter Emeritus und Autor mehrerer Bücher zum langen Jahrhundert zwischen Tiberius Gracchus und Augustus erwarten konnte. Aus dem ruhigen Fluss der Schilderung blitzen gelegentlich aufschlussreiche Details auf. Als Cicero von Arpinum aufbrach, um in Rom Karriere zu machen, tat er dies gleichsam nachholend; sein offenbar ambitionierter Onkel Lucius war indes gestorben, ohne eine Spur im Verzeichnis der Amtsträger hinterlassen zu können.

In seinem Konsulat war Cicero überlastet und litt an Schlaflosigkeit. Hier und da folgt Bringmann vielleicht zu sehr der Egozentrik des Hauptakteurs. So hatte Clodius gewiss auch gute politische Gründe, Feind des Konsuls von 63 zu sein, und der Rückruf aus dem Exil war für die Gegner von Caesar und Clodius eher eine Machtprobe mit diesen als ein Freundschaftsdienst am wenig geschätzten Cicero. Am Ende kann sich auch der um Verstehen bemühte Autor eines zwiespältigen Eindrucks nicht erwehren, zumal sein "Held" sich im Kampf gegen Antonius genau der Mittel zur Rettung der res publica bediente, die sie zuvor schon erodiert hatten: der Zuteilung außerordentlicher Kommandos, des Rechtsbruchs und des Bürgerkriegs.

Durch die vergleichsweise gute Überlieferung hat Bringmann viel damit zu tun, die Akte auf der Bühne zu schildern. Zu erklären, wie die Akteure dachten, sprachen und handelten, um all das auch verständlich zu machen, hätte den Umfang wohl leicht auf das Doppelte anschwellen lassen. Hin und wieder suggerieren Ausdrücke älterer oder aktueller Zeitgenossenschaft Nähe, wo vielleicht keine ist: Machtergreifung, Ermächtigungsgesetz, Prekariat, Schlüsselqualifikation.

Doch das Buch hält unter der Oberfläche der Ereignisse und der Reflexionen der immer wieder ausgiebig zitierten Titelgestalt auch eine Pointe bereit. Bringmann sieht, den Regeln der Reihe folgend, ganz ab von der langen Rezeption Ciceros, der seit dem Renaissancehumanismus als einer der geistigen Väter Europas galt, sofern sich dieses als Ort und Produkt des Wortes verstand. Dabei ergibt sich eine Hauptfrage der Biographie Ciceros nicht aus der Lebensgeschichte allein, sondern aus zwei einander scheinbar entgegengesetzten Eindrücken.

Cicero sei, so ist im "Kleinen Pauly" zu lesen, "der unbestrittene Meister der lateinischen Rede von säkularer stilprägender Kraft, als Politiker (aber als Antipode eines Caesar!) gescheitert, als Philosoph zu gering eingeschätzt von den Systematikern". Bringmann, als Altphilologe und Historiker seit mehr als vierzig Jahren mit dem homo novus aus Arpinum befasst, will diese bequeme Trennung zwischen dem Politiker und dem Geistesmenschen nicht mitmachen. Weit mehr als seine Standesgenossen hatte Cicero, vertraut mit der griechischen Bildung seiner Zeit, das Bedürfnis nach gedanklicher Klärung der öffentlichen Rolle, die zu spielen sein höchstes Ziel war. Er neigte jedoch dazu, sein Idealbild dieser Rolle und des politischen Betriebs in Rom überhaupt für die Wirklichkeit zu nehmen oder umgekehrt diese nach Maßgabe der Nähe oder Ferne zum Ideal zu beurteilen - was die Hellsicht, man lebe nicht in Platons Idealstaat, sondern im Schlamm des Romulus, keineswegs ausschloss.

Gewiss verschaffte die literarische Produktivität Cicero in Phasen erzwungener politischer Untätigkeit einen Ausgleich, und sie sollte ihm, der abgesehen von seiner rhetorischen Meisterschaft über keine der damals gängigen Machtressourcen verfügte, einen Rang sichern, den ihm niemand streitig machen konnte. Auch boten die griechischen Vorbilder etwa in der Lehre von der Mischverfassung oder der planvoll-umfassenden Gesetzgebung Modelle, mit denen sich die disparate und widersprüchliche Wirklichkeit der gewucherten Verfassung Roms scheinbar ordnen ließ.

Bringmann deutet aber zumindest an, wie umgekehrt diese Modelle Cicero zu der irregeleiteten Vorstellung führten, die römische Wirklichkeit müsse sich - auch ohne gewaltsame Eingriffe wie den des verhassten Sulla - ähnlich konsistent darstellen und gestalten lassen: die gute alte Zeit, die formierte Gesellschaft der Gutgesinnten, eine Gesetzgebung aus einem Guss, Einbindung der militärischen Macht, die Gestalt des allgemein anerkannten rector.

Anders gewendet: Blieb der im Alltagsgeschäft so versierte Cicero nicht nur durch sein Aufsteigertum und seine - meist unfreiwilligen - taktischen Volten oft Außenseiter in der politischen Klasse, sondern auch durch seine intellektuelle Kohärenzfixierung? An der alten Rede von Cicero als Vorbereiter des Prinzipats ist ja etwas dran: Zwar dachte der prinzipielle Caesar-Gegner dabei gewiss nicht an eine Monarchie als Regierungsform in Rom, aber seine Vorstellungen von einer konsistenten Regierung durch den Senat und die "Guten" mussten so lange Illusion bleiben, bis einer diese mit Nachdruck anweisen konnte, was sie zu tun und was sie zu unterlassen hatten. Wer wissen möchte, wie das im Detail geschah: Bringmann hat vor drei Jahren in der gleichen Reihe einen "Augustus" vorgelegt.

UWE WALTER

Klaus Bringmann: "Cicero". Primus Verlag, Darmstadt 2010. 336 S., Abb., geb., 29,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Althistoriker Uwe Walter rezensiert Klaus Bringmanns Cicero-Biografie und entdeckt darin eine im ruhigen Erzählfluss daherkommende, sachkundige Darstellung mit manch erhellendem Detail. Mitunter orientiert sich der emeritierte Altphilologe und Historiker vielleicht ein wenig zu sehr an Ciceros "Egozentrik" und interpretiert so politische Prozesse manchmal zu einseitig auf der persönlichen Ebene, meint der Rezensent. Auch findet er, dass Bringmann in seiner Wahl von Vokabeln wie "Machtergreifung", "Prekariat" oder "Schlüsselqualifikation" eine Nähe zur jüngeren Geschichte suggeriert, die nicht ganz angemessen ist. Dafür aber überrascht der Autor mit einer "Pointe", freut sich Walter. Bringmann weiche nämlich von der gängigen Charakterisierung Ciceros als brillantem Redner, gescheitertem Politiker und unterschätztem Philosoph ab, indem er eine derart strikte Trennung von "Politiker und Geistesmenschen" ablehnt. In den Augen des Autors erscheint der römische Konsul als gänzlich von seinen Vorstellungen eines idealen Staates und seiner Rolle darin geprägt und wird mit seiner "Kohärenzfixierung" von Ideal und Wirklichkeit zum Außenseiter, so der Rezensent interessiert.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Gediegen und kenntnisreich" FAZ
"Eine wirklich hervorragende neue Biographie über Cicero." Bulletin des Schweizerischen Altphilologenverbandes
"Bringmanns Biographie bietet über die Person Ciceros hinaus eine tiefschürfende, an Präzision kaum zu überbietende Analyse des politischen Niedergangs der römischen Republik und der diesen Niedergang begleitenden geistigen Strömungen, denen Cicero Ausdruck verliehen hat." Das Historisch-Politische Buch
" Cicero hat zuletzt einem Magazin für neue Bürgerlichkeut den Namen gegeben, einer Romantriologie von Robert Harris den Helden und der prallen TV-Serie 'Rome' eine unsympathische Nebenfigur. Zeit also, ihn wieder für die historische Wissenschaft zu reklamieren. Klaus Bringmann hat das getan, gediegen und überaus kenntnisreich, wie man das von dem Frankfurter Emeritus und Autor mehrerer Bücher zum langen Jahrhundert zwischen Tiberius Gracchus und Augustus erwarten konnte." Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Auf der Grundlage einer feinsinnigen Quellenauswahl schafft Bringmann in jedem Kapitel Vignetten einer kompetetiven politischen Kultur, die auch beim Fachmann für Lesevergnügen sorgen."
"Insgesamt gesehen ist es der große Verdienst von Bringmann, Cicero überwiegend selbst sprechen zu lassen und damit dem Rezipienten die Stärken und Schwächen des Charakters und der Handlungsweisen des antiken Menschen näher zu bringen." beide Zitate Historische Zeitschrift
"Bringmann schreibt anschaulich, formuliert elegant, pointiert und präzise und entwirft so ein überaus lebendiges Zeitbild der chaotischen Epoche des Untergangs der römischen Republik bis zur Machtergreifung des Augustus." IANUS…mehr