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Fast alle Menschen verlassen sich bei ihrer Altersvorsorge auf ihre Lebensversicherung. Lebensversicherer müssen ihre Kapitalanlagen in sichere festverzinsliche Bundesanleihen anlegen. Doch die niedrigen Zinsen verhindern die notwendige Rendite, sodass die Altzusagen an die Versicherten nicht bedient werden können. Schon jetzt wissen zahlreiche Versicherer nicht mehr, wie sie ihr Kapital investieren sollen. Der Chef der Finanzaufsicht warnt vor einer Krise der Lebensversicherer und pocht auf eine deutliche Senkung des Garantiezinses. Vor unseren Augen werden die ersten Auffanggesellschaften…mehr

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Produktbeschreibung
Fast alle Menschen verlassen sich bei ihrer Altersvorsorge auf ihre Lebensversicherung. Lebensversicherer müssen ihre Kapitalanlagen in sichere festverzinsliche Bundesanleihen anlegen. Doch die niedrigen Zinsen verhindern die notwendige Rendite, sodass die Altzusagen an die Versicherten nicht bedient werden können. Schon jetzt wissen zahlreiche Versicherer nicht mehr, wie sie ihr Kapital investieren sollen. Der Chef der Finanzaufsicht warnt vor einer Krise der Lebensversicherer und pocht auf eine deutliche Senkung des Garantiezinses. Vor unseren Augen werden die ersten Auffanggesellschaften gegründet. Das Geschäftsmodell Lebensversicherung kollabiert. Die meisten der 93 Millionen laufenden Lebensversicherungsverträge werden nicht wie versprochen ausgezahlt. Sven Enger, der selbst als CEO in der Versicherungsbranche gearbeitet hat, erklärt, warum die Politik Angst vor der Wahrheit hat und welche Auswege es aus dem Crash-Szenario geben könnte.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 12.01.2018
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783843717236
  • Artikelnr.: 50026885
Autorenporträt
Sven Enger (*1965) war nach dem Studium der Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaft viele Jahre in Vorstandspositionen der Finanzbranche tätig. Unter anderem für die Unternehmensgruppe Deutscher Ring, die Delta Lloyd und die Skandia Lebensversicherung AG. Zuletzt war Sven Enger Deutschland-CEO des britischen Versicherers Standard Life. Er ist Geschäftsführer des Verlags Zukunft & Gesellschaft und Associate Partner am Hamburger Weltwirtschaftsinstitut
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 29.01.2018

Der Versicherungs-Crash
Ehemaliger Lebensversicherer sieht schwarz

Es scheint ein Naturgesetz auf dem Büchermarkt zu sein, dass Neuerscheinungen zu Altersvorsorge und Versicherungen drastisch-anklagende Titel haben müssen. "Die große Rentenlüge" von Holger Balodis und Dagmar Hühne baute im vergangenen Jahr auf ihrem vorherigen Erfolg "Die Vorsorgelüge" auf. Den Titel "Versichert, verraten, verkauft" dachte sich der Econ-Verlag vor zwei Jahren für Leo Müllers Buch aus, das beschrieb, "Wie Versicherungen mit unserem Geld umgehen". So durfte Sven Engers soeben im selben Verlag erschienenes Buch "Alt, arm und abgezockt" nicht dahinter zurückstehen.

Es gehe ihm um eine sachliche Diskussion über den Zustand der Altersvorsorge, beteuert der Autor. Viele Lebensversicherer, die einen großen Teil der privaten Altersvorsorge stellten, seien marode. Er sei darauf vorbereitet, dass ihm Panikmache vorgeworfen werde. In den Medien fanden seine Thesen Widerhall. Auf ein längeres "Stern"-Interview folgte in der vergangenen Woche eine vollständige Diskussions-Sendung "Hart aber fair" in der ARD. Denn das Besondere an Sven Enger ist, dass mit ihm keiner der üblichen Branchenkritiker auf den Plan tritt, der Spott, Ärger und Häme über die Assekuranz ausgießt, sondern ein Brancheninsider, der jahrelang in verantwortungsvollen Positionen in der Branche gewirkt hat.

Um seinen Standpunkt einzuordnen, muss man allerdings hinzufügen, dass er seit den frühen Tagen beim Deutschen Ring für keinen Traditionsversicherer mehr tätig war. Die Skandia war ein Anbieter, der ausschließlich auf fondsgebundene Lebensversicherungen gesetzt hat und dessen Bestand inzwischen von einer Abwicklungsanstalt verwaltet wird. Bei der Delta Lloyd gab die niederländische Führung eines Tages das Geschäft mit deutschen Lebensversicherungen auf. Und Standard Life bemühte sich jahrelang vergeblich, den Markt vom britischen Modell mit geringeren Garantien zu überzeugen. Hier spricht also niemand aus dem Mainstream der Branche, sondern jemand, der ihr Agieren seit jeher kritisch sieht und der seit 2014 vor allem als Vortragender auftritt.

Die 270 recht flott geschriebenen Seiten schwanken zwischen der Beschreibung einer bevorstehenden finanziellen Apokalypse für Millionen Haushalte, linken Zweifeln am Wachstums- und Marktmodell, satter Kritik an der provisionsgetriebenen Vertriebslogik und dann wieder zukunftsoptimistischer Bejahung der Digitalisierung. Nicht alles ist konsistent zu Ende gedacht, an manchen Stellen wird das Buch von den Entwicklungen in der Realität überholt. Doch immer wieder gibt Enger wertvolle Denkanstöße, die umso glaubwürdiger wirken, als sie auf tiefem Wissen aus der Branche beruhen.

Im Kern steht seine Analyse, dass die klassische deutsche Lebensversicherung mit jährlicher Zinsgarantie "auf der Intensivstation" liege und somit auf der Kippe stehe. Etwas unklar bleibt, warum er auf die Kapitallebensversicherung fokussiert, obwohl private Rentenversicherungen seit vielen Jahren das Neugeschäft dominieren. Jedenfalls ist Enger davon überzeugt, dass die hohe Bedeutung der Lebensversicherung für die Altersvorsorge sozialpolitische Sprengkraft besitze. "Altersarmut kann uns alle treffen, auch Menschen, die durchgehend gearbeitet haben, und vor allem auch jene, die zusätzlich auf eigene Initiative hin vorgesorgt haben", schreibt er in seiner Einleitung. Die Krise sei hausgemacht, werde aber nicht thematisiert. "Lebensversicherer steuern vielmehr seit Jahren sehenden Auges auf einen Abgrund zu. Fehlentwicklungen werden beharrlich beschwiegen und mit teuren Marketingmaßnahmen übertüncht, bestenfalls missdeutet; ein enormer Verkaufsdruck hat die Beratungsqualität erodieren lassen", heißt es an anderer Stelle.

Engers Buch hat eine Schwäche und zwei Stärken, die aber nicht ausreichen, um die Schwäche zu kompensieren. Diese ist nämlich die Darstellung der finanzökonomischen Hintergründe, die aus seiner Sicht einen Crash unabwendbar machen. Es ist nicht einsehbar, warum die Risiken aus der Altersvorsorge mit denen gleichzusetzen sein sollen, die zur internationalen Finanzkrise nach 2007 geführt haben. Versicherer haben damit zu kämpfen, dass ihre Kapitalverzinsung durch die niedrigen Zinsen immer näher an ihre Verbindlichkeiten aus den Garantien heranrückt. Bevor es zum Crash käme, hätte die sehr aufmerksam agierende Finanzaufsicht aber mehrere dämpfende Maßnahmen in petto, die genau das vermeiden sollen. Natürlich wird das Ergebnis für Sparer immer ernüchternder, je länger der Niedrigzins anhält. Dadurch wird aber nicht das Finanzsystem zusammenbrechen. Ähnlich lax geht Enger über Unterschiede zwischen Schneeballsystemen und Lebensversicherungen hinweg. Dass er aus solchen Kurzschlüssen die Empfehlung an seine Leser ableitet, ihre Policen zu kündigen, wirkt verantwortungslos.

Angenehm dagegen sind die sachliche Darstellung der Mechanismen im Versicherungsmarkt, für die er auf Polemik verzichtet, und die Skizzen, wie die Digitalisierung die Altersvorsorge verbessern kann. Die größere Stärke aber sind seine Beschreibungen aus dem Innenleben des Vertriebs. Das Kapitel "Die Verursacher - eine Branche sieht rot" ist das lesenswerteste des gesamten Buchs. Umsatzziele hätten bis heute eine höhere Priorität als eine qualitativ hochwertige Beratung, die sich etwa in niedrigen Stornoquoten ausdrückt. Enger beschreibt, wie in den Organisationen von früh an subtil Druck aufgebaut wird, um erfolgreiche Verkäufer zu gewinnen. "Es war ein Rennen um Anerkennung mit Suchtpotential und sektenähnlichen Zügen", beschreibt er seine Erfahrungen. Was Enger beschreibt, liegt viele Jahre zurück. Spätestens nach dem Ergo-Skandal im Jahre 2011 hat sich einiges geändert. Die Logik, dass sich der Erfolg ausschließlich am Umsatz misst, ist aber noch immer in vielen Köpfen drin. Ob das aber dafür ausreicht, die Debatte zu versachlichen, ist nach all den Crash-Szenarien zweifelhaft.

PHILIPP KROHN

Sven Enger: Alt, arm und abgezockt. Der Crash der privaten Altersvorsorge und wie Sie sich darauf vorbereiten können. Econ Verlag, Berlin 2018, 288 Seiten, 18 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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