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»Malina«, der erste und einzige Roman der Lyrikerin Ingeborg Bachmann, ist das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft. »Malina« ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind. Das Buch handelt von nichts anderem als von Liebe, es zeigt die Einsamkeit dessen, der liebt. Ein radikales Buch, das seit seiner Erstveröffentlichung vor vierzig Jahren nichts an seiner Kraft verloren hat.…mehr

Produktbeschreibung
»Malina«, der erste und einzige Roman der Lyrikerin Ingeborg Bachmann, ist das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft. »Malina« ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind. Das Buch handelt von nichts anderem als von Liebe, es zeigt die Einsamkeit dessen, der liebt. Ein radikales Buch, das seit seiner Erstveröffentlichung vor vierzig Jahren nichts an seiner Kraft verloren hat.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp Verlag AG
  • Seitenzahl: 480
  • Erscheinungstermin: 16.09.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783518734704
  • Artikelnr.: 39372257
Autorenporträt
Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 als erstes von drei Kindern des Volksschullehrers Matthias Bachmann (1895-1973) und seiner Frau Olga (geb. Haas, 1901-1998) in Klagenfurt (Österreich) geboren. Ihre Mutter stammt aus dem an >Böhmen< und Ungarn grenzenden Niederösterreich, ihr Vater aus Obervellach bei Hermagor im Kärntner Gailtal, wo die Familie in Ingeborg Bachmanns Kindheit oft Ferien verbrachte. Dieser Kärntner Grenzraum im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien repräsentiert für die Autorin später »ein Stück wenig realisiertes Österreich (...), eine Welt, in der viele Sprachen gesprochen werden und viele Grenzen verlaufen» (WIV, 302), und damit die Utopie eines gewaltfreien Miteinanders der Völker, die bereits der ebenfalls in Klagenfurt geborene Autor Robert Musil (1880-1942), Bachmanns wohl wichtigster Bezugspunkt in der literarischen Moderne Österreichs, mythisierend auf das Kaiserreich Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat projiziert hatte. Noch in dem Roman Malina steht dieses »Haus Österreich« als literarische Utopie für eine »geistige Formation«, die kritisch gegen die Verkrustungen der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und gegen die Verdrängung des österreichischen Anteils an der Katastrophe des Nationalsozialismus gewendet wird, um zugleich gegen die wachsende kulturelle Dominanz Westdeutschlands einen spezifisch österreichischen »Erfahrungsfundus, Empfindungsfundus» zu behaupten. Rückblickend nach dem Erscheinen des Romans Malina(1971) hat die Autorin den »Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt« (im Rahmen des >Anschlusses< Österreichs an das Deutsche Reich am12. März 1938) symbolisch zum biographischen Ausgangspunkt ihres Schreibens erklärt und als »einen zu frühen Schmerz« bezeichnet, mit dem ihre »Erinnerung« anfange. Mit dieser Pointierung unterstreicht sie die moralische Verpflichtung und zeitkritische Ausrichtung ihres literarischen Werks als ein »Schreiben gegen den Krieg« (Höller 2004), das seine »Problemkonstanten« in der Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von >kleiner< und »großer GESCHICHTE« (TKA 1, 53), Individual- und Zeitgeschichte im Zeichen gesellschaftlicher Gewalt findet. Bachmann beginnt schon als Schülerin in Klagenfurt zu schreiben, bis ihr nach ihrem ersten, in Innsbruck und Graz verbrachten Studienjahr (1945/46) mit der Erzählung Die Fähre schließlich die erste Veröffentlichung ...
Inhaltsangabe
Mit Notenbeispielen aus Pierrot lunaire op. 21 von Schoenberg
Rezensionen
Besprechung von 08.03.2008
Liebe als Todesart
Ingeborg Bachmann: „Malina”
Eine Frau zwischen zwei Männern, aufgewühlt, alarmiert. Ein weibliches „Ich” zerrissen zwischen Ivan, Malina und den eigenen Lebensumständen in der Wiener Ungargasse. Sie gibt Einblicke zu Protokoll in die Verletzbarkeit von Frauenliebe und -leben, die Widersprüche archaischer Gefühle und intellektuellen Selbstbewusstseins. Sie kämpft genusssüchtig und qualvoll für ihre Träume, Wünsche, Defizite innerhalb der Tatsachen alltäglichen Daseins. „Todesarten” nannte Ingeborg Bachmann den Romanzyklus, der über Band eins nicht hinauskam, weil sie im September 1973 starb – durch einen rätselhaften Brandunfall in der römischen Wohnung. Vorangegangen war eine Reise nach Polen mit Lesungen in Warschau und an einigen Universitäten, war ein „Besuch” in den Konzentrationslagern Auschwitz und Birkenau. Erschütterungen.
„Malina” (1971) ist der erste Teil dieses Todesartenzyklus, einziger Roman der 1926 geborenen österreichischen Lyrikerin. Der Gattungsname Roman führt bei Bachmann in die Irre. Dass gegen Anfang und Ende Musiknoten dem Text eingewoben sind, beglaubigt die poetologische Wahrheit des Buchs: Schönbergs wollüstiger Pantomimenreigen „Pierrot lunaire” mit dem Fazit „O alter Duft aus Märchenzeit”. Vielleicht ist „Malina” das Psychodrama der radikalsten Liebe, fragmentarische Entfaltung der Traumata einer sich gebrochen fühlenden Frau.  
Oder das Tagebuch theatral-wortgewaltiger Not? „Wenn Ivan auch gewiss für mich erschaffen worden ist, so kann ich doch nie allein auf ihn Anspruch erheben.” Als wär’s ein Schauspiel, werden Subjekte einer Handlung präsentiert: Ivan, 1935 geborener Ungar, Béla und András, die Kinder, Malina, 40 Jahre alter Autor, „aus Gründen der Tarnung Staatsbeamter der Klasse A”, ferner „Ich, geboren in Klagenfurt”. Zeit: heute, Ort: Wien. Auf keinen Fall: ein Erzählfluss.
    Diese Personen erhalten erst Kontur in den Reflexionen und Obsessionen  des Ich – einer Frau, die sich dem Mann unterwerfen will, schwankend zwischen ihren Gefühlen und den fiebrigen Beobachtungen ihrer Seelenanteile, zwischen Erregung und Angst, Hingerissensein und Lähmung. Und die Gegenwart wird von Kindheitserinnerungen gnadenlos eingeholt. Alles vordergründig Reale bleibt in der Schwebe.  
    Wie der Gegenentwurf zu Ivan der ganz Andere: Malina, der Ferne und Geheimnisvolle, sich Entziehende, dessen sich die Frau vergewissert in präzisen Wahnmonologen und Dialogfetzen. Vielleicht sind Ivan und Malina nur Varianten ein und derselben Person in einer Dreiecksgeschichte, deren Existenzspiel surreal anmutet. Oder ist Malina gar die andere Hälfte dieses maßlos gespaltenen „Ich”, im Albtraumszenario der grandios modrigen Stadt Wien des „Dritten Manns”? Bachmann lebte hier Anfang der Fünfziger . . . Der Kampf um Liebe, in einer redesüchtigen, jede Sexualität trotzig verschweigenden Sprache, endet abrupt, grausig banal: „Es war Mord.” Längst hallt im inneren Ohr des Lesers die berühmteste Gedichtzeile der Ingeborg Bachmann wider: „Es kommen härtere Tage”. WOLFGANG SCHREIBER
Ingeborg Bachmann Foto: H. Röhnert/SZ-Photo
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"... die intelligenteste und bedeutendste Dichterin, die unser Land in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat."
Thomas Bernhard