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New Work - neue Spielregeln in einer digitalisierten Arbeitswelt
New Work: Heutzutage organisieren nicht mehr wir unseren Job. Unser Job organisiert uns. Komplexität, Vernetzung, Flexibilität und Dynamik sind die zentralen Merkmale unserer modernen Arbeitsgesellschaft. Zeit zu fragen, wie wir unsere Arbeit generell gestalten wollen - als Menschen, als Unternehmen und als Gesellschaft. Welche Rolle soll Arbeit in unserem Leben spielen und wie wollen wir mit der Digitalisierung der Arbeitswelt und der Gesellschaft zukünftig umgehen?
Die Zukunft der Arbeit: In seinem Buch "Arbeit - die
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Produktbeschreibung
New Work - neue Spielregeln in einer digitalisierten Arbeitswelt

New Work: Heutzutage organisieren nicht mehr wir unseren Job. Unser Job organisiert uns. Komplexität, Vernetzung, Flexibilität und Dynamik sind die zentralen Merkmale unserer modernen Arbeitsgesellschaft. Zeit zu fragen, wie wir unsere Arbeit generell gestalten wollen - als Menschen, als Unternehmen und als Gesellschaft. Welche Rolle soll Arbeit in unserem Leben spielen und wie wollen wir mit der Digitalisierung der Arbeitswelt und der Gesellschaft zukünftig umgehen?

Die Zukunft der Arbeit: In seinem Buch "Arbeit - die schönste Nebensache der Welt " liefert Markus Väth neue Blickwinkel auf die Zukunft der Arbeit und präsentiert Ideen und Impulse - auf individueller, organisatorischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Er nimmt uns mit in die Überlegungen der Bewegung des New Work. Eine Bewegung, die Arbeit neu denkt und die großen Fragen stellt: Was ist menschenwürdige und sinnvolle Arbeit? Welche Fähigkeiten brauchen wir in der Arbeitswelt der Zukunft? Wie sieht eine gerechte Arbeitsgesellschaft aus? Es geht nicht nur um Digitalisierung oder flache Hierarchien. Es geht um die entscheidenden Themen der heutigen Arbeitswelt. Es geht ums Ganze.

- Ein provokantes Debattenbuch über den Megatrend "New Work"
- Wie wir erfolgreich Arbeit und Privatleben verbinden
- Warum wir den fundamentalen Wandel in der Arbeitswelt nicht ignorieren dürfen
  • Produktdetails
  • Dein Business
  • Verlag: Gabal
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: September 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 231mm x 157mm x 25mm
  • Gewicht: 597g
  • ISBN-13: 9783869367200
  • ISBN-10: 3869367202
  • Artikelnr.: 44791635
Autorenporträt
Markus Väth ist Psychologe, Publizist und Gründer der Beratungsfirma MENSCH & CHANCE in Nürnberg. Hier begleitet er Menschen und Organisationen bei den Themen Gesundheit, Führung und New Work. Er gilt als renommierter Burnout-Experte sowie als Verfechter einer neuen Arbeitskultur.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Arbeit - Die schönste Nebensache der Welt" ist ein gutes Buch mit guten Ideen, die allerdings nicht auf jeden passen, so Rezensent Jochen Zenthöfer. Genauer gesagt geht es um das Konzept der "New Work", entwickelt von Frithjof Bergmann, welches von Markus Väth propagiert, erläutert und weiterentwickelt wird. New Work beschreibt die Möglichkeit der kompletten Handlungsfreiheit im Umfeld des Arbeitsmarktes. Jeder Mensch hat die Möglichkeiten, eine seinen persönlichen Präferenzen angepasste Arbeit zu finden. Damit gehe die Aufhebung des Begriffes "Work-Life-Balance" einher, so Väth, denn eine Trennung gibt es nicht mehr. Als Weiterentwicklung von "New Work" betrachtet sei Väths Arbeit durchaus gelungen und zu einer günstigen Zeit erschienen, erklärt Zenthöfer. Dass es allerdings auch Individuen gibt, die mit der Theorie von "New Work" nichts anfangen können, das lasse Väth gekonnt Außen vor.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 17.10.2016
Arbeit mit Augenmaß
Die Work-Life-Balance ist überholt

Im Jahr 2005 formulierte die in Paris ansässige Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) folgende Frage: "Die heutige Gesellschaft fordert das Individuum heraus, das mit Komplexität in vielen Lebensbereichen konfrontiert ist. Was bedeuten diese Herausforderungen für die Kernkompetenzen, die sich Menschen aneignen müssen?" Die OECD zielte mit ihrer Antwort auf das Individuum: "Globalisierung und Modernisierung erschaffen eine immer vielfältigere und sich immer stärker vernetzende Welt. Um diese Welt als sinnvoll zu erleben und in ihr zu funktionieren, müssen die Menschen beispielsweise schnell wechselnde Technologien beherrschen und mit großen Informationsmengen sinnvoll umgehen."

Gemeint sind damit - nach Markus Väth - drei Kategorien von Anforderungen: Erstens müssen Menschen fähig sein, moderne Werkzeuge und Technologien interaktiv zu benutzen. Weiterhin sollte man in heterogenen Gruppen interagieren können. Diese Fertigkeit betrifft den Aufbau und Erhalt von Beziehungen, eine konstruktive Zusammenarbeit, inklusive der Kompetenz zur Konfliktlösung. Als Drittes sollte man fähig sein, autonom zu handeln. Dazu gehören die Fähigkeiten, eigenständig Lebenspläne und Projektpläne zu entwickeln sowie den Kontext seines Lebens und seiner Arbeit angemessen zu bewerten.

Dafür müsse eine neue Arbeitskultur entstehen, meint Väth, der in seinem Buch das Modell "New Work" propagiert. Diese von dem Amerikaner Frithjof Bergmann vor Jahrzehnten entwickelte Theorie fordert einen dritten Weg zwischen klassischer Lohnarbeit und abzulehnendem Kommunismus. Bergmann geht es darum, dass jeder Mensch eine Arbeit finden kann, die mit seinen eigenen Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Begabungen übereinstimmt.

Väth wünscht sich dafür den selbst wirksamen, souveränen Menschen, so wie ihn die OECD beschreibt, und was eine humane, liberale Vorstellung ist. Väth hat zudem den wertkonservativen Gedanken, dass der Mensch eine dreifache Verwurzelung braucht: in der Herkunftsfamilie, im sozialen Hier und Jetzt und in der Transzendenz. "Es gibt verschiedene Wege hin zu einer Arbeit, die man wirklich tun will", erklärt Väth und nennt den wichtigsten Weg gleich zu Beginn seiner Aufzählung: "eigenes Nachdenken, Praktika, Karriereberatung, Testdiagnostik". Dies gelte nicht nur für Zwanzigjährige, sondern ein Leben lang. Nach dem Konzept von New Work sei das tatsächliche Tun, das praktische Ausprobieren einer neuen Arbeit die beste Methode.

Väths weitere Vorschläge sind ein Ausbau der Teilzeit, die Einführung eines Bildungsgeldes, Potentialanalysen für Schüler, innerbetriebliche Praktikumstage für erfahrene Arbeitskräfte, Laufbahnberatung als festes Instrument der Personalentwicklung, Einführung von Lernzeitkonten, Design eines standardisierten Kompetenzportfolios und die Kopplung von Unternehmenszielen an die Weiterbildung. Zudem müsse jeder Mensch für sich klären, wie er leben will, welchen Stellenwert die Arbeit haben soll und was sein Leben lebenswert macht: "Er muss zum Manager seines Lebens werden."

Deshalb sei der Begriff "Work-Life-Balance" nicht mehr zeitgemäß: Arbeit und Leben durchdringen sich, wechseln sich dynamisch ab. Die früher vorherrschende zeitliche und örtliche Trennung falle weg. Auch der Nachfolgebegriff "Work-Life-Blending" (Vermischung von Arbeit und Leben) sei keine große Hilfe. Immer noch würde Arbeit getrennt vom Leben betrachtet und eine künstliche Dialektik aufrechterhalten. Daher sollte, nach Meinung von Väth, der Begriff "Life-Blending" eingeführt werden: "der bisherige Endpunkt postmoderner Individualität".

Väth lehnt damit einerseits die künstliche Trennung von Arbeit und Leben ab, er warnt aber andererseits auch vor einer Überhöhung der Arbeit. Mit einer falsch verstandenen "Berufung" laufe man in die Falle des emotionalen Kapitalismus. Dieser gaukele ein emotionales Engagement vor, eine Teilnahme, von der man angeblich profitiere. Auch abwechslungsreiche Arbeit könne zur dummen Arbeit werden, wenn man der Sinnsuche in der Arbeit seine Gesundheit opfert.

Vom positiven Konzept der Subjektivierung zur unkritischen Überhöhung der Arbeit sei es nur ein kleiner, aber verhängnisvoller Schritt. "Ich arbeite, also bin ich?", fragt Väth, und antwortet: "Ja, aber bitte mit Augenmaß." Väth ist Psychologe und Burn-out-Experte und plädiert für eine Subjektivierung der Arbeit im Sinne einer Subjektstärkung des Menschen. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, was wir wollen. Doch die Entdeckung, was man wirklich wolle, sei keine plötzliche Erleuchtung, sondern ein Prozess. Väth wünscht sich den mündigen Menschen, der sein Arbeitsleben ebenso in die Hand nimmt wie Partnerwahl oder Urlaubsplanung. Autonomie und Selbstverantwortung sind Väths Ziele, ohne zu verkennen, dass dies Menschen auch überfordern kann.

Was ist von Väths Buch zu halten? Er hat eine gelungene Weiterentwicklung von Bergmanns "New Work"-Theorie verfasst, die kluge Gedanken und wichtige Anregungen enthält. Die Zeit ist günstig: Immer mehr Arbeitnehmer emanzipieren sich im heutigen Deutschland, weil sie merken, dass sie dringend gebraucht werden. Diese Fachkräfte können Forderungen stellen und ihr Leben selbst organisieren. Das gilt allerdings nur für jene, die jene Fähigkeiten erworben haben, die die OECD schon im Jahr 2005 postuliert hat. Und alle anderen? Was ist mit den Menschen, die auch nach Beratung und Coaching nicht wissen, was sie wollen? Was ist mit den Menschen, die sich gar nicht beraten lassen - denen eine Woche Mallorca wichtiger ist als die eigene Lebensperspektive? Was ist mit den Abgehängten und Arbeitslosen? "New Work" passt nicht auf jeden. Allerdings sollten diese Leute auch nicht das Glück der anderen zerstören.

JOCHEN ZENTHÖFER

Markus Väth: Arbeit - Die schönste Nebensache der Welt. Gabal Verlag, Offenbach 2016. 255 Seiten. 24,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Markus Väth hat ein kluges und inspirierendes Buch zu einem wichtigen Thema geschrieben. Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunft der Arbeit und ihre Bedeutung für unser Leben und unser Glück." (Damian Sicking, www.Roter-Reiter.de vom 10.10.2016)