7,99 €
7,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Versandkostenfrei*
0 °P sammeln
7,99 €
7,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Versandkostenfrei*

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln
Als Download kaufen
7,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
0 °P sammeln
Jetzt verschenken
7,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln
  • Format: PDF


In Auseinandersetzung mit modernen Rekonstruktionen des Wirkens Jesu (M. Casey, J. D. Crossan, G. Lüdemann, John P. Meier) soll historisch untersucht und grundsätzlich bedacht werden, wer Jesus war in seiner irdischen Wirksamkeit, seinem Sterben und seiner Auferstehung. Wichtig ist zu erkennen, welch hohen Anspruch Jesus in seiner gesamten Verkündigung, besonders in seinen Gleichnissen, aber auch in seinen Heilungen und Tischgemeinschaften erhoben hat, welche Sicht seiner Person sich daraus ergibt, wie sein Tod in diese Sicht eingebettet ist und wie man auf Grund der geschichtlichen Grundlagen…mehr

  • Geräte: PC
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 9.31MB
  • FamilySharing(5)
Produktbeschreibung
In Auseinandersetzung mit modernen Rekonstruktionen des Wirkens Jesu (M. Casey, J. D. Crossan, G. Lüdemann, John P. Meier) soll historisch untersucht und grundsätzlich bedacht werden, wer Jesus war in seiner irdischen Wirksamkeit, seinem Sterben und seiner Auferstehung. Wichtig ist zu erkennen, welch hohen Anspruch Jesus in seiner gesamten Verkündigung, besonders in seinen Gleichnissen, aber auch in seinen Heilungen und Tischgemeinschaften erhoben hat, welche Sicht seiner Person sich daraus ergibt, wie sein Tod in diese Sicht eingebettet ist und wie man auf Grund der geschichtlichen Grundlagen systematisch verantwortbar von seiner Auferstehung reden kann.

Dr. theol. Eduard Schweizer ist em. Professor am Theologischen Seminar der Universität Zürich.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • Seitenzahl: 120
  • Erscheinungstermin: 12.01.1996
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783647335964
  • Artikelnr.: 37504799
Autorenporträt
Studium unter R. Bultmann, E. Brunner, K. Barth1938: Dr. theol. in Basel10 Jahre Pfarramt in der SchweizSeit 1940 verheiratet mit und wesentlich mitgeprägt von Elisabeth Hanhart. Vier Kinder, zehn Enkel- und drei Urenkelkinder1946-1949: Professor für Neues Testament in MainzSommer 1949 in Bonn, dann Ordinarius an der Universität Zürich bis 1979 (Rektor 1964-1966)
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.10.1995

Das fleischgewordene Gleichnis
Eduard Schweizer rehabilitiert die Frage nach dem Leben Jesu und nimmt das Programm der Entmythologisierung aufs Korn

Jesusbücher haben heute wieder Hochkonjunktur, zumindest in Amerika. In Deutschland ist dagegen die Lähmung, die von Bultmanns radikaler, um nicht zu sagen geschichtsfeindlicher Kritik ausging, immer noch nicht ganz überwunden. Auch das kleine Buch von Eduard Schweizer ist zuerst in den Vereinigten Staaten erschienen. Der zweiundachtzigjährige emeritierte Zürcher Neutestamentler setzt sich darum besonders mit dem Bestseller von John D. Crossan auseinander, wobei er diesem willkürlich-phantasievollen Opus (siehe F.A.Z. vom 21. November 1994) etwas zu viel Ehre antut. Sein eigenes Opusculum verbindet den Ertrag lebenslanger philologisch-historischer Forschung mit persönlichen bekenntnishaften Aussagen. Man merkt dem Autor an, daß er nicht nur bei Karl Barth und bei Rudolf Bultmann studiert hat, sondern auch durch seinen Lehrer Gottlob Schrenk mit der Schweizer Erweckungsbewegung verbunden war.

Er beginnt mit der seit Albert Schweitzer und dem Aufbruch der dialektischen Theologie heiß umstrittenen Frage nach dem "Leben Jesu" und betont, daß zwischen dem "Christus des Glaubens" und der geschichtlichen Gestalt des Juden Jesus von Nazareth ein unauflöslicher Zusammenhang besteht, sonst hätten die Evangelien als erinnernde Erzählung von diesem Jesus, die Gottes Reden und Wirken durch ihn bezeugt, nie entstehen können. An den Anfang seiner historischen Rückfrage stellt er die Echtheitskriterien und erprobt sie an ausgewählten Gleichnissen, in denen man das Herzstück der Verkündigung Jesu vom "Reiche Gottes" entdecken kann.

Diese Gleichnisse wollen nicht allgemeine Wahrheiten oder Gebote illustrieren und können daher nicht, wie einst die rationalistisch-moralische Deutung meinte, lehrhaft zusammengefaßt werden. Sie enthalten auch keine apokalyptischen Gemälde, sondern verbinden "Gottes Herrschaft" mit dem Alltag der galiläischen Bauern, freilich oft auf überraschende Weise, sie wollen von "innen heraus" begriffen werden, den Hörer in die erzählte Geschichte hineinnehmen, damit für ihn darin Gottes Wirken, ja seine Gegenwart aufleuchten. Als Paradigma dient Schweizer vor allem das Sauerteig-Gleichnis Lk 13, 21 und die Erzählung vom Vater und den beiden "verlorenen" Söhnen Lk 15, 11-32. Als der "einzige, der diese Gleichnisse erzählen kann", ist Jesus selbst "das Gleichnis Gottes".

Jesu Verkündigung und Handeln enthält bereits eine implizite Christologie, die sich dann nach Ostern in eine explizite verwandelt. Außer der rätselhaften Chiffre "der Menschensohn", was im Aramäischen einfach "der Mensch" bedeutet und mit der Daniel-Apokalypse zusammenhängt, hat Jesus nach der ältesten synoptischen Überlieferung keine Titel wie Messias, Gottessohn oder Gottesknecht für sich beansprucht, wohl aber "an Gottes Stelle" gehandelt. Hier stellt sich die Frage nach der Bedeutung der Passion Jesu, die dieser zumindest im letzten Mahl gleichnishaft als "Gottes Gabe" für die Jünger deutete.

Die "explizite Christologie" der Urkirche versteht dann den Tod Jesu als Tat der Stellvertretung und damit als Heilsgeschehen, in dem sich Gottes Liebe den verlorenen Geschöpfen zuwendet. Schon die Paulusbriefe als die frühesten literarischen Zeugnisse bringen das in vielgestaltigen Formeln und Metaphern zum Ausdruck. Hier wäre der Autor zu fragen, ob er damit die Scheidelinie zwischen "impliziter" und "expliziter" Christologie nicht doch zu geradlinig gezogen hat, denn in der Passionsgeschichte aller vier Evangelien steht seit dem Einzug in Jerusalem die Messiasfrage im Mittelpunkt. Die Antwort auf die Frage des Hohenpriesters wie des Pilatus und erst recht die Kreuzesinschrift als causa poenae bringen den messianischen Anspruch Jesu explizit zur Sprache. Auch haben wir keine Analogie im Judentum dafür, daß die Auferstehung eines Toten mit messianischen Würden verbunden wurde, so daß diese allein die Verehrung Jesu als Messias nicht begründen kann.

Das letzte Kapitel ist in der Auseinandersetzung mit Bultmann und Gerd Lüdemann dieser Frage gewidmet, wobei Schweizer das "Programm der Entmythologisierung" kritisiert, weil es "fatalerweise dem Mißverständnis ausgesetzt" war, man müßte "alle mythologischen Aussagen durch rein rationale ersetzen". Denn "wenn wir von ,Transzendenz' reden statt vom ,Himmel' ist dies nicht weniger mythologisch". Knapp und nüchtern werden die teilweise widersprüchlichen Zeugnisse über Ostern befragt und die Grenze zwischen dem historisch Sagbaren und dem Zeugnis des Glaubens aufgezeigt, wobei Schweizer letzteres am Beipiel des Dialogs zwischen Jesus und Martha in der Lazaruserzählung im elften Kapitel des Johannes-Evangeliums darstellt.

Am Ende stehen zwei "Schlußfolgerungen": In der ersten betont Schweizer - von Bultmann zu Barth zurückkehrend - "die Wichtigkeit der historischen Grundlage des Glaubens", in der zweiten, daß die Erfahrung der in Jesus von Nazareth Mensch gewordenen Liebe Gottes, das heißt der radikalen Gnade, alle religiöse Überheblichkeit gegenüber Andersdenkenden verbieten sollte.

Schweizer verfügt über die Gabe, mit historischem Common sense, der heute leider manchen Neutestamentlern abhanden gekommen ist, zu argumentieren und zu informieren, aber dann wieder fast unvermittelt wie ein Prediger oder Seelsorger zu sprechen. Der Rezensent bekennt, daß er hier eine schärfere Trennung der literarischen Genres vorziehen würde. Auch bedauert er, daß der Name und das Werk des bedeutendsten deutschen Jesusforschers seit dem Ersten Weltkrieg, Joachim Jeremias, im Gegensatz zu manchen ephemeren Gestalten nicht erwähnt wird. Doch dies soll das Verdienst dieser kleinen Studie nicht einschränken. Man merkt ihr an, daß der Verfasser noch regelmäßig im Zürcher Fraumünster predigt, und erhält den Eindruck, als wolle er über die abwägende wissenschaftliche Information und die stets vornehme Kritik verfehlter Meinungen hinaus ein Vermächtnis vorlegen, in dem er über seinen eigenen Denk- und Glaubensweg Rechenschaft ablegt. Es verbindet sich hier eine knappe Einführung in die Jesusforschung mit dem Glaubensbekenntnis eines Theologen von eigenständigem Profil. MARTIN HENGEL

Eduard Schweizer: "Jesus, das Gleichnis Gottes". Was wissen wir wirklich vom Leben Jesu? Kleine Vandenhoeck-Reihe 1572. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995. 120 S., kt., 18,80 DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr