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"Warum tut denn keiner was? Irgendwann stirbt jede Art - sind nun wir dran? Wir sind zu viele. Wir verpesten, vermüllen, verschandeln, wir vergeuden. Nachhaltigkeit lügen wir uns vor, das Auto bleibt unser Götze, Wachstum bleibt unser Fetisch." Haben wir noch eine Chance? Oder ist für das Leben unserer Enkel schon alles zu spät? Die Frage nach dem Schicksal und der Menschheit hat Wolf Schneider nie losgelassen. Schon 1966 hat er in der Süddeutschen Zeitung das Ende des Verbrennungsmotors gefordert. In dieser Streitschrift warnt er mit all seiner Erfahrung aus einem langen Leben die Nachgeboren…mehr

Produktbeschreibung
"Warum tut denn keiner was? Irgendwann stirbt jede Art - sind nun wir dran? Wir sind zu viele. Wir verpesten, vermüllen, verschandeln, wir vergeuden. Nachhaltigkeit lügen wir uns vor, das Auto bleibt unser Götze, Wachstum bleibt unser Fetisch." Haben wir noch eine Chance? Oder ist für das Leben unserer Enkel schon alles zu spät? Die Frage nach dem Schicksal und der Menschheit hat Wolf Schneider nie losgelassen. Schon 1966 hat er in der Süddeutschen Zeitung das Ende des Verbrennungsmotors gefordert. In dieser Streitschrift warnt er mit all seiner Erfahrung aus einem langen Leben die Nachgeboren mit einem persönlichen ökologischen Manifest - direkt, aufrüttelnd, unbarmherzig in der Analyse.
  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • Artikelnr. des Verlages: 23553
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 80
  • Erscheinungstermin: 23. Juli 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 170mm x 113mm x 13mm
  • Gewicht: 122g
  • ISBN-13: 9783498001537
  • ISBN-10: 3498001531
  • Artikelnr.: 56523471
Autorenporträt
Schneider, Wolf
Wolf Schneider, geboren 1925, ist Träger des «Medienpreises für Sprachkultur» der Gesellschaft für deutsche Sprache. Er war Soldat von 1943 bis 1945, Korrespondent der «Süddeutschen Zeitung» in Washington, Verlagsleiter des «Stern», Chefredakteur der «Welt», Moderator der «NDR-Talk-Show» und 16 Jahre lang Leiter der Hamburger Journalistenschule. 2011 erhielt er den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk, 2012 wurde er vom «Medium Magazin» als Journalist des Jahres für sein Lebenswerk geehrt. Wolf Schneider hat zahlreiche Sachbücher veröffentlicht, darunter große, erzählende Bücher ebenso wie Standardwerke zu Sprache, Stil und Journalismus. Zuletzt erschien 2013 bei Rowohlt «Der Soldat. Ein Nachruf». Er lebt in Starnberg.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 13.08.2019

Die Alten haben
immer recht
Wolf Schneider will endlich
an die Enkel denken
Wolf Schneider ist 94 Jahre alt. Bekannt wurde er als Journalist und Journalistenlehrer, berüchtigt ist er als Autor für Handbücher, in denen er streng (und oft etwas kleinkrämerisch-triumphalistisch) erklärte, was seiner Ansicht nach gutes Deutsch ist und was nicht. Das Levitenlesen, Besserwissen und leidenschaftliche Schimpfen ist also seine Sache. Das neue Buch macht da keine Ausnahme, es heißt „Denkt endlich an die Enkel – Eine letzte Warnung, bevor alles zu spät ist“.
Darin geht es Wolf Schneider darum, wie es so weit kommen konnte, dass der Mensch offenen Auges die eigene Lebensgrundlage zerstört. Auf dem Buchrücken steht die Frage: „Warum tut denn keiner was?“
Schneider prangert also den irren Trinkwasserverbrauch der Bevölkerung in Industrieländern an, schimpft ganz allgemein über die Maßlosigkeit, über den Massentourismus und die „Ideologie des unverzichtbaren Wachstums“, und konzediert urgroßväterlich, dass Wasser, das aus dem Hahn kommt und das man einfach so trinken kann, wirklich etwas Besonderes ist.
Recht hat Wolf Schneider da im Großen und Ganzen mit vielem. Und ja, man könnte es auch begrüßen, dass Wolf Schneider sich die Mühe gemacht hat in einem verschenkbaren kleinen Buch und an historischen Fakten und Beispielen aus seinem langen Leben zu veranschaulichen, dass der Mensch dringend etwas an seinem Energieverbrauch, seinem Konsumverhalten und seiner Müllproduktion ändern muss.
Aber dann gibt es eben auch Textpassagen, in denen er fragt, ob man einen „Ansturm auf Europa“ hinnehmen solle, aus Anstand und Barmherzigkeit. Oder die Stelle, an der er schreibt, dass das „alte Europa“ Grund habe, sich nicht besonders wohlzufühlen bei der Aussicht auf eine Milliarde Nigerianer, die es Schätzungen zufolge im Jahr 2100 geben wird. Hätte der jüngere Wolf Schneider dem alten solche Plattitüden und absurden Übertreibungen durchgehen lassen?
Sehr lustig ist auch, wenn Schneider die Gründung der Weltgesundheitsorganisation verteufelt, als habe sie sich das Manhattanprojekt zur Entwicklung der Atombombe ausgedacht: „1948 begann die WHO mit ihrem weltweiten Feldzug gegen die Seuchen und die Säuglingssterblichkeit.“ Dass der „Feldzug der WHO“ auch dazu beigetragen hat, dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Europa in den vergangenen hundert Jahren beinahe verdoppelt hat, sagt er nicht.
Man fühlt sich als Leser häufig so, als werde man angeschrien. Worte, die dem Autor besonders wichtig sind, wurden kursiviert, und die Zwischentitel gehen so: „Batterien: Giftiger Schrott“, „Ein Wahnwitz für Mensch und Tier“ oder „Ausbeutung ist unser Lebenselixier“.
Wirklich fatal ist allerdings, dass Wolf Schneider in diesem schmalen Buch wie manche der Älteren, die er als seine Leserinnen und Leser mit „wir“ adressiert, junge Menschen kaum als eigenständige Menschen sieht, sondern nur in Relation zu sich, den Alten, die recht haben.
THERESA MAGDALENA HEIN
Häufig fühlt man sich
als Leser so, als
werde man angeschrien
Wolf Schneider:
Denkt endlich an die Enkel. Eine letzte Warnung, bevor alles zu spät ist. Rowohlt Verlag, Hamburg 2019.
80 Seiten, 8 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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