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Die Neuauflage des Klassikers zur Geschichte der Vereinigten Staaten bietet einen Überblick der Ereignisse und Entwicklungen bis ins Jahr 2020. Sozial- und kulturgeschichtliche Themen treten neben die Darstellung von Politik, Wirtschaft und Verfassung vor dem Hintergrund einer weltpolitischen Lage, die sich in den letzten 20 Jahren entscheidend verändert hat und zu einer Neubewertung der Rolle der USA als Weltmacht Anlass gibt. Besondere Beachtung finden die Rassenproblematik, ethnische, religiöse und Umweltfragen, Einwanderung sowie die Rolle der Frauen und die deutschamerikanischen…mehr

Produktbeschreibung
Die Neuauflage des Klassikers zur Geschichte der Vereinigten Staaten bietet einen Überblick der Ereignisse und Entwicklungen bis ins Jahr 2020. Sozial- und kulturgeschichtliche Themen treten neben die Darstellung von Politik, Wirtschaft und Verfassung vor dem Hintergrund einer weltpolitischen Lage, die sich in den letzten 20 Jahren entscheidend verändert hat und zu einer Neubewertung der Rolle der USA als Weltmacht Anlass gibt. Besondere Beachtung finden die Rassenproblematik, ethnische, religiöse und Umweltfragen, Einwanderung sowie die Rolle der Frauen und die deutschamerikanischen Beziehungen. Die Fülle von Fakten und Analysen verbindet der Band mit den Mitteln narrativer Geschichtsschreibung zu einer differenzierten, gut lesbaren Darstellung auf aktuellem Forschungsstand. Die neue kommentierte Bibliographie diskutiert Standardwerke wie auch aktuelle Literatur.
  • Produktdetails
  • UTB Uni-Taschenbücher 5399
  • Verlag: Narr Francke Attempto / UTB
  • Artikelnr. des Verlages: 1938
  • 7. Aufl.
  • Seitenzahl: 592
  • Erscheinungstermin: November 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 247mm x 182mm x 42mm
  • Gewicht: 1228g
  • ISBN-13: 9783825253998
  • ISBN-10: 3825253996
  • Artikelnr.: 59394670
Autorenporträt
Mauch, Christof§Prof. Dr. Christof Mauch ist Professor für Amerikanische Geschichte und Transatlantische Beziehungen an der LMU München und Leiter des Rachel Carson Center.
Inhaltsangabe
Kapitel 1: Kolonien und Empire Der Zusammenprall dreier Kulturen am Rande der atlantischen Welt Regionale, ethnische und religiöse Vielfalt Der Süden Die Neuengland-Kolonien Die Mittelatlantik-Kolonien Küste und Hinterland Die Kolonien im Empire-Verband Salutary neglect und imperiale Kontrolle Gemeinsame englische Institutionen und Kultur Die Kolonien im englischen Merkantilsystem Kriege für das Empire Kapitel 2: Revolution, Verfassungsgebung und Anfänge des Bundesstaates, 1763 - 1814 Die imperiale Debatte, 1763 - 1774 Die Stamp Act-Krise Townshend-Zölle, "Boston Massacre" und Bostoner "Tea Party" Der Erste Kontinentalkongress Die ideologischen Ursprünge der Revolution Unabhängigkeitserklärung und konstitutionelle Neuordnung Der Kontinentalkongress erklärt die Unabhängigkeit Staatenverfassungen, Grundrechteerklärungen und Articles of Confederation Unabhängigkeitskrieg, Bündnisdiplomatie und Pariser Friedensschluss, 1775 - 1783 Die "kritische Periode", 1783 - 1787 / 88 Egalitäre Tendenzen und Krise der Autorität Die Schwäche des Konföderationskongresses Der Verfassungskonvent von Philadelphia Die Ratifizierungsdebatte Die Federalists an der Macht, 1789 - 1800 Hamiltons Finanz- und Wirtschaftsprogramm Die Rückwirkungen der Französischen Revolution Der Jay Treaty mit England Washingtons Farewell Address John Adams und der Quasi-Krieg mit Frankreich Die "Revolution von 1800" Jeffersons Republikanismus als Alternative zum nationalen Machtstaat, 1801 - 1814 Der Niedergang der Federalists und das Ideal der agrarischen Republik Der Louisiana Purchase Der "zweite Unabhängigkeitskrieg" gegen England Die USA am Ende der Revolutionsepoche Kapitel 3: Demokratisierung, Marktwirtschaft und territoriale Expansion, 1815 - 1854 Die Era of Good Feeling Grenzregelungen und Monroe-Doktrin Der Missouri-Kompromiss Landpolitik, Finanzkrise und Fraktionsbildungen Die "Marktrevolution" Bevölkerungswachstum und Binnenwanderung Ausbau der Infrastruktur und Anpassung des Rechtssystems Landwirtschaft und frühe Industrialisierung Sozialer Wandel und Reformbewegungen im Norden Die Sonderkultur des Südens Der Übergang zur Parteiendemokratie Das Parteienverständnis im Wandel. Die Anfänge der Jacksonian Democracy Jacksons Indianerpolitik Nullifikationskrise und "Bankkrieg" Die Whigs als neue Oppositionspartei Das zweite nationale Parteiensystem Territoriale Expansion und Sklavereiproblematik Manifest Destiny Texas und Oregon Der Mexikanisch-Amerikanische Krieg . Die USA und die Revolutionen in Europa, 1848 / 49 Der Sklaverei-Kompromiss von 1850 Das Kansas-Nebraska-Gesetz von 1854 Kapitel 4: Bürgerkrieg, Industrialisierung und soziale Konflikte im Gilded Age, 1855 - 1896 Die Eskalation des Nord-Süd-Konflikts und der Weg in den Bürgerkrieg. Die Umgestaltung der Parteienlandschaft Das "blutende Kansas" und das Dred Scott-Urteil Die Lincoln-Douglas-Debatten. Lincolns Wahl und der Weg in den Krieg Der Amerikanische Bürgerkrieg, 1861 - 1865 Das militärische Patt, 1861 - 1863 Seekrieg und Außenpolitik Lincolns Emanzipationserklärung Gettysburg und Vicksburg Die Niederlage der Konföderation und die Ermordung Lincolns . Die Wiedereingliederung des Südens und die Rechte der befreiten Afroamerikaner Die "präsidentielle Rekonstruktion", 1865 - 1867 Die Phase der radikalen Rekonstruktion, 1867 - 1872 Die weiße Gegenoffensive im Süden Das Ende der Rekonstruktion Die Erschließung und Transformation des amerikanischen Westens Frederick J. Turners Frontier-These Der transkontinentale Eisenbahnbau Der aride Westen und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Die Verdrängung der Indianer Der Aufstieg der USA zur führenden Industriemacht. Besonderheiten der amerikanischen Industrialisierung Die Bedingungsfaktoren der wirtschaftlichen Expansion Konzentration und Konsolidierung der Wirtschaft Parteipolitik und soziale Konflikte im Gilded Age Parteimaschinen und "congressional government" Soziale Ausg

denzen und Krise der Autorität Die Schwäche des Konföderationskongresses Der Verfassungskonvent von Philadelphia Die Ratifizierungsdebatte Die Federalists an der Macht, 1789 - 1800 Hamiltons Finanz- und Wirtschaftsprogramm Die Rückwirkungen der Französischen Revolution Der Jay Treaty mit England Washingtons Farewell Address John Adams und der Quasi-Krieg mit Frankreich Die "Revolution von 1800" Jeffersons Republikanismus als Alternative zum nationalen Machtstaat, 1801 - 1814 Der Niedergang der Federalists und das Ideal der agrarischen Republik Der Louisiana PurchaseDer "zweite Unabhängigkeitskrieg" gegen England Die USA am Ende der Revolutionsepoche Kapitel 3: Demokratisierung, Marktwirtschaft und territoriale Expansion, 1815 - 1854 Die Era of Good Feeling Grenzregelungen und Monroe-Doktrin Der Missouri-Kompromiss Landpolitik, Finanzkrise und Fraktionsbildungen Die "Marktrevolution" Bevölkerungswachstum und Binnenwanderung Ausbau der Infrastruktur und Anpassung des Rechtssystems L
Rezensionen
Aus: lehrerbibliothek.de, Oliver Neumann, 15.05.2007
Zur fünften Auflage dieser klassischen Geschichte der USA ist als Novum eine CD-ROM beigefügt, die in der Darstellung erwähnte Primärtexte (wie Reden, Gesetze, Memoranden) sowie eine Vielzahl von Bild- und Tondokumenten enthält. Jürgen Heidekings Geschichte der USA hat sich einen festen Platz in der deutschsprachigen Nordamerikaliteratur erobert. In der 4. Aufl. wurden 10 Jahre nach Ersterscheinung neuere Entwicklungen (wie die Geschichte des Internets), aktuelle Enthüllungen (wie die Identität des Watergate-Informanten "Deep Throat") sowie einzelne historische Ereignisse, die aus heutiger Forschungsperspektive besonders relevant erscheinen (wie die Dust Bowl-Katastrophe der 1930er Jahre) im Nachhinein in den Text eingefügt. Vor allem aber wurde die Erzählung bis ins Jahr 2006 fortgeführt und zahlreiche Schaubilder, Tabellen, Karten und Illustrationen wurden eingefügt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 02.12.1996

Die Sklaven der fünf zivilisierten Stämme
Horst Dippel und Jürgen Heideking erzählen die Geschichte der Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten erwarten das 21. Jahrhundert als unangefochtene Weltmacht - militärisch wie wirtschaftlich. Rußland, ihr langjähriger Kontrahent, weiß kaum, wie es den nächsten Tag erleben wird. Amerika aber strahlt im Glanze der einzigen Supermacht. Dies und die diesjährigen Präsidentschaftswahlen, aber auch neue Forschungsergebnisse aus Amerika schaffen einen denkbar günstigen Termin, um eine Geschichte der Vereinigten Staaten auf den Buchmarkt zu bringen.

Horst Dippel, Professor für British and American Studies an der Universität Kassel, und Jürgen Heideking, Direktor der Abteilung für anglo-amerikanische Geschichte an der Universität Köln, haben unterschiedliche Fragestellungen und unterschiedliche Leser. Jede Gesamtdarstellung ringt um das empfindliche Gleichgewicht zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte, Personen- und Politikgeschichte, will zudem kulturelle Aspekte und die Geschichte der Minderheiten und Frauen nicht vernachlässigen.

Dippels Amerika-Geschichte richtet sich an Schüler und hat für dreihundert Jahre gut 130 Seiten Platz. Doch Dippel präpariert die großen Linien kunstvoll frei und verteilt seine knappen Seiten gerecht auf die Geschichte von der Besiedlung Virginias bis zur ersten Präsidentschaft Bill Clintons. Er verzichtet auf verwirrende Details und setzt auf die Erklärungskraft des Vergleichs zwischen der Alten und der Neuen Welt: So beschreibt er den typisch protestantischen Fundamentalismus als Folge der fehlenden Allianz von Thron und Altar. Ähnlich erklärt er das Ausbleiben einer Konterrevolution nach den Unabhängigkeitskämpfen: Die englandtreuen Loyalisten setzten sich ins Mutterland oder nach Kanada ab. Unübersehbar sind auch die Unterschiede in der politischen Kultur: Die amerikanische Experimentierfreudigkeit - ungebändigt durch parteipolitische Konzepte oder ausgefeilte Langzeitpläne - war laut Dippel nicht nur im erfolgreichen Aktivismus des Rooseveltschen "New Deal" zu spüren, sondern auch in der Aufbruchstimmung der Kennedy-Jahre und im Zickzackkurs der Reagan-Ära. Auch angesichts der jüngsten Wahlen staunen die Europäer über die Amerikaner, die sich einen Demokraten ins Weiße Haus, aber eine republikanische Mehrheit in den Kongreß wählten: Gerade von der Kombination gegensätzlicher Kräfte versprechen sich die Amerikaner eine ausgewogene Politik abseits der Extreme.

Horst Dippel ordnet die Geschichte mit klarem Urteil, ja, es gelingt ihm sogar, die Ambivalenzen der Entwicklung anzudeuten: So kämpfte zwar der Norden für die Befreiung der Schwarzen von der Sklaverei, jener "peculiar institution", doch in persönlichen Angelegenheiten, so Dippel, waren die Nordstaatler sogar rassistischer als die Südstaatler. Dippels "Geschichte der USA" gibt einen raschen und wunderbar verständlichen Einblick in die Historie. Mehr muß, mehr kann ein solches Buch nicht leisten.

Dieselbe Epoche behandelt der Verfassungshistoriker Jürgen Heideking auf viermal so vielen Seiten. Er hat Platz für viele - manchmal überflüssige - Details: Am Ende der Lektüre weiß der Leser nicht nur, wann der Ku-Klux-Klan gegründet wurde, sondern auch, wann der erste McDonald's entstand. Heideking kann auch den Zweifeln nach den Unabhängigkeitskriegen tiefer nachgehen: Eindrucksvoll beschreibt er, wie das Gefühl puritanischen Auserwähltseins und demokratisches Sendungsbewußtsein mit der Angst vor Anarchie und Chaos konkurrierten. Zumindest wirtschaftlich fingen viele Schwierigkeiten erst an. 1787 konstatierte Benjamin Rush zur Frage, ob die amerikanische Revolution vorüber sei: "Ganz im Gegenteil, nur der erste Akt des großen Dramas ist beendet."

Jürgen Heideking führt durch ein Land, dessen latente Grundspannung in der Verfassung fixiert wurde: "All men are created equal", dieser Satz galt nur für das Amerika der WASPs, der "white Anglo-Saxon-Protestants", der weißen angelsächsischen Protestanten. Die Unabhängigkeitserklärung hatte das Tor nach Westen aufgestoßen - und der Sklaverei den Weg gebahnt. Afroamerikaner und indianische Urbevölkerung standen außerhalb von Gesellschaft und Zivilisation - erst 1924 erhielten die in Amerika geborenen Indianer die volle Staatsbürgerschaft. Die ethnische Hierarchie trieb bizarre Blüten: Die fünf "zivilisierten" Stämme, die Cherokee, Cree, Chickasaw, Choctaw und Seminolen, versuchten, sich den Weißen anzupassen: Sie führten die Schrift ein, entwarfen eigene Verfassungen - und hielten sogar Sklaven.

Letztlich war es der Konflikt zwischen Verfassungsanspruch und -wirklichkeit, der das Land innerlich vor die Zerreißprobe stellte: Kein anderer Feldzug kostete Amerika im Vergleich zur Gesamtbevölkerung einen so hohen Preis wie der Bürgerkrieg. Es war der erste "totale Krieg" der Geschichte: Die Terror-Feldzüge der Nordstaaten-Armeen und die Guerrilla-Taktik der Südstaaten-Rebellen setzten die Zivilbevölkerung gnadenlos dem Kampfgeschehen aus und brachen alle Konventionen eines "zivilisierten" Krieges.

In der Bewertung des Bürgerkriegs wie auch in den Urteilen über die Reformbewegung des "progressive movement", über die Große Depression und über die Nationsbildung, kurz: über die umstrittenen Punkte der amerikanischen Geschichte bezieht sich Heideking auf Arbeiten amerikanischer Historiker, die in den letzten Jahren Erstaunliches zutage gefördert haben. So erscheint seit 1992 etwa die Kuba-Krise in neuem Licht: Erst in jenem Jahr gaben die Russen bekannt, daß sie während des Konflikts auf der Pazifik-Insel taktische Atombomben stationiert hatten - und bereit waren, sie einzusetzen.

Man mag über einige Aspekte von Heidekings Darstellung anderer Ansicht sein, mag etwa die Lateinamerika-Politik um die Jahrhundertwende kritischer sehen, ebenso die Wirtschaftspolitik Reagans - daß sie nur in einem riesigen Schuldenberg endete und nicht in einer neuen Depression, kann kaum als Rechtfertigung hingehen. Ebenso mag man bezweifeln, ob die Vereinigung Deutschlands tatsächlich ein "Triumph der amerikanischen Politik" war, weil sie das westliche Bündnissystem nicht durcheinanderbrachte. Heideking zwingt seinem Publikum indessen keine Lesart auf, sondern liefert genug Fakten, damit es sich selbst ein Urteil bilden kann. Er führt seine Darstellung bis an den letzten Wahlkampf heran, hat sie durch eine ausführliche Bibliographie und ein Register ergänzt.

Das einzige Manko des Buches ist nicht ihm, sondern dem Verlag anzukreiden: Die Grafiken und Tabellen am Ende sind von erbärmlicher Qualität. Dennoch: Wer Fragen an die Vereinigten Staaten von den Anfängen bis zur Gegenwart schnell und kompetent beantwortet haben will, der sollte einen Platz im Regal für dieses Buch freiräumen. SONJA ZEKRI

Horst Dippel: "Geschichte der USA". Beck'sche Reihe Wissen. C. H. Beck Verlag, München 1996. 144 S., br., 14,80 DM.

Jürgen Heideking: "Geschichte der USA". UTB/Francke Verlag, Tübingen 1996. 562 S., br., 39,80 DM.

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