Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts - De Zayas, Alfred M.
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Wer die Debatte über die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" kennt, weiß auch, daß Wehrmachtsoldaten nicht nur Täter, sondern auch Opfer von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden. Dieses Buch, das große wissenschaftliche Anerkennung genießt und mehrere Auflagen in Amerika erlebt hat, dokumentiert dies. Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts wurde 1939 eingerichtet, mit der Aufgabe, völkerrechtswidrige Handlungen der Kriegsgegner Deutschlands zu dokumentieren. Die Unterlagen dienten juristischen und diplomatischen Stellen des NS-Staates…mehr

Produktbeschreibung
Wer die Debatte über die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" kennt, weiß auch, daß Wehrmachtsoldaten nicht nur Täter, sondern auch Opfer von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden. Dieses Buch, das große wissenschaftliche Anerkennung genießt und mehrere Auflagen in Amerika erlebt hat, dokumentiert dies.
Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts wurde 1939 eingerichtet, mit der Aufgabe, völkerrechtswidrige Handlungen der Kriegsgegner Deutschlands zu dokumentieren. Die Unterlagen dienten juristischen und diplomatischen Stellen des NS-Staates für Weißbücher, Protestschreiben und Anklagen gegen Kriegsgefangene.
Der Autor hat als erster die 226 erhaltenen Aktenbände ausgewertet. Diese Akten befinden sich im Bundesarchiv - Militärarchiv - Freiburg im Breisgau. Ausländische Archive wurden auch konsultiert, um die Zuverlässigkeit der deutschen Akten zu verifizieren. Mehr als 300 ehemalige Militärrichter und Zeugen wurden persönlich aufgesucht und mit ihren damaligen Ermittlungen und Aussagen konfrontiert.
Dieses Buch legt zugleich eine behördengeschichtliche und völkerrechtliche Studie vor: Im ersten Teil untersucht de Zayas die Glaubwürdigkeit der Institution und des Aktenkorpus, im zweiten Teil schildert er anhand ausgewählter Fälle die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Untersuchungsstelle: Schwere Kriegsverbrechen werden dokumentiert.
  • Produktdetails
  • Verlag: Lindenbaum Verlag
  • 9., erw. Aufl.
  • Seitenzahl: 540
  • Erscheinungstermin: Dezember 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 149mm x 43mm
  • Gewicht: 678g
  • ISBN-13: 9783938176399
  • ISBN-10: 3938176393
  • Artikelnr.: 36195252
Autorenporträt
Zayas, Alfred de
Professor Dr. jur. et phil. Alfred de Zayas ist ein US-amerikanischer Völkerrechtler und Historiker, Mitglied der Anwaltschaft von New York und Florida, ehemaliger Chef der Petitionsabteilung im Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, Sekretär des UNO-Menschenrechtsausschusses und Präsident des französischen Schweizer P.E.N.-Clubs. Autor von 9 Büchern. de Zayas war Gastprofessor für Völkerrecht in den USA, Kanada, Irland und Spanien und lehrt seit 2005 an der Geneva School of Diplomacy in Genf.
Inhaltsangabe
Inhalt

Zu diesem Buch
Vorwort zur erweiterten Auflage
Vorwort zur 1. Auflage
Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit

ERSTER TEIL

A. Aktenbestand

1. Die Quellenlage
1.1 Erster Weltkrieg
1.2 Zweiter Weltkrieg
1.2.1 Deutsche Akten
1.2.2 Ausländische Akten
2.Vorbehalte gegenüber deutschen Darstellungen alliierter Kriegsverbrechen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges
2.1 Der Fall Gleiwitz
2.2 Der BrombergerBlutsonntag
2.3 DerFall Katyn
2.4 Der Fall Nemmersdorf

B. Vorgeschichte und Entstehung der WUSt

3. Vorläufer und parallele Einrichtungen
3.1 Alliierte Untersuchungen über deutsche Kriegsrechtsverletzungen
Kriegsministerium
3.3 Der Parlamentarische Untersuchungsausschuß
3.4 Parallele Einrichtungen der alliierten Mächte im Zweiten Weltkrieg
4. Entstehung, Kompetenzen und Mitglieder der WUSt
4.1 Entstehung
4.2 Kompetenzen
4.3 Mitglieder der Untersuchungsstelle
4.4 Wehrmachtrichter
4.4.1 Tätigkeit der Wehrmachtrichter
4.4.2 Wehrmachtrichter und Nationalsozialismus
5. Parallele Tätigkeit anderer Ämter und
Zusammenarbeit mit der WUSt
5.1 Amt Ausland-Abwehr
5.2 Wehrmachtführungsstab
5.3 Wehrmachtpropagandaamt
5.4 Heeresfeldjustizabteilung
5.5 Sonderkommando Buhtz
5.6 Sanitätsinspekteur beim OKH
5.7 Auswärtiges Amt
5.8 Russisch-deutsche Untersuchungskommissionen
5.9 Demobilmachungsabteilung

C. Verfahrensweise

6. Gewinnung des Beweismaterials
6.1 Sonderkommissionen und Lazarettbesuche
6.2 Heeres-, Marine- und Luftwaffenrichter im Felde
6.3 Ic-Meldungen
6.4 Der Gang einer Untersuchung am Beispiel Skomorochy.
6.5 Zeitungsberichte
6.6 Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft
6.7 Schutzmachtmitteilungen
6.8 Kriegstagebücher
7. Zeugenvernehmung
7.1 Protokollierung
7.2 Fragestellung
7.3 Vereidigung und Glaubwürdigkeit
7.3.1 Der Fall Dietzel
7.4 Vernehmung mehrerer Zeugen zu einem Fall
7.5 Richterliche Augenscheinnahme
7.6 Nachprüfung durch die WUSt: Der Fall Donkels
8. Ärztliche Gutachten
8.1 Medizinische Untersuchungen im Felde
8.2 Augenverletzungen
8.3 Verstümmelungen an den Geschlechtsteilen
8.4 Gerichtsmedizinische Gutachten
Richtlinien der Heeres-Sanitätsinspektion für Befundbeschreibungen

D. Zweck und Verwendung der Akten der WUSt

9. Weißbücher
9.1 Kompetenzen der WUSt und des Auswärtigen Amtes
9.2 Beurteilung der deutschen Weißbücher
9.3 Verwendung von Bildern
10. Diplomatischer Schutz
10.1 Schutzmachttätigkeit gegenüber Großbritannien und den Vereinigten Staaten
10.2 Schutzmachttätigkeit gegenüber der Sowjetunion
11. Die WUSt und Kriegsverbrecherprozesse
11.1 Zulässigkeit der Prozesse
11.2 Prozesse gegen Polen
11.3 Prozesse gegen Franzosen
11.4 Prozesse gegen britische und amerikanische Kriegsgefangene
11.5 Prozesse gegen Russen
11.6 Kriegsverbrecherlisten
12. Repressalien
12.1 Repressalien in Rußland
12.2 Repressalien im Seekrieg
12.3 Fesselung von Kriegsgefangenen
13. Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen
13.1 Kriegsverbrechen in Nordafrika
13.2 Wiederverwendung von heimgekehrtem Sanitätspersonal
13.3 Invasions-Opfer
13.4 Malmedy
14. Fortentwicklung des Kriegsrechts
14.1 Verwendung der Akten der Militäruntersuchungsstelle
14.2 Verwendung der Akten der WUSt
14.2.1 Ausschuß unter Admiral Gladisch
14.2.2 Lehmann-Denkschrift
14.2.3. Denkschrift des Amtes Ausland-Abwehr

ZWEITER TEIL

E. Konkrete Fälle

15. Polen
15.1 Die ersten Ermittlungen
15.2 Die Phase intensivster Untersuchungen: Sept.-Okt. 1939
15.3 Ergänzende Untersuchungen im Winter 1939/40
15.4 Deutsche Verbrechen in Polen
16. Der westliche Kriegsschauplatz
16.1 Die Untersuchungen über Vergehen an der Zivilbevölkerung in Holland, Belgien und Nordfrankreich
16.2 Vergehen an deutschen Soldaten in Frankreich
17. Kreta
18. Tötung deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion
18.1 Der Fall Broniki
18.2 Informationsquellen der WUSt
18.3 Begründungen für Tötungen
18.4 Beispiele russischer Kriegspropaganda
18.5 Richt