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Ist zum Dritten Reich nicht alles gesagt? Oder hat die Wissenschaft - im Gegenteil - nicht einen ganz neuen, breiteren Blickwinkel auf diese Zeit? Sir Richard Evans, der führende englische Experte zum Dritten Reich, zeigt in seinem wegweisenden Werk den Umbruch, der in den letzten beiden Jahrzehnten stattgefunden hat: Längst steht nicht mehr Deutschland allein im Fokus der Geschichtsschreibung, der deutsche Nationalsozialismus wird als Teil eines globalen Imperialismus angesehen. Inwiefern haben die Gewaltmechanismen der deutschen Kolonialisten in Afrika den späteren Genozid von Auschwitz…mehr

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Produktbeschreibung
Ist zum Dritten Reich nicht alles gesagt? Oder hat die Wissenschaft - im Gegenteil - nicht einen ganz neuen, breiteren Blickwinkel auf diese Zeit? Sir Richard Evans, der führende englische Experte zum Dritten Reich, zeigt in seinem wegweisenden Werk den Umbruch, der in den letzten beiden Jahrzehnten stattgefunden hat: Längst steht nicht mehr Deutschland allein im Fokus der Geschichtsschreibung, der deutsche Nationalsozialismus wird als Teil eines globalen Imperialismus angesehen. Inwiefern haben die Gewaltmechanismen der deutschen Kolonialisten in Afrika den späteren Genozid von Auschwitz vorbereitet? Waren Volkswagen und Krupp nicht schon damals zentrale Unternehmen der Weltwirtschaft? Und auch wenn niemand an der Singularität von Auschwitz zweifelt, welche Muster des Genozids finden sich in anderen Ländern wieder? Mit souveräner Sachkenntnis macht Evans die vielschichtigen Prozesse anschaulich. So eröffnet dieser Band ganz neue, erhellende Einsichten zur deutschen Zeitgeschichte.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: wbg Philipp von Zabern
  • Seitenzahl: 470
  • Erscheinungstermin: 01.11.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783805350617
  • Artikelnr.: 46992566
Autorenporträt
Evans, Richard
Sir Richard J. Evans gilt als der britische Fachmann für moderne deutsche und europäische Geschichte. Er ist nicht nur Professor an der Universität Cambridge, sondern leitet auch das renommierte Wolfson College. Er wurde mit dem Wolfson Literary Award for History ausgezeichnet.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 06.03.2017

Altbekanntes
aufgewärmt
Richard J. Evans’ wenig überzeugende NS-Studie
Auch nach Durchsicht des 470 Seiten starken Werkes „Das Dritte Reich. Geschichte und Erinnerung im 21. Jahrhundert“ bleibt die Frage, an wen sich dieses Buch eigentlich wendet. Wichtig wäre ja dies: Wie kann man gesichertes Wissen erhalten, es weitergeben, zumal sich die Perspektiven verändern? Der englische Zeithistoriker Richard J. Evans, hierzulande vor allem durch seine dreibändige Studie über das Dritte Reich aus dem Jahr 2004 bekannt, beschloss, ein Komprimat daraus vorzulegen. Basis dafür waren ihm seine in den vergangenen 15 Jahren verfassten Rezensionen wesentlicher Monografien über die wichtigsten Aspekte der NS-Geschichte. Er nutzte sie als analytisches Scharnier zur Überprüfung jeder Erinnerung an diese Zeit und zugleich für ein Narrativ eines „kollektiven kulturellen Gedächtnisses des Nationalsozialismus“.
Die Methode, diese Dialektik in einem Spannungsbogen anhand früherer Besprechungen und heutiger Einschätzungen zu erhellen, wirkt indes wenig überzeugend. Zu wenig wird die Status-quo-Forschung eingebunden. Auch geht seine Gesamtdarstellung für eine breitere, nicht mit der Fachliteratur vertrauten Leserschaft fehl, genauso wie sie für Zeithistoriker, die mit den hier zitierten Quellen vertraut sind, entbehrlich erscheint.
Orientiert hat sich Evans an den zentralen Signifikanten der NS-Geschichte. So verweist er zum Beispiel auf frühe Entwürfe für den Völkermord im Rahmen afrikanischer Kolonialpolitik, bei der das Deutsche Kaiserreich explizit den Versuch unternahm, ein ganzes Volk aus rassischen Gründen zu vernichten. Verschwommen liest man von der „kolonialen Erfahrung, vor allem auf dem Gebiet der Rasse, die die Ideologie des NS durchtränkte“; der Völkermord in Namibia bedeute aber nicht, „dass er zwangsläufig zum Holocaust führte“. Als Beleg führt Evans diverse englische Fachaufsätze an, deutsche Monografien bleiben weitgehend außer Betracht. Ein Literaturverzeichnis oder auch einen Anmerkungsapparat sucht man in den ersten sechs Kapiteln vergebens. Ersichtlich ist lediglich ein Verzeichnis seiner englischen Erstpublikationen. Erst die letzten Kapitel folgen den Regeln eines wissenschaftlichen Anmerkungsapparats.
Auch die sich anschließenden Aspekte des entstehenden Imperialismus spätestens seit Mitte 1880 werden hauptsächlich anhand der Buchkritik einer englischen Studie abgehandelt. Gerne hätte man die Fundstellen für die Vorläufer einer späteren nationalsozialistischen Politik genannt bekommen, zumal „die Brüche gegenüber solchen Kontinuitäten“ überwogen. Das führt Evans zur Frage, wie sich die Judenvernichtung in das koloniale Paradigma einfügt, um sie mit einem knappen Hinweis zu beantworten, dass der militante Antisemitismus bereits bei den Vorkriegsnationalisten vorgelegen habe (ein Hinweis auf die heftige Goldhagen-Debatte hierzulande fehlt). So wirken seine Generalisierungen abgestanden, aufgewärmt von zurückliegenden Buchbesprechungen. Eine Gefahr, die Evans im Vorwort selbst einräumt. Lesefreundlicher wäre zweifellos eine Darlegung der gleichen Topoi ohne Rekurs auf seine Rezensionen gewesen.
Wesentlich ergiebiger lesen sich denn auch originär eingefügte Kapitel beispielsweise über gesellschaftliche Außenseiter im Dritten Reich, deren Verfolgung bereits in Weimar auf starke Akzeptanz der Bevölkerung stieß. Die Entwicklung des Status des Außenseiters einschließlich der an den deutschen Juden vorgenommenen Zuordnung bis zu den Opfern eines fanatischen Antisemitismus und infolge einer technokratischen Vernichtung im Sinne einer Kontinuitätstheorie bleibt bei Evans offen.
Unter der Überschrift „Zwang und Zustimmung“ referiert er lebhaft aus verschiedensten Perspektiven den Diskussionsstand zwischen Intentionalisten und Funktionalisten, also den Hintergrund des sogenannten Historikerstreits, wenngleich ohne Nennung seines Urhebers Ernst Nolte. Immer wenn er das Prokrustesbett seiner zum Teil alten, als Wegweiser fungierenden Buchbesprechungen verlässt, liest man die Texte mit Gewinn. Hier findet sich dann auch die nötige Aktualität, welche sich aber wieder auflöst, wenn er in seinen alten Modus verfällt. Im Kapitel „Volksgemeinschaft“ etwa erörtert er diese wesentlich anhand seiner Kritiken von Götz Alys „Endlösung“ und „Hitlers Volksstaat“. Darin übt er deutliche Kritik vor allem an dessen „ökonomischem Reduktionismus“ ohne ideologischen Hintergrund – wiederum auf der Basis einer früheren in England erschienenen Rezension. Die fruchtbare Diskussion über Alys Ansatz bis heute findet leider keine Erwähnung.
Und so arbeitet Richard Evans weiter eine Menge Leitbegriffe aus einem breiten Spektrum ab. Der Abschnitt Außenpolitik beginnt mit der Figur Mussolini, jedoch ohne Analyse der italienischen Form des Faschismus. Den Kriegskurs Hitlers subsumiert er anhand einer englischen Studie mit den Kategorien „Hitler agierte“, während die anderen Staatsmänner bloß „reagierten“. Doch zu genau ist die Entstehungsgeschichte über die Ursprünge der Kriegsplanungen bekannt, als dass man diese unberücksichtigt lassen kann.
Den Topos „Nationalsozialisten und Diplomaten“ bindet er in eine kritische Besprechung des kontrovers diskutierten Sammelbandes über das Auswärtige Amt während und nach dem NS ein. Recht aktuell referiert Evans hier den Stand der Forschung, bemängelt am Buch aber den fehlenden historiografischen Kontext und dass es nicht wissenschaftlichen Standards genüge. Jedenfalls konzediert er der dringend überfälligen Studie, dass sie mit dem Mythos vom Widerstand des Amtes aufgeräumt habe. So wechselt Evans zwischen Altbekanntem und durchaus neuen Erkenntnissen, die er, wie zuvor, mit einem Anhang rechtfertigt, statt sie ins laufende Kapitel zu integrieren. Solcherart Flickschusterei ist bei einem Übersichtswerk ungewöhnlich. Dem Leser tut er mit dieser Methode keinen Gefallen, trotz vieler interessanter, auf seiner dreibändigen Studie über die NS-Diktatur aufbauender Aspekte.
KNUD VON HARBOU
Der frühere SZ-Feuilletonredakteur Knud von Harbou ist Historiker und veröffentlichte 2015 ein Buch über die Gründungsgeschichte der SZ („Als Deutschland seine Seele retten wollte“).
Das Werk basiert auf vom Autor
verfassten Rezensionen
wesentlicher Monografien
Dem Leser tut
er mit dieser Methode
keinen Gefallen
Richard J. Evans:
Das Dritte Reich. Geschichte und Erinnerung im 21. Jahrhundert. Aus dem Englischen von Thomas Bertram. Philipp von Zabern/WBG. Darmstadt 2016, 470 Seiten, 49,95 Euro.
E-Book: 25,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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