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Das aktuelle Buch zum "Fall Peggy". Im Juli 2016 werden in einem Wald in Thüringen die Knochen eines Kindes gefunden - die sterblichen Überreste von Peggy Knobloch, die seit 15 Jahren vermisst wurde. Erst jetzt, nach skandalösen Ermittlungspannen, herrscht Gewissheit: Peggy ist tot. Der "Fall Peggy" ist einer der spektakulärsten und mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. Seit 2001 bewegt er die Gemüter. Es gab keine Zeugen oder konkreten Beweise, keine verwertbaren DNA- und Blutspuren - und doch wurde ein geistig zurückgebliebener Mann wegen Mordes angeklagt - und zu lebenslanger Haft…mehr

Produktbeschreibung
Das aktuelle Buch zum "Fall Peggy". Im Juli 2016 werden in einem Wald in Thüringen die Knochen eines Kindes gefunden - die sterblichen Überreste von Peggy Knobloch, die seit 15 Jahren vermisst wurde. Erst jetzt, nach skandalösen Ermittlungspannen, herrscht Gewissheit: Peggy ist tot.
Der "Fall Peggy" ist einer der spektakulärsten und mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. Seit 2001 bewegt er die Gemüter. Es gab keine Zeugen oder konkreten Beweise, keine verwertbaren DNA- und Blutspuren - und doch wurde ein geistig zurückgebliebener Mann wegen Mordes angeklagt - und zu lebenslanger Haft verurteilt. Nicht zuletzt aufgrund der Recherchen von Christoph Lemmer und Ina Jung kam es zu einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren - und der Mann wurde wieder freigesprochen.
Warum ein möglicherweise Unschuldiger verurteilt wurde, welche heißen Spuren die Ermittler nicht verfolgten, welch fragwürdige Rolle Polizei, Justiz und Politik bei alldem spielten und warum dieser Fall kein Einzelfall ist, das schildert dieses Buch.
  • Produktdetails
  • Knaur Taschenbücher Nr.78911
  • Verlag: Droemer/Knaur
  • Artikelnr. des Verlages: 3008553
  • Seitenzahl: 360
  • Erscheinungstermin: 1. August 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 137mm x 27mm
  • Gewicht: 278g
  • ISBN-13: 9783426789117
  • ISBN-10: 3426789116
  • Artikelnr.: 45356495
Autorenporträt
Jung, Ina
Ina Jung ist Journalistin und Filmautorin beim Bayerischen Fernsehen. Für das Drehbuch zu dem auf dem Fall von Peggy Knobloch basierenden Spielfilm "Das unsichtbare Mädchen" erhielt sie den Bayerischen Fernsehpreis 2012.

Lemmer, Christoph
Christoph Lemmer, geboren 1961 in West-Berlin, studierte BWL und arbeitet seit 1980 als Journalist für Printmedien und Hörfunk.
Rezensionen
"Im Fall der vor zwölf Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf einen 29 Jahre alten Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt. Es handelt sich bei dem Mann um die Person, die die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer in ihrem im Mai erschienenen Buch "Der Fall Peggy" beschreiben und als potenziellen Täter benennen." Süddeutsche Zeitung 20130804

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.05.2013

Spekulationen um Peggy
Buchautoren präsentieren Bekannten als möglichen Mörder
Hof – Am 7. Mai ist es zwölf Jahre her, dass die neunjährige Peggy aus Lichtenberg verschwunden ist. Zur Ruhe gekommen ist das Städtchen im Frankenwald seitdem nicht. In der vergangenen Woche rückte wieder einmal die Polizei an und ließ ein Haus am Marktplatz des oberfränkischen Ortes durchsuchen. Der Hof wurde umgegraben, die Ermittler hofften, dort die Leiche des Mädchens zu finden. Aufgetaucht sind ein paar Knochenstücke, die zurzeit in der Erlanger Rechtsmedizin untersucht werden. Noch ist nicht klar, ob sie überhaupt von einem Menschen stammen.
  Das Schicksal des Mädchens beschäftigt auch die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer immer noch, die nun ein Buch vorgelegt haben, in dem sie Peggys Geschichte nachzeichnen. „Die Geschichte eines Skandals“, wie es im Untertitel heißt. Denn die beiden sind überzeugt davon, dass mit dem geistig behinderten Ulvi Kulac 2004 der Falsche für den Mord an Peggy verurteilt wurde.
  Die Journalisten durchforsteten die Ermittlungsakten, verfolgten die Ansätze der Ermittler und sprachen mit Zeugen von damals. Vorwürfe erheben sie vor allem gegen die Ermittler der Sonderkommission II, die eingesetzt wurde, nach dem die erste Soko den Fall nicht aufklären konnte. So existiere ausgerechnet von jenem Verhör, in dem Ulvi den Mord an Peggy gestand, keine Tonbandaufzeichnung, sondern nur ein Gedächtnisprotokoll. Ausgerechnet bei diesem Gespräch sei das Gerät kaputt gegangen. Später widerrief der Gastwirtssohn aus Lichtenberg sein Geständnis, vor Gericht wiederholte er es ebenfalls nicht.
  Noch mehr Verfehlungen wollen die Autoren ausgemacht haben. So seien Entlastungszeugen vor Gericht nicht gehört worden. Zwei Jungen, die Peggy noch nach dem Zeitpunkt, zu dem Ulvi sie umgebracht haben soll, gesehen haben wollen, hätten die Ermittler mit falschen Vorhaltungen eingeschüchtert, so dass sie ihre Aussage änderten. Im Gespräch mit den Autoren sollen die beiden Zeugen aber versichert haben, dass sie Peggy noch nach ihrem angeblichen Tod gesehen hätten. Jung und Lemmer werfen den Ermittlern außerdem manipulative Verhörmethoden vor. Und ein Belastungszeuge, dem Ulvi in der Psychiatrie in Bayreuth von der Tat erzählt haben soll, habe später zugegeben, gelogen zu haben. Kurzum, der Falsche sei verurteilt worden. Stattdessen wollen die beiden einen Bekannten der Familie als potenziellen Täter ausgemacht haben. Beweise hätten sie zwar nicht. „Doch die Indizien gegen ihn sind stimmiger, belegbarer und weniger widersprüchlich als die Hinweise auf Ulvi Kulac“, heißt es in dem Buch.
  Die Staatsanwaltschaft Bayreuth, die seit dem vergangenen Jahr wieder ermittelt, gibt sich unbeeindruckt von dem Buch. Den Ermittlern sei das alles bekannt gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz. Die Lichtenberger Bürgermeisterin Elke Beyer, die am Donnerstagabend zur Buchvorstellung nach Hof gekommen war, wünscht sich endlich Ruhe für Lichtenberg. „Es ist eine Geschichte, die nie aufhört“, sagte sie.
KATJA AUER
Ina Jung und Christoph Lemmer: Der Fall Peggy. Droemer, München, 322 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-27611-2 .
Ulvi Kulac wurde verurteilt.
Die Indizien sollen mehr gegen
einen anderen Mann sprechen
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