Der kleine Wagnerianer - Lauer, Enrik; Müller, Regine
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Mit dem 'Kleinen Wagnerianer' in der Tasche sind Sie für alle Begegnungen mit dem 'Meister', seiner Musik und seinen Jüngern gewappnet. In 'Lohengrin'-Pausen können Sie erklären, warum die Suche nach König Ludwigs Schwanenbooten vergeblich ist. Mit Wagner-Liebhabern diskutieren sie kundig über die Konzeption des 'Tristan', mit Psychoanalytikern über ödipale Verstrickungen im 'Ring'. Überdies erfahren Sie, was man beim Besuch einer 'Meistersinger'-Premiere trägt - und warum Sie für ihr 'Parsifal'-Ticket nicht zu Kreuze kriechen müssen.
"Ich Unglücklicher verstehe kein Handwerk, um mir mein
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Produktbeschreibung
Mit dem 'Kleinen Wagnerianer' in der Tasche sind Sie für alle Begegnungen mit dem 'Meister', seiner Musik und seinen Jüngern gewappnet. In 'Lohengrin'-Pausen können Sie erklären, warum die Suche nach König Ludwigs Schwanenbooten vergeblich ist. Mit Wagner-Liebhabern diskutieren sie kundig über die Konzeption des 'Tristan', mit Psychoanalytikern über ödipale Verstrickungen im 'Ring'. Überdies erfahren Sie, was man beim Besuch einer 'Meistersinger'-Premiere trägt - und warum Sie für ihr 'Parsifal'-Ticket nicht zu Kreuze kriechen müssen.
"Ich Unglücklicher verstehe kein Handwerk, um mir mein tägliches Brod zu verdienen: es muss mir... gereicht werden, damit ich Künstler bleiben kann. Wer soll dieß thun? Nur Diejenigen, die mich lieben, und zwar mich, meine Werke, mein künstlerisches Streben und Wollen"

(Richard Wagner 1849 in einem Brief an den Regisseur und Bühnenbildner Theodor Heine)

Wagner zu lieben war und ist sicher keine Kleinigkeit. Aber wer zum 200. Geburtstag des genialen Komponisten bei einer entspannten Lektüre zumindest verstehen will, was an dessen Musik revolutionär und atemberaubend, an seinen Haltungen schrullig, rührend oder auch unverschämt, an seiner Weltanschauung aber widerwärtig und unerträglich ist, der wird mit diesem informativen und unterhaltsamen Buch auf seine Kosten kommen. Darin erzählen und erläutern zwei Wagner-Kenner gleichermaßen kenntnisreich und erfrischend respektlos Leben und Werke des Schöpfers so grandioser Musikdramen wie Lohengrin, Meistersinger, Tristan, Parsifal, Tannhäuser. Wer dieses Buch gelesen hat, übersteht jedes Pausengespräch während einer Aufführung des Rings des Nibelungen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 261
  • Erscheinungstermin: 22. Januar 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 130mm x 27mm
  • Gewicht: 378g
  • ISBN-13: 9783406641107
  • ISBN-10: 3406641105
  • Artikelnr.: 36385426
Autorenporträt
Regine Müller studierte Musik und Germanistik. Als Autorin und Musikjournalistin arbeitet sie für Presse und Rundfunk sowie für zahlreiche Konzerthäuser.

Enrik Lauer ist promovierter Germanist und arbeitet als freier Publizist in Berlin.
Inhaltsangabe
1. "Weißt du, was du sahst?"

Das Wagner'sche "Musikdrama" als permanente Herausforderung

2. Mehr als ein Revolutionär

Tristan und Isolde: Was Wagner für die Musikgeschichte bedeutet

3. "Unverschämt genial!"

Wagner und das Geld

4. "Dem Wahn mich nichts entreißt"

Lohengrin: Eva und der Erlöser in den Wirren des Bürgerkriegs

5. "... nichts als Wahrtraumdeuterei"

Richard Wagner und die Psychoanalyse

6. "... wohl gar ein biblisches Lied?"

Die Meistersinger von Nürnberg und die "Kunstreligion"

7. "Altmodisch bis provinziell, des war's!"

Von den Begleiterscheinungen des Wagner-Opernbesuchs

8. "Trüber Verträge trügender Bund"

Der Ring des Nibelungen als Gründungsmythos der bürgerlichen Welt

9. "Die Erlösung Ahasvers: Der Untergang!"

Richard Wagner und der Antisemitismus

10. Erlösung vom Erlöser

Parsifal als Lied vom Ende aller "Rettungswerke"

Anhang

Bibliographie

Diskographie
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 12.03.2013

Exkurs über Schwäne
In „zehn Lektionen“ führt das Autorenteam Enrik Lauer/Regine Müller nicht nur in Wagners Opernschaffen ein, sondern es belegt, dass Wagner „die Grundwidersprüche seiner Epoche gnadenlos ausstellt und sie mit erstaunlich scharfem Blick analysiert“ („Der kleine Wagnerianer“. Verlag C. H. Beck, 262 Seiten, 17,95 Euro). Also stellen sie Wagner als revolutionäres Musikgenie ebenso vor wie den famosen Schnorrer, den Frauenhelden und Opportunisten zum Heil seines Werkes. Es gibt einen „kleinen Exkurs über Schwäne“, und es wird untersucht, inwieweit beim anarchistischen Träumer Wagner „Spurenelemente der Psychoanalyse“ lange vor Freud zu entdecken sind. Gewissenhaft handeln Lauer/Müller den Antisemitismus in Wagners Denken und Trachten und im Lauf der Festspielgeschichte ab. Nach der Lektüre kann man sich durchaus auf Augenhöhe der aktuellen Wagner-Debatten wähnen.
HARALD EGGEBRECHT
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