Schwere Stunde - Mann, Thomas
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"Die lyrische Sphäre sollte mir so wenig zur künstlerischen Heimat werden wie die dramatische." Mit dramatischen Versuchen und Gedichten hatte Thomas Mann seine literarischen Fingerübungen gemacht, bis er, etwa zwanzigjährig, die Prosa als seine eigentliche Sprachform entdeckte. Skizzen entstanden, Studien, die Lust, Erfahrenes und Erlebtes zu berichten, wuchs, entwickelte sich zur Erzählung - Ambiente und Ereignisse, Charaktere und Handlungen griffen ineinander. Beschreibung und direkte Rede forderten klare Diktion, der Wortlaut verband sich dem Satzbau. Weder Rhythmus und Klang noch Dialog…mehr

Produktbeschreibung
"Die lyrische Sphäre sollte mir so wenig zur künstlerischen Heimat werden wie die dramatische." Mit dramatischen Versuchen und Gedichten hatte Thomas Mann seine literarischen Fingerübungen gemacht, bis er, etwa zwanzigjährig, die Prosa als seine eigentliche Sprachform entdeckte. Skizzen entstanden, Studien, die Lust, Erfahrenes und Erlebtes zu berichten, wuchs, entwickelte sich zur Erzählung - Ambiente und Ereignisse, Charaktere und Handlungen griffen ineinander. Beschreibung und direkte Rede forderten klare Diktion, der Wortlaut verband sich dem Satzbau. Weder Rhythmus und Klang noch Dialog gab er auf - Thomas Mann hat sie früh schon für seine Prosa genutzt.
'Schwere Stunde' von 1905 hebt das Betrachtende auch seiner erzählenden Prosa hervor. Mit 'Tonio Kröger' hatte er sich zwei Jahre zuvor eine "Geschichte, die das ganze Gefühl meiner Jugend enthält", von der Seele geschrieben, eine "Prosa-Ballade ... so recht ein Lied, gespielt auf dem selbst gebauten Instrument des großen Romans". Neun Jahre später, 1912, erschien 'Der Tod in Venedig', über den Thomas Mann, ein Fazit seines Schreibens ziehend, gesagt hat: "Form und Schönheit haben auf irgendeine Weise etwas mit dem Tode zu tun, so sehr sie eine Sache des Lebens sind. Das ist ein Geheimnis, aber es ist so."
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.9440
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 11. Aufl.
  • Seitenzahl: 265
  • Erscheinungstermin: Januar 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 312g
  • ISBN-13: 9783596294404
  • ISBN-10: 3596294401
  • Artikelnr.: 04133022
Autorenporträt
Der Kaufmannssohn Thomas Mann (* Lübeck 1875, † Zürich 1955) wurde einer der wirkmächtigsten Schriftsteller deutscher Sprache. "Sein Herz waschen" hat er das Schreiben genannt; sein Werk umfasst zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und politische Schriften. Schon Thomas Manns erster großer Roman "Buddenbrooks" (1901) hatte das Zeug zum Nobelpreis, der ihm 1929 verliehen wurde. Die Romane "Doktor Faustus" (1947) sowie die Trilogie "Joseph und seine Brüder" (1933-43) bilden das Alterswerk und den Gipfelpunkt seines Schaffens. Mit kritischem Auge verarbeitete Thomas Mann in seinen Werken die Auflösung der bürgerlichen Kultur seiner Gegenwart. Er sah den Aufstieg des Faschismus vorher und warnte davor. Kurz nachdem die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernommen hatten, emigrierte Thomas Mann in die Schweiz und ging von dort ins amerikanische Exil. 1952 kehrte er nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod in der Schweiz.
Inhaltsangabe
Die Hungernden. Tonio Kröger. Ein Glück. Das Wunderkind. Beim Propheten. Schwere Stunde. Wälsungenblut. Anekdote. Das Eisenbahnunglück. Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten. Der Tod in Venedig