The Game - Michael Douglas,Sean Penn,Deborah Kara Unger
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Nicholas Van Orton (Michael Douglas) ist reich, intelligent und erfolgreich. Ein knallharter Geschäftsmann mit Prinzipien und Selbstdisziplin. Er hat die absolute Kontrolle über sein Leben und seine Geschäfte - bis ihm sein Bruder Conrad (Sean Penn) zu seinem 48. Geburtstag die Eintrittskarte für ein geheimnisvolles Spiel schenkt. Ein Spiel ohne Spielregeln, aber mit höchstem Einsatz. Nur zögernd lässt Van Orton sich auf The Game ein - und erlebt den Alptraum seines Lebens: Erst verliert er die Kontrolle, dann seinen Besitz und schließlich geht es nur noch ums nackte Überleben...
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Produktbeschreibung
Nicholas Van Orton (Michael Douglas) ist reich, intelligent und erfolgreich. Ein knallharter Geschäftsmann mit Prinzipien und Selbstdisziplin. Er hat die absolute Kontrolle über sein Leben und seine Geschäfte - bis ihm sein Bruder Conrad (Sean Penn) zu seinem 48. Geburtstag die Eintrittskarte für ein geheimnisvolles Spiel schenkt. Ein Spiel ohne Spielregeln, aber mit höchstem Einsatz. Nur zögernd lässt Van Orton sich auf The Game ein - und erlebt den Alptraum seines Lebens: Erst verliert er die Kontrolle, dann seinen Besitz und schließlich geht es nur noch ums nackte Überleben...
Mit seinem kompromißlos verstörenden Deprischocker "Sieben" gelang Regisseur David Fincher ("Alien 3") ein unerwarteter kommerzieller Wurf, was mit Spannung auf seinen Folgefilm warten ließ. In kühl kalkulierender Hitchcock-Tradition fertigte er ein faszinierend pessimistisches Paranoia-Puzzle, das den priviligierten Protagonisten in Gestalt von Michael Douglas einen existenzerschütternden Yuppie-Alptraum von absoluter Hilflosigkeit durchleben läßt.

Die Drehbuchautoren John Brancato und Michael Ferris spielten bereits in dem Computerthriller "Das Netz" effektiv mit der beklemmenden Angst des Identitätsverlusts: Hier verliert die Identifikationsfigur aufgrund eines ominösen Psychospiels die Kontrolle über ihr Leben und gerät zur machtlosen Marionette, die von unsichtbaren Drahtziehern manipuliert wird. Douglas ist die Idealbesetzung für den arroganten, antisozialen Investmentbanker Nicholas Van Orten (in der Fasson seines "Wall Street"-Maklers), der wie seine Charaktere in "Eine verhängnisvolle Affäre" oder "Falling Down" bis an die Grenze seiner persönlichen Schmerzgrenze getrieben wird. Gleich zu Beginn wird mit flackernden Heimfilm-Flashbacks das zentrale Trauma etabliert: wie der Vater des etwa zwölfjährigen Nicholas vom Dach seiner palastartigen Villa in den Tod springt. Viele Jahre später hat sich Nicholas zum kalten Kontrollfreak entwickelt, für den Emotionen nutzlosen Ballast darstellen. Eine lose Beziehung verbindet den geschiedenen und kinderlosen Millionär mit seinem mißratenen Bruder Konrad (Sean Penn, in einer relativ unbedeutenden Rolle, die vor den Rewrites für Jodie Foster konzipiert war), der ihm zu seinem 48. Geburtstag einen Geschenkcoupon der "Consumer Recreation Services" überreicht. Die High-Tech-Firma entwickelt für jeden Klienten ein individuelles "Spiel", das durch seine Unvorhersehbarkeit stimulieren soll. Für den selbstgefälligen Bankier beginnt damit eine wahnwitzige Schocktherapie, die durch stetig gravierendere Über- und Angriffe in und auf sein Leben seinen durch materielle Werte konstruierten Schutzpanzer auflösen.

Mit cleverer Präzision versteht Fincher die erstickende Verzweiflung und das angstvolle Gefühl des Ausgeliefertsein des Protagonisten in seiner psychologischen Abwärtsspirale zu begleiten. Mit verstohlen-subtilen Attacken wird die scheinbare Perfektion von Nicholas angekratzt: ein ausgelaufener Kugelschreiber besuhlt sein teures Hemd, eine scheinbar ungeschickte Bedienung (Deborah Kara Unger aus "Crash" in der wichtigsten Nebenrolle) kippt ein volles Tablett über ihn aus und das klemmende Schloß seines Aktenkoffers (der Dokumente zum eiskalten Abservieren seines langjährigen Geschäftspartners Armin Mueller-Stahl enthält) irritieren den Perfektionisten derart, daß seine angestrengte Maske der stoischen Ausgeglichenheit bereits nach kürzester Zeit weggewischt ist. Doch das grausame Katz- und Mausspiel nimmt immer groteskere Formen an: Nach Genuß eines Drogencocktails erwacht er völlig abgebrannt und besudelt auf einem mexikanischen Friedhof - und sein Leben und seine Finanzen befinden sich in höchster Gefahr. Eine gewisse Absurdität, die erst gegen Ende hin aufgelöst wird, sollte man unvoreingenommen in Kauf nehmen, um den superb fotografierten Psychothriller in vollen Zügen zu genießen. Jefferson Airplanes LSD-Hymne "White Rabbit" kann durchaus als bezeichnender Themensong angesehen werden: Die Dimensionen von Realität und Illusion sind nicht immer eindeutig zu trennen. Propaganda Films feierte ihr Major-Debüt mit diesem Kinokonfekt der genüßlich bitteren Sorte mit einem Start von 14,3 Mio. Dollar als sattem Einstand. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 Blu-ray Disc
  • Hersteller: Universal Pictures Video
  • Gesamtlaufzeit: 128 Min.
  • Erscheinungstermin: 5. August 2010
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch
  • Untertitel: Deutsch, Chinesisch, Russisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 1:2, 35/1080p
  • Tonformat: dts
  • EAN: 5050582788198
  • Artikelnr.: 30382586
Autorenporträt
Armin Mueller-Stahl, geb. 1930, ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler überhaupt, sondern auch ein begnadeter Geiger, Maler und Erzähler. Bevor er zum Schauspielberuf wechselte, absolvierte er ein Geigen- und Musikwissenschaftsstudium, das er 1949 mit dem Examen zum Musiklehrer abschloß. Seit 1952 avancierte er mit unzähligen Theater- und Filmrollen zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verließ 1980 die DDR und setzte seine Karriere nicht nur in Westdeutschland, sondern auch international erfolgreich fort. Seit langem ist Armin Mueller-Stahl auch als Erzähler bekannt.
Rezensionen
In den gewohnten düsteren Erd- und Metallfarben zelebriert "Sieben"-Regisseur David Fincher einen weiteren perfekt inszenierten Falltürthriller, der Zuschauer wie Protagonisten von einer Überraschung in die nächste stürzen läßt. Michael Douglas, immer dann am besten, wenn er ein Arschloch spielen darf, überzeugt in der Hauptrolle wie seit "Wall Street"-Zeiten nicht mehr und wird von Sean Penn als undurchsichtigem Bruder sowie der Saisonentdeckung Debora Kara Unger ("Crash") wirkungsvoll ergänzt. Sicherer Hit.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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