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Kurt Tucholsky ist vor allem als Großstadtlyriker bekannt, als nüchterner Beobachter des Alltags und politischer Humorist. Dennoch gehören seine Liebesgedichte zu den schönsten der deutschen Literatur. Mit leichter Hand, im freizügigen Ton der zeitgenössischen Chansons oder in zarten, melancholischen Zügen porträtiert er darin die Liebe selbst: Den unlichen Reichtum des frischen, unverbrauchten Augenblicks und den Schmerz der unvermeidlichen Trennung.
Katja Lange-Müller, Tucholsky-Kennerin und -Liebhaberin, hat die schönsten Gedichte für diesen Band ausgewählt. In einem Nachwort stellt sie Leben und Werk Tucholskys vor.
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Produktbeschreibung
Kurt Tucholsky ist vor allem als Großstadtlyriker bekannt, als nüchterner Beobachter des Alltags und politischer Humorist. Dennoch gehören seine Liebesgedichte zu den schönsten der deutschen Literatur. Mit leichter Hand, im freizügigen Ton der zeitgenössischen Chansons oder in zarten, melancholischen Zügen porträtiert er darin die Liebe selbst: Den unlichen Reichtum des frischen, unverbrauchten Augenblicks und den Schmerz der unvermeidlichen Trennung.

Katja Lange-Müller, Tucholsky-Kennerin und -Liebhaberin, hat die schönsten Gedichte für diesen Band ausgewählt. In einem Nachwort stellt sie Leben und Werk Tucholskys vor.
  • Produktdetails
  • Insel Taschenbücher Nr.3368
  • Verlag: Insel Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 35068
  • Seitenzahl: 132
  • Erscheinungstermin: 22. September 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 109mm x 8mm
  • Gewicht: 110g
  • ISBN-13: 9783458350682
  • ISBN-10: 3458350683
  • Artikelnr.: 23310874
Autorenporträt
Kurt Tucholsky, geboren 1890 in Berlin, studierte Jura in Berlin, Jena und Genf. Als politisch engagierter Journalist und zeitweiliger Mitherausgeber der Wochenzeitschrift Die Weltbühne zählt er zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Zugleich war er Satiriker, Kabarettautor, Romancier und Lyriker. 1929 ging er nach Schweden, wo er sich 1935 das Leben nahm.
Inhaltsangabe
Abschied von der Juggesellenzeit - Ach, Tante Julla, du in Neu-Ruppin - Adagio con brio - Agathe, wackel nicht mehr mit dem Busen! - Alle Straßen liegen leer - An meinem Todestag-ich werd ihn nicht erleben - Auf ein Frollein - Augen in der Großstadt - Aus! - Ballade - Bekehrung - Blick in die Zukunft - Confessio - Da sprach der Landrat - Da stehst du wie ein kleines Gummischweinchen - Danach - Das ist das tiefste Wesen - Das ist nun so; je freier und nackter - Das Lied von der Gleichgültigkeit - Daß man nicht Alle haben kann-! - Der andre Mann - Der kleine Hund an der Ecke - Der Pfau - Der Tauber ruckt zur Taube - Der Teufel hol den schwarzen Kaffee - Die arme Frau - Die Barfrau - Die Dorfschöne - Die Frau spricht - Die Insel - Die kleine Puppe - Die letzte Elektrische - Dies aber macht mir vielen Kummer - Dies ist ein Sonntag Vormittag - Du lernst ihn in einer Gesellschaft kennen - Du schläfst bei mir; Da plötzlich - Du spukst und beißt - Ehekrach - Ein leichter Suff umnebelt die Gedanken - Eine Frage und keine Antwort - Eine Hur steht unter der Laterne - Eine kleine Geburt - Einmal müssen zwei auseinandergehen - Einmal war ich schon achtzig Jahr - Erinnerung und Erfüllung - Erst gehst du umher - Erst wollte ich mich dir - Erweckung - Es ist - Es ist so viel unverbrauchte Zärtlichkeit - Es raschelt so im Nebenzimmer - Es wird nach einem Happy-End - Figurinen - Frauen von Freunden - Frauen von Freunden zerstören die Freundschaft - Für Mary - Gibst du dich keinem-? - Glück im Unglück - Gott Amor zieht die Pfeile - Herz mit einem Sprung - Heut, nach Jahren, sah ich Josephine - Ich bin ein Pfau - Ich bin kein Mann, nach dem - Ich denk an früher; Wie Lavendelduft - Ich hab dir alles hingegeben - Ich hab mich deinetwegen - Ich konnte kaum die Nacht erwarten - Ich lächle alle Gäste an - Ich lebte mit Frau Sobernheimer - Ich persönlich bestehe zu meinem Heil - Ich persönlich liebe - Ich stehe schon eine halbe Stunde lang - Ich kab ma so mit dir jeschunden - Ideal und Wirklichkeit - Im gesicht und auch in Sachsen - Im Modenhaus des Nachts - In der Kahlbaum-Diele - In der Nacht, wenns uns Vergnügen macht - In stiller Nacht und monogamen Betten - Ja-!" - Ja... da w'r nun also wieder einer... - Kleines Operettenlied - Konjugation in deutscher Sprache - Letzte Fahrt - Liebespaar am Fenster - Lieblich ruht der Busen - Lied ans Grammophon - Lied der Kupplerin - Malwine - Manchmal denke ich an dich - Meeting - Mein Mann? mein dicker Mann - Mikrokosmos - Mir is so mulmig um die Brust - Mißachtung der Liebe - Mit einem Schächtelchen - Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück - Mutter der Blumen - Na, is doch so! - Nach so vielen Tagen - Nebenan - Nicht verwelkt - Nicht! Noch nicht! - Nichts anzuziehen-! - Nun komm, du kleine Nähmaschine - Sah ich im vorchten Jahr - Sauflied, ganz allein - Sehnsucht nach der Sehnsucht - Sei nicht böse, wenn ich dich - Sie schläft - Sie, zu ihm - Sing eener uffn Hof - Stationen - Stoßseufzer einer Dame, in bewegter Nacht - Suchen zwei - Versunkenes Träumen - Wahre Liebe - Warten im Speisehaus - Warum ist es so schön - Wehn im Winde meiner blauen Röcke - Wenn die Igel - Wenn die Igel in der Abendstunde - Wenn du zur Arbeit gehst - Wenn ich so müd - Wenn wir wolln, denn wolln se nich - Wie hielten deine schlanken Hände - Wir Männer aus Berlin - Zu früh-? - Zur Begrüßung - Zwei Seelen - Nachwort von Katja Lange-Müller
Rezensionen
Besprechung von 09.10.2008
Sachliche Romanze

Aus "Schloß Gripsholm" kennt mancher Kurt Tucholskys nüchternen Blick auf Liebesdinge. Als Lyriker forciert er die Sachlichkeit umso mehr; eine Sammlung von "Liebesgedichten" dieser Berliner Kaltschnauze kann daher nur unter erheblicher Betonung der Anführungszeichen so genannt werden. Wie Brecht scheut er auch vor Derbheit nicht zurück: Auf die "Silberputten", die bei einer imaginierten Beerdigung des lyrischen Ichs den Sarg begleiten, folgen unerbittlich, aber reimsicher nicht weniger als zweiundzwanzig "Nutten". Die trauern auf ihre ganz eigene Art: Sie "schluchzen" zwar, tun dies aber zugleich "innig und mit viel System".

Systematisch solle der Mensch auch seine nächtliche Zimmerbelegung organisieren, fordern diese Gedichte, jedes Hotel wird ihnen zum Ort "unverbrauchter Zärtlichkeit". Anders als in Heines Herzbruchlyrik gibt sich ein Tucholsky-Jüngling nicht mehr mit einem Mädchen zufrieden: "Daß man nicht alle haben kann!" Bevor der Liebeswunsch aber gar zu beliebig wird, gelingt dem Dichter dann doch noch die klangvolle Rückkehr zur Romantik: "So gib mir denn nach langem Wandern / Die Summe aller jener Andern". Unter den ausgewählten Texten sind auch regelrechte Chansons, manche davon allerdings für nächtliche Hofkrakeeler ("Wenn die Igel in der Abendstunde"). In einem aufschlussreichen Nachwort erörtert die Schriftstellerin Katja Lange-Müller die bisweilen neologistische "Sprachschönheit berlinerisch-Tucholskyscher Prägung". Eines jedoch sollte man überlegen, bevor man sich dieses Brevier zulegt: ob man sich nicht lieber gleich des Autors famose "Gedichte in einem Band", erschienen im selben Verlag, anschaffen will. (Kurt Tucholsky: "Liebesgedichte". Ausgewählt von Katja Lange-Müller. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2008. 132 S., br., 6,- [Euro].) wiel

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