Zoolander Special Collector's Edition - Jerry Stiller,David Duchovny,Owen Wilson
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Das superdämliche Supermodel Derek Zoolander (Ben Stiller) will zum vierten Mal in Folge den Titel als "Männliches Model des Jahres" verteidigen. Doch zu seinem Entsetzen kürt die Jury diesmal den Newcomer Hansel (Owen Wilson) zum Sieger. Der machtbesessene Modezar Mugatu (Will Ferrell) wittert seine Chance und verwandelt Derek in eine Killermaschine.
Eine maßgeschneiderte Verschwörung! Zum Glück sind da der flippige Hansel und attraktive Accessoires wie Matilda (Christine Taylor), die Derek helfend zur Seite stehen. Wird es ihnen gelingen, die Welt für Supermodels wieder sicher zu
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Produktbeschreibung
Das superdämliche Supermodel Derek Zoolander (Ben Stiller) will zum vierten Mal in Folge den Titel als "Männliches Model des Jahres" verteidigen. Doch zu seinem Entsetzen kürt die Jury diesmal den Newcomer Hansel (Owen Wilson) zum Sieger. Der machtbesessene Modezar Mugatu (Will Ferrell) wittert seine Chance und verwandelt Derek in eine Killermaschine.

Eine maßgeschneiderte Verschwörung! Zum Glück sind da der flippige Hansel und attraktive Accessoires wie Matilda (Christine Taylor), die Derek helfend zur Seite stehen. Wird es ihnen gelingen, die Welt für Supermodels wieder sicher zu machen?

Bonusmaterial

DVD-Ausstattung / Bonusmaterial: - Kapitel- / Szenenanwahl - Animiertes DVD-Menü - Kommentare von Ben Stiller und den Autoren - 5 unveröffentlichte und 5 zusätzliche Szenen mit Kommentar von Ben Stiller - Outtakes - Ausschnitte von den VH1/Vogue Fashion Awards 96/97 - Musikvideo "Start The Commotion" - Werbe-Spots - Fotogalerie - Alternative Abspannsequenz - Easter-Egg / Hidden Feature
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Paramount Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 85 Min.
  • Erscheinungstermin: 25.06.2002
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Tschechisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Arabisch, Ungarisch, Finnisch, Tschechisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Isländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9, PAL
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • EAN: 4010884524598
  • Artikelnr.: 20122172
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 31.12.2001

Blasse Arbeit liegt mir nicht
Ich war ein männliches Fotomodell: "Zoolander" von und mit Ben Stiller im Kino

In den Kohlenminen von New Jersey werden die Kumpels nicht nach Glamour bezahlt, sondern nach Durchschlagskraft. Der Staub sitzt ihnen fingerdick im Gesicht, und die Haare sind steif, als hätte sich Gel geologischen Alters darin abgelagert. Die Grubenarbeiter müssen sich verhöhnt vorkommen, als eines Morgens ein junger Mann in einem Schlangenlederanzug auftaucht, um mit ihnen zur Schicht einzufahren. Doch Derek Zoolander, Exfotomodell mit proletarischen Wurzeln, meint es ernst: Er will dem Leben auf den Grund gehen. Er will seine Haut nicht länger zu Markte tragen, er will die Faust im Nacken spüren. Vor allem aber will Derek Zoolander nicht die Nummer zwei unter den "Male Models of the World" sein. Selbst Lohnarbeit unter Tag ist besser als ein Leben im Schatten von Hansel, dem neuen Stern am Modehimmel.

Es gab eine Zeit, da war Derek Zoolander noch nicht von Selbstzweifeln zerfressen. Er führte ein heiteres Leben als Kunstfigur und Alter ego des Schauspielers und Regisseurs Ben Stiller, der Zoolander zusammen mit Drake Sather erfand, um bei den "Fashion Awards" eines Popmusiksenders für ein wenig gute Laune zu sorgen. Zoolander war der Simplicissimus der Modeszene, die Essenz eines Models: nur Haut, kein Hirn. Die gerunzelte Stirn war sein Markenzeichen, und der bevorzugte Ausdruck auf den Plakaten war eine angestrengte Begriffsstutzigkeit. "Blue Steel" war das Label dafür. Kein Wunder, daß die Arbeiter von New Jersey nur eine eingeschränkte Solidarität für den Kollegen aus einer entfernt verwandten Branche aufbringen. Sie wünschen ihn zurück in das Aquarium, in dem Zoolander einstmals als Meerjungfrau posiert hat.

Ein abendfüllender Spielfilm über die Figur Derek Zoolander war, nach zwei Fernsehbeiträgen, nur eine Frage der Zeit. Es ist eine Komödie geworden, die von der Kunst des Zitats lebt. Genre-Persiflagen wie "Die nackte Kanone" oder "Austin Powers" haben den Weg geebnet. Auch in "Zoolander" ist es im weitesten Sinn eine Agentenhandlung, entlang derer die Gags und Sketches aufgefädelt werden. Ein abstruses Komplott der Modeindustrie gegen den Staatschef von Malaysia, der die Kinderarbeit in seinem Land verbieten will, bildet den Rahmen für die Konfrontation der beiden männlichen Fotomodelle Zoolander (Ben Stiller) und Hansel (Owen Wilson). Während der naturbelassene Hansel ihm den Rang abläuft, gerät das Kunstprodukt Zoolander nicht nur in jene Identitätskrise, die den Mann auch nach New Jersey führt, sondern in die Fänge eines Modezaren namens Mugatu (Will Ferrell). Zoolander soll zur Geheimwaffe umfunktioniert werden.

Die Gehirnwäsche findet ausgerechnet zu einem Popklassiker der achtziger Jahre statt: "Relax" von Frankie Goes to Hollywood ist ein frenetischer Aufruf zur Entspannung und war schon zu seiner Zeit eine ausgesprochen paradoxe Intervention, zu der ein psychedelisches Musikvideo entscheidend beitrug.

In "Zoolander" spielen absurde Genealogien eine wichtige Rolle. Mode ist dabei gar nicht besonders wichtig, obwohl eine Menge Prominenz sich mit Kurzauftritten die Ehre gibt: Donald Trump und Claudia Schiffer treten auf oder huschen durch das Bild, und David Bowie ist Jury bei einem "Walk Off" zwischen Zoolander und Hansel, bei dem es eine neue Demütigung für den Helden gibt. Durch die Hartnäckigkeit einer Journalistin (Christine Taylor) wendet sich das Blatt aber bald, und Zoolander macht beim Showdown auf dem Laufsteg nicht nur eine gute Figur, er erfindet auch einen neuen Gesichtsausdruck für sich: Mit "Magnum" blickt er, als wäre er zu allem entschlossen, selbst zu einem Leben als Epigone Tom Sellecks.

Mode, Fernsehen und Popmusik bedingen einander wechselseitig. In der Figur des Frontmanns kommen sie überein. "Zoolander" ist der Film zu einem allgemeinen Revival der achtziger Jahre, dieses verachteten Jahrzehnts, das nun in Ben Stillers Antihelden einen verspäteten Hauptdarsteller bekommen hat. Als Regisseur kultiviert Stiller die Anachronismen, die er in seiner Karriere als Schauspieler in Mainstreamfilmen wie "Meet the Parents" nur andeuten kann. Wie schon "The Cable Guy" (1995) ist auch "Zoolander" ein unberatener Irrläufer, der wie ein Projektil die Trennwände jener Unterscheidungssysteme durchschlägt, die von der populären Kultur aufgerichtet werden. Deswegen ist der Impuls richtig, der Zoolander zu den Kumpels nach New Jersey führt. Nur der Schlangenlederanzug paßt nicht. Der gehört zu der Grube, die man sich selber gräbt.

BERT REBHANDL

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