Liebe lieber indisch
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Mrs. Bakshi (Nadira Babbar) plagen Sorgen. Sie sucht einen Mann für ihre entzückenden Töchter. Als der vermögende in England lebende Inder Balraj (Naveen Andrews) sich auf einer Hochzeitsfeier für die älteste Tochter interessiert und dessen betuchter amerikanischer Freund Will Darcy (Martin Henderson) ein Auge auf die zweitälteste Lalita (Aishwarya Rai) wirft, fällt ihr ein Stein vom Herzen. Leider kommt es erst einmal nicht zu einer Doppelhochzeit.
Darcy, der betuchte Hotelerbe aus den USA, weckt zwar Lalitas Interesse, stößt sie aber mit Vorurteilen über arrangierte Heiraten vor den Kopf.
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Produktbeschreibung
Mrs. Bakshi (Nadira Babbar) plagen Sorgen. Sie sucht einen Mann für ihre entzückenden Töchter. Als der vermögende in England lebende Inder Balraj (Naveen Andrews) sich auf einer Hochzeitsfeier für die älteste Tochter interessiert und dessen betuchter amerikanischer Freund Will Darcy (Martin Henderson) ein Auge auf die zweitälteste Lalita (Aishwarya Rai) wirft, fällt ihr ein Stein vom Herzen. Leider kommt es erst einmal nicht zu einer Doppelhochzeit.

Darcy, der betuchte Hotelerbe aus den USA, weckt zwar Lalitas Interesse, stößt sie aber mit Vorurteilen über arrangierte Heiraten vor den Kopf. Außerdem intrigiert er gar zwischen ihrer Schwester und seinem Kumpel. Der neue Kandidat aus Amerika, der unkultivierte Hollywood-Inder Mr. Kholi, findet ebenfalls keine Gnade vor ihren Augen.

Nach dem globalen Erfolg von "Kick It Like Beckham" machte Gurinder Chadha ihren Traum wahr und inszenierte einen englischsprachigen Bollywood-Film nach britischer Vorlage mit Indiens Glamour-Girl und Miss World 1994 Aishwarya Rai in der Hauptrolle. Das fröhliche Musical ist eine Hommage an die Bollywood-Filmkultur in grellen Farben - romantisch, kitschig und mit einem Augenzwinkern.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Making of, Featurettes, Interviews, Entfallene Szenen, Outtakes, Kinotrailer
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: UFA
  • Gesamtlaufzeit: 107 Min.
  • Erscheinungstermin: 5. Dezember 2005
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 0828766959291
  • Artikelnr.: 15208528
Rezensionen
Besprechung von 19.08.2005
"Liebe lieber indisch": Jane Austen, postkolonial verfilmt

William Darcy redet eine Menge Unsinn. Er ist der amerikanische Freund eines indischen Geschäftsmannes. Gemeinsam sind sie nach Amritsar gekommen, in eine indische Provinzstadt, um an einer Hochzeit teilzunehmen. Das farbenfrohe Spektakel verwirrt dem ausländischen Gast die Sinne. Als er die schöne Lalita trifft, macht er ihr deswegen nicht wie ein Gentleman den Hof, er stößt sie vielmehr vor den Kopf mit seinen kulturellen Vorurteilen. "Bride and Prejudice" heißt der Film von Gurinder Chadha im Original - die Brautschau beginnt mit Vorurteilen. Im deutschen Verleih ist daraus "Liebe lieber indisch" geworden. Die Anspielung auf Jane Austens Buch "Stolz und Vorurteil" ist dabei verlorengegangen - und damit der ganze Sitz im Leben dieses Films.

Denn "Liebe lieber indisch" ist kein Bollywood-Musical im herkömmlichen Sinn, auch wenn die Sing- und Tanz-Nummern ganz danach aussehen. Gurinder Chadha hat vielmehr ein Crossover im Sinn, bei dem die Parallelen zwischen den englischen Heiratssachen des neunzehnten Jahrhunderts und den indischen Verheiratungsdramen des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts ins Auge springen könnten. Damals wie dort ist der souveräne Spruch des Herzens nicht das letzte Wort. Mütter, Väter und Patenonkel haben ein Wörtchen mitzureden.

Und genau dies läßt William Darcy, der im Film wie eine Figur des zwanzigsten Jahrhunderts erscheint, eine Menge Unsinn reden. Er wähnt sich erhaben über die Zwänge der bürgerlichen Gesellschaft, denen die Frauen bei Jane Austen noch unterlagen. Er muß aber auch erst lernen, daß die Liebe nicht einfach eine Sache zwischen zwei Menschen ist, sondern eine kollektive Affäre, nicht selten zwischen zwei Kulturen. "Liebe lieber indisch" demonstriert dies an der Figur von Kholi, der es als Inder im Westen weit gebracht hat. Er macht sich auch Hoffnungen auf Lalita (Aishwarya Rai). Er ist jedoch im Tölpelfach besetzt und sorgt deswegen nur für Chaos in einer Umgebung, in der er sich eigentlich auskennen müßte. William Darcy (Martin Henderson) ist kulturell entschuldigt. Er darf Umwege nehmen, damit das Happy-End nicht zu früh kommt.

Gurinder Chadha aber inszeniert "Liebe lieber indisch" als Happy-End in Permanenz. Die Liebesgeschichte ist dem Spektakel untergeordnet, das sie ins Werk setzt. Es ist zugleich Hommage auf das richtige Bollywood-Kino wie grelle Satire. Gurinder Chadha ist die bekannteste indische Filmemacherin in England. Mit "Kick It Like Beckham" hatte sie vor drei Jahren einen Welterfolg. Damals ging es um die Emanzipation eines indischen Mädchens aus dem in der Diaspora besonders strengen Familienverband. "Liebe lieber indisch" ist nun eine Rückkehr zu den Wurzeln. Dabei erweist sich allerdings, daß das genuine Bollywood-Kino viel moderner ist als dieser Versuch eines Meta-Musicals. Gurinder Chadha kennt die Formel, aber nicht deren Anwendung. Sie steht William Darcy näher, als ihr lieb sein kann.

BERT REBHANDL

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Während Keira Knightley in der traditionellen Jane-Austen-Verfilmung im Kürze im Kino schmachtet, dürfen die Darsteller von Gurindher Chadhas ("Kick it Like Beckham") knallbunter Variante auf Video bereits singen und tanzen. Allen voran macht Ex-Miss World Aishwara Raj dem "Hart am Limit"-Beau Martin Henderson schöne blaue Augen. Trotz Bollywood-Orientierung auf westliche Sehbedürfnisse zugeschnitten und mit viel Humor und Detailverliebtheit umgesetzt, sollte dieser Liebesreigen vor allem bei den Ladies punkten.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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