Liebe hat zwei Gesichter
Zur Bildergalerie
Marktplatzangebote
3 Angebote ab € 5,00 €
    DVD

2 Kundenbewertungen

Die Literatur-Dozentin Rose Morgan (Barbra Streisand) ist eine geistreiche und charmante Frau im besten Alter; von den Männern zwar geliebt und geschätzt, jedoch mangels erotischer Ausstrahlung nie wirklich begehrt. Bis der gutaussehende, jedoch von seinem bisherigen Liebesleben völlig frustrierte Gregory (Jeff Bridges) in ihr Leben tritt und ohne sie auch nur einmal geküßt zu haben, sogar um ihre Hand anhält. Mit der einzigen Bedingung, daß eine Sache in ihrer Beziehung auch weiterhin ausgeschlossen bleibt: Sex! Rose akzeptiert zunächst, doch dann ändern sich die Spielregeln... Eine…mehr

Andere Kunden interessierten sich auch für
Produktbeschreibung
Die Literatur-Dozentin Rose Morgan (Barbra Streisand) ist eine geistreiche und charmante Frau im besten Alter; von den Männern zwar geliebt und geschätzt, jedoch mangels erotischer Ausstrahlung nie wirklich begehrt. Bis der gutaussehende, jedoch von seinem bisherigen Liebesleben völlig frustrierte Gregory (Jeff Bridges) in ihr Leben tritt und ohne sie auch nur einmal geküßt zu haben, sogar um ihre Hand anhält. Mit der einzigen Bedingung, daß eine Sache in ihrer Beziehung auch weiterhin ausgeschlossen bleibt: Sex! Rose akzeptiert zunächst, doch dann ändern sich die Spielregeln...
Eine beschwingt-romantische Komödie über Schönheit, Sex und Liebe. Und die richtige Reihenfolge! Mit den Hollywood-Stars: Barbra Streisand, Jeff Bridges, Pierce Brosnan, George Segal, Mimi Rogers, Brenda Vaccaro und Lauren Bacall!

Bonusmaterial

Filmografie Schauspieler und Regisseur. DVD-Ausstattung / Bonusmaterial: - Kinotrailer - Biographien Crew - Kapitel- / Szenenanwahl - Making Of - Animiertes DVD-Menü
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Sony Pictures Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 122 Min.
  • Erscheinungstermin: April 2008
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
  • Untertitel: Deutsch, Hindi, Türkisch, Arabisch, Hebräisch, Ungarisch, Finnisch, Tschechisch, Polnisch, Griechisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Isländisch, Schwedisch, Norwegisch...
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9, PAL
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • EAN: 4030521217126
  • Artikelnr.: 20148290
Autorenporträt
Barbara Streisand is the only artist ever to receive Oscar, Tony, Emmy, Grammy, Directors Guild of America, Golden Globe, National Endowment for the Arts, and Peabody awards, as well as the American Film Institute's Lifetime Achievement Award and the Kennedy Center Honors.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.02.1997

Mit Hanteln und Karotten
Im Kino: Barbra Streisands "Liebe hat zwei Gesichter"

Vor einiger Zeit ging ein Buchtitel durch die Literaturanzeigen: "Suche impotenten Mann fürs Leben". Dieser Satz spiegelt einen Trend, den nicht nur Soziologen seit Monaten behaupten: die Tendenz zur Partnerschaft, gar zur Ehe ohne Sex. Große Verwunderung in den Medien brach darüber aus: Angst vor Krankheit schien nicht der Grund zu sein, eher die Allgegenwart sexueller Reize in Werbung, Kunst und Kino - eine Überfütterung, die den Geschmack verdirbt.

Barbra Streisands dritte Regiearbeit nach dem Drehbuch von Richard LaGravense widmet sich diesem Phänomen: zwar auf komödiantisch-märchenhafte Art, doch nicht ohne intellektuellen und, leider, pädagogischen Anspruch. Der Plot: Ein Mann sucht Schutz. Der Mathematikdozent Gregory Larkin (Jeff Bridges) wurde sein Leben lang von den Reizen der Frauen mental verfolgt: Seine Schwäche kostete ihn Nerven und vierzehn Jahre für sein erstes Buch. So lebt er nun allein, hält an der Columbia-Universität schlecht besuchte Vorlesungen und darbt nach einer neuen Lebensformel. Sie lautet schließlich: "Suche Frau über 35. Aussehen unwichtig."

Diese Annonce führt die intelligente, unscheinbare Rose in sein Leben (Barbra Streisand). Deren attraktive Schwester hatte ihr den Freund ausgespannt und Greg auf Rose angesetzt. Rose unterrichtet Literatur, ebenfalls in Columbia: eine feurig-witzige Dozentin und ein glühender Baseballfan. Zu Hause bei ihrer Mutter (Lauren Bacall) lebend, geht sie abends im Trainingsanzug mit Naschzeug ins Bett und guckt fern. Ein Anruf von Greg - und die Liebe bricht aus. Rose schwärmt schnell für den smarten Beau, hat endlich jemanden zum Vorzeigen und lehrt ihn, wie man Studenten zum Zuhören bringt. Die beiden werden unzertrennlich; Greg bittet seine geistreiche Freundin, bei der er endlich einmal gelassen bleibt, ihn zu heiraten. Bedingung: kein Sex.

Gesagt, getan. Doch das Weib plant bereits die Verführung als Generalangriff - eine Katastrophe, auf die hin Rose zurück zur Mutter zieht und Greg nach Europa auf Vortragsreise entflieht. Dies ist der Augenblick, in dem der Film einerseits pädagogisch, andererseits, seitens der Regisseurin, Hauptdarstellerin und Produzentin Streisand, ungehemmt narzißtisch wird. Rose betrachtet die Models auf den Plakatwänden, betrachtet dann sich - und kombiniert. Es folgt: Rose beim Joggen, Rose beim Hanteln. Rose mit Salat. Wenige Kameraeinstellungen später: Aus dem häßlichen Entlein ist ein strahlender Schwan geworden. Genauer: ein Vamp. Auf diesen Moment vor der Kamera hat Barbra Streisand lange gewartet. Der Zuschauer denkt an Chirurgie und lebenslanges Bodybuilding. Und Greg, zurück, findet in seiner Wohnung jene Frau, vor der er sein Leben lang weggelaufen ist. So hat er nicht gewettet, er will sein Geld zurück.

Nicht erst hier entpuppt sich der Film "Liebe hat zwei Gesichter", ein Remake von André Cayattes "Le miroir a deux faces", als mehrfache Mogelpackung. Der eigenwillige Konflikt am Anfang diente im nachhinein ausschließlich dazu, therapeutisch den konventionellsten aller Liebesfilme einzuleiten. Von Anbeginn an steuert er, nicht zuletzt in der Figur des Greg-Freundes Henry (George Segal), auf das klassische Modell der Ehe samt Liebe und Erotik zu. Das überrascht deshalb, weil das Werk derlei anfangs komplett demontiert hatte. Eben die Verlogenheiten des Liebes-und Ehemodells in den Medien und in der Kunst, welche Rose eloquent vor ihren Studenten ausgebreitet hatte, werden vom selben Film eine gute Stunde später eingeholt und ironiefrei als Wahrheit verkauft. Ein Filmkuß, und das Symphonieorchester im Kopf hebt an, hatte Rose im Hörsaal gehöhnt - was, wenn es im realen Leben ausbleibt? Und dann dreht Barbra Streisand exakt das, Orchester inklusive. Indem der Konflikt des Anfangs aufgelöst wird, gehen auch die Konstruktionselemente des Plots sang- und klanglos im Hollywood-Einheitsbrei unter. Der Film implodiert.

Zudem wird der Terror der Warenästhetik kritiklos perpetuiert. Die Frau nahe Fünfzig ist dann begehrenswert, wenn sie den Körper einer Dreißigjährigen hat - nichts anderes führt Barbra Streisand hier vor. Die Behauptung, daß Jugend mit Entschlossenheit, Karotten und Hanteln in wenigen Monaten erreichbar sei, ist ein schlechter Scherz. So bleibt ein altmodisches Märchen im teuersten Upside Manhattan übrig: mit allerdings herrlichem Dialogwitz. Trendgemäß finden Schlüsselmomente auf der Toilettenbrille statt, und die dominierende Mutter ist natürlich schuld an allem. Immerhin wird der alten Lauren Bacall der erschütterndste Satz in den Mund gelegt: Die Kehrseite der Schönheit sei, nie wirklich geliebt zu haben: "Ich hatte immer das Gefühl, ich hatte mehr Zeit." SIMONE MAHRENHOLZ

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr