Vergleichende Verhaltensforschung - Lorenz, K.
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ihr eine gezielt beschnittene Doktrin zu machen, zu deren Verwaltung sich eif rige Leute drängen. - In jedem der verglichenen Fälle war das durchaus nicht , ,im Sinne der Erfinder". Da ist es zur Klärung allemal gut, zu den Quellen hinaufzusteigen und nachzusehen, wo die Ursprünge waren, und wie sich alles seinerzeit entwickelt hat. Dabei schärft sich der Blick für den wesentlichen Kern und das Beiwerk, sowie für sachliche und persönliche Gründe und Bedeutung unausweichlicher Auseinandersetzungen. So sehe ich den Sinn dieses Buches. Ob es ganz objektiv ist? - Das wäre zuviel verlangt! Denn wer…mehr

Produktbeschreibung
ihr eine gezielt beschnittene Doktrin zu machen, zu deren Verwaltung sich eif rige Leute drängen. - In jedem der verglichenen Fälle war das durchaus nicht , ,im Sinne der Erfinder". Da ist es zur Klärung allemal gut, zu den Quellen hinaufzusteigen und nachzusehen, wo die Ursprünge waren, und wie sich alles seinerzeit entwickelt hat. Dabei schärft sich der Blick für den wesentlichen Kern und das Beiwerk, sowie für sachliche und persönliche Gründe und Bedeutung unausweichlicher Auseinandersetzungen. So sehe ich den Sinn dieses Buches. Ob es ganz objektiv ist? - Das wäre zuviel verlangt! Denn wer kann die Entwicklung seiner Kinder ganz objektiv sehen? Daß es redlich ist, darauf kommt es an; und das muß man ihm zuerkennen. Nicht das Durchsetzen einer Doktrin wird hier betrieben, sondern hier werden dargestellt die Entwicklung und der Inhalt eines neu-entstandenen Wissenschaftszweiges und seiner vielfäl tigen und sorgsam abgewogenen Methoden. Das Buch ist aueh frei von der Meinung, man müsse - um das Gesicht zu wahren - auf Entdeckungsschritten verharren, die einst originell waren, nun aber teilweise überholt sind. Der Ver fasser zeigt sich offen jeder sinnvollen Kritik und Korrektur, ist jedoch ausrei chend unhöflich, um unhaltbare Einwände begründet abzuweisen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Springer, Wien; Springer, Berlin
  • Artikelnr. des Verlages: 86103600
  • Erscheinungstermin: 30. April 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 172mm x 22mm
  • Gewicht: 560g
  • ISBN-13: 9783709130988
  • ISBN-10: 3709130980
  • Artikelnr.: 37457227
Inhaltsangabe
Historische Einleitung.- Erster Teil: Methodenlehre.- I. Biologisches Denken.- 1. Die Verschiedenheiten der Ziele physikalischer und biologischer Forschung.- 2. Die Grenzen der Reduktion.- 3. Ontologischer Reduktionismus.- 4. Das organische Gewordensein als Grenze der Reduktion.- 5. Die Frage "Wozu?".- 6. Finale und kausale Naturbetrachtung.- II. Die Forschungsweise der Biologie, insbesondere der Ethologie.- 1. Der Begriff von System oder Ganzheit.- 2. Die vom Systemcharakter diktierte Reihenfolge der Erkenntnisschritte.- 3. Die kognitive Leistung der Wahrnehmung.- 4. Die sogenannte Liebhaberei.- 5. Die Beobachtung freilebender und gefangener Tiere.- 6. Die Beobachtung freilebender zahmer Tiere.- 7. Tierkenntnis als Forschungsmethode.- 8. Das Ganzheits-gerechte Experiment.- 9. Das Experiment mit Erfahrungsentzug.- 10. Der relativ Ganzheits-unabhängige Baustein.- III. Die Leistungsbeschränkung nicht-systemgerechter Methoden in der Verhaltensforschung.- 1. Atomismus.- 2. Der Erklärungsmonismus.- 3. Operationalismus und Erklärungsmonismus der Behavioristen.- IV. Die vergleichende Methode der Stammesgeschichtsforschung.- 1. Die Rekonstruktion von Stammbäumen.- 2. Stamm-bezeichnende Merkmale.- 3. Die Hypothese des Wachstums.- 4. Die Dokumentation durch Fossilien.- 5. Die Homologie und ihre Kriterien.- 6. Das Homologiekriterium der Zahl von Merkmalen.- 7. Verschiedenheit der Funktion und konvergente Anpassung.- 8. Die Homoiologie.- 9. Das Bedürfnis des Feinsystematikers nach großer Zahl von Merkmalen.- 10. Die wechselnde Wertigkeit der Einzelmerkmale.- 11. Schwierigkeit und Wert der Feinsystematik.- 12. Die Entstehung der vergleichenden Verhaltensforschung oder Ethologie.- 13. Zusammenfassung des Kapitels.- Zweiter Teil: Phylogenetisch programmierte physiologische Mechanismen des Verhaltens.- I. Die erbkoordinierte Bewegung oder Instinktbewegung.- 1. Die Entstehung des Begriffs.- 2. Intensitäts-Verschiedenheiten.- 3. Verschiedene, derselben Erregungsart zugeordnete Instinktbewegungen.- 4. Die qualitative Einheitlichkeit der Motivation.- 5. Die Methode der doppelten Quantifikation.- 6. Die aktivitäts-spezifische Ermüdbarkeit.- 7. Die Schwellenerniedrigung auslösender Reize.- 8. Effekte, die den Stau einer Instinktbewegung verschleiern.- 9. Die sogenannte Leerlauf-Aktivität.- 10. Das Appetenzverhalten.- 11. Schwellenerniedrigung und Appetenzverhalten bei Vermeidungsreaktionen.- 12. Treiben und Getrieben-Werden.- 13. Neurophysiologie der Spontaneität.- 14. Analoge Funktionen von neuralen Elementen und integrierten Systemen.- 15. Zusammenfassung des Kapitels.- II. Afferente Vorgänge.- 1. Der angeborene Auslösemechanismus (AAM).- 2. Leistungsbeschränkungen des angeborenen Auslösemechanismus ..- 3. Der angeborene Auslösemechanismus und der Auslös er.- 4. Eine wichtige Faustregel.- 5. Angeborene Auslösemechanismen ergänzt durch Erworbenes (EAAM).- III. Die Probleme des "Reizes".- 1. Weite Begriffsbestimmung.- 2. Stabile und spontan aktive nervliche Elemente.- 3. Analoges Verhalten integrierter neuraler Systeme.- 4. Der Begriff des Aktions-spezifischen Potentials.- IV. Komplexe Systeme, aufgebaut aus den vorbesprochenen Mechanismen des Verhaltens.- 1. Appetenz nach Ruhezuständen.- 2. Der Suchautomatismus.- 3. Hierarchische Systeme.- 4. Die relative Stimmungshierarchie (Leyhausen).- 5. Die Rolle der "übergeordneten Kommandostelle" (Erich von Holst).- V. Wie einheitlich ist "ein Instinkt"?.- 1. Die Gefahr finalistischer Namen.- 2. Die Vielheit der Antriebe.- 3. Die integrierende Wirkung der Instinkthierarchie.- 4. Die Wechselwirkung der beteiligten Instinktbewegungen.- 5. Nicht System-spezifische Bewegungsweisen.- 6. Zusammenfassung des Kapitels.- VI. Augenblicks-Information verwertende Mechanismen.- 1. "Etwas erfahren" heißt nicht "etwas lernen".- 2. Der Regelkreis oder die Homöostase.- 3. Die Reizbarkeit.- 4. Die amöboide Reaktion.- 5. Die Kinesis.- 6. Die phobische Reaktion.- 7. Die topische Reaktion oder die Taxi