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Wie man ein Team zu Gewinnern macht
Fünf Weltmeistertitel, Spitzenplatzierungen bei allen großen internationalen Turnieren - seine unverwechselbare Philosophie zur Führung von Spitzenteams hat Bernhard Peters zu einer der erfolgreichsten Trainerpersönlichkeiten der Welt gemacht. Inzwischen ist er gefragter Experte in der freien Wirtschaft. In diesem Buch erklärt Peters erstmals, wie jeder, der Menschen führen will, von seinen Trainingsprinzipien profitieren kann.
Seine innovativen Methoden als Coach der deutschen Hockey-Nationalmannschaft haben Bernhard Peters nicht nur die Wertschätzung
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Produktbeschreibung
Wie man ein Team zu Gewinnern macht

Fünf Weltmeistertitel, Spitzenplatzierungen bei allen großen internationalen Turnieren - seine unverwechselbare Philosophie zur Führung von Spitzenteams hat Bernhard Peters zu einer der erfolgreichsten Trainerpersönlichkeiten der Welt gemacht. Inzwischen ist er gefragter Experte in der freien Wirtschaft. In diesem Buch erklärt Peters erstmals, wie jeder, der Menschen führen will, von seinen Trainingsprinzipien profitieren kann.

Seine innovativen Methoden als Coach der deutschen Hockey-Nationalmannschaft haben Bernhard Peters nicht nur die Wertschätzung seines Teams, sondern auch den Respekt erfolgreicher Top-Manager eingebracht. Akribische Vorbereitung, das Fordern von Kreativität und Flexibilität und das Fördern von Individualität sind Grundpfeiler einer jeden Führungskraft - im Sport wie in der Wirtschaft. Wie man sich selbst und sein Team zu Höchstleistungen motiviert, es formt und führt, mit Erfolgen und Misserfolgen umgeht, erläutert Peters anschaulich und leidenschaftlich in Zusammenarbeit mit dem ZEITJournalisten Moritz Müller-Wirth und dem Sportpsychologen Hans-Dieter Hermann. Die Leitlinien eines modernen Führungsstils, ausführlich und praxisorientiert - nun als Sonderausgabe.
  • Produktdetails
  • Verlag: Ariston
  • Seitenzahl: 287
  • Erscheinungstermin: Februar 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 136mm x 30mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783424200867
  • ISBN-10: 3424200867
  • Artikelnr.: 36798392
Autorenporträt
Moritz Müller-Wirth, 1963 geboren, Ausbildung zum Verlagskaufmann, Studium der Politikwissenschaften und Geschichte, Redaktionsvolontariat beim Tagesspiegel, Berlin-Korrespondent für den Focus, Feuilletonkorrespondent der FAZ in Berlin, ist heute stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Feuilleton der ZEIT. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Berlin.
Rezensionen
Besprechung von 20.09.2008
Die Kraft der Emotionen
Bernhard Peters' Buch über die Kunst zu begeistern

Sollte das schon das ganze Geheimnis gewesen sein? "Wir knallen sie durch die Wand", brüllte Jürgen Klinsmann durch die Kabine, damals, im WM-Sommer 2006, in der Halbzeit des Vorrundenspiels gegen Polen. Und so mancher, der die Szene im Kino oder vor dem Fernseher sah, reagierte erschrocken ob der vermeintlichen Rohheit des Bundestrainers. Dass es aber im Sport recht emotional zugeht - und das nicht nur auf dem Platz -, ist kein Geheimnis. Klinsmanns Appell sollte man also weder für besonders unappetitlich noch für besonders avanciert halten.

Er ist nur ein oberflächliches Beispiel für den alltäglichen Versuch, eine Mannschaft mit Hilfe von Emotionen zu packen, sie vielleicht entscheidend zu motivieren. Klinsmann aber meint viel mehr, wenn er die emotionale Führung eines Teams als "fünfte Dimension" der Arbeit eines Trainers bezeichnet: als Dimension, die auf die herkömmlichen vier Bereiche - Technik, Taktik, Fitness und Psychologie - "abstrahlen, sie überlagern" soll - mit einem Ziel: den entscheidenden Unterschied zu machen, "die letzten fünf Prozent zwischen Hoch- und Höchstleistung".

Klinsmann schreibt das im Vorwort zu Bernhard Peters' Buch "Führungs-Spiel" - Klinsmann und Peters, das ist so etwas wie das verhinderte Reformpaar des deutschen Fußballs, seit Klinsmanns Versuch, den früheren Hockey-Bundestrainer Peters als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durchzusetzen, am Widerstand des Verbands scheiterte. Inzwischen arbeiten beide getrennt an der Umsetzung ihrer Ideen: Peters als Direktor für Sport- und Nachwuchsentwicklung bei Dietmar Hopps Innovationsprojekt in Hoffenheim, Klinsmann als Cheftrainer beim Branchenführer FC Bayern München.

Die Versuchung liegt also nahe, "Führungs-Spiel" als programmatische Schrift lesen zu wollen, als eine Art Gebrauchsanweisung für die Erneuerung des deutschen Fußballs - zumal mit dem Sportpsychologen Hans-Dieter Hermann ein weiterer "Reformer" der Ära Klinsmann beteiligt war. Doch so einfach ist es nicht. In erster Linie nämlich richtet sich das Buch an Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik, die sich die "Erfolgsgeheimnisse des Spitzensports" zunutze machen sollen. Und Spitzensport - das ist bei Peters eben zunächst nicht Fußball, sondern Hockey.

Zweimal, 2002 und 2006, wurde er mit der Herren-Nationalmannschaft Weltmeister, und natürlich bieten diese Jahre viel anschauliches Material dafür, wie Peters' Modell der emotionalen Führung in der Praxis funktioniert: Wie er versucht, den Erfolg akribisch, fast versessen zu planen. Wie er seine Spieler durch permanente Kommunikation (bis hin zu SMS und Videobotschaften in der Freizeit) involviert und damit zugleich in die Verantwortung nimmt. Wie er Bilder des Erfolgs in die Köpfe brennt, um die Motivation für das große Ziel auf ein Maximum zu bringen.

Unter Amateur-Bedingungen, mit der sozial relativ homogenen Gruppe der Hockeyspieler, hat die Methode zum Erfolg geführt. Aber taugen Peters' Rezepte auch für den Fußball, wo der Umgangston in der Regel rauher, wo Selektion und Gruppendynamik eher einem archaischen Verständnis folgen als den Ideen modernen Teammanagements? "Die Prinzipien der emotionalen Führung", betont Peters, "müssen für jedes leidenschaftlich funktionierende Team gelten." Was aber ist davon umzusetzen in der täglichen Arbeit in Hoffenheim?

Beispiel Jugendarbeit: Hier lege man Wert darauf, dass die jungen Spieler nicht nur eindimensional als Sportler gesehen werden. "Es geht um die soziale, persönliche Entwicklung", sagt Peters, "darum, eine zweite Identität neben dem Fußball zu vermitteln." Die Konsequenz für die Ausbildung: nicht nur mentales Training, sondern auch konkrete Persönlichkeitsentwicklung. Nicht nur Gespräche über das Spiel, sondern auch über Leben und Beruf. Im Buch lautet die entsprechende These so: Ein Spieler, der sich neben dem Sport noch an anderer Stelle im Leben engagiert, wird auch auf dem Spielfeld unter Druck eher die richtige Entscheidung treffen.

Beispiel Profiteam: Peters räumt ein, dass die Voraussetzungen etwas anders sind. "Man merkt, dass die Profispieler zu mehr Ellenbogen und Egoismen erzogen worden sind in ihrer Jugend", sagt er. Es sei zudem "eine interessante Erfahrung, mit so einer multikulturellen Truppe zu arbeiten". Die Methoden mögen sich deshalb im Detail unterscheiden (so gibt es in Hoffenheim keine schriftliche "Leistungsvereinbarung" der Spieler) - das Führungsprinzip aber bleibe dasselbe: zu zeigen, "dass nicht nur Druck, Macht und Geld ein Team funktionieren lassen - sondern auch der Bereich der emotionalen Zuwendung".

Hier kommt vieles auf den Trainer an. Ralf Rangnick habe dort "absolut seine Stärken", sagt Peters. Er sei "sehr nah dran am Team", tausche sich mit den Führungsspielern aus, und versuche, die Mannschaft bestimmte Dinge eigenständig reflektieren und intern regulieren zu lassen - etwa bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex. Rangnick, dem seit jeher das Etikett des kühlen Taktikers, des Fußball-Ingenieurs, anhängt, scheint tatsächlich ein Gespür dafür zu haben, wie viel individuellen Raum er innerhalb des Teams gewähren kann, gewähren muss, will er aus jedem Einzelnen das Maximum für die Gruppe herausholen.

Auch wenn Peters genau in diesem Punkt, bei der Selbstregulierung, immer noch erhebliche Defizite im Vergleich zu seinen Erfahrungen im Hockey sieht - es ist gewiss nicht der verkehrteste Weg, den sie in Hoffenheim (und wohl auch beim FC Bayern) eingeschlagen haben. Emotionen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor im Sport, und die Möglichkeiten gehen weit über eine deftige Kabinenpredigt hinaus. Peters' Buch allerdings hätte etwas weniger psychologische Rhetorik, den Verzicht auf manche zur Erfolgsweisheit stilisierte Selbstverständlichkeit, gut vertragen können.

CHRISTIAN KAMP

Bernhard Peters (mit Hans-Dieter Hermann und Moritz Müller-Wirth): Führungs-Spiel. Menschen begeistern, Teams formen, Siegen lernen. Heyne Verlag, 288 Seiten, 19,95 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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