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»Die beste Reportage, die ich je gelesen habe«, so Dave Eggers über »Der ewige Krieg. Innenansichten aus dem >Kampf gegen den Terror

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Produktbeschreibung
»Die beste Reportage, die ich je gelesen habe«, so Dave Eggers über »Der ewige Krieg. Innenansichten aus dem >Kampf gegen den Terror<«. Hier gibt uns der legendäre Kriegsberichterstatter Dexter Filkins ein absolut ungeschöntes Bild davon, wie heute Krieg geführt wird. Filkins war im Irak, als dort der verheerende Golfkrieg tobte. Unerschrocken geht er ganz nah ran: Er besucht die Familie eines Selbstmordattentäters, trifft irakische Aufständische, einen Captain des US-Marine Corps, der innerhalb von acht Tagen ein Viertel seiner Männer verliert, und einen jungen Soldaten aus Georgia, der an seine Freundin zu Hause denkt. Seine Reportage hat nichts an Aktualität, nichts an Dringlichkeit verloren, vermittelt sie doch beispielhaft einen Einblick, wie die Menschen vor Ort - Soldaten und Zivilisten, Kämpfer und Unschuldige - vom Krieg betroffen sind. Eine ebenso beeindruckende wie literarische Reportage. »Ein Klassiker der Kriegsberichterstattung, der sowohl durch Mut als auch Feingefühl beeindruckt.« George Packer »Brillant, eine Reportage wie ein Roman, die eindrücklich zeigt, welchen Preis der Krieg fordert.« Washington Post

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  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Seitenzahl: 384
  • Erscheinungstermin: 14.06.2010
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104006321
  • Artikelnr.: 37450806
Autorenporträt
Dexter Filkins, Auslandskorrespondent der New York Times, berichtet seit 2001 über die Kriege in Afghanistan und Irak. Zuvor leitete er das New Delhi Büro der Los Angeles Times, wo er den Aufstieg von Taliban und Al-Qaida miterlebte. Für seine Kriegsberichte hat Dexter Filkins zahlreiche Auszeichnungen bekommen und war zweimal in der Endrunde für den Pulitzer-Preis. Er hat drei Jahre in Bagdad gelebt. Heute lebt Dexter Filkins in Cambridge, Massachusetts.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 27.11.2009

Alltag im Irak und in Afghanistan

Die Besatzungsherrschaft Washingtons setzte auf Härte und Geld statt auf kulturelles Verständnis.

Von Wilfried von Bredow

Im Herbst 2003 war Oberst Nathan Sassaman der imponierendste amerikanische Feldkommandeur im Irak. Er war geistreich, klug, schonungslos und verkörperte das Beste, was Amerika zu bieten hatte. Aber auch in seinem Kommandobereich häuften sich mit der Zeit die gegenseitigen Missverständnisse zwischen Amerikanern und Irakern. Der Oberst reagierte immer brüsker. Mehr und mehr zeigte er seine Enttäuschung über die Einheimischen. Schließlich verlor er die Geduld mit ihnen und griff zunehmend härter durch. Acht Monate später, schreibt jetzt Dexter Filkins, ging dann das Land verloren - als ein Ort, an dem sich die Amerikaner frei bewegen konnten. Und sie gewannen ihn nie wieder zurück. Sassaman versuchte es nun mit einer Mischung aus Einschüchterung, Gewalt und "einem Haufen Geld für Projekte". Damit sollten die Iraker überzeugt werden, dass die Amerikaner ins Land gekommen waren, um ihnen zu helfen. Das Geld versickerte im Handumdrehen. Die Amerikaner machten sich schneller Feinde, als sie sie töten konnten.

Der Fall Sassaman illustriert das Abgleiten einer ursprünglich von den Irakern überwiegend begrüßten Militäraktion in eine harsche und verhasste Besatzungsherrschaft. Er ist eine von vielen Kriegsepisoden, die Filkins, embedded journalist für die "New York Times", zu einem beklemmenden Bericht über den Alltag gegenwärtiger asymmetrischer Kriege im Irak und in Afghanistan verdichtet hat. Mitentscheidend für dieses Abgleiten war das gegenseitige kulturelle Nicht-verstehen-können, nicht nur, aber besonders auf der sprachlichen Ebene. Das hatte zur Folge, dass der typische neunzehnjährige Corporal aus South Dakota für die meisten Iraker kein unschuldiger amerikanischer Jugendlicher war, sondern eine furchterregende Mischung aus Feuerkraft und Unwissenheit. Und genau so agierten die amerikanischen Truppen auch. Dabei kommen die einfachen Soldaten und niedrigen Chargen bei Filkins immer noch besser weg als die Generäle und Politiker. Seine Porträts von Ahmad Chalabi oder Paul Bremer sind scharfsinnig, fair und vernichtend. Filkins Kriegsbuch ist von beachtlicher schriftstellerischer Qualität. Er erspart seinen Lesern keine Grausamkeit, ohne sie je als Nervenkitzel zu instrumentalisieren. Seine Beschreibungen des Kriegsalltags gehen unter die Haut. Sie gehören zum Besten, was Kriegskorrespondenten zum Irak- und dem Afghanistan-Krieg geschrieben haben.

Krieg und Gewalt in Afghanistan stehen auch im Mittelpunkt der Autobiographie von Malalai Joya. Die 30 Jahre alte Frau berichtet von ihrer Kindheit zur Zeit der sowjetischen Invasion, als ihre Familie ins Exil floh, in den Iran und später nach Pakistan. Als sich die Sowjetunion zurückziehen musste, kam es zum Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Warlords, die nur um das Recht zur Plünderung kämpften. Später unterdrückten die steinzeit-islamistischen Taliban die Bevölkerung, vor allem die Frauen. Malalai Joya wuchs zu einer entschlossenen, mutigen Sozialaktivistin heran, die während der Taliban-Herrschaft heimlich Schulunterricht für Frauen organisierte. Ihre große Stunde kam mit der Ablösung der Taliban. Bei den ersten freien Wahlen wurde sie ins Parlament gewählt, fand dort aber nur die alten korrupten Machtstrukturen der Warlords vor. Dagegen nahm sie öffentlich Stellung, was ihr nicht nur in Afghanistan enorme Bekanntheit verschaffte. Sie ist inzwischen zu einer auch im Westen von vielen gefeierten Vorkämpferin für Frauenrechte und Gerechtigkeit in ihrem Land geworden. Ihr Bericht überzeugt ganz besonders, wenn sie die unendlich schweren Lebensbedingungen schildert. Zugleich irritiert er aber leider häufig, weil die Autorin alle Akteure in Afghanistans Politik, von den Warlords über die Karzai-Regierung und die internationale Hilfstruppe Isaf bis zu den Taliban, durchgängig in schwarz malt. Als einzige positive Gegenkraft gilt ihr "das Volk", als dessen legitime Sprecherin sie sich ansieht. In dieser Sichtweise bleiben alle kleinen Schritte, Kompromisse und Integrationsversuche blockiert. Wer so denkt, hat keine praktizierbare Lösung für die Probleme des Landes anzubieten. Der Mut und die Zähigkeit der Autorin verdienen hohen Respekt. Aber ihre Kompromisslosigkeit überschattet ihre Verdienste.

Dexter Filkins: Der ewige Krieg. Innenansichten aus dem "Kampf gegen den Terror". Aus dem Amerikanischen von Christa Prummer-Lehmair und Rita Reuß. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009. 384 S., 22,95 [Euro].

Malalai Joya: Ich erhebe meine Stimme. Eine Frau kämpft gegen den Krieg in Afghanistan. Aus dem Englischen von Dagmar Mallett. Piper Verlag, München 2009. 304 S., 19,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dreihundertachtzig Seiten blutiges, trauriges Material - Rezensentin Hilal Sezgin gibt allergrößten Respekt vor diesem Band mit Dexter Filkins mehrfach ausgezeichneten Kriegsreportagen für die New York Times zu Protokoll. Filkins, der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, schreibt gut, und er lässt alle Seiten zu Wort kommen: amerikanische Soldaten und irakische oder afghanische Zivilisten, lobt Sezgin. Und doch: ganz unparteiisch findet sie Filkins nicht. Sie vermisst eine Reflexion über die Situation des "eingebetteten" Journalisten, der mit der Armee reist und so gewissermaßen gelenkt wird. Und dann zeigt Filkins für ihren Geschmack etwas zu große Nähe zu den Soldaten, mit denen er so lange zusammengelebt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH