Unsichtbare Bindungen - Boszormenyi-Nagy, Ivan; Spark, Geraldine M.
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Das familiendynamische Konzept der beiden Autoren ist durch den Begriff der Gerechtigkeit geprägt, ihr therapeutisches Konzept um das der Fairneß und den Wert der Familie. Diese ethische Orientierung macht den Blick frei für die schicksalhafte Verflechtung der Generationen. Und sie führt zu einer kritischen Prüfung zentraler psychoanalytischer Begriffe und Konzepte.…mehr

Produktbeschreibung
Das familiendynamische Konzept der beiden Autoren ist durch den Begriff der Gerechtigkeit geprägt, ihr therapeutisches Konzept um das der Fairneß und den Wert der Familie. Diese ethische Orientierung macht den Blick frei für die schicksalhafte Verflechtung der Generationen. Und sie führt zu einer kritischen Prüfung zentraler psychoanalytischer Begriffe und Konzepte.
  • Produktdetails
  • Konzepte der Humanwissenschaften
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 10. Aufl.
  • Seitenzahl: 426
  • Erscheinungstermin: 19. Juni 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 159mm x 32mm
  • Gewicht: 620g
  • ISBN-13: 9783608948400
  • ISBN-10: 3608948406
  • Artikelnr.: 39240000
Rezensionen
Das Buch hat als Klassiker" nach wie vor seine Berechtigung; die Konzepte sind relevant und stellen wichtige Grundlagen für die therapeutische Arbeit dar."Lothar Unzner, socialnet.de, 3/2014"Nur wesentliche Bücher fordern uns heraus, und ?Unsichtbare Bindungen? ist ein solches Buch. Daher wünsche ich es nicht nur in die Hände von Familienforschern und -therapeuten, sondern von allen, die ernsthaft an Problemen der menschlichen Persönlichkeit interessiert sind."Helm Stierlin""Unsichtbare Bindungen" von Ivan Boszormenyi-Nagy und Geraldine Spark steht als der Klassiker zur Mehrgenerationenperspektive schon seit vielen Jahren in meinem Bücherregal. Loyalität, Kontenausgleich und Parentifizierung sind die wesentlichen Begriffe und Konzepte, die ich mit dem Buch verbinde, aufgeschlagen hatte ich es allerdings schon länger nicht mehr und eigentlich auch nie ganz gelesen. Eine gute Voraussetzung , es mal wieder hervorzuholen: 1973 erschien das Buch in den USA. Boszormenyi-Nagy war zu der Zeit Professor für Psychiatrie an der Universität in Philadelphia. Aus Ungarn stammend, wo er zunächst eine psychoanalytische Ausbildung absolviert hatte, lebte und arbeitete er seit Ende der vierziger Jahren in den USA. Seine langjährige Tätigkeit im Bereich von Psychiatrie und Kinderpsychiatrie hatte ihn zu einem der Pioniere familientherapeutischen Denkens werden lassen. Geraldine Spark war psychiatrische Sozialarbeiterin und Mitarbeiterin der familientherapeutischen Abteilung der Universitätsklinik. Obwohl sie als gleichwertige Mitautorin gilt, ist sie leider eher unbekannt geblieben. Das Anliegen des Buches ist es, eine Theorie zu entwerfen, in der sowohl "das Tiefenerleben der Einzelpersönlichkeit als auch die Vielfalt des Kraftfelds Familie" festgehalten wird. Die Autoren stehen dabei im Spannungsfeld der traditionellen Psychoanalyse einerseitsund der neuen Familientherapeutischen Konzepte andererseits, vor allem der strukturellen und strategischen Schule. Der Psychoanalyse wird vorgeworfen, daß sie in ihrem Menschenbild zu sehr am Individuum und dessen "egoistischen" Trieben orientiert ist. Die strukturelle und strategische Familientherapie scheint ausschließlich mit aktuellen Mustern beschäftigt und dadurch einen Mangel an Tiefgang aufzuweisen. Das Ziel der Autoren ist es, unbewußte Motive anders als triebtheoretisch zu begründen und auf diese Weise systemische Ideen um eine Tiefendimension zu bereichern. Ausgehend von der Philosophie Martin Bubers sind zwei Begriffe grundlegend für diesen Ansatz: Begegnung und Gerechtigkeit. Begegnung wird als grundlegendes und konstituierendes Element von Menschsein verstanden (hier liegt die Absetzung von der Psychoanalyse), Gerechtigkeit als Ordnungsprizip menschlicher Beziehungen gilt als "existenzielle Gegebenheit". Damit wird das Streben nach Gerechtigkeit zu einem primären menschlichen Handlungsmotiv. Auf dieser Grundlage wird eine psychologische Theorie entwickelt, in der wechselseitige Verpflichtungen und Erwartungen und Wünsche nach Ausgleich zu wesentlichen bewußten und unbewußten Motiven von Verhalten werden. Als bedeutsam wird besonders der Ausgleich zwischen den Generationen gesehen, die Verpflichtung und Schuld der Kinder gegenüber ihren Eltern. Begriffe wie Verdienstbuchführung, Kontenausgleich entstehen auf dem Hintergrund dieser Überlegungen, der zentrale Begriff ist Loyalität. Loyalität gilt als natürliche Bindung an die Herkunftsfamilie. Im Prozeß des Erwachsenwerdens müssen diese Loyalitätsbindungen langsam gelöst und verändert werden. Mit dem Eingehen einer Ehe und der Gründung einer eigenen Familie muß ein Teil, der größere, auf den Ehepartner übertragen werden. Bei sehr starren Loyalitäten oder unbewußten Konflikten kann diese Lösung oder Übertragung mißlingen. Ungelöste und meist unbewußte Loyalitätsbindungen können zur Ursache zahlreicher Konflikte und Krisen werden, vor allem Adolszenz- und Ablösungskrisen und Ehekonf…mehr