Erzählungen - Storm, Theodor
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Produktdetails
  • Reclam Universal-Bibliothek Nr.6144
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Bibliogr. erg. Ausg.
  • Erscheinungstermin: Januar 1988
  • Deutsch
  • Abmessung: 147mm x 95mm x 35mm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783150061442
  • ISBN-10: 315006144X
  • Artikelnr.: 03294103
Autorenporträt
Theodor Storm, geb. am 14. September 1817 in Husum. Der Rechtsanwalt wurde 1852 von den Dänen wegen politischer Opposition ausgewiesen und kehrte 1864 als Landvogt in seine nun deutsch gewordene Heimatstadt zurück. Ab 1879 war Storm Amtsgerichtsrat. Er starb am 4. Juli 1888 in Hademarschen. Storm gilt als einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus. In seinem Werk ist Storm thematisch den Menschen und der Landschaft seiner Heimat zugewandt und als Künstler der Spätromantik verpflichtet, besonders in seiner liedhaft-innigen, formstrengen Natur- und Bekenntnislyrik. Seine Hauptleistung aber liegt in der Novelle. 58 solcher Novellen umfasst sein Werk, das von lyrisch gestimmten und wehmütig verklärenden Texten bis zu realistischen, stark handlungsbetonten Schicksals- und Chroniknovellen reicht. Immer wieder stellt Storm dabei die menschlichen Leidenschaften und den Kampf des einzelnen gegen überlegene Mächte mit herber, oft tragischer Gefasstheit dar.
Inhaltsangabe
- Immensee

- Auf dem Staatshof

- Im Schloß

- Bulemanns Haus

- Draußen im Hof

- Beim Vetter Christian

- Viola tricolor

- Pole Poppenspäler

- Aquis submersus

- Der Herr Etatsrat

- Hans und Heinz Kirch

- Ein Doppelgänger

- Der Schimmelreiter
Rezensionen
Bei den Stormschen Erzählungen, die Rüdiger Frommholz bei Reclam herausgegeben hat (...), klammere man sich vorsorglich am Sofa fest, um nicht von Sprachgewalt und Bildern hinweggespült zu werden. Ratsam ist es, eine volle Packung Papiertaschentücher parat zu haben. Denn nicht selten gehen Storms Geschichten tragisch aus. Ob Lebenskrise oder Lebensglück - der gebürtige Husumer führt seine Leser in Abgründe und auf Höhenflüge. Ganz nah und verbunden fühlt man sich Storms Figuren, denen er durch seine erzählerische Poesie eine tiefe Menschlichkeit verleiht. Armer Hauke Haien, guter Pole Poppenspäler.

Die Kuscheldecke eignet sich nicht nur zum Wärmen - man kann sie sich gegebenenfalls auch über den Kopf ziehen. Denn Storm lehrt einen das Gruseln. Wahrscheinlich verfolgen den hartherzigen Herrn Bulemann noch heute seine Katzen, die an Weihnachten zu scheußlichen Monstern mutiert sind. Vermutlich wartet er noch immer vergebens auf Barmherzigkeit. Storm war noch kompromissloser als Dickens.

Diejenigen, die glauben, Theodor Storm sei nur etwas für Schwermütige, haben sich allerdings getäuscht. Der Schriftsteller liebte das Leben und hing daran. So verstand er sich ebenso gut auf das humorvolle, lockere und leichte Fabulieren. Fuldaer Zeitung